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Internationale Accountability Standards: Überblick, Darstellung und kritische Analyse

Titel: Internationale Accountability Standards: Überblick, Darstellung und kritische Analyse

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 18 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Valentina Ilina (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Globalisierung ist ein wichtiger Bestandteil der wirtschaftlichen Entwicklung für alle Länder. Dadurch aber, dass es in anderen Ländern (besonders der Dritten Welt) andere Gesetze (oder deren Mangel), vor allem im Bezug auf allgemeinen Menschenrechte, gelten (bzw. dadurch die leicht verletzen lassen), sowie kulturelle Differenzierungen vorliegen, kommt es zu vielfältigen Konflikten. Als Grund dafür gilt auch die Tatsache, dass es keine „globale“ Regierung, bzw. Kontrollsystem gibt, was oft dazu geführt hat, dass international handelnde Konzerne nur aus eigenen (Gewinn)Interessen ausgegangen sind und entsprechend „unverantwortlich“ allen anderen Stakeholdern gegenüber gehandelt haben. Dadurch haben sich die weltweit bekannten Skandale in vielen Bereichen wie z.B. Umwelt (Nachhaltigkeitsproblem, Verschmutzung), Menschenrechte (deren Mißbrauch, Kinderarbeit, niedrige Löhne), Arbeitsbedingungen (schlechte Arbeitsbedingungen in der Dritten Welt, Massenentlassungen am Standort, bis zu Produktionsverlagerungen, die nicht aus Notwendigkeit, sondern aus dem Grund der Gewinnmaximierung getätigt werden), und Korruption (Steuerbetrug, Geldwäscherei, Bestechungen, falsches Anreizsystem, überhöhe Managergehälter, Ausrichtung nur nach den Interessen der machtvollen Investoren) entwickelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2. „Gute“, bzw. „verantwortungsvolle“ Unternehmensführung

3. Internationale Accountability Standards

3.1 Überblick

3.2 Problemstellung

4 Darstellung und kritische Analyse

4.1 International Standards Organisation (ISO) 26000

4.2 Der UN Global Compact (UNGC)

4.3 Die OECD-Grundsätze der Corporate Governance

4.4 Die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen

4.5 Social Accountability (SA) 8000

5 Kritisches Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Wirksamkeit internationaler Accountability Standards vor dem Hintergrund einer globalisierten Wirtschaft, die häufig durch ethische Defizite und einen Vertrauensverlust bei Stakeholdern gekennzeichnet ist. Ziel ist es, verschiedene Ansätze zur verantwortungsvollen Unternehmensführung zu analysieren, ihre Stärken und Schwächen aufzuzeigen und den Diskurs über die Standardisierung von CSR-Maßnahmen kritisch zu hinterfragen.

  • Grundlagen der verantwortungsvollen Unternehmensführung
  • Klassifizierung internationaler Accountability-Initiativen
  • Detaillierte Analyse führender Standards (ISO 26000, UNGC, OECD, SA 8000)
  • Herausforderungen der Standard-Implementierung und Legitimität
  • Rolle des Dialogs als Lernprozess für nachhaltiges Wirtschaften

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Die Globalisierung ist ein wichtiger Bestandteil der wirtschaftlichen Entwicklung für alle Länder. Dadurch aber, dass es in anderen Ländern (besonders der Dritten Welt) andere Gesetze (oder deren Mangel), vor allem im Bezug auf allgemeinen Menschenrechte, gelten (bzw. dadurch die leicht verletzen lassen), sowie kulturelle Differenzierungen vorliegen, kommt es zu vielfältigen Konflikten (vgl. Waddock, 2009, S.87-88). Als Grund dafür gilt auch die Tatsache, dass es keine „globale“ Regierung, bzw. Kontrollsystem gibt, was oft dazu geführt hat, dass international handelnde Konzerne nur aus eigenen (Gewinn)Interessen ausgegangen sind und entsprechend „unverantwortlich“ allen anderen Stakeholdern gegenüber gehandelt haben (vgl. Jastram, 2009, S. 106).

Dadurch haben sich die weltweit bekannten Skandale in vielen Bereichen wie z. B. Umwelt (Nachhaltigkeits-problem, Verschmutzung), Menschenrechte (deren Mißbrauch, Kinderarbeit, niedrige Löhne), Arbeitsbedingungen (schlechte Arbeitsbedingungen in der Dritten Welt, Massenentlassungen am Standort, bis zu Produktionsverlagerungen, die nicht aus Notwendigkeit, sondern aus dem Grund der Gewinnmaximierung getätigt werden), und Korruption (Steuerbetrug, Geldwäscherei, Bestechungen, falsches Anreizsystem, überhöhe Managergehälter, Ausrichtung nur nach den Interessen der machtvollen Investoren) entwickelt. Sie lassen sich in zahlreiche Pressemitteilungen sowie Statistikangaben, die den Vertrauensschwund der Bürger den Konzernen gegenüber bestätigen, sowie laute Kritik seitens Politikern und Managern über die „schlechten“ (bzw. „unverantwortlichen“) Geschäftspraktiken zeigen (vgl. Beschorner, 2007, S. 11-12; Thielemann & Ulrich, 2009, S. 11-20). Aus diesen Hintergründen wird klar, dass bisheriges Handeln der Unternehmen nach dem ökonomischen Prinzip, das im Grunde den Konflikt zwischen ökonomischer Rationalität und ethischer Vernunft verursacht, nicht mehr gilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die durch Globalisierung verursachten ethischen Konflikte in Unternehmen und führt in die Notwendigkeit von Accountability Standards ein.

2. „Gute“, bzw. „verantwortungsvolle“ Unternehmensführung: Definiert unternehmerische Verantwortlichkeit und erläutert die Bedeutung ethischer Konzepte für die Integrität von Führungspersonen und Organisationen.

3. Internationale Accountability Standards: Bietet einen Überblick über die Entstehung und Kategorisierung verschiedener freiwilliger Initiativen zur Verbesserung des Unternehmensverhaltens.

4 Darstellung und kritische Analyse: Analysiert spezifisch die ISO 26000, den UN Global Compact, die OECD-Grundsätze, die OECD-Leitsätze und SA 8000 hinsichtlich ihrer Ziele, Maßnahmen und Schwachstellen.

5 Kritisches Resümee: Fasst die Ergebnisse der Standardanalyse zusammen und betont die Notwendigkeit von Dialogen als Lernprozesse zur Bewältigung komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Corporate Social Responsibility, Accountability Standards, Unternehmensethik, Stakeholder, Nachhaltigkeit, ISO 26000, UN Global Compact, OECD-Leitsätze, SA 8000, Transparenz, Unternehmensführung, Legitimität, Wirtschaftsverantwortung, Zertifizierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kritischen Analyse internationaler Standards, die Unternehmen zu verantwortungsvollem Handeln verpflichten sollen, um gesellschaftliche und ethische Skandale zu minimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Kerngebiete umfassen Corporate Social Responsibility (CSR), Corporate Governance, internationale Arbeitsnormen, Umweltstandards und Strategien zur Korruptionsbekämpfung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, Orientierungsrahmen für eine ethisch geprägte Unternehmensführung zu identifizieren und zu bewerten, wie diese zur Lösung globaler wirtschaftsethischer Konflikte beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine qualitative Literaturanalyse und vergleichende Untersuchung, um die Struktur, Zielsetzung und Effektivität verschiedener internationaler Accountability-Initiativen gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Darstellung und kritischen Würdigung von fünf bedeutenden Standards: ISO 26000, UN Global Compact, OECD-Grundsätze, OECD-Leitsätze und SA 8000.

Durch welche Begriffe lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Charakterisierende Schlüsselwörter sind Verantwortlichkeit, Transparenz, Stakeholder-Dialog, Unternehmensethik, globale Regulierungsdefizite und Implementationsnetzwerke.

Warum wird der „Dialog“ als so entscheidend angesehen?

Der Dialog gilt als Hauptmechanismus zur Umsetzung von Standards, da er als Lernprozess fungiert, durch den verschiedene Akteure ethische Werte verhandeln und faire Problemlösungen entwickeln können.

Welches zentrale Problem wird bei der Anwendung von SA 8000 genannt?

Eine zentrale Schwachstelle ist die starke Konzentration auf materielle normative Grundlagen bei gleichzeitiger Vernachlässigung des Stakeholder-Dialogs, was die Wirksamkeit als reiner Zertifizierungsprozess limitiert.

Welche Kritik wird an der „Freiwilligkeit“ der Standards geäußert?

Kritiker führen an, dass die freiwillige Basis häufig zu einem Mangel an Legitimität führt und dass Unternehmen die Zertifizierungen lediglich für PR-Zwecke („Blue-Wash“) nutzen, ohne ihre Strategien grundlegend zu ändern.

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Details

Titel
Internationale Accountability Standards: Überblick, Darstellung und kritische Analyse
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Wirtschaftswissenschaft)
Veranstaltung
Hauptseminar BWL "Internationale Unternehmensethik"
Note
2,3
Autor
Valentina Ilina (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
18
Katalognummer
V269155
ISBN (eBook)
9783656602385
ISBN (Buch)
9783656602378
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Internationale Unternehmensethik Accountability Standards
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Valentina Ilina (Autor:in), 2010, Internationale Accountability Standards: Überblick, Darstellung und kritische Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269155
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