E-Procurement und Supply Chain


Hausarbeit, 2013
19 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Anhangsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Elektronische Beschaffung und die Supply Chain
2.1 Was ist die Supply Chain?
2.2 Was ist E-Procurement?

3 Analyse der Einführung von E-Procurement
3.1 Beweggründe für die Einführung von E-Procurement
3.2 Voraussetzung für die Einführung
3.3 Überblick über E-Procurement-Systeme

4 Auswirkungen von E-Procurement
4.1 Auswirkung auf die Prozessgeschwindigkeit
4.2 Auswirkung auf die Bestände
4.3 Weitere Auswirkungen im Rahmen der Supply Chain

5 Schlussbetrachtungen

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Ziele von E-Business-Projekten

Abbildung 2 Entwicklungspfad des E-Procurement

Abbildung 3 Übersicht verschiedener E-Procurement-Systeme

Abbildung 4 Beispiel für die Zeitersparnis durch E-Procurement-Systeme

Abbildung 5 Prozessablauf einer elektronischen Auktion

Anhangsverzeichnis

Anhang 1: Überblick über Ausprägungen der elektronischen Kataloge

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Die globale und technologische Entwicklung drängt die Unternehmen zum Identifizieren von Einsparmöglichkeiten. Dies betrifft frei nach der kaufmännischen Regel „im Einkauf liegt der Gewinn“ auch diesen Unternehmensbereich. Durch die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) und die bekannte Nutzung dieser im Verkaufsbereich z.B. durch E-Shops, stellt sich die Frage ob und wie diese Technologien auch in der Beschaffung unterstützend einsetzbar sind.

Die vorliegende Arbeit soll die Auswirkungen analysieren, welche die Einfüh- rung solcher elektronischer Beschaffungssysteme auf die Supply Chain haben kann und womit Verbesserungen für die Prozessgeschwindigkeit und bei den Beständen erzielt werden können. Um dies beurteilen zu können, muss man sich die Motive der Unternehmen betrachten, welche sie zur Nutzung bewegt und welche Anwendungsmöglichkeiten das E-Procurement für die betriebliche Praxis bietet.

Dazu werden die Begriffe Supply Chain und E-Procurement werden im Ab- schnitt 2 erläutert und in Zusammenhang gesetzt. Die Beweggründe von Unternehmen und Voraussetzungen für eine Einführung zeigt Abschnitt 3, ergänzt wird dieser mit einem kurzen Überblick über die Methoden von E-Procurement. Konkrete Aussagen von Auswirkungen auf Prozess- geschwindigkeit und Bestände im Rahmen der Supply Chain liefert der Abschnitt 4.

2 Elektronische Beschaffung und die Supply Chain

2.1 Was ist die Supply Chain?

Unter einer Supply Chain versteht Kummer „alle Flüsse von Material, Infor- mationen und Geld durch ein Netzwerk von Unternehmen, die an der Entwicklung, Erstellung und Lieferung eines bestimmten Produktes oder einer Dienstleistung beteiligt sind. Die Supply Chain erstreckt sich dabei über alle Produktionsstufen vom Rohstofflieferanten bis zum Endkunden“.1 Die Arbeit geht auf den Teil der Supply Chain ein, die den Einkauf beim Lieferan- ten betrifft. Da das höchste Potenzial im Business-to-Business-Wettbewerb (B2B) zu finden ist, wo der Umsatz durch elektronische Geschäfte bereits über 80 % liegt, werden die weiteren Ausführungen sich auf diesen Bereich konzentrieren.2 Dass die Beziehung zum Lieferanten im B2B-Geschäft heutzutage nicht zu unterschätzen ist, meint auch Werner, die Beziehung verstärkte sich in den letzten Jahren, sodass der Lieferant heute sogar als „Wertschöpfungspartner“ angesehen wird.3

2.2 Was ist E-Procurement?

In der heutigen Zeit ist die IT-Unterstützung aus den Unternehmen nicht mehr wegzudenken, was auch selbstverständlich für den Einkauf zutrifft. Die Unterstützung des Einkaufs durch die IT wird in der Literatur vielmals als E-Procurement bezeichnet. Hierbei wird E-Procurement als Oberbegriff verwendet, sobald die Beschaffung mit elektronischer Unterstützung erfolgt.4 Dies findet sich auch bei Stoll, welcher das E-Procurement als Unterstützung für die strategische und operative Beschaffung mit elektronischen Hilfsmitteln sieht, um den Beschaffungsprozess bezüglich der Prozesskosten und des Prozessergebnisses zu optimieren.5 Die Integration neuer IuK‘s im Beschaf- fungsbereich umfasst nicht nur die Unterstützung, sondern auch die Abwick- lung von Aufgaben.6

3 Analyse der Einführung von E-Procurement

3.1 Beweggründe für die Einführung von E-Procurement

Vor der Einführung eines E-Procurements muss der Ist-Zustand im jeweiligen Unternehmen berücksichtig werden. Vielfach weist dieser im heutigen Einkauf noch ein ungenügend ausgeprägtes Lieferantenmanagement auf. Verbunden ist dies mit nicht genau kalkulierbaren Lieferzeiten, welche zu hohen Beständen führen. Auch der Ablauf der Prozesse ist zu langwierig und zu gering automatisiert. Nicht unerheblich sind die Kosten welche durch den Maverick Buying Effekt, bei dem die Beschaffung von Gütern außerhalb vereinbarter Rahmenverträge mit Lieferanten erfolgt, anfallen.7 Daraus resultieren die Erwartungen der Unternehmen nach erheblichen Kosten- senkungen, welche sich durch die Zeitersparnis aufgrund verbesserter Prozessabläufe, geringere Beschaffungskosten durch verbesserte Ein- bindung der Lieferanten und den effizienteren Einsatz der Mitarbeiter, durch Nutzung ihrer Mehrzeit für strategische Aufgaben, ergeben.8 Gerade die angestrebte Prozessoptimierung führt nicht nur zu Zeitgewinnen durch die Automatisierung der Prozessvorgänge, sondern auch zu Kosten- einsparungen aufgrund eingesparter Medienbrüche und transparentere Beschaffungswege und -verhalten.9

Ausgehend von einer Umfrage in Schweizer Unternehmen zu den Zielen von E-Business Projekten, zeigt die Abbildung 1 die prozentualen Ergebnisse. Dabei werden E-Business Projekte vorrangig für Effizienzsteigerungen durchgeführt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Ziele von E-Business-Projekten10

Konkreter bezeichnet Hunziker die Prioritäten beim E-Procurement in der Effizienzsteigerung, Kostensenkung und dem Konkurrenzvorteil.11

3.2 Voraussetzung für die Einführung

Ein Beschaffungsvorgang und das zu beschaffende Gut sind nicht in allen Unternehmen gleich. Demzufolge gibt es auch kein Einheitsrezept für den Einsatz einer E-Procurement-Lösung. Einen Überblick über das Eignungs- potenzial verschiedener Beschaffungsgüter für E-Procurement- Anwendungen liefert Abbildung 2. Um ein E-Procurement-System erfolgsver- sprechend einzuführen, muss das Unternehmen seine bisherigen Beschaf- fungsprozesse und die eingesetzten Systemlösungen analysieren.12 Als Fol- ge dieser internen Unternehmensanalyse werden die Beschaffungsprozesse und die einzusetzenden Anwendungen dem Produktbedarf angenähert.13

Abbildung 2 Entwicklungspfad des E-Procurement14

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Trotz aller Hoffnungen auf die Einsparungen und Optimierungen mit Hilfe des E-Procurements bleibt für die meisten Unternehmen zur Einführung eines selbigen Systems die Frage nach den Kosten. Als bedeutendsten Hinderungsgrund werden häufig zu hohe Kosten angegeben.15 Eine wichtige Voraussetzung ist daher, die dazugehörigen finanziellen Mittel zur Einführung eines E-Procurements bereitzustellen.

3.3 Überblick über E-Procurement-Systeme

Die in der Praxis verwendeten Ausprägungen des E-Procurements sind recht vielfältig. Je nach verfolgter Optimierungsstrategie und der schon erwähnten Art der zu beschaffenden Güter unterstützen folgende Systeme die Beschaffung elektronisch, siehe u.a. Abbildung 2:

Abbildung 3 Übersicht verschiedener E-Procurement-Systeme16

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Arbeit geht in den nächsten Abschnitten auf die E-Procurement- Lösungen: Content Management, Ausschreibungen, Auktionen und E-Collaboration näher ein. Wie aus Abbildung 3 ersichtlich, wird in der operativen Beschaffung als E-Procurement-Tool das Content Management eingesetzt, darunter werden Produktkataloge verstanden, welche elektro- nisch bereitgestellt werden und der Zugriff über das Internet erfolgt.17 Je nach Standort und der zu übernehmenden Dateninhalte unterscheidet man bei diesen Katalogen eine Sell-Side-Lösung, eine Buy-Side-Lösung und den katalogbasierten Marktplatz. Die Unterscheidung dieser Varianten zeigt An- hang 1 im Detail. In der vorliegenden Arbeit wird der Einsatz des Content Management auf Einkäuferseite berücksichtigt. Diese Buy-Side-Lösung wird auch als Desktop Purchasing-System bezeichnet. Darunter wird eine Softwareanwendung verstanden, mit deren Hilfe der gesamte Bestellprozess automatisiert ausgeführt werden kann. Die Anwendung erfolgt vorwiegend bei der Beschaffung von strategisch weniger ausschlaggebenden Gütern.18

[...]


1 Kummer, S; Grün, O; Jammernegg, W. (2009), S. 259

2 Vgl. Werner, H. (2008), S. 155

3 Vgl. Werner, H. (2008), S. 97

4 Vgl. Kollmann, T. (2011), S. 101

5 Vgl. Stoll, P. P. (2007), S. 17

6 Vgl. Kollmann, T. (2011), S. 101

7 Vgl. Alt, R; Puschmann, T; Österle, H. (2003), S. 894

8 Vgl. Göthlich, S. E. (2004), S. 54

9 Vgl. Nenninger, M; Lawrenz, O. (2002), S. 6

10 eigene Erstellung in Anlehnung Hunziker, D. (2002), S. 8

11 Vgl. Hunziker, D. (2002), S. 8

12 Vgl. Alt, R; Puschmann, T; Österle, H. (2003), S. 903 f.

13 Vgl. Kollmann, T. (2011), S. 141

14 eigene Erstellung in Anlehnung Wirtz, B. W; Kleineicken, A. (2003), S. 249

15 Vgl. Hunziker, D. (2002), S. 10

16 eigene Erstellung in Anlehnung Nekolar, A.-P. (2003), S. 8 ff.; Stoll, P. P. (2007), S. 21 ff.

17 Vgl. Stoll, P. P. (2007), S. 19 f.

18 Vgl. Nekolar, A.-P. (2003), S. 36

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
E-Procurement und Supply Chain
Hochschule
AKAD-Fachhochschule Leipzig
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V269332
ISBN (eBook)
9783656604594
ISBN (Buch)
9783656604563
Dateigröße
1066 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E-Procurement, Supply Chain, E-Business, E-Ordering, E-Sourcing, Beschaffung, elektronische Beschaffung, Einkauf, Produktion, Produktionswirtschaft, Materialwirtschaft
Arbeit zitieren
Ines Filler (Autor), 2013, E-Procurement und Supply Chain, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269332

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Titel: E-Procurement und Supply Chain


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