Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Politíca - Otros temas

Die konjunkturpolitischen Ziele: Preisniveaustabilität und hoher Beschäftigungsstand durch Fiskal- und Geldpolitik

Título: Die konjunkturpolitischen Ziele: Preisniveaustabilität und hoher Beschäftigungsstand durch Fiskal- und Geldpolitik

Trabajo Escrito , 2011 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Victoria Flägel (Autor)

Politíca - Otros temas
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In der Wirtschaftstheorie gibt es seit ungefähr 70 Jahren einen Wettstreit um die Vormachtstellung in der Wirtschaftspolitik zwischen Keynesianern und Monetaristen. Nach der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts schrieb John Maynard Keynes das bahnbrechende Werk „The General Theory about Employment, Interest and Money“, welches die Wirtschaftstheorie und -politik revolutionierte und bis in die 70er Jahre international beeinflusste. Doch ab Mitte der 70er Jahre befand sich der Keynesianismus in der Krise, weil seine fiskalpolitischen Instrumente offensichtlich nicht zum Erfolg führten. Das öffnete Milton Friedman und seiner Chicagoer Schule Tür und Tor. Es wurde sich auf die Klassiker wie beispielsweise Adam Smith rückbesinnt. Doch damit gab sich der Fiskalismus noch nicht geschlagen: 2008 feierte er, zumindest in der Bundesrepublik Deutschland, ein Comeback. Nach der „Subprime-Krise“ wurde sich in der BRD der keynesianischen antizyklischen Fiskalpolitik erfolgreich bedient (Konjunkturpaket I und II mit der berühmten Abwrackprämie).
In der folgenden Arbeit wird zu untersuchen sein, mit welchen Mitteln die beiden gegensätzlichen Theorien zwei bedeutende wirtschaftspolitische Ziele, der hohe Beschäftigungsstand und die niedrige Inflationsrate, zu erreichen versuchen.
Dazu werden zuerst die wirtschaftspolitischen Ziele generell vorzustellen und zu erläutern sein: Wozu dienen sie, wie lauten sie und in welchem Verhältnis stehen sie zueinander? Besonderes Augenmerk wird dabei auf die beiden zentralen Ziele hoher Beschäftigungsstand und niedrige Inflationsrate und ihren theoretischen Zusammenhang gelegt. Zu diesem Zweck wird die Phillips-Kurve kurz vorgestellt.
Daran anschließend wird grob die Theorie des Keynesianismus, seine Basishypothesen und Grundgedanken zu erläutern sein. Im Bezug zu den beiden in der Arbeit im Mittelpunkt stehenden wirtschaftspolitischen Zielen werden die Ursachen der Inflation und der Arbeitslosigkeit im Lichte des Fiskalismus nur kurz genannt. Daran schließt sich die selbe Vorgehensweise bezüglich Milton Friedmans Monetarismus an.
Abschließend wird ein Vergleich vorgenommen. Es werden lediglich die wichtigsten und zentralsten Unterschiede hervorgehoben, daran anschließend werden die Vor- und Nachteile beider Theorien diskutiert. Am Ende wird eine kurze Überlegung anzustellen sein, ob diese beiden konträren Theorien miteinander vereinbar und in Einklang zu bringen sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – das Ringen um Wahrheit

2. Wirtschaftspolitische Ziele

2. 1 Das magische Viereck

2. 2 Der Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Preisniveaustabilität: Die Phillips-Kurve

3. Der Fiskalismus

3. 1 Ursachen der Inflation

3. 2 Ursachen der Arbeitslosigkeit

4. Der Monetarismus

4. 1 Ursachen der Inflation

4. 2 Ursachen der Arbeitslosigkeit

5. Der Monetarismus und der Fiskalismus im Vergleich – eine Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, mit welchen fiskal- und geldpolitischen Mitteln die gegensätzlichen wirtschaftstheoretischen Ansätze des Fiskalismus und des Monetarismus versuchen, die zentralen Ziele eines hohen Beschäftigungsstands und einer niedrigen Inflationsrate zu erreichen.

  • Vergleich der Lehren von Keynes (Fiskalismus) und Friedman (Monetarismus)
  • Analyse der Ursachen von Inflation und Arbeitslosigkeit aus Sicht beider Theorien
  • Untersuchung der Zielkonflikte in der Wirtschaftspolitik (Phillips-Kurve)
  • Diskussion der Vor- und Nachteile sowie der praktischen Anwendbarkeit beider Ansätze

Auszug aus dem Buch

3. Der Fiskalismus

John Maynard Keynes´ Werk „Die Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“ erschien 1936 und entstand vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise von 1929 bis 1933, welche in Deutschland zu 6 Millionen Langzeitarbeitslosen, einem Sinken des Volkseinkommens um 40 % und zu einer sozialen Krise mit politischer Destabilisierung führte. Aufgrund des Begründers wird diese Theorie auch Keynesianismus genannt. Auch wenn die Lehren vieler Keynesianer anders sind, als die Keynes´sche Wirtschaftstheorie, werde ich folgend Fiskalismus und Keynesianismus synonym verwenden. Keynes erkannte, dass die von den Klassikern propagierten Selbstheilungsprozesse und Automatismen des Marktes nicht griffen: In Krisenzeiten sinken die Löhne, wodurch die Unternehmen mehr Arbeitskräfte einstellen, aber die Haushalte weniger Arbeit anbieten.

Dadurch sinken die Zinsen und die Unternehmen werden investitionsfreudiger. Umgekehrt geschehe es zu Zeiten der Inflation: Die Löhne steigen, Arbeitskräfte werden entlassen, die Zinsen steigen, Unternehmen investieren weniger, Haushalte bieten mehr Arbeitskräfte an und sparen. Er stimmte den Klassikern in ihrer Theorie zu, insofern es sich um Zeiten der Vollbeschäftigung handelt. Doch zu Zeiten der Unterbeschäftigung, und dazu tendiert der Markt laut Keynes mehr als zur Vollbeschäftigung, versagen diese Mechanismen. Keynes versucht in seinem Werk zu erklären, wie dauerhafte Arbeitslosigkeit möglich ist. Nach Keynes sind die Löhne der Arbeitnehmer nach unten nicht flexibel: Wenn sie einmal ein bestimmtes Preisniveau erreicht haben, ist es nur noch nach oben veränderbar. Des Weiteren seien die Investitionen und Ersparnisse nicht ausschließlich und in so hohem Maße von dem Zinssatz abhängig; die Beschäftigung nicht von der Lohnhöhe, sondern von der Nachfrage; die Güternachfrage vom Volkseinkommen und den Konsumneigungen, nicht von den Preisen; Sparneigungen von der Höhe des Einkommens, nicht des Zinses; von den Absatzerwartungen und dem Vertrauen in die Zukunft ist es abhängig, ob Unternehmer produzieren und somit Beschäftigte anstellen, nicht von der Lohnhöhe oder dem Zinssatz. Keynes spricht also psychologischen Momenten, Vertrauen bzw. Misstrauen in die Zukunft, die Marktwirtschaft, das Geld, eine zentrale und dominierende Rolle zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – das Ringen um Wahrheit: Diese Einleitung stellt den theoretischen Wettstreit zwischen Keynesianern und Monetaristen dar und erläutert das methodische Vorgehen der Arbeit.

2. Wirtschaftspolitische Ziele: Das Kapitel definiert allgemeine wirtschaftspolitische Ziele und führt das magische Viereck sowie den Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation über die Phillips-Kurve ein.

2. 1 Das magische Viereck: Hier werden die vier Kernziele des Stabilitätsgesetzes vorgestellt und ihre teilweise widersprüchlichen Beziehungen zueinander erörtert.

2. 2 Der Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Preisniveaustabilität: Die Phillips-Kurve: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Konzept der Phillips-Kurve und hinterfragt die Annahme einer einfachen Tauschbeziehung zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit.

3. Der Fiskalismus: Es werden die theoretischen Grundlagen von John Maynard Keynes und die Ablehnung marktwirtschaftlicher Selbstheilungsmechanismen in Krisenzeiten behandelt.

3. 1 Ursachen der Inflation: Die Darstellung erklärt Inflation aus fiskalistischer Sicht primär als Folge einer zu hohen gesamtwirtschaftlichen Nachfrage.

3. 2 Ursachen der Arbeitslosigkeit: Die Ursache für Arbeitslosigkeit wird hier in einem Mangel an gesamtwirtschaftlicher Nachfrage verortet, der staatliches Eingreifen erfordert.

4. Der Monetarismus: Dieses Kapitel stellt die angebotsorientierte Gegenposition von Milton Friedman vor, welche auf die Stabilität der Marktwirtschaft und die Kontrolle der Geldmenge setzt.

4. 1 Ursachen der Inflation: Inflation wird hier mithilfe der Quantitätstheorie des Geldes als ein durch zu schnelles Geldmengenwachstum verursachtes Phänomen erklärt.

4. 2 Ursachen der Arbeitslosigkeit: Im Monetarismus wird Arbeitslosigkeit primär auf eine mangelnde Flexibilität der Löhne nach unten zurückgeführt.

5. Der Monetarismus und der Fiskalismus im Vergleich – eine Schlussbetrachtung: Das Kapitel vergleicht die gegensätzlichen Ansätze, diskutiert deren Vor- und Nachteile und schließt mit der Überlegung, beide Ansätze in der Praxis sinnvoll zu kombinieren.

Schlüsselwörter

Fiskalismus, Monetarismus, Wirtschaftspolitik, Keynesianismus, Milton Friedman, John Maynard Keynes, Inflation, Arbeitslosigkeit, Phillips-Kurve, Geldpolitik, Fiskalpolitik, Marktwirtschaft, Stabilitätsgesetz, Nachfrageorientierung, Angebotsorientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den wirtschaftstheoretischen Diskurs zwischen dem Fiskalismus und dem Monetarismus und analysiert deren unterschiedliche Ansätze zur Steuerung zentraler konjunkturpolitischer Ziele.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Wirtschaftspolitik, die Analyse von Inflations- und Arbeitslosigkeitsursachen sowie die theoretische Kontroverse zwischen nachfrage- und angebotsorientierter Wirtschaftspolitik.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, mit welchen spezifischen fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen der Fiskalismus und der Monetarismus versuchen, Preisniveaustabilität und einen hohen Beschäftigungsstand zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, bei der die Konzepte beider Denkrichtungen gegenübergestellt und hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile sowie ihrer praktischen Anwendung diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Basishypothesen von Keynes und Friedman, ihre jeweilige Interpretation von Marktmechanismen sowie die Rolle des Staates und der Zentralbanken bei der Konjunktursteuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fiskalismus, Monetarismus, Wirtschaftspolitik, Inflation, Arbeitslosigkeit, Phillips-Kurve sowie Nachfrage- und Angebotsorientierung.

Warum spielt die Phillips-Kurve in der Argumentation eine wichtige Rolle?

Die Phillips-Kurve dient als theoretisches Instrument, um den vermeintlichen Zielkonflikt zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation zu veranschaulichen, den beide Theorien unterschiedlich bewerten.

Wie unterscheidet sich die fiskalistische Sicht auf Inflation von der monetaristischen?

Während der Fiskalismus Inflation vor allem als nachfrageseitiges Problem (Nachfragesog) betrachtet, sehen Monetaristen sie primär als ein monetäres Phänomen, das durch eine zu starke Ausweitung der Geldmenge entsteht.

Was ist das Fazit hinsichtlich der Vereinbarkeit der beiden Theorien?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass beide Ansätze in ihrer extremen Form Nachteile aufweisen und eine Kombination der Instrumente – orientiert an der jeweiligen wirtschaftlichen Situation – in der modernen Politik oft als zielführender angesehen wird.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Die konjunkturpolitischen Ziele: Preisniveaustabilität und hoher Beschäftigungsstand durch Fiskal- und Geldpolitik
Universidad
University of Rostock  (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften)
Curso
Politik und Wirtschaft
Calificación
1,7
Autor
Victoria Flägel (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
17
No. de catálogo
V269355
ISBN (Ebook)
9783656604792
ISBN (Libro)
9783656604815
Idioma
Alemán
Etiqueta
ziele preisniveaustabilität beschäftigungsstand fiskal- geldpolitik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Victoria Flägel (Autor), 2011, Die konjunkturpolitischen Ziele: Preisniveaustabilität und hoher Beschäftigungsstand durch Fiskal- und Geldpolitik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269355
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  17  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint