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Das Verbot ungedeckter Leerverkäufe und bestimmter Kreditderivate nach §§ 30h, 30j WpHG

Titre: Das Verbot ungedeckter Leerverkäufe und bestimmter Kreditderivate nach §§  30h, 30j WpHG

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2011 , 35 Pages , Note: 16 Punkte

Autor:in: Jan-Heinrich Ehlers (Auteur)

Droit - Droit civil / Droit commercial, Droit des sociétés, Droit des cartels, Droit des affaires
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Dieses, im Sommersemester 2011 an der Universität Osnabrück als Seminararbeit eingereichte und mit 16 Punkten bewertete, Werk beschäftigt sich mit dem Verbot ungedeckter Leerverkäufe und bestimmter Kreditderivate nach den §§ 30h, 30j WpHG.

Die Bearbeitung behandelt dabei zunächst die Tatbestände und die Rechtsfolgen der genannten Regelungen. Ausgehende davon wird eine kritische Würdigung vorgenommen. Es wird dabei insbesondere auf die Auswirkungen betreffend den Preisfindungsmechanismus, die Marktliquidität und die Finanzmarkstabilität eingegangen. Im Rahmen des Leerverkaufsverbot wird dies ergänzt durch Erörterungen zur Anreizstruktur, während im Rahmen des Verbots einzelner Kreditderivate die staatliche Refinanzierung eingehender betrachtet wird. Auch wird auf eventuell vorhandene Umgehungsgefahren eingegangen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Das Verbot ungedeckter Leerverkäufe nach §30h

I. Tatbestand des §30h

1. Erfasste Instrumente

2. „Ungedeckter Leerverkauf“ iSv §30h

3. Ausnahmen vom Verbot

II. Rechtsfolgen eines Verstoßes gegen §30h

1. Straf- und ordnungswidrigkeitsrechtliche Folgen

2. Zivilrechtliche Folgen

C. Das Verbot bestimmter Kreditderivate nach §30j

I. Tatbestand des §30j

1. Erfasste Kreditderivate

2. Erfasste Geschäfte

3. Ausnahmen vom Verbot

a) Ausnahmen nach §30j II

b) Ausnahmen nach §30j III

II. Rechtsfolgen eines Verstoßes gegen §30j

1. Straf- und ordnungswidrigkeitsrechtliche Folgen

2. Zivilrechtliche Folgen

D. Kritische Würdigung der §§30h, 30j

I. §30h

1. Notwendigkeit einer Regelung

2. Auswirkungen des Verbots

a) Auswirkungen auf den Preisfindungsmechanismus

b) Auswirkungen auf die Marktliquidität

c) Auswirkungen auf die Finanzmarktstabilität

d) Auswirkungen auf negative Anreizstrukturen

3. Umgehungsmöglichkeiten

4. Rechtsfolgen eines Verstoßes

5. Ausblick auf den europäischen Gesetzgeber

II. §30j

1. Regelungsnotwendigkeit

2. Auswirkungen des Verbots

a) Auswirkungen auf den Preisfindungsmechanismus

b) Auswirkungen auf die Marktliquidität

c) Auswirkungen auf die Finanzmarktstabilität

d) Auswirkungen auf staatliche Refinanzierung

3. Umgehungsmöglichkeiten

4. Folgen eines Verstoßes

5. Ausblick auf den europäischen Gesetzgeber

E. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Einführung der §§ 30h und 30j in das WpHG, welche ungedeckte Leerverkäufe sowie bestimmte Kreditderivate verbieten. Ziel ist es, die Tatbestandsvoraussetzungen und Rechtsfolgen dieser Regelungen detailliert darzustellen und ihre tatsächliche Notwendigkeit sowie ihre Auswirkungen auf die Finanzmarktstabilität, Liquidität und Preisfindung kritisch zu bewerten.

  • Analyse der gesetzlichen Tatbestände für ungedeckte Leerverkäufe und Kreditderivate
  • Bewertung der Auswirkungen auf die Finanzmarktstabilität und Marktliquidität
  • Untersuchung des Preisfindungsmechanismus unter den neuen Verboten
  • Diskussion von Umgehungsmöglichkeiten und praktischer Relevanz
  • Kritische Einordnung des deutschen Alleingangs im europäischen Kontext

Auszug aus dem Buch

Notwendigkeit einer Regelung

Zunächst ist zu hinterfragen, ob eine Regelung überhaupt notwendig ist. In diesem Zusammenhang greift die Begründung zum Gesetzesentwurf das erhebliche Preisbeeinflussungspotenzial von ungedeckten Leerverkäufen auf. Ungedeckte Leerverkäufe sollen die Möglichkeit eröffnen eine große Anzahl von Wertpapieren zu verkaufen, wodurch ein starker Kursdruck ausgelöst werden kann. Nicht aufgegriffen wird jedoch, dass der Leerverkäufer einen Deckungskauf vornehmen muss. Dies bedeutet eine zusätzliche Nachfrage, die den zunächst gefallenen Kurs wieder steigen lässt. Betrachtet man nun die gesamte Transaktion, also den ungedeckten Leerverkauf in Verbindung mit dem Deckungskauf, wird das negative Preisbeeinflussungspotenzial erheblich abgemildert. Grundsätzlich sollte hier also wenig Regelungsbedarf bestehen, da Kursverluste in gewissem Maße automatisch korrigiert werden sollten.

Etwas anderes gilt, wenn ungedeckte Leerverkäufe im Rahmen von Manipulationstaktiken gebraucht werden, wie es für die Manipulationstaktiken „Bear Raid“, „Abusive Naked Short Sale“ und „Short and Distort“ typisch ist. Hiermit soll gerade ein Kursverlust herbeigeführt werden, der nicht ohne weiteres korrigiert wird. Diese Strategien sind allerdings schon von §20a erfasst, machen eine Neuregelung daher nicht notwendig.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Einführung der §§ 30h und 30j WpHG ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Voraussetzungen und Folgen der Verbote kritisch zu hinterfragen.

B. Das Verbot ungedeckter Leerverkäufe nach §30h: Dieses Kapitel erläutert die Tatbestandsmerkmale, wie die erfassten Instrumente und die Definition ungedeckter Leerverkäufe, sowie die geltenden Ausnahmen und die Rechtsfolgen eines Verstoßes.

C. Das Verbot bestimmter Kreditderivate nach §30j: Hier werden die Voraussetzungen für das Verbot bestimmter Kreditderivate, insbesondere CDS, die erfassten Geschäfte, die Ausnahmen sowie die rechtlichen Konsequenzen bei Zuwiderhandlung dargelegt.

D. Kritische Würdigung der §§30h, 30j: Dieser Hauptteil analysiert die Regelungsnotwendigkeit, die Auswirkungen auf Marktliquidität, Preisfindung und Stabilität, diskutiert Umgehungsmöglichkeiten und beleuchtet den Ausblick auf den europäischen Gesetzgeber.

E. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach die gesetzlichen Verbote erhebliche Schwächen aufweisen, da sie auf bloßen Hypothesen beruhen und die Finanzmarktstabilität tendenziell eher gefährden als fördern.

Schlüsselwörter

Ungedeckte Leerverkäufe, Kreditderivate, WpHG, Finanzmarktstabilität, Marktliquidität, Preisfindung, Credit Default Swaps, Marktmanipulation, §30h WpHG, §30j WpHG, Regulierungsbedarf, CDS, Finanzkrise, Transparenz, Anreizstrukturen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Analyse und der kritischen Würdigung der durch das Gesetz zur Vorbeugung gegen missbräuchliche Wertpapier- und Derivategeschäfte eingeführten §§ 30h und 30j des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG).

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Zentrale Themen sind das Verbot ungedeckter Leerverkäufe, die Untersagung bestimmter Kreditderivate (insbesondere CDS), die Auswirkungen dieser Regulierungen auf die Finanzmärkte sowie die Frage nach deren Notwendigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob die gesetzlichen Verbote tatsächlich zu einer Stabilisierung der Finanzmärkte beitragen können oder ob sie aufgrund unzureichender empirischer Fundierung und Umgehungsmöglichkeiten in der Praxis wirkungslos oder sogar schädlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse, kombiniert mit ökonomischen Perspektiven, um die gesetzlichen Tatbestände auszulegen und deren tatsächliche Auswirkungen auf Marktmechanismen anhand von Studien und Stellungnahmen kritisch zu prüfen.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Tatbestände von §30h und §30j sowie eine umfangreiche kritische Würdigung, die insbesondere Preisbeeinflussung, Liquidität, Stabilität und bestehende Umgehungsrisiken analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ungedeckte Leerverkäufe, CDS, Marktliquidität, Preiseffizienz, Finanzmarktstabilität und Regulierungsbedarf geprägt.

Warum wird die Wirksamkeit von §30j bezweifelt?

Die Wirksamkeit wird bezweifelt, da CDS außerbörslich gehandelt werden und ein Großteil des Handels außerhalb Deutschlands abgewickelt wird, was die Regelung aufgrund der Ortsbezogenheit leicht umgehbar macht.

Welches Problem identifiziert der Autor als eigentliche Herausforderung statt der Verbote selbst?

Der Autor argumentiert, dass das eigentliche Problem weniger die Existenz dieser Instrumente ist, sondern eine mangelnde Transparenz, die sinnvoller durch Meldepflichten oder Flagging hätte adressiert werden können.

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Résumé des informations

Titre
Das Verbot ungedeckter Leerverkäufe und bestimmter Kreditderivate nach §§ 30h, 30j WpHG
Université
University of Osnabrück
Cours
Seminar zum Gesellschaft- und Kapitalmarktrecht
Note
16 Punkte
Auteur
Jan-Heinrich Ehlers (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
35
N° de catalogue
V269378
ISBN (ebook)
9783656604716
ISBN (Livre)
9783656604693
Langue
allemand
mots-clé
verbot leerverkäufe kreditderivate wphg
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jan-Heinrich Ehlers (Auteur), 2011, Das Verbot ungedeckter Leerverkäufe und bestimmter Kreditderivate nach §§ 30h, 30j WpHG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269378
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Extrait de  35  pages
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