Sozialstaat, Arbeit und Familie

Wie kann die Politik zu einer Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familienarbeit beitragen?


Bachelorarbeit, 2013
95 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bestandsaufnahme
2.1 Familie
2. 2 Erwerbstätigkeit
2. 3 Politik

3. Regimeforschung
3. 1 Esping-Andersens Welten des Wohlfahrtskapitalismus
3. 2 Clusterbildung

4. Ein europäischer Vergleich
4. 1 Schweden
4. 2 Deutschland
4. 3 Vergleich: Politikempfehlungen für die BRD

5. Chancen und Grenzen - eine Schlussbetrachtung

Anhang

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Aufgrund der stetig wachsenden Erwerbsbeteiligung von Frauen, was sich als europaweiter Trend abzeichnet, ergibt sich ein Problem mit der traditionellen geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung zwischen unbezahlter häuslicher und familiärer Arbeit, die von Frauen übernommen wird, und be­zahlter Lohnarbeit, welche von den Männern geleistet wird. Umso mehr Frauen erwerbstätig sind, desto weniger Zeit haben sie für die Fürsorge- und Hausarbeit. Daraus folgt, dass Frauen, die be­rufstätig sein wollen, sich vermehrt gegen Kinder entscheiden, um einer Doppelbelastung zu entge­hen. Diese Entscheidung trägt allerdings zum demografischen Wandel bei, welcher zur Alterung und Kinderarmut der Gesellschaft führt, was wiederum Probleme nach sich zieht, bspw. mit dem bestehenden Rentensystem, da immer weniger Beitragsleistern immer mehr Beitragsempfängern ge­genüberstehen.[1] Andere Frauen wiederum entscheiden sich für Kinder und gegen eine Erwerbstä­tigkeit, was das Brachliegen von wertvollem Potential des Arbeitsmarktes zur Folge hat und auf­grund des Fachkräftemangels nicht haltbar ist.[2] Um gleichzeitig einerseits die Geburtenrate zu stei­gern und andererseits Frauen die Erwerbstätigkeit zu ermöglichen, bedarf es einer Verbesserung der Vereinbarkeitsstruktur von Beruf und Familie. Neben diesen volkswirtschaftlichen Gründen soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine geschlechtergerechtere Gesellschaft ermöglichen.

Da die Familien- und Hausarbeit, welche traditionell in den Aufgabenbereich der Frauen und Mütter fällt, keine Ansprüche auf Leistungen außerhalb der Sozialleistungen begründet, waren und sind Frauen oftmals von der Erwerbstätigkeit der Männer und Väter abhängig. Dies wird dadurch er­sichtlich, dass Alleinerziehende - zumeist Mütter - die höchste Sozialhilfequote aller Bevölke­rungsgruppen aufweisen: 35,4 % der Alleinerziehenden waren 2005 in Deutschland auf Sozialhilfe angewiesen. Durch eine neue Austarierung der familiären Arbeitsteilung, in welcher Männer und Frauen sowohl Hausarbeit als auch Erwerbsarbeit verrichten, sowie durch Maßnahmen zur Verein­barkeit von Beruf und Familie kann dieser Abhängigkeit entgegengewirkt werden.[3] Die Abhängigkeit der die Hausarbeit leistenden Person von dem erwerbstätigen Partner ist nicht zwangsläufig als eine Diskriminierung von Frauen zu betrachten. Auch bei einer Umkehrung der traditionellen Geschlechterrollen wird der „Hausmann“ von der erwerbstätigen Frau abhängig.[4] Doch da die geschlechtsspezifische innerfamiliäre Arbeitsteilung - insbesondere in der BRD, aber auch in allen anderen europäischen Staaten - noch immer stark kulturell verankert und Realität ist, wird sich im Laufe der Arbeit zumeist mit dem Bedingungsgefüge Familie, Erwerbstätigkeit und Mütter - nicht Väter - auseinandergesetzt.

Nach Sigrid Leitner gibt es drei Lösungsmöglichkeiten fur die Problematik, dass die Differenzie­rung von Erwerbs- und Familienarbeit zu geschlechterungerechten Machthierarchien und Abhän­gigkeitsverhältnissen fuhrt: 1. Frauen wird die Erwerbstätigkeit in Vollzeit gänzlich ermöglicht. 2. Erwerbs- und Familienarbeit müssen sozialpolitisch gleichgestellt werden. 3. Die Auflösung der ge­schlechtsspezifischen Arbeitsteilung. Alle drei Lösungsmöglichkeiten haben Potentiale und Gren­zen.[5] Daher wird die vorliegende Arbeit in der Überzeugung verfasst, dass versucht werden muss, alle drei Lösungen zeitgleich zu verwirklichen: Für Frauen muss der Zugang zu allen Bereichen und Sektoren des Arbeitsmarktes gleichberechtigt ermöglicht und die Diskriminierung auf dem Arbeits­markt verhindert werden. Darüber hinaus müssen Anreize für Väter geschaffen werden, ihre Vater­rolle und Familienarbeit wahrzunehmen: „Freuden und Pflichten der Vaterschaft konnten immer schon dosiert als Freizeitvergnügen genossen werden.“[6] Dadurch soll die durch Geschlecht legiti­mierte Aufteilung zwischen unbezahlter und bezahlter Arbeit, aber auch die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung innerhalb des Arbeitsmarktes, aufgelöst werden. Da die Frage besteht, ob die Famili­enarbeit aufgewertet wird, indem Männer sie übernehmen, oder Männer sie verrichten, nachdem sie aufgewertet worden ist, müsste beides zeitgleich implementiert werden. D. h. Männer müssen ver­mehrt ihren familiären Pflichten nachkommen und die Hausarbeit muss sozialpolitisch höhergestellt werden. Dadurch sollte die Fürsorgearbeit steigende Anerkennung erfahren, was dazu führen kann, dass die Fürsorgearbeit Leistenden, ebenso wie Erwerbstätige, Ansprüche und Rechte auf soziale Sicherung haben.[7]

Die Entscheidung von Eltern, erwerbstätig zu sein und zeitgleich Kinder zu betreuen (bzw. betreuen zu können), ist in ein multifaktorielles Bedingungsgefüge eingebettet. Sehr viele unterschiedliche Faktoren sind für diese Entscheidung maßgeblich: ökonomische Kosten-Nutzen-Kalkulationen, in­dividuelle psychologische Faktoren und soziokulturelle Umstände.[8] Auch politische Gegebenhei- ten, wie sozialpolitische Rahmenbedingungen, welche es Eltern ermöglichen können, neben der Er­werbstätigkeit Kinder zu betreuen und großzuziehen, spielen eine große Rolle. Dazu gehören bspw. der Umfang an Kinderbetreuungsangeboten, Regelungen bezüglich der Elternzeiten und ein bedürf­nisgerechtes Steuersystem.[9]

Andererseits richten die Menschen ihren Wunsch nach Kindern nicht ausschließlich nach dem An­gebot von Betreuungsmöglichkeiten oder anderen sozialen Leistungen aus. Einen ebenfalls hohen Stellenwert bei der Entscheidung für eine Familie trotz Erwerbstätigkeit bzw. für eine Erwerbstätig­keit trotz Familie sind länderspezifische kulturelle Leitbilder und Normen. So beeinflussen Ge­schlechterrollen, das Konzept und Ideal einer guten Mutter und die Annahmen über die Bedürfnisse von Kindern die Entscheidung, ob neben der Kindererziehung auch eine Erwerbstätigkeit in Frage kommt. Frauen müssen sich dementsprechend mit den Wertvorstellungen ihrer Umwelt auseinan­dersetzen.[10]

Daher scheint die Wirkungsmacht politischer Maßnahmen beschränkt zu sein: Nicht alle sozialpoli­tischen Maßnahmen, die Mütter motivieren sollen, einen Beruf zu ergreifen, sind unbedingt frucht­bar. Als Beispiel lassen sich die unterschiedlichen Erwerbsquoten von Frauen und Müttern in Ost- und Westdeutschland anführen, welche gravierende Differenzen aufweisen, obwohl die sozialpoliti­schen Rahmenbedingungen dieselben sind. Die Annahme, dass diese Entwicklung kulturellen Un­terschieden - bspw. dem Ideal der perfekten Mutter - geschuldet ist, ist naheliegend.

Ebenfalls beeinflussen individuelle Persönlichkeitsprofile, wie die Berufsbildung der Frau und Mut­ter, die Entscheidung für oder gegen das Ergreifen eines Berufs. So entscheiden sich Mütter mit ge­ringerer Bildung eher, Hausfrau und Mutter zu sein und Sozialhilfe zu empfangen, während allein­erziehende Mütter mit höherer Bildung eher sozialpolitische Leistungen in Anspruch nehmen, um einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.[11]

Ersichtlich wird, dass es zahlreiche Motive und Rahmenbedingungen gibt, welche in Ergänzung zu­einander erst erklären können, warum sich eine Mutter für die Erwerbstätigkeit entscheidet oder nicht.

Innerhalb dieser Arbeit soll die aktuelle Problemlage bezüglich der Schwerpunkte „Familie“, „Er­werbstätigkeit“ und „Politik“ ausführlich dargestellt, sowie die Klassifizierung von Wohlfahrtssys­temen erläutert werden. Dazu wird sich auf Gosta Esping-Andersen und Weiterentwicklungen sei­ner Klassifizierungen bezogen. Anschließend werden verschiedene Indikatoren - wie die Differen- zen zwischen Erwerbsquote und Arbeitslosenquote zwischen Männern und Frauen - ausgesuchter europäischer Länder verglichen, um abschließend zwei Staaten miteinander zu vergleichen. Anhand der vergleichenden Länderprofile soll offenbar werden, welche Einflussmacht die Politik auf die Gestaltung der Gesellschaft hat bzw. haben kann.

2. Bestandsaufnahme

Im Folgenden werden die drei zentralen Begriffe der Fragestellung näher beleuchtet und definiert. In dem Abschnitt über die Familie wird der Wandel der Familie - ihrer Modelle, Kultur und ihrer Bedeutung als Institution - erläutert. Dabei wird dieser Wandel mit der Frauenerwerbstätigkeit und der niedrigen Fertilitätsrate in Bezug gesetzt und untersucht, wie diese Faktoren aufeinander einwir­ken. Nachdem im Abschnitt über die Erwerbstätigkeit verschiedene Modelle der Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorgestellt werden, geht es um die Unterschiede in der Erwerbstätigkeit und den Erwerbsbiografien von Männern und Frauen und um die damit einhergehenden Probleme. Anschlie­ßend wird der Zusammenhang zwischen der Erwerbstätigkeit von Frauen und ihrer Fertilität unter­sucht. Im letzten Abschnitt des ersten Teils der Arbeit wird erläutert, was im Laufe der Arbeit mit „Politik“ gemeint ist und welchen Einfluss die Politik theoretisch auf die vorher erläuterte Problem­lage hat und haben kann. Um die Einflussmöglichkeiten der Politik zu untersuchen, werden ver­schiedene Faktoren, welche sich eventuell auf die Erwerbsbeteiligung und Fertilität auswirken kön­nen, auf ihre Kausalität hin untersucht. Diese Faktoren reichen vom Angebot an Teilzeitstellen über die Bildung bis hin zur Steuerpolitik.

2.1 Familie

Wenn im Folgenden davon gesprochen wird, Erwerbstätigkeit mit der Familie zu vereinbaren, geht es um den Unterschied zwischen bezahlter Lohnarbeit und unbezahlter Fürsorge-, Pflege-, Betreu- ungs- und Hausarbeit. Die Trennung von Erwerbs- und Hausarbeit ist eine Folge der Industrialisie­rung, in welcher sich Arbeits- und Wohnort, welche in vorherigen Epochen im „ganze[n] Haus“[12] zusammentrafen, trennten. Im Englischen wird die Fürsorgearbeit mit dem Wort „care“ ((Für-)Sor- ge, Betreuung, Kümmern) wiedergegeben, welches weiter greift als der deutsche Terminus, da mit ihm auch die entgeltliche Fürsorgetätigkeit gemeint ist.[13] Im Folgenden meint Fürsorgetätigkeit al- lerdings die Betreuung von v. a. Kindern, aber mitunter auch älteren und anderen der Pflege bedürf­tigen Personen innerhalb der Familie, welche zwar unbezahlt, aber elementar ist - „und zwar in dem Sinne, daß Erwerbsarbeit Hausarbeit voraussetzt “[14].

Wandel der Familienkultur

Traditionell kam diese Aufgabe den Frauen der Familie zu, während der Mann bezahlter Erwerbsar­beit nachging. Dass sich mittels dieser Arbeitsteilung die Frau von dem Mann ökonomisch abhängig machte, wurde in Kauf genommen.

„Die unbezahlte Familienarbeit wird dem Grundriß der alten Industriegesellschaft nach der natürlichen Mitgift qua Ehe zugewiesen. Ihre Übernahme bedeutet prinzipiell Ver­sorgungsunselbstständigkeit. Wer sie übernimmt - und wir wissen, wer das ist -, wirt­schaftet mit Geld aus ^zweiter Hand’ und bleibt auf die Ehe als Bindeglied zur Selbst­versorgung angewiesen. Die Verteilung dieser Arbeiten - und darin liegt die feudale Grundlage der Industriegesellschaft - bleibt der Entscheidung entzogen. Sie werden qua Geburt und Geschlecht zugewiesen.“[15]

Diese geschlechtsspezifische innerfamiliäre Arbeitsteilung charakterisiert das „Ernährermodell“, auf welchem die Sozialpolitik in den westlichen Ländern fußt und arbeits- und sozialrechtlich unter­schiedlich stark verankert und präsent ist. Das Ernährermodell hat zwar - wie die meisten Modelle - nie real in Reinform existiert, da die Frauen der Unterschicht schon immer einer Erwerbsarbeit nachgehen mussten, hat aber noch heute eine hohe normative Bedeutung, v. a. in konservativen Staaten. Neben dieser normativen Komponente beinhaltet das Ernährermodell die Annahme, dass die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung natürlich sei.

Durch die Veränderungen des Erwerbsverhaltens von Frauen, welche konstant vermehrt auf den Ar­beitsmarkt strömen, wurde die Beschäftigungsförderung zum zentralen Anliegen der Wohlfahrtspo­litik, woraufhin sich das „Modell der erwachsenen Erwerbstätigen“ (engl.: adult worker model) her­ausgebildet hat, in welchem sich die Annahme manifestiert, dass alle erwachsenen Menschen be­zahlter Arbeit nachgehen sollen. Da es in diesem Modell nicht nur den männlichen Ernährer gibt, sondern sowohl der Mann als auch die Frau erwerbstätig sind, wird es auch als das „Doppelverdie­nermodell“ bezeichnet. Dass in einer Zwei-Erwerbstätigen-Familie kein Erwachsener mehr die Zeit aufbringen kann, die notwendige Fürsorgearbeit zu leisten, auf welcher alle Staaten basieren, wurde außer Acht gelassen. Neben der Nicht-Schätzung der unbezahlten familiären Fürsorgearbeit igno­riert dieses Modell Geschlechterverhältnisse und noch heute bestehende strukturelle, soziale und ökonomische Unterschiede, welche systematisch an der Linie der Geschlechter verlaufen und unter­stellt, dass es vonjedem Individuum selbst abhängt, wie erfolgreich es sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren vermag.[16]

Obwohl sich das Erwerbsverhalten der Frauen verändert hat, leisten sie noch immer den größten Teil der Fürsorgearbeit, wohingegen sich die Situation der Männer weit weniger verändert hat: „Noch gibt die Mehrheit der Männer sich der Illusion hin, daß der Kuchen zweimal gegessen wer­den kann. Sie halten Gleichstellung von Frau und Mann und Beibehaltung der alten Arbeitsteilung (insbesondere im eigenen Fall) bür ohne weiteres vereinbar.“[17] Daraus resultiert eine Doppelbelas­tung der Frauen, neben dem Beruf die Kinderbetreuung und Hausarbeit leisten zu müssen.[18]

„Gegenwärtig ist die Erwerbstätigkeit fest in weibliche Lebensbiographien eingebunden.

Dabei sind Frauen daran interessiert, Familie und Beruf zu verbinden, womit das alltäg­liche Dilemma der Doppelbelastung einhergeht, denn die Realisierung beider Lebensbe­reiche ist nach wie vor in erster Linie ^Frauensache’[19]. Die Verbindung von Familie und Beruf steht für Männer hingegen außer Frage.“[20]

Aus dem Übergang vom Ernährermodell hin zum Modell der erwachsenen Erwerbstätigen ergeben sich weitere Probleme: Dass die Frauen weiterhin den Großteil der Fürsorgearbeit leisten, da für viele Frauen die Kinderbetreuung nach wie vor Priorität hat - sei es, weil sie es wollen oder weil sie denken, es wollen zu müssen und es als ihre moralische Pflicht ansehen - hat weitreichende Folgen für die Frauen auf dem Arbeitsmarkt, was sich darin zeigt, dass Frauen in „prekären“ und „atypi­schen“ Beschäftigungsverhältnissen - sprich: in Teilzeitarbeit und/oder befristeten Arbeitsverhält­nissen - überproportional vertreten sind. Dies führt auch dazu, dass nicht ein Doppelverdiener-, son­dern ein „Anderthalbverdienermodell“ realisiert wird. Des Weiteren führen die wenigen guten und günstigen Betreuungsmöglichkeiten für Kinder dazu, dass Frauen die Fürsorgetätigkeit informell übernehmen und daher noch immer vom Mann abhängig sind. Ulrich Beck nennt dies die „ institu­tionell gut gesicherte^.] Unmöglichkeit, Kinderbetreuung und berufliches Engagement zu vereinen“[21], da die Verfügbarkeit von bezahlbaren Kinderbetreuungsinstitutionen eine Schlüsselva­riable für die Erwerbstätigkeit von Frauen darstellt. „Abgerundet wird dieses Bild weiblicher Unter­privilegierung im Beruf durch einen - im Schnitt - schlechteren Verdienst.“[22] Gründe hierfür sind die Teilzeitbeschäftigung und die Art der Berufe, in denen ein Großteil der Frauen beschäftigt ist - gering bezahlt, weniger prestigeträchtig und kaum Aufstiegsmöglichkeiten bietend (z. B. soziale Berufe). Allerdings verdienen Frauen häufig auch dann weniger, wenn sie die gleiche Arbeit leisten wie Männer.[23]

Diese Probleme machen deutlich, dass das Modell der erwachsenen Erwerbstätigen einen kulturel­len Wandel in der Anerkennung und Verteilung der Fürsorgetätigkeit erforderlich macht: Der Weg­fall von Fürsorgekapazitäten, der entsteht, wenn alle Erwachsenen als Erwerbstätige betrachtet wer­den, muss mittels kollektiv bereitgestellter Betreuungseinrichtungen ausgeglichen werden und Für­sorgearbeit, sowohl bezahlte als auch unbezahlte, muss Wertschätzung erfahren. Jane Lewis stellt die Hypothese auf, dass letzteres der Fall sein würde, wenn mehr Männer die Fürsorgearbeit über­nehmen bzw. sich an ihr beteiligen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein Problem, wel­ches von beiden Geschlechtern gleichermaßen ausgefochten werden muss.[24] In dem Maße, wie die Erwerbsarbeit zu einer Sache der Frauen wird, muss auch die Fürsorgearbeit eine Sache der Männer werden. Des Weiteren fordern Gerhard, Knijn und Weckwert, dass die Pflege- und Fürsorgearbeit, die noch heute als private Angelegenheit und aufgrund der traditionellen Spaltung von öffentlich und männlich einerseits und privat und weiblich andererseits als weiblicher Aufgabenbereich be­trachtet wird, zu einer Säule der Wohlfahrtsstaaten wird.[25]

Bedeutungsverlust der Familie als Institution

Neben der Doppelbelastung der Frauen ist ein weiterer Trend zu beobachten, welcher u. a. mit der Erwerbstätigkeit von Frauen zusammenhängt: Aufgrund der wachsenden wirtschaftlichen Unabhän­gigkeit der Frauen verlieren die traditionelle Ehe und die Familie an Einfluss und Bedeutung. Dies manifestiert sich in hohen Scheidungsraten, sinkenden Geburtenraten, der steigenden Anzahl an un­ehelich geborenen Kindern, einem geringeren Zeitaufwand, für die Hausarbeitstätigkeiten, dem ver­mehrten Verschieben des Kinderwunsches,[26] dem steigenden Heiratsalter, dem gesellschaftlichen Stellenwert sowie der Häufigkeit nichtehelicher Lebensgemeinschaften, dem Zuwachs an allein er­ziehenden Müttern und Vätern, kinderlosen Ehen, Patchworkfamilien etc. pp., was mit dem Stich­wort „Pluralisierung der Lebensformen“[27] gekennzeichnet werden kann.[28] Darüber hinaus hat die Institution „Familie“ - v. a. bei jungen Müttern - zunehmend als Versorgungseinheit an Bedeutung verloren, da ihnen vom Sozialstaat mittels Transferzahlungen und Dienstleistungen zumeist ein Mindestmaß an sozialer Sicherung zukommt und die Erwerbstätigenquote der Frauen und Mütter steigt. Des Weiteren reicht ein Einkommen immer häufiger nicht aus, um den Ansprüchen an die Lebensqualität gerecht zu werden.29

Ein Erklärungsversuch für die sinkenden Geburtenzahlen ist die Theorie vom demografisch-ökono­mischen Paradoxon, welche besagt, dass je größer der Wohlstand einer Nation ist, desto weniger Kinder geboren werden. Dies wird wiederum mit der steigenden Frauenerwerbstätigkeit erklärt: Durch hohe Frauenerwerbsquoten und hohe berufliche Qualifikation steigen die Opportunitätskos­ten eigener Kinder, d. h. es steigt der Nutzen, den man ohne Kinder hat. Bis in die 70er und 80er Jahre hinein lässt sich das demografisch-ökonomische Paradox bestätigen. Da Opportunitätskosten von politischen und gesellschaftlichen Institutionen entscheidend beeinflusst werden können, hat sich dieser Zusammenhang im Laufe der Zeit umgekehrt: Je weiter eine Nation sozioökonomisch entwickelt ist, desto höher sind ihre Geburtenzahlen. Reichere Länder Westeuropas, gemessen am BIP pro Einwohner, haben höhere Geburtenziffern aufzuweisen als ärmere. Je früher sich ein Staat modernisiert hat - in Bezug auf die Wirtschaft, die Geschlechterverhältnisse, Religion und Tradition - desto eher hat er eine hohe Geburtenziffer.30

Eine andere Erklärung ist der oben angeführte Wertewandel. Während einige diese Entwicklung als Zerfall von Recht und Ordnung interpretieren, bedeutet dies für andere Individualisierung und den Übergang „von der Notgemeinschaft zur Wahlverwandtschaft“31. In den Ländern, in denen die Fa­milien große öffentliche Unterstützung erfahren, scheint die Familie nicht mehr so privat zu sein, wie früher. Sozialisations- und Erziehungsaufgaben, Kranken- und Altenpflege, welche traditionell als Aufgaben von (Groß-)Familien, ehrenamtlichen Organisationen oder lokalen Gemeinschaften betrachtet wurden, werden (zumindest in Skandinavien) heute vermehrt vom öffentlichen Sektor übernommen. Der Bedeutungsverlust der Familie als wirtschaftliche Versorgungseinheit geht mit der Intimisierung der Familie einher, welche zunehmend als emotionaler Rückzugsort angesehen wird. 32 „Als Reaktion auf Sicherheitsverlust und zum Teil Orientierungslosigkeit übernimmt die Familie eine Ausgleichsfunktion für weggefallene traditionale Bindungen und erfährt gleichsam ihre Überhöhung.“33 Schon die Trennung der Haus- und Erwerbsarbeit während der Industrialisie rung veränderte den Stellenwert des Nachwuchses, indem sie dazu führte, dass Kinder mehr als emotionale Freudenquellen, weniger als kostengünstige Arbeitskräfte und Altersvorsorge betrachtet wurden.[34]

Die beiden Erklärungsansätze für den Geburtenrückgang - die Theorie vom demografisch-ökoni- schen Paradoxon und die vom Wertewandel - wurden lange Zeit als - zumindest für eine Demokra­tie - unbeeinflussbare Tatsachen und Zwangsmechanismen verstanden. Allerdings beweist das Bei­spiel Frankreichs, welches seit etwa 70 Jahren eine pronatalistische Familienpolitik verfolgt und im europäischen Vergleich mitunter die höchsten Geburtenraten aufweist, dass mittels geeigneter Sozi­alpolitik auch nicht totalitäre Staaten die Geburtenzahlen zum Positiven beeinflussen können. Des Weiteren sagen Klingholz und Kröhnert in ihrem Aufsatz „Emanzipation oder Kindergeld?“ von 2008, dass Staaten, in denen die Gleichberechtigung einen hohen Stellenwert auf der politischen Agenda einnimmt und vergleichsweise gut realisiert wurde, zu denjenigen Staaten gehören, welche die höchsten Geburtenzahlen vorzuweisen haben. Je größer allerdings die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei Indikatoren, welche die gesellschaftliche Teilhabe messen, sind, desto geringer sind die Kinderzahlen.[35]

Individualisierung

Eine weitere politische Annahme neueren Datums ist das Individualisierungstheorem, welches sei­nen Ausgangspunkt im Wertewandel der Familie, der oben erläutert wurde, und damit einhergehend im demografischen Wandel hat. „Gemeint ist damit die Überfrachtung der Partnerschaften mit An­sprüchen an eine dauerhafte, emotionale, romantische Liebe und die Betonung individueller Bedürf­nisse und hoher Ansprüche an persönlicher Nähe zwischen den Partnern“[36]. Daraus resultieren die Instabilität von Beziehungen, welche wiederum zu steigenden Scheidungsraten und der Pluralisie- rung der Lebensformen führt.

Für die These der Individualisierung werden daher die gleichen Indizien aufgezählt, wie für die These der Transformation und des Wandels der herkömmlichen Familie und Ehe als Institution: Sin­kende Geburten- und Eheschließungszahlen, steigende Scheidungsraten, das Steigen des Heiratsal­ters, steigende Anzahl nichtehelicher Geburten und die Pluralisierung der Lebens- und Familienfor­men: nichteheliche Lebensgemeinschaften, unverheiratete und allein erziehende Mütter und Single- Haushalte.[37]

Die Folgen der vermeintlich wachsenden Individualisierung sind, dass die Menschen mehr Kraft, Zeit und Geld in sich selbst und in ihre Selbstverwirklichung investieren als in die Familie und de­ren Mitglieder. Indizien seien die wachsende Erwerbstätigkeit von Frauen und die Unfähigkeit der Männer, sich nach der Trennung finanziell und emotional um die Kinder zu kümmern.[38] Nach die­ser Auffassung ist jede erwerbstätige Frau an einem inhärenten Sittenverfall beteiligt. Das alte Ar­gument, dass erwerbstätige Mütter ihren Kindern schaden, da sie ihnen Liebe und Fürsorge entzie­hen, wird mit weiteren Argumenten unterfüttert. Neue Bedenken sind, dass die Berufstätigkeit von Frauen mitverantwortlich für das Scheitern von Beziehungen sei und Folgen für das Verhalten von Männern habe. So würden sich Männer, wenn sie nicht mehr die Rolle des Ernährers spielen müss­ten, unverantwortlicher verhalten, keinen Anreiz mehr haben, arbeiten zu gehen oder eine Familie zu unterhalten. Diese Einstellungen gehen mit der Forderung einher, dass Frauen sich um ihrer Kin­der oder anderer der Fürsorge bedürftigen Menschen willen in eine Abhängigkeit zum Mann bege­ben.[39]

Allerdings ist ,,[n]icht die Individualisierung der Frauen im Sinne der Befreiung aus Abhängigkeiten und aus institutionalisierter Bevormundung [...] Auslöser für die .Brüchigkeit der Ehe- und Famili­enversorgung’, die Erosion der Geschlechterbeziehung und die .Aufhebung der Familienmoral’ [...], sondern die fehlende Verantwortung und Beteiligung an der Erziehung und Sorge für Kinder des an männlicher Lebensweise ausgerichteten Marktsubjekts.“[40] („the differential gendered invol­vement of parents in caring for children“[41] ). Alles in allem sind bspw. die steigenden Scheidungsra­ten ein Indiz für die wachsende Unabhängigkeit der Frauen, welche sich trennen, wenn sie unzufrie­den sind, anstatt in der Ehe zu verbleiben, um unterhalten zu werden. Dies sollte nicht als Zerfall der Kultur betrachtet werden. Des Weiteren vermag der Wertewandel nicht die sinkenden Geburten­raten zu erklären. Bspw. hat Schweden eine hohe Anzahl an unehelichen Kindern und parallel eine hohe Geburtenrate. In Griechenland hingegen gibt es sowohl wenig uneheliche Kinder als auch eine niedrige Geburtenrate. Daher ist der Umgang von Politik und Gesellschaft mit dem Wertewandel von entscheidender Bedeutung.[42] So weisen Klingholz und Kröhnert darauf hin, dass Gesellschaf­ten mit stabileren Ehen keinesfalls höhere Geburtenraten aufweisen, als Staaten mit hohen Schei­dungsziffern, im Gegenteil. Dies liegt daran, dass die Scheidungsrate als Indikator für Gleichbe­rechtigung der Geschlechter gesehen werden kann, da Frauen ökonomisch unabhängig sind und die emotionale Bedeutung einer Ehe überwiegt. Des Weiteren fuhrt eine gleichberechtigte Teilhabe am Berufsleben dazu, dass Frauen mit Kindern trotz Scheidung finanziell sicher leben können. Daher führen hohe Scheidungsziffern nicht zu einer niedrigen Geburtenrate.[43]

Familie als verklärte Institution

Darüber hinaus ist die Familie keine genuin gerechte Institution. Vor allem die traditionell bürgerli­che Familie mit der strikt geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung zementiert und reproduziert unge­rechte Macht- und Unterdrückungsverhältnisse und bestehende Abhängigkeiten:

„Tatsächlich sind Ehe und Familie als staatlich geschützte Institution und Lebensweise der modernen industriellen Gesellschaften, worin die Ungleichheit und Unterordnung der Frau besiegelt und gerechtfertigt wurde, paradigmatisch für ihre Widersprüchlich­keit, für eine geschlechtsspezifisch ^halbierte Moderne’.“[44]

Die Familie als gerechte Institution wurde schon häufig als Wunschdenken und Klischeevorstellung enttarnt. Darüber hinaus beschränkt sich die Zeit der bürgerlichen Familie, nach welcher sich so oft zurück gesehnt wird, welche durch viele Eheschließungen und wenige Scheidungen, eine hohe Kin­deranzahl und wenige nichteheliche Lebensgemeinschaften gekennzeichnet ist, auf die Zeit von 1945 bis in die 1960er Jahre.[45] Nach Anton Kuijsten folgten darauf das Sinken der Kinderzahlen in den 60er Jahren, das vermehrte voreheliche Zusammenleben, der Anstieg der Scheidungsraten und das spätere Kinderkriegen in den 70er Jahren, während seit der 80er Jahre eher nach der Geburt des Kindes geheiratet wird und seit den 90er Jahren die Eheschließungszahlen sanken.[46] Dies zeigt, dass die Pluralisierung der Lebensformen nicht als historisch einmaliges Phänomen und Sittenver­fall zu betrachten ist, sondern als „Indikator für sozialen Wandel“[47] und für die Transformation der Gesellschaft.[48] Durch einen EU-weiten, zunehmenden Einfluss linksgerichteter Parteien während der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts wandelte sich die Auffassung von der Familie in der Politik. Die Familie wird nun weniger als konservative, schützenswerte Norm definiert, sondern verschiede­ne Lebensstile und Familienarten akzeptiert. Als Definition der Familie reicht es aus, dass mindes­tens ein Kind vorhanden ist, ob die Eltern verheiratet sind, ein Elternteil alleinerziehend ist, die El­tern nicht verheiratet sind etc. ist mehr und mehr nebensächlich geworden.[49]

2. 2 Erwerbstätigkeit

Dass die beiden Arbeitsbereiche Familienarbeit und Erwerbstätigkeit nach wie vor einander konträr gegenüberstehen, verlangt praktische Lösungsmöglichkeiten. Bezahlte Arbeit birgt nicht nur die Möglichkeiten des Gelderwerbs, der wirtschaftlichen Unabhängigkeit, von Freiheit und mitunter auch Macht, sondern ist darüber hinaus identitätsstiftend, da die Hausarbeit keine hinreichenden Identifikationsmöglichkeiten mehr bietet.[50] Ulrich Beck nennt es das „Hausfrauen-Syndrom: Un­sichtbarkeit der Arbeit, fehlende Anerkennung, fehlendes Selbstbewusstsein“[51]. Dass Frauen ver­mehrt die Vorteile der Erwerbsarbeit in Anspruch nehmen wollen, wird durch die Zahlen gut ausge­bildeter Frauen ersichtlich: Seit den 60er Jahren lässt sich die Entwicklung beobachten, dass die Bildung von Frauen vermehrt zunimmt, während die innerfamiliäre Arbeitsteilung weitestgehend unangetastet bleibt. Die Anzahl der Akademikerinnen steigt und es gibt in vielen Ländern mehr Stu­dentinnen als Studenten.[52] Allerdings ergibt sich spätestens beim Eintritt ins Berufsleben eine Spal­tung entlang der Geschlechtergrenzen: „[d]ieser Bildungsrevolution ist keine Revolution auf dem Arbeitsmarkt und im Beschäftigungssystem gefolgt. Im Gegenteil: die Türen, die in der Bildung ge­öffnet wurden, werden tauf dem Beschäftigungs- und Arbeitsmarkt ... wieder zugeschlagen’.“[53] Da davon ausgegangen werden kann, dass das Studieren zumeist mit dem Wunsch einher geht, dieses beruflich nutzen zu können, ist diese geschlechterspezifische Spaltung eher auf einen Kompromiss von Seiten der Frauen, als auf eine bewusste Entscheidung zurückzuführen.[54] Je qualifizierter Frauen sind, desto häufiger sind sie erwerbstätig. Dies erklärt die hohe Kinderlosig­keit von Akademikerinnen in Deutschland, da noch keine Vereinbarkeitsstruktur geschaffen wurde und sich karriereorientierte Frauen - vor die Wahl gestellt - für eine Erwerbstätigkeit und gegen ein Kind entscheiden.[55]

Der Arbeitsmarkt ist entlang der Geschlechtergrenzen systematisch gespalten und „das soziale Si­cherungssystem spiegelt geschlechtsspezifische Strukturen des Arbeitsmarktes“[56]: Da Frauen weni­ger kontinuierlich einer Erwerbstätigkeit nachgehen, da weibliche Erwerbsbiografien aufgrund der Kinderbetreuungsaufgabe zumeist Pausen und Wechsel zwischen Voll- und Teilzeitarbeit aufweisen und Frauen darüber hinaus durchschnittlich weniger verdienen als Männer, bleiben ihre Sozialversi­cherungsleistungen hinter denen der Männer zurück.[57]

„Frauen streben eine immer höhere Bildung an und orientieren sich zunehmend an kar­riereorientierten Lebensentwürfen, aber im Anschluss an die Ausbildung gibt es eine Scherenentwicklung zwischen den Geschlechtern zuungunsten der Erwerbsbiografien von Frauen, was die schlechte Vereinbarkeit von Familie und Beruf kennzeichnet.“[58]

Dass der Hauptteil der männlichen Bevölkerung nicht bereit ist, die Hälfte der häuslichen Pflichten zu übernehmen, kollidiert mit der verkümmerten staatlich finanzierten Infrastruktur bezüglich der Kinderbetreuung und ist weiterhin in erster Linie ein Problem der Frauen und Mütter. Doch die gleichwertige Bildung zwischen Frauen und Männern und das Streben der Frauen in den Arbeits­markt lässt die traditionelle Rollenverteilung nicht mehr zu.[59]

Unterschiede in den Erwerbstätigenquoten von kinderlosen Frauen und Müttern im Vergleich signa­lisieren, dass 2007 in den meisten Ländern der EU ein Kind ein Arbeitshindernis darstellt, welches mit geringem Alter und steigender Anzahl der zu betreuenden Kinder größer wird.[60] Der Konflikt zwischen den Rollen „Mutter“ und „Arbeitnehmerin“ oder „Arbeitgeberin“ sollte als Phänomen, welches einen soziales Wandel symbolisiert, gedeutet und aufgehoben werden.

Egal, welches Theorieansatzes man sich befleißigt[61], alle haben gemeinsam, dass die wachsende Erwerbsbeteiligung einen Wandel der klassischen Rollenverteilung und der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung erforderlich macht.[62]

„Diese Widersprüchlichkeiten blieben so lange verdeckt, wie über die Polarisierung der Geschlechtercharaktere die Frau ausschließlich für den familialen Bereich [...] und der Mann für die außerhäusliche Produktion zuständig waren. Mit zunehmender Erwerbstä­tigkeit der Frauen wurde die typische Rollenverteilung jedoch in Frage gestellt und tra­ten Widersprüchlichkeiten offener hervor [...] Mit zunehmender Erwerbstätigkeit der Frauen und dem Interesse einer eigenen ökonomischen Absicherung auf der Grundlage angeglichener Bildungschancen und der Freisetzung aus der lebenslangen ökonomi­schen Absicherung durch den Mann [...], treten Ungleichheit stärker hervor, werden zu­nehmend bewusst.“[63]

Die Geschlechtssegregation des Arbeitsmarktes mit Unterschieden bezüglich des Lohns, des Ar­beitsverhältnisses und Anforderungen an Mobilität und Flexibilität erschwert und verhindert aller- dings eine egalitäre Rollenverteilung und stärkt die klassische geschlechtsspezifische Arbeitstei­lung.[64] Auch gesellschaftliche und institutionelle Strukturen, wie das Sozial- und Steuersystem und die staatlichen Kinderbetreuungsangebote erschweren einen Rollenwandel. Diese Schwierigkeiten sind u. a. Ursache für niedrige Geburtenziffern.

Eine neue Austarierung der Geschlechterrollen und Arbeitsteilung hat für beide Geschlechter Vortei­le: Väter können ihre Vaterrolle intensiver wahrnehmen, einen besseren Kontakt zu den Kindern aufbauen und tragen nicht mehr die alleinige Verantwortung zur Ernährung der Familie. Mütter wie­derum entfliehen mittels Erwerbstätigkeit der häuslichen Isolation und „erweitern ihr Motivationss­pektrum um die Faktoren der Arbeitswelt mit ihren Herausforderungen und Belohnungen“[65].

Als erwerbstätige Personen werden im Folgenden diejenigen betrachtet, welche für den wirtschaftli­chen Erwerb einer bezahlten Tätigkeit nachgehen. Dabei ist es vorerst unerheblich, in welchem Umfang gearbeitet wird oder ob der Ertrag aus der Erwerbsarbeit ausreichend ist, um den Lebens­unterhalt vollständig zu bestreiten. Wenn von Erwerbsquoten gesprochen wird, umfasst das sowohl die Erwerbstätigen als auch die Arbeitssuchenden im Alter zwischen 15 und 64 Jahren, während die Erwerbstätigenquote nur die Anzahl an Menschen beschreibt, die tatsächlich einer Erwerbsarbeit nachgehen.[66]

Modelle der Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Aus dieser Definition der Erwerbstätigkeit ergibt sich ein weites Spektrum an Möglichkeiten für El­tern, die Erwerbstätigkeit mit der Betreuungsarbeit in Einklang zu bringen, wobei die jeweiligen Modelle ein unterschiedliches Maß an Geschlechtergerechtigkeit voraussetzen bzw. realisieren. Fol­gende Darstellung verdeutlicht dies:

- „1) Ernährermodell

- Männlicher Alleinverdiener Weibliche Vollzeitbetreuerin

- (in Vollzeit beschäftigt)

- 2) Doppelverdienermodell (I)

- Mann in Vollzeit beschäftigt Betreuung wird hauptsächlich von der
- Frau in kurzer Teilzeit beschäftigt Frau und von Angehörigen geleistet
- Betreuung wird hauptsächlich von Angehörigen und von Staat, Markt und gemeinnützigen Organisationen geleistet
- Betreuung wird von beiden Partnern geleistet
- Betreuung wird hauptsächlich vom Markt sowie von Angehörigen, Staat und gemeinnützigen Organisationen geleistet
- Betreuung wird hauptsächlich von Angehörigen und vom gemeinnützigen und öffentlichen Sektor geleistet“[67]

In der sozialen Realität sind die „Anderthalb-Verdiener-Modelle“ in der Mehrheit, in welchen der Mann in Vollzeit und die Frau in Teilzeit arbeitet (Modelle 2) und 3)), da Frauen zumeist ohnehin weniger verdienen. Das Doppelverdienermodell 3), in welchem beide Partner einer Teilzeitbeschäf­tigung nachgehen, setzt ein hohes Maß an Geschlechtergerechtigkeit voraus, die allerdings bisher in keinem europäischen Land verwirklicht wurde.

Durch den Wandel vom Ernährermodell hin zum Modell des erwachsenen Erwerbstätigen, aufgrund der oben beschriebenen veränderten Einstellungen und Verhalten von Frauen gegenüber Erwerbsar­beit und Familie, haben sich die herkömmlichen Geschlechterrollen verändert: Die Berufstätigkeit von Frauen ist zur Norm geworden, auch wenn umstritten ist, in welchem Umfang und für welche Gruppen von Frauen.[68]

Prekäre Beschäftigungsverhältnisse und atypische Arbeitsverträge

Während ein Trend zum Anstieg der Erwerbstätigkeit von Frauen zu beobachten ist, stellt sich je­ doch die Frage: Unter welchen Bedingungen? Zumeist in Teilzeitberufen oder in befristeten Ar­beitsverträgen, d. h. in sogenannten „atypischen Arbeitsverträgen“[69], zu denen darüber hinaus auch Zeit-, Leiharbeit und neue Formen der Selbstständigkeit zählen. Während die Arbeitsmarktaktivität von Müttern quantitativ und qualitativ mit der Anzahl der (v. a. unter dreijährigen) Kinder sinkt - in der BRD ist dieser Trend besonders eindrucksvoll zu beobachten -, sind bei Männern - wenn Kin­der überhaupt Einfluss auf deren Erwerbstätigkeit haben - eher gegenläufige Tendenzen zu beob­achten, welches auf das Modell des männlichen Ernährers zurückzuführen ist. „Die neuen Anforde­rungen, die so für Frauen entstehen, fallen mit der alten sozialen Identität auseinander. Bei Männern hingegen fallen Geschlechtsrollenstereotype und Anforderungen der Moderne zusammen, womit die individualisierte Gesellschaft männliches Rollenverhalten verstärkt“[70]. Eine defizitäre Verein­barkeitsstruktur offenbart sich bei der Veränderung der Erwerbstätigkeit einer Frau nach der Geburt des ersten, zweiten und dritten Kindes. Ein weiterer Indikator ist ein hoher Anteil an kinderlosen Frauen, welcher in der BRD mit etwa 29% vermutlich der höchste Wert weltweit ist. Dieser Wert zeigt auch, dass Kinder die berufliche Entwicklung von Frauen stark beeinträchtigen und eine Ver­einbarkeitsstruktur noch nicht genügend ausgebaut ist.[71]

Gegenwärtige Tendenzen auf dem Arbeitsmarkt lassen sich durch die Stichworte „Flexibilität und Diversität“ verdeutlichen. Es gibt zwei Formen der Flexibilität, welche Strategien der Arbeitgeber sind, sich den wandelnden Verhältnissen und Erfordernissen des Marktes anzupassen. Die erste Form rekurriert auf gut ausgebildete und engagierte Arbeitnehmerinnen. In diesem Fall werden Ar­beitsverhältnisse aufgewertet, Wert geschätzt und sind auf eine langanhaltende Beziehung zwischen Arbeitnehmerin und -geberin ausgerichtet. Die andere Form der Flexibilität verfolgt eine restriktive Strategie, die dadurch charakterisiert ist, dass Unternehmen ungelernte Arbeitskräfte einstellen und wieder entlassen, um die Herstellung von Produkten so kostengünstig wie möglich zu gestalten. In diesem Fall werden die Arbeitsverhältnisse abgewertet und die Qualifikationserfordernisse herabge­setzt. Diejenigen Arbeitnehmerinnen, welche der letztgenannten Strategie zum Opfer fallen und ne­ben niedrigen Löhnen auch ein instabiles Beschäftigungsverhältnis ertragen müssen und zu der Gruppe der Verlierer bezüglich des Trends der Flexibilisierung gehören, sind zu einem hohen Pro­zentsatz Frauen, auch wenn das Geschlecht nur einen Aspekt dieses Problems darstellt. Andere Ver­lierer sind gewiss auch Ausländerinnen und Geringqualifizierte.

EU-weit arbeiten mehr Frauen als Männer in atypischen bzw. „prekären“ Beschäftigungsverhältnis- sen, d. h. in Teilzeit, in befristeten Arbeitsverhältnissen oder in befristeten Teilzeitbeschäftigungs­verhältnissen.[72]

„Je zentraler ein Bereich für die Gesellschaft (definiert) ist, je mächtiger eine Gruppe, desto weniger sind Frauen vertreten; und umgekehrt: als je randständiger ein Aufgaben­bereich gilt, je weniger einflußreich eine Gruppe, desto größer ist die Wahrscheinlich­keit, daß Frauen sich in diesen Feldern Beschäftigungsmöglichkeiten erobert haben.

Dies zeigen die entsprechenden Daten in allen möglichen Bereichen - Politik, Wirt­schaft, Hochschule, Massenmedien usw.“[73]

Einerseits erleichtert die Arbeitsmarktflexibilisierung Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf nach Zeiten der Arbeitslosigkeit oder der Kinderbetreuung, doch andererseits sind diese neuen Arbeits­verhältnisse wegen der niedrigen Löhne und der geringen bis komplett fehlenden sozialen Absiche­rung mit Risiken verbunden. Über 1/5 aller Mütter arbeiten in der EU in Teilzeitverhältnissen mit weniger als 20 Stunden pro Woche. Diese Arrangements werden häufig von Frauen einer Vollzeit­stelle vorgezogen, da dies die Möglichkeit bringt, Familie und Beruf miteinander in Einklang brin­gen zu können. Daraus entsteht allerdings ein Dilemma:

„Auf diese Weise verändert der Einstieg der Frauen in den Arbeitsmarkt das Modell des männlichen Familienernährers, während er es gleichzeitig unterstützt und am Leben er­hält, da sich Art und Ausmaß der Beschäftigung an der Maßgabe einer nach wie vor ge­schlechtsspezifischen Zuständigkeit für die Betreuung und Pflege von Angehörigen ori­entiert“[74].

Allerdings ist Teilzeit nicht gleich Teilzeit: In Dänemark, den Niederlanden, Finnland und Großbri­tannien arbeiten mehr als 20% der Teilzeitbeschäftigten weniger als 10 Stunden in der Woche, wäh­rend ein Fünftel aller Teilzeitstellen in Schweden, Italien und den Niederlanden und ein Vierteil der (wenigen) Teilzeitstellen in Griechenland bei über 30 Wochenstunden liegt. Neben der Anzahl der Arbeitsstunden ist auch die Arbeitszeit zu berücksichtigen. In manchen Fällen hat sich der Einfluss der Angestellten auf ihre Arbeitszeit verbessert, in Deutschland hat die Arbeitszeitflexibilisierung bislang lediglich dazu beigetragen, dass die ArbeitgeberInnenjene bestimmen dürfen.[75] In Deutsch­land ist die Teilzeitarbeit für Mütter eine Beschäftigungsbrücke und eine Strategie, Beruf und Fami­lie miteinander in Einklang bringen zu können. In Frankreich bedeutet Teilzeitarbeit Ausgrenzung, Diskriminierung und „Prekarisierung“ der Frauenarbeit. In den skandinavischen Ländern ist die Teilzeitarbeit eine Norm, welche den stark geschlechtersegregierten Arbeitsmarkt zum Ausdruck bringt.[76]

Die überwiegende Zahl an (weiblichen) Angestellten in Teilzeitberufen wünscht statistisch keine Dauerstelle, die überwiegende Zahl der Angestellten, die in befristeten Arbeitsverträgen arbeitet, hat keine andere Stelle gefunden.[77] „So ist die Art und Weise, wie Frauen am Arbeitsmarkt teilhaben, nicht nur vom spezifischen Wohlfahrtssystem und von kulturellen Werten beeinflusst, sondern auch in hohem Maß von der Struktur der Arbeitsnachfrage und den Beschäftigungsstrategien der Arbeit­geber“[78].

Neben der Teilzeitarbeit tragen Erwerbsunterbrechungen, die zum Verlust an Humankapital führen, der durch die Entwertung der vorhandenen, das Reduzieren des Erlernens neuer Fertigkeiten und das Verpassen von Aufstiegschancen charakterisiert ist[79], und die geschlechterspezifische Berufs­wahl zu der geschlechtsspezifischen Lohnlücke bei.[80] Der Wechsel von Vollzeit in Teilzeit hat eine vertikale, horizontale und sektorale Segregation (unterschiedliche Karrieren, Branchen, Berufe) zur Folge. Die Beschäftigungslücke wiederum drückt die unterschiedliche Arbeitsmarktpartizipation der Geschlechter mit gleicher Qualifikation aus. Mit steigender Qualifikation sinkt die Beschäfti­gungslücke, auch wenn sie sich noch nicht gänzlich angeglichen hat.[81]

Probleme der Fürsorgearbeit

Es gibt zahlreiche Probleme bezüglich der Fürsorgearbeit. Die offensichtlichsten sind: Sie muss ge­tan werden, sie ist zwischen den Geschlechtern ungleich verteilt, formelle wie informelle Fürsorge­tätigkeit wird gesellschaftlich gering geschätzt und kaum als Arbeit wahrgenommen.[82] Ulrich Beck beschreibt das exklusive Hausfrauen- und Hausmännerdasein als „Insularexistenz“[83]. Andere Pro­bleme sind, dass aktuell die Politik der meisten westlichen Länder (bspw. Großbritannien und die Niederlande) davon ausgeht, dass Frauen dem Arbeitsmarkt vermehrt zur Verfügung stehen, was sich auch in der Beschäftigungs- und Arbeitszeitpolitik niederschlägt, welche auf eine höhere Be­schäftigungsorientierung der Frauen hinarbeitet. Allerdings wurde nicht berücksichtigt, dass dies Auswirkungen auf die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung haben sollte. Die geschlechtsspezifi­sche Arbeitsteilung, die einen großen Teil des Problems ausmacht, hat keinerlei Priorität in der Poli­tik und ist somit weiterhin größtenteils ein Problem der Frauen. Es werden weit weniger Mittel für Kinderbetreuung und Altenpflege aufgewendet, als für beschäftigungspolitische Maßnahmen. Noch immer wird die Fürsorgearbeit gering geschätzt, auch in Form von bezahlter Erwerbstätigkeit.

Des Weiteren widersprechen sich die politischen Maßnahmen der westlichen Staaten häufig bezüg- lieh der Beschäftigungsorientierung der Frauen: Während die Beschäftigungspolitik Frauen in den Arbeitsmarkt integrieren möchte, bevorteilt die Steuerpolitik und das soziale Sicherungssystem nach wie vor das Ernährermodell. Diese Widersprüche zeigen sieh in den meisten europäischen Staaten.[84]

Allerdings geht die Annahme der Politik, dass sich das erwerbstätige Individuum zunehmend selbst versorgen kann, mit der sozialen Realität nicht konform, da mehr Frauen als Männer im Niedrig­lohnsektor und in Teilzeit arbeiten, was lediglich einen marginalen und unzureichenden Zuwachs an Unabhängigkeit zur Folge hat.[85] Auch wenn die Politik wachsende Individualisierung unterstellt und größere Eigenverantwortung bei der sozialen Vorsorge erwartet, werden Menschen, die für an­dere sorgen - sowohl bezahlt als auch unbezahlt - systematisch benachteiligt. Und dies gilt insbe­sondere für Frauen, da Betreuungsarbeit, auch soziale Berufe, nach wie vor vor allem von Frauen ausgeführt wird.[86]

Erwerbstätigkeit und Fertilität

Die Fertilitätsrate von 2,1 Kindern pro Frau, welche notwendig ist, um die Größe der Elterngenera­tion beizubehalten, ist in keinem europäischen Land mehr gegeben. Allerdings variiert auch im eu­ropäischen Vergleich die Fertilitätsrate und Deutschland ist auch in diesem Vergleich als Schluss­licht zu betrachten. Dies ist v. a. dem hohen Prozentsatz kinderloser Frauen geschuldet, während der Prozentsatz an Familien mit mindestens drei Kindern europäischer Durchschnitt ist. Auch ein durchschnittlich hohes Alter der Frau bei der Erstgeburt ist ausschlaggebend dafür, dass vermutlich kein weiteres Kind geboren wird.[87]

Jette Schröder hat den Zusammenhang zwischen der Erwerbsbeteiligung und dem Kinderkriegen und -erziehen westdeutscher Frauen untersucht: „Während sich auf der Grundlage der Arbeit ein kausaler Effekt der Fertilität auf die Erwerbstätigkeit klar bestätigen lässt, kann ein kausaler Effekt der Erwerbstätigkeit auf die Fertilität nicht nachgewiesen werden“[88]. Dies bedeutet, dass es nach der Geburt eines Kindes bei westdeutschen Frauen gängig ist, aus dem Erwerbsleben mindestens zeit­weise völlig auszuscheiden bzw. von einer Vollzeit- in eine Teilzeiterwerbstätigkeit zu wechseln, während die Erwerbstätigkeit nicht klar als Ursache für das Ausbleiben des Kinderkriegens genannt werden kann: „Nicht die Erwerbstätigkeit bestimmt die Fertilität, sondern Frauen entscheiden sich aufgrund ihrer Einstellungen und Restriktionen für oder gegen ein Kind. Diese Fertilitätsentschei- dung beeinflusst dann die Erwerbsbeteiligung“[89].

Ob die Fertilität Ursache für der mangelnden Arbeitsmarktpartizipation oder das Erwerbsverhalten Ursache für eine geringe Fertilität von Frauen ist, ist in in diesem Zusammenhang unerheblich. Denn unbestritten ist, dass ein Zusammenhang zwischen Fertilität und Erwerbstätigkeit von Frauen besteht und diese beiden Faktoren miteinander korrelieren.[90] Doch die Entscheidung für das eine und gegen das andere, welche auch von persönlichen Charakteristika und Präferenzen wie Karriere­oder Familienorientierung und Opportunitäten, die der Arbeitsmarkt bietet, abhängen,[91] muss zu­meist als Kompromiss angesehen werden. Darüber hinaus ist es schlicht ungerecht, von Frauen eine Entscheidung zu verlangen - entweder Kinder oder Karriere. Des Weiteren schneidet die Entschei­dung für Kinder zumeist schlecht ab, da sie mit der Aufgabe ambitionierter Karrierepläne einher­geht: Dasjahrelange Ausscheiden aus dem Berufsleben macht den Wiedereinstieg in Berufe, welche eine hohe Qualifikation voraussetzen - aufgrund des Wissensrückstandes wegen fehlender Fortbil­dung und daraus resultierendem vernachlässigten Fachwissen - schwer. Des Weiteren ist es in Deutschland zumeist tradiert, jahrelang nach der Geburt der Kinder in Teilzeit beschäftigt zu sein, was in der BRD in den meisten Fällen mit schlechter Bezahlung und uninteressanteren Aufgaben einhergeht. Darüber hinaus verschiebt sich mit derjahrelangen Haushaltstätigkeit die geschlechtss­pezifische Arbeitsteilung zuungunsten der Frauen, was sich nur schwerlich wieder rückgängig ma­chen lässt. All dies macht verständlich, warum sich immer mehr berufsorientierte Frauen gegen Kinder entscheiden - und dies aus gutem Grund.[92] Daher ist es vonnöten, die beiden einander scheinbar entgegengesetzten Lebensziele vieler Menschen miteinander in Einklang zu bringen.[93] Nach Klingholz und Kröhnert, welche Beatrice Majnoni dlntignano zitieren, schließen sich aller­dings eine hohe Kinderzahl und hohe Frauenerwerbsaktivität in modernen westlichen Nationen nicht aus.[94] Es gibt typischerweise in Europa drei Phasen, in welchen sich beide Faktoren stabilisie­ren. Die erste Phase ist durch eine hohe Geburtenzahl und eine geringe Frauenerwerbstätigkeit ge­kennzeichnet. Die zweite durch steigende Arbeitsmarktaktivität von Frauen mit sinkenden Gebur­tenziffern. In der dritten wiederum zeigt sich eine hohe Erwerbsbeteiligung der Frauen zusammen mit einer stabilen Fertilitätsrate. Allerdings hat sich diese in der BRD schon seit Jahrzehnten auf ei­nem sehr niedrigen Level von 1,4 eingepegelt. Der europäische Vergleich zeigt, dass Länder mit niedriger Frauenerwerbstätigkeit ebenfalls geringe Geburtenraten aufweisen (bspw. Spanien, Italien und Griechenland), wobei das Land mit der höchsten Fertilitätsrate zugleich eine sehr hohe Arbeits-

[...]


[1] Siehe Anhang I. Vgl.: Hülsenkamp, Nicola: Ursachen niedriger Fertilität in hoch entwickelten Staaten. Soziologi­sche, ökonomische und politische Einflussfaktoren. Köln 2006. 139ff; Vgl.: Klein, Uta: Gleichstellungspolitik in der EU. Schwallbach/Ts. 2006. S. 104.

[2] Vgl.: Diekmann, Laura-Christin / Axel Plünne>

[3] Vgl.: Baronsky, Alexandra / Irene Gerlach / Ann Kristin Schneider: Väter in der Familienpolitik. 2012. In: Aus Poli­tik und Zeitgeschichte (40/2012). In: http://www.bpb.de/apuz/144855/vaeter-in-der-familienpolitik?p=all (letzte Ein­sicht: 03. 12. 2012); Vgl.: Klingholz, Reiner / Steffen Kröhnert: Emanzipation oder Kindergeld? Was die neue Fami­lienpolitik Deutschlands von anderen europäischen Ländern gelernt hat. 2008. S. 20. In: http://www.berlin- institut.org/fileadmin/user upload/Studien/Emanzipation oder Kindergeld 06 05 2008 korr.pdf (letzte Einsicht: 31. 12. 2012).

[4] Vgl.: Leitner, Sigrid: Frauen - Männer - Wohlfahrtsstaat: Drei Varianten für ein „Happy End“. S. 2. In: http://www.sigrid-leitner.de/pdf/konturen.pdf (letzte Einsicht: 30. 11. 2012).

[5] Vgl.:ebd.:S.2ff.

[6] Beck, Ulrich: Freiheit oder Liebe. Vom Ohne-, Mit- und Gegeneinander der Geschlechter innerhalb und außerhalb der Familie. In: Beck, Ulrich / Elisabeth Beck-Gernsheim: Das ganz normale Chaos der Liebe. Frankfurt am Main 1990. S. 20-65. S. 47.

[7] Vgl.: Stiegler, Barbara: Vorsorgender Sozialstaat aus der Geschlechterperspektive. In: WISO direkt. Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. 2007. S. 3. In: http://librarv.fes.de/pdf-files/fo-wirtschaft/04321.pdf (letzte Einsicht: 03. 12. 2012).

[8] Vgl.: Hülsenkamp: Fertilität. S. 12.

[9] Siehe Anhang II.

[10] Vgl.: Gerhard, Ute / Trudie Knijn / Anja Weckwert: Einleitung: Sozialpolitik und soziale Praxis. In: Gerhard, Ute / Trudie Knijn / Anja Weckwert (Hrsg.): Erwerbstätige Mütter. Ein europäischer Vergleich. München 2003. S.8- 29. S. 8f.; Vgl.: Hülsenkamp: Fertilität. S. 12.

[11] Vgl.: Gerhard / Knijn/ Weckwert: Einleitung. In: Gerhard/ Knijn/ Weckwert: Mütter. S. 9f; Vgl.: Klein: Gleich­stellungspolitik. S. 134.

[12] Hülsenkamp: Fertilität. S. 15; Vgl.: Eckstein, Christiane: Geschlechtergerechte Familienpolitik. Wahlfreiheit als Leitbild für die Arbeitsteilung in der Familie. Stuttgart 2009. S. 26.

[13] Vgl.: Gerhard, Ute: Mütter zwischen Individualisierung und Institution: Kulturelle Leitbilder in der Wohlfahrtspoli­tik. In: Gerhard / Knijn / Weckwert: Mütter. S. 53 - 85. S. 63; Vgl.: Hülsenkamp: Fertilität. S. 15; Vgl.: Klein: Gleichstellungspolitik. S. 113.

[14] Beck: Geschlechter. In: Beck/Beck-Gernsheim: Chaos. S. 39.

[15] Ebd.: S. 40.

[16] Vgl.: Jönsson, Ingrid / Marie-Thérèse Letablier: Kinderbetreuung und politische Handlungslogik. In: Gerhard / Kni- jn / Weckwert: Mütter. S. 85 - 110. S. 104f; Vgl.: Beck, Ulrich / Elisabeth Beck-Gernsheim: Einleitung. Riskante Chancen - Gesellschaftliche Individualisierung und soziale Lebens- und Liebesformen. In: Beck / Beck-Gernsheim: Chaos. S. 7 - 20. S. 14. Vgl.: Lewis, Jane: Erwerbstätigkeit versus Betreuungsarbeit. In: Gerhard / Knijn / Weck­wert: Mütter. S. 29 - 53. S. 29ff; Vgl.: Stiegler: Geschlechterperspektive. In: WISO. S. 3. In: http://librarv.fes.de/pdf-files/fo-wirtschaft/04321.pdf (letzte Einsicht: 03. 12. 2012); Vgl.: Klein: Gleichstellungspo­litik. S. 113, 133, 137.

[17] Beck: Geschlechter. In: Beck/Beck-Gernsheim: Chaos. S. 34.

[18] Vgl.: Lewis: Erwerbstätigkeit. In: Gerhard/Knijn / Weckwert: Mütter. S. 35f; Vgl.: Beck: Geschlechter. In: Beck/ Beck-Gernsheim: Chaos. S. 24.

[19] Keiser, S.: Vereinbarkeit von Familie und Beruf- nur eine Frauenfrage? München 1997. Zitiert nach: Flägel / Spal- lek: Generation. S.60.

[20] Flägel, Cathrin / Susanne Spallek: Die feministische Generation - Konstruktion oder Realität - Konsequenz für die soziale Arbeit. Rostock 2000. S. 60.

[21] Beck: Geschlechter. In: Beck/Beck-Gernsheim: Chaos. S. 54.

[22] Ebd.: S. 30.

[23] Vgl.: Lewis: Erwerbstätigkeit. In: Gerhard/Knijn / Weckwert: Mütter. S. 47f.

[24] Vgl.: Lewis: Erwerbstätigkeit. In: Gerhard/Knijn / Weckwert: Mütter. S. 51; Vgl.: Beck: Geschlechter. In: Beck/ Beck-Gernsheim: Chaos. S.31.

[25] Vgl.: Gerhard / Knijn/ Weckwert: Einleitung. In: Gerhard/ Knijn/ Weckwert: Mütter. S. 28.

[26] Vgl.: Hernes, Helga Maria: Wohlfahrtsstaat und Frauenmacht. Essays über die Feminisierung des Staates. Baden­Baden 1989. S. 30f.

[27] Gerhard: Mütter. In: Gerhard / Knijn / Weckwert: Mütter. S. 66; Eckstein: Familienpolitik. S. 28.

[28] Siehe Anhang III.

[29] Vgl.: Hernes: Frauenmacht. S. 30f; Vgl.: Klein: Gleichstellungspolitik;. S. 133.

[30] Vgl.: Klingholz / Kröhnert: Emanzipation. S. 3f, 8f. In: http : //www. b erlin-

institut.org/fileadmin/user upload/StudienÆmanzipation oder Kindergeld 06 05 2008 korr.pdf (letzte Einsicht: 31. 12. 2012).

[31] Beck-Gernsheim, Elisabeth: Auf dem Weg in die postfamiliale Familie - Von der Notgemeinschaft zur Wahlver­wandtschaft. In: Beck, Ulrich / Elisabeth Beck-Gernsheim (Hg.): Riskante Freiheiten. Individualisierung in moder­nen Gesellschaften. Frankfurt am Main 1994. S. 115 - 139. S. 115; Vgl.: Lewis: Erwerbstätigkeit. In: Gerhard / Kni- jn / Weckwert: Mütter. S. 36f.

[32] Vgl.: Hernes: Frauenmacht. S. 31; Vgl.: Eckstein: Familienpolitik. S. 29.

[33] Flägel/ Spallek: Generation. S. 58f.

[34] Siehe AnhangIV; Vgl.: Hülsenkamp: Fertilität. S. 15f.

[35] Vgl.: Klingholz/Kröhnert: Emanzipation. S. 5f, 14ff. In: http : //www. b erlin- institut.org/fileadmin/user upload/StudienÆmanzipation oder Kindergeld 06 05 2008 korr.pdf (letzte Einsicht: 31. 12. 2012).

[36] Hülsenkamp: Fertilität. S. 17, siehe zur Individualisierung auch: Beck / Beck-Gernsheim: Einleitung. In: Beck / Beck-Gernsheim: Chaos. S. 11ff; und: „Gott nicht, Priester nicht, Klasse nicht, Nachbar nicht, dann wenigstens Du. Und die Größe des Du ist die umgedrehte Leere, die sonst herrscht.“ Beck: Geschlechter. In: Beck / Beck-Gerns­heim: Chaos. S. 49.

[37] Vgl.: Gerhard: Mütter. In: Gerhard/ Knijn/ Weckwert: Mütter. S. 59.

[38] Vgl.: Lewis: Erwerbstätigkeit. In: Gerhard/Knijn / Weckwert: Mütter. S. 44; Vgl.: Eckstein: Familienpolitik. S. 28f.

[39] Vgl.: Lewis: Erwerbstätigkeit. In: Gerhard/Knijn / Weckwert: Mütter. S. 44f.

[40] Gerhard: Mütter. In: Gerhard / Knijn / Weckwert: Mütter. S. 61. Zitate: Beck: 1986: 174f.

[41] Vgl.: Ribbens / McCarthy / Edwards 2002: 202. Zitiert nach: Gerhard: Mütter. In: Gerhard / Knijn / Weckwert: Müt­ter. S. 219.

[42] Vgl.: Hülsenkamp: Fertilität. S. 18f.

[43] Vgl.: Klingholz/Kröhnert: Emanzipation. S. 16ff. In: http://www.berlin- institut.org/fileadmin/user upload/StudienÆmanzipation oder Kindergeld 06 05 2008 korr.pdf (letzte Einsicht: 31. 12. 2012).

[44] Gerhard: Mütter. In: Gerhard/ Knijn/ Weckwert: Mütter. S. 60; Vgl.: Beck: Geschlechter. In: Beck/ Beck-Gerns­heim: Chaos. S. 39ff, „halbierte Moderne“ S. 41.

[45] Vgl.: Gerhard: Mütter. In: Gerhard /Knijn/Weckwert: Mütter. S. 66f.

[46] Vgl.: ebd.: S. 67.

[47] Ebd.: S. 66.

[48] Vgl.: Gerhard: Mütter. In: Gerhard/ Knijn/ Weckwert: Mütter. S. 59; Vgl.: Eckstein: Familienpolitik. S. 25f.

[49] Vgl.: Jönsson/Letablier: Kinderbetreuung. In: Gerhard/Knijn / Weckwert: Mütter. S. 104; Vgl.: Eckstein: Famili­enpolitik. S. 29ff.

[50] Vgl.: Gerhard: Mütter. In: Gerhard/Knijn/Weckwert: Mütter. S. 62; Vgl.: Eckstein: Familienpolitik. S. 34.

[51] Beck: Familie. In: Beck / Beck-Gernsheim: Chaos. S. 33.

[52] Anteil an Frauen mit akademischem Abschluss: 1991: 10 % der 41 - 44-jährigen, 13% der 33 - 36-jährigen; 2004: 15% der 41 - 44-jährigen, 17% der 33 - 36-jährigen Frauen. Vgl.: Hülsenkamp: Fertilität. S. 23.

[53] Beck: Geschlechter. In: Beck / Beck-Gernsheim: Chaos. S. 28; Seidenspinner / Burger (1982), S. 11, zitiert nach: Beck: Geschlechter. In: Beck/Beck-Gernsheim: Chaos. S. 28.

[54] Vgl.: Hülsenkamp: Fertilität. S. 16f.

[55] Siehe Anhang V.

[56] Leitner: Wohlfahrtsstaat: S. 1. In: http://www.sigrid-leitner.de/pdf/konturen.pdf (letzte Einsicht: 30. 11. 2012).

[57] Vgl.: ebd.: S. 1.

[58] Hülsenkamp: Fertilität. S. 16f.

[59] Vgl.: ebd.: S. 16f.

[60] Siehe Anhang VI.

[61] Ressourcentheorie (Machtposition, welche durch Einkommen, Bildung, Attraktivität etc. beeinflusst wird, entschei­det darüber, wer die als unangenehm betrachtete Hausarbeit ausführen muss); New Home Economics (Gesamtnut­zen, welcher durch Arbeitsteilung erhöht wird, entscheidet darüber, wer die Hausarbeit verrichtet und wer aufgrund höherer Einkommenschancen erwerbstätig ist); Time-Availability-Ansatz (Opportunitätskosten, v. a. Zeit: Wenn ein Partner die Hausarbeit verrichtet, kann er nicht Erwerbsarbeit oder Freizeit nachgehen und umgekehrt. Da man bei­des will bzw. muss, richtet sich danach die Fertilitätsentscheidung aus und fällt meist zuungunsten von [v. a. vielen] Kindern); Rollentheorie (traditionelle Paare leben nach traditionell geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung, nicht-tra­ditionelle Paare nach nicht-traditioneller Arbeitsteilung, wie diese aussieht, noch nicht klar: Rollentausch, Gleich­stellung, Aufhebung). Vgl.: Hülsenkamp: Fertilität. S. 19ff.

[62] Vgl.: Hülsenkamp: Fertilität. S. 22.

[63] Flägel/ Spallek: Generation. S. 57, 59.

[64] Vgl.: Hülsenkamp: Fertilität. S. 22.

[65] Ebd.: S. 22.

[66] Vgl.: Klammer, Ute / Mary Daly: Die Beteiligung von Frauen an europäischen Arbeitsmärkten. In: Gerhard / Knijn / Weckwert: Mütter. S. 193-218. S. 194f.

[67] Lewis: Erwerbstätigkeit. In: Gerhard/Knijn/Weckwert: Mütter. S. 37f.

[68] Vgl.: ebd.: S. 38f.

[69] Klammer / Daly: Beteiligung. in: Gerhard / Knijn / Weckwert: Mütter. S. 210.

[70] Flägel / Spallek: Generation. S. 59.

[71] Vgl.: Mischke, Johanna / Statistisches Bundesamt (Hg): im Blickpunkt. Jugend und Familie in Europa. Wiesbaden 2009. S. 48, 50; Vgl.: Klingholz / Kröhnert: Emanzipation. S. 10f. in: http://www.berlin- institut.org/fileadmin/user upload/Studien/Emanzipation oder Kindergeld 06 05 2008 korr.pdf (letzte Einsicht: 31. 12. 2012); Klein: Gleichstellungspolitik. S. 113.

[72] Siehe Anhang VII.

[73] Beck: Geschlechter. In: Beck/Beck-Gernsheim: Chaos. S. 28.

[74] Klammer / Daly: Beteiligung. In: Gerhard / Knijn / Weckwert: Mütter. S. 209.

[75] Vgl.: Klammer / Daly: Beteiligung. In: Gerhard/ Knijn/ Weckwert: Mütter. S. 207ff.

[76] Vgl.: Veil, Mechthild: Wohlfahrtsstaatliche Konzepte, Kinderbetreuungskulturen und Geschlechterarrangements in Europa. 2003. S.13. In: http://www.sozialpolitikvergleich.de/docs/03-i.pdf (letzte Einsicht: 26. 11. 2012).

[77] Vgl.: Klammer/Daly: Beteiligung. In: Gerhard/Knijn/ Weckwert: Mütter. S. 210f.

[78] Ebd.: S. 211.

[79] Vgl.: Czechl, Matthias / Golo Henseke / Thusnelda Tivig: Wohlstand ohne Kinder? Sozioökonomische Rahmenbe­dingungen und Geburtenentwicklung im internationalen Vergleich. Berlin Heidelberg 2011. S. 74.

[80] Siehe Anhang VIII. Vgl.: Dieckmann / Plünne>

[81] Vgl.: Dieckmann/Plünne>

[82] Vgl.: Eckstein: Familienpolitik. S. 35ff.

[83] Beck: Familie. In: Beck / Beck-Gernsheim: Chaos. S. 44.

[84] Vgl.: Lewis: Erwerbstätigkeit. In: Gerhard/Knijn / Weckwert: Mütter. S. 40f.

[85] Vgl.: ebd.: S.41.

[86] Vgl.: ebd.: S. 42.

[87] Vgl.: Diekmann /Plünne>

[88] Schröder, Jette: Der Zusammenhang zwischen der Erwerbstätigkeit von Frauen und ihrer Fertilität. Würzburg 2010. S. 230.

[89] Ebd.: S.221.

[90] Siehe Anhang IX.

[91] Vgl.: Schröder: Zusammenhang. S. 221.

[92] Vgl.: Hülsenkamp: Fertilität. S. 17.

[93] Vgl.: Schröder: Zusammenhang. S. 101.

[94] Siehe AnhangX.

Ende der Leseprobe aus 95 Seiten

Details

Titel
Sozialstaat, Arbeit und Familie
Untertitel
Wie kann die Politik zu einer Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familienarbeit beitragen?
Hochschule
Universität Rostock  (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaft)
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
95
Katalognummer
V269257
ISBN (eBook)
9783656597230
ISBN (Buch)
9783656597193
Dateigröße
4469 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Beruf, Erwerbstätigkeit, Familienarbeit, Sozialstaat, Familie, Vereinbarkeit, Gender, Geschlechtergerechtigkeit, Feminismus, Politik, Arbeit, Politikwissenschaft
Arbeit zitieren
Victoria Flägel (Autor), 2013, Sozialstaat, Arbeit und Familie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269257

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