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Die Entstehung der Target-Salden im Euroraum

Título: Die Entstehung der Target-Salden im Euroraum

Trabajo de Seminario , 2013 , 26 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Regina Kroczek (Autor)

Economía de las empresas - Política económica
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„If something cannot go on forever, it will stop“
Zitat Herbert Stein
Die Geschichte der Weltwirtschaft ist von vielen Staatskrisen geprägt.
Diese Krisen spiegelten sich in der Vergangenheit in zahlreichen Währungskrisen und Inflationen wider. Kernursache war oftmals die Fähigkeit
der Zentralbanken zur Schaffung von Geld. Diese wurde in einigen Fällen
fehlgenutzt und zur Finanzierung von Gütern genutzt. Die natürliche
Selbstregulierung der Kapitalmärkte wurde außer Kraft gesetzt. Aus Krisen lernte die Ökonomie und vergab den Zentralbanken ein eng gefasstes
Aufgabenfeld. Dieses besteht darin, ein wertstabiles Zahlungsmittel bereitzustellen.
1
In jüngster Zeit kam es im Eurosystem zu einer Staatsschuldenkrise. Betroffene Staaten in Europa wurden in dieser Zeit durch die Geldpolitik der
EZB unterstützt. Da die EZB noch sehr jung ist, istihre Entwicklung noch
nicht abgeschlossen. Es treten an vielen Stellen Verbesserungsvorschläge auf.
2
So weisen einige Ökonomen, unter anderem der Präsident des
Münchener ifo-Instituts Hans-Werner Sinn, in zahlreichen Schriften auf
einen Posten in der Bundesbankbilanz hin, der in der Höhe eigentlich gar
nicht vorkommen sollte: den Target2-Saldo. Dieser Saldo ist das Ergebnis
einer Verrechnungsweise bei grenzüberschreitenden Zahlungen im Eurosystem.
3
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Zustandekommen der Target2 -Salden im Euroraum. In einem ersten Schritt soll in Kapitel 2 mit dem
geschichtliche Hintergrund der Entstehung der Target2-Salden sowie
deren Funktionsweise ein grundlegendes Verständnis zu diesem Thema
vermittelt werden. Kapitel 3 befasst sich zunächst mit der Begriffserklärung der Zahlungsbilanzen. Im Weiteren werden Leistungsbilanzdefizite in
Bezug zu Target2-Salden gesetzt. Die Wirkung einer Kapitalflucht wird
ebenfalls in Bezug zu den Salden gesetzt. Im vierten Kapitel werden mögliche Probleme und Risiken dieser Salden auf die Staaten im Euroraum
aufgezeigt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DAS TARGET-SYSTEM IM EURORAUM

2.1 Entstehungsgeschichte der Target Salden

2.2 Funktionsweise Target2

3 ZAHLUNGSBILANZFINANZIERUNG SÜDLICHER LÄNDER

3.1 Zahlungsbilanz

3.1.1 Definition Leistungsbilanz

3.1.2 Definition Kapitalbilanz

3.2 Zahlungsbilanzfinanzierung durch das Eurosystem

3.2.1 Erhöhung der Target2-Salden durch Interbankenkrise

3.2.2 Erhöhung der Target2-Salden durch Kapitalflucht

4 GEFAHR UND PROBLEMATIK DER TARGET SALDEN

4.1 Verwischung Kapital- und Geldmarkt

4.2 Fälligkeit und Haftung

5 FAZIT

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Entstehung und die ökonomische Problematik der Target2-Salden innerhalb des Euroraums. Dabei wird analysiert, inwiefern Leistungsbilanzdefizite und Kapitalfluchtbewegungen in den sogenannten GIIPS-Ländern zu einer Schieflage im Eurosystem geführt haben und welche systemischen Risiken hieraus für die Gemeinschaft und insbesondere Deutschland resultieren.

  • Grundlagen des Target2-Zahlungsverkehrssystems im Eurosystem
  • Zusammenhang zwischen Zahlungsbilanzen und Target2-Salden
  • Einfluss der Finanz- und Staatsschuldenkrise ab 2007 auf Kapitalströme
  • Die Rolle der EZB bei der Liquiditätssicherung durch Notfallkredite
  • Analyse der Haftungsrisiken und Inflationsgefahren bei einem möglichen Auseinanderbrechen der Währungsunion

Auszug aus dem Buch

2.2 Funktionsweise Target2

Nach einer Migrationsphase wurde Target2 am 19.05.2008 eingeführt. In dem neuen System fungiert die EZB als Clearingstelle in Form eines RTGS Systems auf einer Single-Shared Platform (SSP) für kurzfristig auftretende Salden im EWU. Diese SSP wird durch die Deutsche Bundesbank, die Banca d’Italia und die Banque de France betrieben und gewartet. Somit ist Target2 das Datenübertragungsnetz aller Zahlungsströme im Eurosystem. Die Salden werden täglich fortgeschrieben ohne Verrechnung auf die jeweiligen Konten. Target2 ist das Kernsystem des Liquiditätsmanagements der Banken, da es in Zentralbankgeld abgewickelt wird. So können Banken Kredite der Zentralbank in Anspruch nehmen und dieses Geld weiternutzen. Auch wird es für Ausgleichsoperationen von Nebensystemen genutzt. Bspw. Retail Payment, securities clearing oder Abwicklungssystemen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Thema der Staatsschuldenkrise ein und stellt die Relevanz der Target2-Salden als umstrittenen Posten in der Bundesbankbilanz heraus.

2 DAS TARGET-SYSTEM IM EURORAUM: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte des Target-Systems sowie die technische Funktionsweise von Target2 als zentrales Zahlungsverkehrssystem des Eurosystems.

3 ZAHLUNGSBILANZFINANZIERUNG SÜDLICHER LÄNDER: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Zahlungsbilanz gelegt und aufgezeigt, wie Defizite der südlichen Länder durch Zentralbankgeld und Kapitalflucht zu Target2-Salden führten.

4 GEFAHR UND PROBLEMATIK DER TARGET SALDEN: Das Kapitel behandelt die ökonomischen Risiken, insbesondere die Verwischung von Kapital- und Geldmärkten sowie die potenziellen Haftungsszenarien bei einer Staatsinsolvenz oder dem Zerbrechen des Eurosystems.

5 FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass Target-Salden zwar ein wichtiges Instrument sind, aber aufgrund der Krisenentwicklung dringenden Reformbedarf hinsichtlich Stabilität und Begrenzung aufzeigen.

Schlüsselwörter

Target2-Salden, Eurosystem, Zahlungsbilanz, Leistungsbilanzdefizit, Kapitalflucht, Europäische Zentralbank, Finanzkrise, Staatsschuldenkrise, Liquiditätssicherung, Interbankenmarkt, Geldpolitik, Währungsunion, Haftungsrisiko, Refinanzierung, Zentralbankgeld.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Entstehen und den wirtschaftlichen Risiken der sogenannten Target2-Salden, die als Verrechnungsposten innerhalb des europäischen Zahlungsverkehrssystems eine zentrale Rolle in der Eurokrise spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Funktionsweise von Target2, die ökonomischen Zusammenhänge von Zahlungsbilanzungleichgewichten in Südeuropa und die systemischen Gefahren, die aus den hohen Forderungs- und Verbindlichkeitspositionen resultieren.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für das Zustandekommen der Target2-Salden zu vermitteln und die daraus resultierenden Risiken für die beteiligten Nationalstaaten sowie das Eurosystem als Ganzes aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Seminararbeit, die auf Basis ökonomischer Theorien, relevanter Fachliteratur und Daten von Zentralbanken die Funktionsweise und Problematik der Salden erläutert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird zunächst die historische Entstehung und Technik von Target2 erklärt, gefolgt von einer tiefgehenden Analyse der Zahlungsbilanzfinanzierung und der Problematik von Kapitalflucht und fehlender Markt-Selbstregulierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Target2-Salden, Eurosystem, Zahlungsbilanz, Kapitalflucht, EZB-Liquiditätspolitik und Haftungsrisiken.

Warum steigen die Target2-Salden bei einer Kapitalflucht besonders stark an?

Bei Kapitalflucht ziehen Anleger ihre Mittel aus peripheren Ländern ab. Um dies zu finanzieren, greifen lokale Banken verstärkt auf Zentralbankkredite zurück, was über das Target-System zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber den Kernländern führt.

Welches spezifische Haftungsrisiko wird für Deutschland beschrieben?

Im Falle eines Austritts von Euro-Ländern oder eines Zerbrechens des Eurosystems haftet Deutschland als Teil des Eurosystems anteilig für die Kreditsummen, was erhebliche finanzielle Verluste bedeuten könnte.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Entstehung der Target-Salden im Euroraum
Universidad
University of Applied Sciences Aschaffenburg
Curso
FUP Wirtschaftspolitik
Calificación
2,0
Autor
Regina Kroczek (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
26
No. de catálogo
V269548
ISBN (Ebook)
9783656606970
ISBN (Libro)
9783656606871
Idioma
Alemán
Etiqueta
Euroraum Zahlungsverkehr Target Target2 Wirtschaftskrise Finanzkrise
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Regina Kroczek (Autor), 2013, Die Entstehung der Target-Salden im Euroraum, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269548
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Extracto de  26  Páginas
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