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Public Private Partnership als Instrument der Privatisierung von Regionalflughäfen

Title: Public Private Partnership als Instrument der Privatisierung von Regionalflughäfen

Diploma Thesis , 2004 , 82 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martin Wienand (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Aufgrund des starken Anwachsens des Luftverkehrs sind viele Flughäfen in den vergangenen Jahren an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Wenn man das erwartete Wachstum des Luftverkehrs in den kommenden Jahren dem derzeitigen Angebot gegenüberstellt, ergibt sich ein deutlicher Nachfrageüberhang. Laut Prognosen wird sich das Passagieraufkommen auf deutschen Verkehrsflughäfen von ca. 142 Mio. im Jahr 2000 auf vermutlich 380 Mio. bis zum Jahr 2020 erhöhen. Das Aufkommen der Luftfracht soll sich von 1995 bis 2020 nahezu vervierfachen. Im Vergleich zu anderen Verkehrsarten zeichnet sich der Luftverkehr durch besonders hohe Wachstumsraten von 4,5% pro Jahr aus, die trotz der Terroranschläge vom 11. September 2001 nur vorübergehend abgeschwächt wurden. Das ständige Anwachsen des Luftverkehrs stellt hohe Anforderungen an die bereits bestehenden Verkehrsflughäfen. Einige Flughäfen arbeiten bereits heute an ihrer Kapazitätsgrenze. Die volkswirtschaftlichen Schäden, die aus Verspätungen und Umwegen resultieren, betragen ein vielfaches dessen, was ein Ausbau der Infrastruktur kosten würde. Angesichts struktureller Probleme, wie Finanznot und hoher Arbeitslosigkeit, erhoffen sich Bund, Länder und Gemeinden Vorteile durch Public Private Partnership (PPP) bei dem erforderlichen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur.

Die Zusammenarbeit mit privaten Partnern an deutschen Flughäfen gewinnt jedoch erst seit einigen Jahren zunehmend an Dynamik. Die Privatisierungstendenzen haben auch Einfluss auf das 1994 veröffentlichte Luftfahrtkonzept 2000 des Bundes gehabt, in dem als Ziel der deutschen Luftverkehrspolitik u.a. auch die Privatisierung von Anteilen der öffentlichen Hand an Flughäfen genannt wurde. Bisher ist das Thema Public Private Partnership (PPP) vorwiegend im Zusammenhang mit der Privatisierung von internationalen Flughäfen behandelt worden, die Privatisierung von Regionalflughäfen wurde dagegen kaum untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIP ALS INSTRUMENT DER PRIVATISIERUNG VON REGIONALFLUGHÄFEN

2.1 DEFINITION UND ABGRENZUNG VON PPP

2.2 DEFINITIONEN UND ABGRENZUNGEN IM LUFTFAHRTBEREICH

2.2.1 Definition Flugplatz

2.2.2 Definition Regionalflughafen

2.3 PRIVATISIERUNG VON FLUGHÄFEN

2.3.1 Gründe für die Privatisierung von Flughäfen

2.3.2 Gründe für Privatinvestoren in Regionalflughäfen zu investieren

2.3.3 Beteiligung an für Verkehrsverlagerungen geeigneten Regionalflughäfen

2.3.4 Politische Gründe gegen Flughafenprivatisierungen

2.4 PPP-VARIANTEN ZUR PRIVATISIERUNG VON FLUGHÄFEN

2.5 ÜBERLEGUNGEN ZUR AUSWAHL DER PPP-VARIANTE

2.6 ERWARTUNGEN AN PPP

3. FLUGHÄFEN ALS NATÜRLICHE MONOPOLE

3.1 NATÜRLICHES MONOPOL UND FOLGEN

3.2 NATÜRLICHE MONOPOLE IM FLUGHAFENBEREICH

3.3 DIE REGULIERUNGSMÖGLICHKEITEN

4. EMPFEHLUNGEN FÜR PROJEKT- UND REGULIERUNGSRAHMEN

4.1 PRINCIPAL-AGENT-PROBLEM

4.2 DAS AUSSCHREIBUNGSVERFAHREN

4.3 VERTRAGLICHE GESTALTUNG

5. STAND DER PRIVATISIERUNG VON REGIONALFLUGHÄFEN

5.1 ERWARTUNGEN AN DIE ERGEBNISSE DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG

5.2 ÜBERSICHT AUSGEWÄHLTER REGIONALFLUGHÄFEN

5.3 ERGEBNISSE DER EMPIRISCHEN UNTERSUCHUNG

5.4 SITUATION DER KONVERSIONSFLUGHÄFEN

5.5 PERSPEKTIVEN FÜR DIE WEITERE ENTWICKLUNG

6. SITUATION DES REGIONALFLUGHAFENS KASSEL/CALDEN

6.1 CHRONOLOGIE

6.2 ARGUMENTE FÜR EINEN AUSGEBAUTEN FLUGHAFEN KASSEL/CALDEN

6.2.1 Verkehrsverlagerung von Frankfurt nach Kassel/Calden

6.2.2 Synergieeffekte bei einer Beteiligung des Flughafens Frankfurt

6.2.3 Fluglärm als Argument Pro Regionalflughafen statt Kontra

6.3 ZUSAMMENFASSENDE BETRACHTUNG

7. RESÜMEE

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Public Private Partnerships (PPP) als Instrument zur Privatisierung und zum Ausbau von deutschen Regionalflughäfen. Das primäre Ziel ist es, die Gründe für und gegen eine solche Privatisierung zu identifizieren, geeignete PPP-Modelle für die Umsetzung zu analysieren und die aktuelle Situation ausgewählter Regionalflughäfen sowie spezifisch den Flughafen Kassel/Calden zu bewerten.

  • Grundlagen und Definitionen von Public Private Partnerships im Kontext der Luftfahrt.
  • Analyse von Flughäfen als natürliche Monopole und deren Regulierungsnotwendigkeit.
  • Bewertung von Ausschreibungsverfahren und vertraglichen Gestaltungsmöglichkeiten für PPP-Projekte.
  • Empirische Untersuchung des Privatisierungsstandes bei deutschen Regionalflughäfen.
  • Detaillierte Fallbetrachtung zur Situation und den Ausbauplänen des Regionalflughafens Kassel/Calden.

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition und Abgrenzung von PPP

Ein Public Private Partnership oder kurz PPP, ist eine besondere Form der Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und einem oder mehreren privaten Unternehmen bzw. Privatpersonen. Ein PPP geht über die rein formale Privatisierung öffentlicher Unternehmen hinaus. Soweit die Gemeinsamkeiten den verschiedenen in der Literatur kursierenden und sich oftmals widersprechenden Definitionen. Public Private Partnership kann nicht gleichgesetzt werden mit Privatisierung, da mit zunehmendem Privatisierungsgrad eine Wahl zwischen verschiedenen PPP-Varianten besteht.

Nach Budäus ist ein PPP im engeren Sinne gekennzeichnet durch die Zielkomplementarität und formelle Kooperation der beteiligten Parteien. Die Zielkomplementarität zeigt sich im Interesse des privaten Unternehmens die Leistung als solches zu erbringen und nicht nur an den Einnahmen interessiert zu sein. Zielkomplementarität heißt nicht, dass es eine generell konfliktfrei Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Parteien geben muss, aber bei übereinstimmenden Zielen besteht ein größerer Anreiz dazu, die Konflikte einvernehmlich beizulegen. Nach Budäus ist Contracting Out (Budäus versteht unter Contracting Out formelle aber von Zielkonflikten geprägte Zusammenarbeit) kein PPP im eigentlichen Sinne. Formelle Kooperation liegt dann vor, wenn ein umfassendes Vertragswerk besteht, welches die Zusammenarbeit regelt und/oder eine gemeinsame Gesellschaft gegründet wird.

Bei einem Flughafen würde also nach Budäus immer dann ein PPP im engeren Sinne vorliegen, wenn beide Parteien, also der private Unternehmer und die öffentliche Hand, weitgehend übereinstimmende Ziele verfolgen und formell kooperieren. Konkret könnte dies also bei Regionalflughäfen vorliegen, bei denen bspw. eine größere Fluggesellschaft einen Betreibervertrag nach erfolgreicher Ausschreibung unterzeichnet hat. Zielkomplementarität könnte dann hinsichtlich der Leistungserbringung gesehen werden, die dem größeren Flughafen als neuem Betreiber die Möglichkeit zu einer erweiterten Flughafenkooperation mit dem kleineren Regionalflughafen gäbe. Formelle Kooperation wäre durch den Betreibervertrag gegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Kapazitätsengpässe an deutschen Flughäfen und führt PPP als Instrument für Infrastrukturausbauten ein.

2. PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIP ALS INSTRUMENT DER PRIVATISIERUNG VON REGIONALFLUGHÄFEN: Dieses Kapitel definiert PPP-Modelle und diskutiert die Motive sowie Gründe für oder gegen eine Privatisierung aus Sicht der öffentlichen Hand und privater Investoren.

3. FLUGHÄFEN ALS NATÜRLICHE MONOPOLE: Hier werden die ökonomischen Merkmale von Flughäfen als natürliche Monopole erläutert und die daraus resultierende Notwendigkeit der staatlichen Regulierung abgeleitet.

4. EMPFEHLUNGEN FÜR PROJEKT- UND REGULIERUNGSRAHMEN: Dieses Kapitel behandelt Lösungsansätze für das Principal-Agent-Problem durch Ausschreibungsverfahren und gibt Empfehlungen für eine effektive vertragliche Gestaltung.

5. STAND DER PRIVATISIERUNG VON REGIONALFLUGHÄFEN: Ein empirischer Überblick über den tatsächlichen Privatisierungsgrad und die Organisationsformen bei deutschen Regionalflughäfen.

6. SITUATION DES REGIONALFLUGHAFENS KASSEL/CALDEN: Eine detaillierte Analyse der Chronologie, der Ausbauargumente und der wirtschaftlichen Potenziale des Flughafens Kassel/Calden.

7. RESÜMEE: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle von PPP als Hilfsmittel für Regionalflughäfen.

Schlüsselwörter

Public Private Partnership, PPP, Regionalflughafen, Privatisierung, natürliche Monopole, Infrastruktur, Verkehrsverlagerung, Ausschreibungsverfahren, Kassel/Calden, Flughafenbetrieb, Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, Beteiligungsmodell, Konzessionsprivatisierung, Betreibervertrag, Luftverkehrspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen von Public Private Partnerships bei der Privatisierung und dem Ausbau von Regionalflughäfen in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von PPP-Varianten, die ökonomische Einordnung von Flughäfen als natürliche Monopole, die Gestaltung von Ausschreibungen und Verträgen sowie eine empirische Bestandsaufnahme von Regionalflughäfen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Gründe für und gegen eine Privatisierung zu erarbeiten und Wege aufzuzeigen, wie PPP-Modelle bestmöglich umgesetzt werden können, um Synergieeffekte zu nutzen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit kombiniert eine analytische Auswertung von Literatur und Ordnungspolitik mit einer empirischen Untersuchung der Halterschaften und Privatisierungsformen bei deutschen Regionalflughäfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, Regulierungsmechanismen bei Monopolen sowie praktische Empfehlungen für den Projekt- und Regulierungsrahmen bei der Durchführung von PPP-Vorhaben.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Kernbegriffe sind PPP, Regionalflughafen, Privatisierung, natürliche Monopole und Ausschreibungsverfahren.

Welche Rolle spielt der Flughafen Kassel/Calden in dieser Diplomarbeit?

Der Flughafen Kassel/Calden dient als detailliertes Fallbeispiel, um die theoretischen Erkenntnisse zur Privatisierung und zum Ausbau auf ein konkretes Projekt anzuwenden.

Warum wird der Flughafen Cuxhaven-Nordholz als Musterbeispiel genannt?

Er wird als Musterbeispiel für ein PPP-Beteiligungsmodell aufgeführt, um zu verdeutlichen, wie betriebswirtschaftliches Denken in die Managementstrukturen kommunaler Flughäfen eingebracht werden kann.

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Details

Title
Public Private Partnership als Instrument der Privatisierung von Regionalflughäfen
College
University of Kassel  (FB Wirtschaftswissenschaften)
Grade
1,3
Author
Martin Wienand (Author)
Publication Year
2004
Pages
82
Catalog Number
V26932
ISBN (eBook)
9783638291217
Language
German
Tags
Public Private Partnership Instrument Privatisierung Regionalflughäfen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Wienand (Author), 2004, Public Private Partnership als Instrument der Privatisierung von Regionalflughäfen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26932
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