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Georisiken und Freisetzung von Methan durch auftauenden Permafrost

Title: Georisiken und Freisetzung von Methan durch auftauenden Permafrost

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 25 Pages , Grade: 1,30

Autor:in: Dimitri Falk (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Summary Excerpt Details

In den letzten Jahren häufen sich Berichte in den Medien über auftauenden Permafrost sowie damit verbundener verstärkter Freisetzung von Methan. Die damit einhergehende Verstärkung des Treibhauseffektes vor dem Hintergrund der ohnehin schon prognostizierten globalen Erwärmung käme somit, wenn man den Pressemeldungen glauben schenken darf, einer ‚Klimakatastrophe‘ gleich. Zugleich bedeutet ein Auftauen des Dauerfrostbodens eine Absenkung der Landoberfläche, was zum Teil gravierende Auswirkung auf umliegende Infrastruktur haben kann, die schlimmstenfalls zusammenbricht. Aufgrund des aktuellen Bezuges und der vermeintlich klimatischen Brisanz soll im Rahmen der vorliegenden Arbeit das Thema des auftauenden Permafrostes wissenschaftlich aufgearbeitet werden.

Den Einstieg in das Thema stellt eine Einführung in die Grundlagen des Permafrostes dar, indem nach einer kurzen Definition zur klaren begrifflichen Abgrenzung auf die Gliederung des Permafrostes in horizontaler und vertikaler Dimension, seine räumliche Verbreitung und die ökologische Bedeutung eingegangen wird. Darauf aufbauend erfolgt im nächsten Kapitel eine Zusammenfassung der Ursachen für die Permafrostdegradierung sowie direkter Folgen für den Permafrostkörper, wobei zwischen klimatischen Ursachen auf Grundlage der prognostizierten Temperaturerhöhung für betroffene Gebiete sowie der Zerstörung der Vegetationsdecke durch diverse anthropogene Eingriffe unterschieden wird. Im Hauptteil der Arbeit erfolgt eine Thematisierung der durch die Permafrostdegradierung entstehenden Gefahren, die in geomorphologische Risiken und die Freisetzung von Methan unterteilt werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Massenbewegungen im Hochgebirge und infrastrukturelle Probleme infolge der Bodensackungen gelegt. Abschließend wird in Anbetracht der morphologischen und klimatischen Auswirkungen der Permafrost-degradierung unter besonderer Berücksichtigung des anthropogenen Einflusses ein Fazit gezogen.

Das Ziel der Arbeit ist die Schaffung einer kurzen Übersicht über grundlegende ökologische Verhältnisse im periglazialen Raum sowie entstehender Georisiken bzw. die Verstärkung des globalen Treibhauseffektes durch eine großflächige Permafrostdegradierung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen zum Permafrost

2.1 Definition von Permafrost

2.2 Gliederung des Permafrostkörpers

2.3 Räumliche Verbreitung von Permafrost

2.4 Ökologische Bedeutung

3 Ursachen und Folgen der Permafrostdegradierung

3.1 Klimaerwärmung in Gebieten mit Permafrostverbreitung

3.2 Zerstörung der Vegetationsdecke durch anthropogenen Eingriff

4 Entstehende Gefahren durch Permafrostdegradierung

4.1 Geomorphologische Risiken

4.1.1 Massenbewegungen im Hochgebirge

4.1.2 Infrastrukturelle Probleme durch Thermokarst

4.2 Freisetzung von Methan

4.2.1 Methan als klimawirksames Treibhausgas

4.2.2 Methanquellen in Permafrostböden

5 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die wissenschaftliche Untersuchung der ökologischen Verhältnisse im periglazialen Raum sowie die Analyse der durch die großflächige Degradierung des Permafrosts entstehenden Georisiken und deren potenzielle Verstärkung des globalen Treibhauseffekts.

  • Grundlagen und Definition des Permafrosts und seiner räumlichen Verbreitung
  • Ursachen der Permafrostdegradierung durch Klimaerwärmung und anthropogene Eingriffe
  • Geomorphologische Risiken wie Hanginstabilitäten und infrastrukturelle Folgen durch Thermokarst
  • Die Rolle der Methanfreisetzung als klimawirksames Treibhausgas

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Massenbewegungen im Hochgebirge

Permafrost im Hochgebirge zeichnet sich primär durch eine stabilisierende Wirkung auf steile Hänge aus (Nötzli/Gruber 2005:117), so dass bei einer temperaturbedingten Degradation die Hangstabilität maßgeblich heruntergesetzt wird und somit resultierende denudative Massenbewegungen signifikante Naturgefahren darstellen können (Veit 2002:111). Besonders stark ausgeprägt ist diese stabilisierende Wirkung bei geklüfteten Felswänden, da Bodeneis als Bindemittel zwischen den einzelnen Gesteinspartien fungiert (Krainer 2007:12). Der Eisgehalt in den Klüften und somit der Grad an erzeugter Stabilität hängt von der Kluftdichte und -größe ab, die wiederum von der Gesteinsart bzw. dem Deformationszustand des Gesteins abhängen (Krainer 2007:12). Solange die Bodentemperaturen allerdings nicht ferner unter dem Gefrierpunkt verbleiben, kommt es zu einer Auflockerung des Gesteinskörpers, was entsprechend zu einer verstärkten Steinschlag- und Felssturzaktivität führen kann (Krainer 2007:12). Zentrifugenexperimente haben dabei ergeben, dass die Stabilität steiler Hänge mit eisgefüllten Klüften mit steigender Bodentemperatur abnimmt und ein Minimum an Stabilität bei -1,5 bis 0 °C erreicht (Nötzli et al. 2004:42). Dies ist darauf zurückzuführen, dass insbesondere „bei Temperaturen wenig unter dem Gefrierpunkt speziell reibungsarme Fels-/Eis-/Wassergemische entstehen können“ (Nötzli et al. 2004:42), so dass vor dem Hintergrund der steigenden Luft- und Bodentemperaturen die größten Instabilitäten im Bereich des diskontinuierlichen und sporadischen Permafrostes erwartet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des auftauenden Permafrosts und der damit verbundenen Methanfreisetzung ein und definiert das Forschungsziel der Arbeit.

2 Grundlagen zum Permafrost: Dieses Kapitel erläutert die Definition, die räumliche Verbreitung sowie die ökologische Bedeutung des Permafrosts.

3 Ursachen und Folgen der Permafrostdegradierung: Hier werden die klimatischen und anthropogenen Faktoren zusammengefasst, die zur Degradierung des Dauerfrostbodens führen.

4 Entstehende Gefahren durch Permafrostdegradierung: Dieses Hauptkapitel thematisiert die geomorphologischen Risiken im Hochgebirge und infrastrukturelle Probleme sowie die kritische Rolle der Methanfreisetzung.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Schwierigkeit, die realen zukünftigen Entwicklungen aufgrund komplexer Rückkopplungen exakt zu beziffern.

Schlüsselwörter

Permafrost, Permafrostdegradierung, Methan, Treibhauseffekt, Georisiken, Thermokarst, Massenbewegungen, Hochgebirge, Auftauschicht, Permafrosttafel, Klimawandel, boreale Zone, Bodensackungen, Kohlenstoffsenke, Periglazial

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die physisch-geographischen und klimatischen Aspekte des auftauenden Permafrosts und analysiert die daraus resultierenden Gefahren für Mensch und Umwelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des Permafrosts, den Ursachen seiner Degradierung, den geomorphologischen Konsequenzen und der Freisetzung von Treibhausgasen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, eine Übersicht über die ökologischen Verhältnisse im periglazialen Raum zu schaffen und die Georisiken sowie die Verstärkung des Treibhauseffekts durch Permafrostschmelze aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine umfassende Literatur- und Quellenanalyse, um aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und Modellsimulationen zur Permafrostdegradierung zusammenzufassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung geomorphologischer Risiken, wie Massenbewegungen und Thermokarst, sowie die detaillierte Analyse der Methanfreisetzung als Klimafaktor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Permafrost, Degradierung, Methan, Klimawandel, Thermokarst und geomorphologische Risiken.

Warum ist das Auftauen von Permafrost für die Infrastruktur kritisch?

Durch den Verlust von Eis im Boden kommt es zu Absenkungen und instabilen Bodenverhältnissen, die Bauwerke und Verkehrswege in den betroffenen Regionen massiv schädigen können.

Welche Rolle spielt Methan bei der Permafrostschmelze?

In den Permafrostböden sind große Mengen organischen Materials gespeichert; beim Auftauen zersetzen Mikroorganismen dieses Material in einer sauerstoffarmen Umgebung zu Methan, einem hochwirksamen Treibhausgas.

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Details

Title
Georisiken und Freisetzung von Methan durch auftauenden Permafrost
College
RWTH Aachen University  (Geographisches Institut)
Course
Hauptseminar „Globaler Wandel und der Einfluss in Landschaftsräumen Asiens“
Grade
1,30
Author
Dimitri Falk (Author)
Publication Year
2012
Pages
25
Catalog Number
V269574
ISBN (eBook)
9783656607076
ISBN (Book)
9783656607120
Language
German
Tags
Permafrost Georisiken Methan CH4 global warming
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dimitri Falk (Author), 2012, Georisiken und Freisetzung von Methan durch auftauenden Permafrost, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269574
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