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E-Bilanz-Umsetzung im SAP-System

Konzeption und Evaluierung der Umsetzung der elektronischen Bilanz im SAP-System am Beispiel der IDES AG

Titel: E-Bilanz-Umsetzung im SAP-System

Bachelorarbeit , 2013 , 64 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Brita Irrgang (Autor:in)

Informatik - Wirtschaftsinformatik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Auf dem Weg zum eGovernment ist die eBilanz ein weiterer Baustein des geplanten Steuerbürokratieabbaus. In der Umsetzung bedeutet das für die Unternehmen ab 2013 verpflichtend elektronisch die Steuerbilanzdaten in rechtsformabhängigem Umfang an das Finanzamt zu übermitteln. Das technische Konzept, das vom Bundesministerium der Finanzen als standardmäßig zu Verwendendes ausgewählt wurde, ist XBRL. Ist eine Steuerbilanz oder eine Handelsbilanz mit Überleitungsrechnung zu erstellen? Begriffe wie parallele Rechnungslegung, Kontenlösung, Ledgerlösung und Deltawertmethode stehen hierbei zur Diskussion. Die Taxonomien sind in branchenspezifischen Versionen und jeweils in die Module GCD für die Stammdaten und GAAP für die Bewegungsdaten aufgliedert. Der aufwändigste Arbeitsschritt der E-Bilanz, das Mapping, kann in unterschiedlichen Ausprägungen (Minimal-/oder Maximalstrategie) erfolgen. Welche Problematiken das Mapping im Einzelfall mit sich bringt, z.B. im Zusammenhang mit der Kardinalität, wird anhand von Beispielen aufgezeigt. SAP als marktdominierender ERP-Anbieter mit Lösungen für große Unternehmen, diversen Branchenlösungen und abgespeckten Versionen für KMU’s bietet auch für die Erstellung der eBilanz drei unterschiedlich mächtige Varianten an: SAP ERP + SAP BusinessObjects Disclosure Management, SAP ERP + SAP Client for E-Bilanz und SAP ERP + Fremdsystem. Ihre zweckmäßige Verwendung ist u.a. abhängig von der Software-Landschaft des Unternehmens. Am Beispiel der IDES AG werden die Konzeption und die Evaluierung des Umsetzungsprozesses festgestellt. Im Focus der Untersuchung stehen die Vorbereitungsarbeiten im System, die es erfordern partiell auf Werkzeuge des Transport- und Änderungsmanagements einzugehen. Dafür sind Kenntnisse über die Systemlandschaft im Allgemeinen und den jeweiligen Systemstatus im Unternehmen Voraussetzung. Im Rahmen der Evaluierung der E-Bilanz-Umsetzung gehört die Systematik der Wartung und der Wartungstools, wie die Enhancement Packages und SAP Notes, zu den zu behandelnden Themen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 GRUNDLEGENDES ZUM JAHRESABSCHLUSS

2 E-BILANZ – EIN BAUSTEIN DES E-GOVERNMENT

2.1 GESETZLICHE BASIS

2.2 EINFÜHRUNGS- UND ÜBERGANGSFRISTEN

2.3 HÄRTEFALLREGELUNG

2.4 ÜBERMITTLUNGSVARIANTEN NACH BILANZIERUNGSART

2.4.1 Kontenlösung

2.4.2 Ledgerlösung

2.4.3 Buchungskreislösung

3 TAXONOMIEN

3.1 MODULE

3.1.1 Stammdaten-Modul (GCD-Modul)

3.1.2 Jahresabschluss-Modul (GAAP-Modul)

3.1.3 Steuerrechtliche Notwendigkeit der Übermittlung

3.2 MAPPING

3.2.1 Kardinalität

3.2.2 Mapping-Strategien

4 UMSETZUNG DER E-BILANZ IM SAP-SYSTEM AM BEISPIEL DES MODELLUNTERNEHMENS IDES AG

4.1 STANDARDERWEITERUNG FÜR DIE E-BILANZ

4.2 VORBEREITUNG DES SAP SYSTEMS DURCH SYSTEMWARTUNG

4.2.1 Wartungsinstrumente und Wartungsstrategien

4.2.2 SAP Notes

4.3 SAP-SYSTEMLANDSCHAFT DER HS COBURG

4.4 UMSETZUNGSOPTIONEN IN SAP

4.4.1 SAP BusinessObjects Disclosure Management

4.4.2 SAP ERP Client für E-Bilanz

4.4.3 SAP ERP + Fremdsystem

4.5 MAPPING AM BEISPIEL DER IDES AG

4.5.1 Mapping-„Fahrplan“

4.5.2 Beispiel 1 Bilanz > Aktiva > Umlaufvermögen > Forderungen aus Liefer. & Leistung.

4.5.3 Beispiel 2 GuV > … > Personalaufwand

4.5.4 Beispiel 3 Bilanz > Aktiva > Umlaufvermögen > Vorräte > Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

4.5.5 Beispiel 4 GuV > … > Umsatzerlöse

5 TECHNISCHE UMSETZUNG DER DATENÜBERMITTLUNG

5.1 DATENAUSTAUSCHFORMAT-EXTENSIBLE BUSINESS REPORTING LANGUAGE (XBRL)

5.2 SCHNITTSTELLE ZUR DATENÜBERTRAGUNG

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Anforderungen bei der Umsetzung der elektronischen Bilanz (E-Bilanz) innerhalb von SAP-Systemen. Ziel ist es, ein Verständnis für die technischen Verfahren, die notwendige Datenmodellierung mittels Taxonomien sowie die strategischen Optionen für Unternehmen bei der Einführung zu schaffen.

  • Grundlagen des Jahresabschlusses und Einführung in die E-Bilanz
  • Struktur und Funktionsweise von Taxonomien (GCD- und GAAP-Modul)
  • Technische Umsetzungsmöglichkeiten im SAP-System (SAP ERP Client, Disclosure Management)
  • Methodik des Mappings zwischen Buchungskonten und Taxonomiepositionen
  • Technische Datenübermittlung mittels XBRL und der ERiC-Schnittstelle

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Mapping-Strategien

Die Mapping-Strategien, häufig auch als Compliance-Level bezeichnet, beschreiben den Erfüllungsgrad der eingereichten Bilanz. Der Erfüllungsgrad ist das Verhältnis der von der Finanzbehörde angeforderten und den vom Unternehmen übermittelten Daten. Den Unternehmen steht frei, welche der drei nachfolgend beschriebenen Strategien sie anwenden wollen.

Minimalstrategie: Das GCD-Modul setzt sich aus 544 Positionen zusammen. Da es sich um eine hierarchische Struktur handelt, reduziert sich die Anzahl der ausfüllbaren Positionen um die, die lediglich einem Knoten innerhalb der Baumstruktur entsprechen. Betrachtet man dann wiederum nur die Mussfelder, bleiben 56 Positionen übrig. Sie müssen bei der Datenübermittlung zwingend gefüllt sein und bilden somit den Mindestumfang, die Minimalstrategie. Das GAAP-Modul der Kerntaxonomie 5.1 enthält allein 448 Mussfelder und 104 Summenmussfelder in Bilanz und GuV. Durch Ausnutzung aller Auffangpositionen kann der Aufwand für das Unternehmen erheblich minimiert werden, wie die in Kap. 4.5 folgenden Beispiele verdeutlichen werden. Allerdings steigt dadurch die Wahrscheinlichkeit von Rückfragen oder einer Prüfung durch das Finanzamt deutlich.

Maximalstrategie: Maximalstrategie bedeutet alle Mussfelder zu füllen, keine Auffangpositionen zu nutzen, die erwünschten Kontennachweise zu erbringen und Positionen ohne fiscalRequirement mit Werten zu füllen, sofern die Daten dafür vorliegen. So wird der vom Finanzamt gewünschte Detaillierungsgrad erfüllt und Rückfragen sind weitgehend auszuschließen. Soll eine nachträgliche Prüfung a priori vermieden werden, ist es ratsam diese Maximalstrategie zu verfolgen. Stehen die Daten ohnehin, aufgrund noch weiterführender Berichterstattungspflichten für andere Zwecke zur Verfügung, kann das Unternehmen den Anforderungen der E-Bilanz umfassend, ohne zusätzlichen Aufwand, nachkommen. Liegen die Daten allerdings bislang nicht in der geforderten Detaillierung vor, müssen im Sinne der Maximalstrategie, der Kontenplan erweitert und neue Konten eingeführt werden.

Neutralstrategie: Die Neutralstrategie ist ein Kompromiss aus beiden Strategien, die unterschiedliche Ausprägung haben kann. Eine denkbare Ausprägung wäre, dass die Finanzbehörde alle zwingend anzugebenden Daten erhält und die gewünschten Kontennachweise mitgeliefert werden. Die Auffangpositionen werden kaum verwendet und in die Positionen ohne spezielle Übermittlungsanforderung wird ebenfalls nichts eingetragen und übermittelt. Bei dieser Strategie stehen insbesondere Kapazitäts und Kostenaspekte im Vordergrund.

Zusammenfassung der Kapitel

1 GRUNDLEGENDES ZUM JAHRESABSCHLUSS: Einführung in die buchhalterischen und rechtlichen Grundlagen des Jahresabschlusses und dessen Funktionen für verschiedene Interessengruppen.

2 E-BILANZ – EIN BAUSTEIN DES E-GOVERNMENT: Erläuterung der gesetzlichen Anforderungen, Fristen und Übermittlungsvarianten der E-Bilanz als Bestandteil der modernen Finanzverwaltung.

3 TAXONOMIEN: Detaillierte Analyse des Aufbaus und der Struktur von Taxonomien, einschließlich der Modularten und der Anforderungen an das Mapping von Konten.

4 UMSETZUNG DER E-BILANZ IM SAP-SYSTEM AM BEISPIEL DES MODELLUNTERNEHMENS IDES AG: Praktische Untersuchung der SAP-Systemvoraussetzungen, Wartungskonzepte und spezifischer Umsetzungsoptionen am Beispiel eines Modellunternehmens.

5 TECHNISCHE UMSETZUNG DER DATENÜBERMITTLUNG: Erläuterung der technischen Anforderungen an das Datenaustauschformat XBRL und die Schnittstelle ERiC für die erfolgreiche Übermittlung.

6 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, insbesondere zur Bedeutung der Mapping-Strategien und der prozessoptimierenden Vorteile durch SAP-Lösungen.

Schlüsselwörter

E-Bilanz, SAP, XBRL, Taxonomie, Mapping, Jahresabschluss, Finanzbehörde, HGB, Buchhaltung, GCD-Modul, GAAP-Modul, Compliance, Datenübermittlung, ERiC, IDES AG

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Evaluierung der Umsetzung der elektronischen Bilanz (E-Bilanz) in SAP-ERP-Systemen am Beispiel eines Modellunternehmens.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die gesetzlichen Grundlagen, der Aufbau der XBRL-Taxonomien, die verschiedenen Mapping-Strategien sowie die technischen Optionen zur Implementierung in SAP.

Was ist das primäre Ziel der Bachelorarbeit?

Ziel ist es, die technischen Verfahren zur E-Bilanz-Erstellung mittels SAP zu evaluieren und praktische Lösungswege für das Mapping von Konten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung der rechtlichen und technischen Grundlagen, ergänzt durch eine praktische Analyse und exemplarische Mapping-Beispiele am Modellunternehmen IDES AG.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Systemvoraussetzungen in SAP, die Nutzung von Wartungsinstrumenten wie SAP Notes und die verschiedenen Umsetzungsoptionen wie Disclosure Management oder den SAP ERP Client.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind E-Bilanz, SAP, XBRL, Taxonomie, Mapping und die strategische Ausrichtung der Compliance-Level (Minimal-, Maximal- und Neutralstrategie).

Warum ist das Mapping für Unternehmen so entscheidend?

Das Mapping ist der wichtigste Vorbereitungsschritt, da hierbei die betrieblichen Konten in die vorgegebene Taxonomiestruktur der Finanzverwaltung überführt werden müssen.

Inwieweit spielt die Wahl der Strategie eine Rolle?

Die Wahl zwischen Minimal-, Maximal- oder Neutralstrategie entscheidet über den Grad der Detailtiefe, den administrativen Aufwand und die Wahrscheinlichkeit für Rückfragen durch die Finanzbehörde.

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Details

Titel
E-Bilanz-Umsetzung im SAP-System
Untertitel
Konzeption und Evaluierung der Umsetzung der elektronischen Bilanz im SAP-System am Beispiel der IDES AG
Hochschule
Hochschule Coburg (FH)
Note
1,7
Autor
Brita Irrgang (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
64
Katalognummer
V269110
ISBN (eBook)
9783656649984
ISBN (Buch)
9783656649977
Sprache
Deutsch
Schlagworte
e-bilanz-umsetzung sap-system konzeption evaluierung umsetzung bilanz beispiel ides
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Brita Irrgang (Autor:in), 2013, E-Bilanz-Umsetzung im SAP-System, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269110
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Leseprobe aus  64  Seiten
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