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Die Tragödie von Viktring. Erinnerungskultur in Kärnten

Titel: Die Tragödie von Viktring. Erinnerungskultur in Kärnten

Referat (Ausarbeitung) , 2013 , 9 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: DI MMag Fabian Prilasnig (Autor:in)

Geschichte Europas - Europa Nachkriegszeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Viktring – damit wird von vielen ein altes, ehrwürdiges Zisterzienserstift am Ortsrand von Klagenfurt in Verbindung gebracht. Jedoch bedeutet dieser Ort für viele in Slowenien traumatische Erinnerungen an die Nachkriegszeit und tiefe Wunden, welche im kommunistischen Jugoslawien nie aufgearbeitet werden konnten. Die nach Kärnten fliehenden Slowenen wurden am Viktringer Feld interniert und nach ein paar Tagen von den Briten an die Partisanen ausgeliefert, die sie auf langen Todesmärschen liquidierten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Tragödie von Viktring

2. Historischer Abriss

3. Rezension des Buches „Geraubte Kindheit“ von Ivan Ott

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die historische Aufarbeitung der Ereignisse in Viktring im Mai 1945, wobei die Fluchtbewegung antikommunistischer Kräfte, deren Internierung am Viktringer Feld und die anschließende Auslieferung an Titos Partisanen durch die Briten zentral untersucht werden.

  • Analyse der Fluchtbewegung slowenischer und kroatischer Einheiten nach Kärnten
  • Untersuchung der Bedingungen im Auffanglager Viktring
  • Dokumentation der britischen Repatriierung und deren tödliche Folgen
  • Reflektion der Rolle von Zeitzeugenberichten zur Wahrheitsfindung
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Erinnerungskultur und Tabuisierung der Partisanengewalt

Auszug aus dem Buch

Historischer Abriss

Gegen Ende des Krieges hoffte das slowenische antikommunistische Lager darauf, dass die Alliierten aus Italien auf slowenisches Gebiet vorrücken und somit die Machtübernahme durch die kommunistisch geführten Partisanen verhindern würden. Die Moral und Disziplin der slowenischen Landeswehr blieb bis zuletzt des Krieges relativ gut, obwohl schon während des Jahres 1944 der militärische Zusammenbruch des Deutschen Reiches nur mehr eine Frage der Zeit zu sein schien. Die slowenische Landeswehr ging in der Schlussphase des Krieges in die von konservativen Politikern des Slowenischen Nationalausschusses gegründete Slowenische Nationalarmee über, die ein Vorrücken der Partisanen nach Slowenien verhindern sollte. Jedoch zogen sich alle Anfang Mai 1945 kampflos vor der anrückenden Partisanenarmee nach Kärnten zurück.

Zwischen dem 8. und dem 13. Mai war die Slowenische Nationalarmee bzw. die slowenische Landeswehr neben Tschetnik-Einheiten aus der Steiermark (Štajerski četniški odred) und Innerkrain aus weiten Teilen Sloweniens in Richtung Kärnten gezogen. Die meisten Domobranci aus dem Küstengebiet und die übrigen Tschetniks sowie serbischen Regimenter marschierten nach Friaul, wo sie sich den Briten ergaben. Viele Zivilisten begannen schon am 5. Mai Ljubljana zu verlassen, darunter waren auch General Rupnik sowie Bischof Rožman. Etwa 6.000 Zivilisten schlossen sich der slowenischen Landeswehr an und kamen am 12. bzw. 13. Mai in Viktring bei Klagenfurt an (vgl. Griesser-Pečar 2003, S. 485).

Zusammenfassung der Kapitel

Die Tragödie von Viktring: Dieses Kapitel führt in die historische Bedeutung von Viktring als Ort der Internierung für antikommunistische Flüchtlinge im Mai 1945 ein und skizziert die verhängnisvolle Auslieferung an Titos Partisanen.

Historischer Abriss: Dieser Abschnitt beschreibt den militärischen Rückzug der slowenischen Landeswehr nach Kärnten, die Zustände im Lager Viktring und die fatalen Auswirkungen der britischen Repatriierungspolitik.

Rezension des Buches „Geraubte Kindheit“ von Ivan Ott: Das Kapitel würdigt das Werk von Ivan Ott als essenzielles Zeitzeugendokument, das die Massenmorde und das Schicksal der Flüchtlinge aus der Perspektive der Betroffenen beleuchtet.

Schlüsselwörter

Viktring, Bleiburg, Partisanen, Kärnten, Zweiter Weltkrieg, Zeitzeugen, Repatriierung, Antikommunismus, Flucht, Erinnerungskultur, Landeswehr, Jugoslawien, Nachkriegszeit, Aufarbeitung, Menschenrechte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die tragischen Ereignisse um das Flüchtlingslager Viktring in Kärnten im Mai 1945 und das Schicksal der antikommunistischen Flüchtlinge nach Kriegsende.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Flucht vor der kommunistischen Machtübernahme in Jugoslawien, die Internierung durch britische Truppen und die gewaltsame Auslieferung an Partisanenverbände.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die historische Aufarbeitung der verleugneten Massaker und die Sicherung von Zeitzeugenwissen über die Flucht- und Leidenswege der Betroffenen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine Kombination aus Quellenrecherche, Auswertung historischer Literatur und der Einbeziehung von Zeitzeugenaussagen angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den militärischen Bewegungen zum Kriegsende, der Organisation des Lagers Viktring und der kritischen Analyse der Repatriierung durch die Briten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Viktring, Partisanengewalt, antikommunistische Flüchtlinge, Aufarbeitung der Geschichte und Zeitzeugendokumentation.

Warum war das Schicksal der Flüchtlinge lange ein Tabuthema?

Aufgrund ideologischer Gründe und politischer Konstellationen im Alpen-Adria-Raum wurde die Partisanengewalt nach 1945 lange Zeit ausgeklammert oder gezielt verschwiegen.

Welche Rolle spielte der britische Geheimdienst bei der Repatriierung?

Die britischen Militärs lieferten die Flüchtlinge unter falschen Angaben über ihr Ziel an Titos Partisanen aus, was für die Betroffenen den sicheren Tod bedeutete.

Was leistet die Rezension des Romans "Geraubte Kindheit"?

Sie dient dazu, das persönliche Trauma eines Zeitzeugen in den breiteren geschichtlichen Kontext der Massenmorde einzuordnen und als Mahnung für künftige Generationen zu bewahren.

Welche Bedeutung hat das Lager Viktring heute?

Viktring steht heute als Symbol für die tiefen Wunden der Nachkriegszeit, deren Aufarbeitung in Teilen Europas erst spät und oft gegen Widerstände möglich wurde.

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Details

Titel
Die Tragödie von Viktring. Erinnerungskultur in Kärnten
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt  (Geschichte)
Veranstaltung
Kurs
Note
2,0
Autor
DI MMag Fabian Prilasnig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
9
Katalognummer
V269014
ISBN (eBook)
9783656599999
ISBN (Buch)
9783656599968
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Viktring Erinnerungskultur Domobranzen Ivan Ott
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
DI MMag Fabian Prilasnig (Autor:in), 2013, Die Tragödie von Viktring. Erinnerungskultur in Kärnten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269014
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Leseprobe aus  9  Seiten
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