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Reisen im Mittelalter

Titre: Reisen im Mittelalter

Dossier / Travail de Séminaire , 2013 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Judith Teßmann (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Pilgern ist ein uraltes Phänomen, welches bis heute besteht und auf dem tiefen Glauben der Menschen fundiert. Dabei sind Jerusalem, die ewige Stadt Rom und Santiago de Compostela wohl die populärsten heilsmächtigen Orte. Obwohl das Reisen oft schier unvorstellbare Schwierigkeiten mit sich brachte, riss der Pilgerstrom bis zur heutigen Zeit nie in Gänze ab, auch wenn zur Zeit der Kreuzzüge ein Rückgang verzeichnet werden kann.
Obwohl sich die Forschung vor allem auf die Zeit des hohen und späten Mittelalters fokussiert, zeigt sich dennoch, dass Reiseberichte die interdisziplinären Wissenschaften besonders in der jüngsten Vergangenheit beschäftigen. Eben diese sollen in folgender Arbeit untersucht werden. Diesbezüglich soll der Reisebericht Arnold von Harffs das Fundament dieser Arbeit bilden. Dokumentiert wird darin seine Reise von Köln bis in den Orient. Daher ist es durch seine detaillierte Niederschrift möglich, einen perfekten Einblick in die Wahrnehmung eines Reisenden zu erhalten, weshalb eben diese Schilderungen im Fokus dieser Arbeit stehen sollen. Einleitend soll dabei ein Überblick darüber geschaffen werden, wer die Begegnung mit dem Fremden wagte und was seine Beweggründe waren. Daran anknüpfend wird beleuchtet, welche Position die heiligen Stadt Jerusalem in der Forschungsliteratur einnimmt. Auf dieser Basis soll abschließend Arnold von Harffs Reisebericht untersucht werden. Mittels der Textpassagen welche seinen Jerusalemaufenthalt behandeln, wird herausgestellt, auf welche Weise er den Lesern versucht seine Eindrücke zugängig zu machen. Als Fundament dieser Arbeit dienen neben der Quelle vor allem Brall – Tuchels Aufsatz „Der Reisende als Integrationsfigur? Arnold von Harff: Ein Pilger zwischen Regionalität und Expansion“, Korvin Knops Monografie „Die Pilgerfahrt des Ritters Arnold von Harff 1496 – 1499. Im Kontext spätmittelalterlicher deutscher Reiseberichte – Pilgern, wandeln und entdecken“, sowie Ludwig Schmugges „Jerusalem, Rom, und Santiago – Fernpilgerziele im Mittelalter“.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wer reiste im Mittelalter und was waren die Anlässe?

3. Darstellung der Stadt Jerusalem in der Forschungsliteratur

4. Zur Person Arnold von Harff und seinem Reisebericht

4.1 Zur Person Arnold von Harffs

4.2 Kurze Inhaltsangabe des Reiseberichts

4.3 Quellenanalyse

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Reisebericht des Ritters Arnold von Harff aus dem späten 15. Jahrhundert mit einem besonderen Fokus auf die Darstellung Jerusalems. Dabei soll analysiert werden, auf welche Weise der Autor seine Reiseeindrücke und religiösen Erfahrungen mit weltlichen Aspekten verknüpft und welche Rolle dieser Bericht innerhalb der spätmittelalterlichen Reiseliteratur einnimmt.

  • Biografischer Hintergrund und soziale Rolle des Autors Arnold von Harff
  • Die Bedeutung von Jerusalem als zentrales Pilgerziel im Mittelalter
  • Analyse der inhaltlichen Konzeption des Reiseberichts (Synthese aus Religion und Weltlichkeit)
  • Untersuchung der Reiseroute und deren historischer Authentizität
  • Die Funktion von Illustrationen und sprachlichen Glossaren im Reisebericht

Auszug aus dem Buch

4.3 Quellenanalyse

Im Folgenden sollen Textpassagen aus Arnold von Harffs Reisebericht, welcher Schilderungen seiner Reise nach Jerusalem und Santiago beinhaltet, in den Fokus gerückt werden. Im Zuge der Analyse dienen neben der von Eberhart von Groote editierten Version des Reiseberichts auch die Übersetzung von Helmut Brall – Tuchel und Folker Reichert, sowie Brall – Tuchels Aufsatz „Der Reisende als Integrationsfigur? Arnold von Harff: Ein Pilger zwischen Regionalität und Expansion“, und Korvin Knops Monografie „Die Pilgerfahrt des Ritters Arnold von Harff 1496 – 1499. Im Kontext spätmittelalterlicher deutscher Reiseberichte – Pilgern, wandeln und entdecken“ als Grundlage der Untersuchung.

Arnold von Harff versucht auf über 250 Seiten ein „Reise-Weltbild“ zu erstellen, in welchem eine Vereinigung des religiösen Weltbildes mit seinen weltlichen Erfahrungen fokussiert wird, welches durch ein Zusammenspiel von Bildern und Texten entstehen soll. Diese religiöse und weltliche Synthese findet sich aber nicht nur in der äußeren Gestaltung des Reiseberichts, sondern vielmehr in dessen inhaltlicher Konzeption. So wird nicht nur von Andachten, Wundern, biblischen Geschichten und Ablässen berichtet, sondern ebenso von sprachwissenschaftlichen Erkenntnissen seiner Zeit, baulichen Aspekten oder geographischen Gegebenheiten. Eben diese „Vermischung der Schreibstile“ lässt Arnold von Harffs Reisebericht laut Korvin Knop „eigenwillig“ erscheinen.

In der heiligen Stadt Jerusalem angekommen, vollzieht er seine Route, welche alle heiligen Orte der Stadt beinhaltet. Angefangen bei den heiligen Stätten im Kloster Monte Sion, über zahlreiche Kapellen, Klöster, Kirchen und Orte, welche mit dem Leben Jesu verbunden waren, bis hin zum Heiligen Grab. Umrankt wird der Inhalt mit den zwei Zeichnungen, „Der Pilger auf dem Kavalierberg“ und „[Die] [g]iftige Schlange“, sowie einem Glossar der jüdischen Sprache.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen des Pilgerns ein und stellt den Reisebericht Arnold von Harffs als zentrales Untersuchungsobjekt vor.

2. Wer reiste im Mittelalter und was waren die Anlässe?: Dieses Kapitel beleuchtet die vielfältigen gesellschaftlichen Gruppen und Motive, die hinter mittelalterlichen Reisen standen, und ordnet die religiöse Mobilität historisch ein.

3. Darstellung der Stadt Jerusalem in der Forschungsliteratur: Hier wird der Stellenwert Jerusalems als eines der drei Hauptpilgerziele der Christenheit im wissenschaftlichen Diskurs analysiert.

4. Zur Person Arnold von Harff und seinem Reisebericht: Dieser Abschnitt unterteilt sich in eine biografische Skizze, eine inhaltsbezogene Zusammenfassung seines Werkes sowie eine kritische Quellenanalyse seines Reiseberichts.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie Arnold von Harff durch die Kombination von religiösen Mythen und weltlichen Reisebeschreibungen ein einzigartiges, wenngleich teilweise imaginiertes Bild seiner Zeit schuf.

Schlüsselwörter

Arnold von Harff, Pilgerreise, Mittelalter, Jerusalem, Reisebericht, Religiöse Mobilität, Quellenauswertung, Spätmittelalter, Reisekultur, Rittertum, Pilgerziele, Kulturgeschichte, Reiseliteratur, Ablass, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Reisebericht des Ritters Arnold von Harff aus dem 15. Jahrhundert und analysiert, wie dieser Autor seine Pilgerreise nach Jerusalem literarisch und inhaltlich aufbereitet hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind das mittelalterliche Pilgerwesen, die historische Reiseroute von Arnold von Harff, die Synthese aus religiösen und weltlichen Reisebeschreibungen sowie die Bedeutung des Autors als Beobachter seiner Zeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Arnold von Harff seine Eindrücke aus Jerusalem dokumentierte und durch welche literarischen Stilmittel er eine Verbindung zwischen seinem tiefen Glauben und seinen weltlichen Interessen herstellte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenanalytische Methode, bei der der Reisebericht des Autors in den Kontext aktueller Forschungsliteratur und fachwissenschaftlicher Monografien gestellt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben dem biografischen Abriss des Autors die soziokulturellen Hintergründe des Reisens im Mittelalter, die wissenschaftliche Rezeption Jerusalems sowie die detaillierte Analyse der Reiseberichts-Konzeption untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Namen des Autors sind Begriffe wie Pilgerreise, Jerusalem, Spätmittelalter, Reisekultur und Kulturgeschichte für die Arbeit prägend.

Wie bewertet die Arbeit die Authentizität der Reiseberichte von Arnold von Harff?

Die Arbeit weist darauf hin, dass die Forschung Teile der Reise als fingiert oder aus anderen Werken (wie etwa von Marco Polo) zusammengestellt identifiziert hat, erkennt jedoch die Detailgenauigkeit und Themenvielfalt des Berichts dennoch an.

Welche Rolle spielen die Glossare und Zeichnungen im Reisebericht laut der Autorin?

Die Autorin hebt hervor, dass die Glossare und Illustrationen den Reisebericht über eine reine Pilgerbeschreibung hinaus zu einem „Reise-Weltbild“ erweitern und als Mittel dienen, dem Leser die fremden Kulturen und Orte näherzubringen.

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Résumé des informations

Titre
Reisen im Mittelalter
Note
1,0
Auteur
Judith Teßmann (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
14
N° de catalogue
V269349
ISBN (ebook)
9783656604082
ISBN (Livre)
9783656604051
Langue
allemand
mots-clé
reisen mittelalter
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Judith Teßmann (Auteur), 2013, Reisen im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269349
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