Gegenstand der Seminararbeit ist das Befassen mit den Grundlagen der Sozialen arbeit. es ist konzipiert in Geschichte, Theorien und Praxisfelder an jeweils ausgewählten Beispielen.
Inhaltsverzeichnis
Teil I – Historische Entwicklungsrichtlinien der Sozialen Arbeit
1.1 Sozialpolitischer Hintergrund
1.1.1 Einleitung – kurzer Überblick
1.1.2 Staatsverantwortung im Bereich der Wohlfahrtspflege
1.1.3 Krisen der Weimarer Republik
1.1.4 Lage der Klientel
1.2 Entwicklung der Sozialen Arbeit
1.2.1 Verrechtlichung der Sozialen Arbeit
1.2.2 Entwicklung der Profession
1.2.3 Handlungsfelder der Wohlfahrtspflege
1.2.3.1 Jugendfürsorge
1.2.3.2 Jugendpflege
1.2.3.3 Gesundheitsfürsorge
1.2.3.4 Betriebsfürsorge
1.2.3.5 Familienfürsorge
1.2.3.6 Kriegsopferfürsorge
1.3 Bezug zur Gegenwart
Teil II – Theoriebildung der Sozialen Arbeit
2.1 Hans Thiersch im biografischen Kontext
2.2 Lebensweltorientierte Sozialarbeit
2.2.1 Lebensweltorientierung im historischen Kontext
2.2.2 Wissenschaftskonzepte der Lebensweltorientierung
2.2.3 Merkmale zur Beschreibung der Lebenswelt
2.2.4 Handlungsfelder der Sozialarbeit
2.2.5 Ziel Lebensweltorientierter Sozialarbeit
2.3 Schlussfolgerungen
Teil III – Berufsfeld- und Praxiserkundung
3.1 Einleitung –Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)
3.1.1 Zielgruppe
3.1.2 Aufgaben einer WfbM
3.1.3 Gesetzliche Grundlagen
3.1.4 Organisation und Struktur
3.2 Die Aufgaben eines Sozialarbeiters in einer WfbM
3.3 Oberlausitzer Werkstätten – Die Werkstatt für behinderte Menschen in Bautzen
3.3.1 Der Begleitende Dienst in der Bautzener Werkstatt
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die historischen Wurzeln und theoretischen Fundamente der Sozialen Arbeit aufzuzeigen und diese mit aktuellen Anforderungen in einem spezifischen Praxisfeld, der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), zu verknüpfen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich die historische Entwicklung und die Theorie der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit auf das heutige Berufsverständnis und das Handeln in der Werkstattpraxis auswirken.
- Historische Entwicklung der Sozialen Arbeit in der Weimarer Republik.
- Theoriebildung und Kerngedanken der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch.
- Strukturen, gesetzliche Grundlagen und Aufgaben einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).
- Die zentrale Rolle und das Aufgabenprofil des Sozialarbeiters im Begleitenden Dienst.
- Praxisbeispiel: Der Begleitende Dienst der Oberlausitzer Werkstätten in Bautzen.
Auszug aus dem Buch
1.2.3.1 Jugendfürsorge
Kriegsweisen und „auffälligen Jugendlichen“ wurden damals durch die Institutionen der Jugendfürsorge einen Platz zum Leben geboten. Es waren Reformpädagogen wie Karl Wilker, Court Bondy, August Verleger, Walter Herrmann und viele andere, die in ihren Wohnprojekten für Jugendliche erstmals versuchten, ihre „Zöglinge“ durch Selbstbetätigung zu mehr Selbstständigkeit zu erziehen. Im Vordergrund der Erziehung stand hierbei besonders die Entwicklung der Selbstbestimmung. Aber durch den stetig zunehmenden Druck der Öffentlichkeit, musste jedes dieser Projekte nach und nach eingestellt werden. Im Kreise der Reformpädagogen hatte dieser Aspekt eine Diskussion um die Grenzen der Erziehbarkeit zur Folge. Karl Wilker äußerte sich im Jahre 1928 wie folgt zu dieser Debatte:
„Wir müssen eine Auslese treffen. Wir müssen erwägen, wie viel Schwachsinnige, wie viel Psychopathen von einer Gemeinschaft von so und so viel sonst annähernd Normalen ertragen werden können“(Karl Wilker 1928, zitiert nach Hering/Münchmeier, 2007, S.143).
Zusammenfassung der Kapitel
Teil I – Historische Entwicklungsrichtlinien der Sozialen Arbeit: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung der Sozialen Arbeit in der Weimarer Republik sowie die damit verbundenen sozialpolitischen Herausforderungen und Gesetzesreformen.
Teil II – Theoriebildung der Sozialen Arbeit: Hier wird das Konzept der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit nach Hans Thiersch vorgestellt, das als theoretischer Rahmen für die Bewältigung des Alltags von Adressaten dient.
Teil III – Berufsfeld- und Praxiserkundung: Der letzte Teil analysiert die Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) und beschreibt die spezifischen Aufgaben und das Handlungsfeld des Sozialarbeiters anhand der Oberlausitzer Werkstätten.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Weimarer Republik, Wohlfahrtspflege, Lebensweltorientierung, Hans Thiersch, Werkstatt für behinderte Menschen, WfbM, Begleitender Dienst, Rehabilitation, Selbsthilfe, Alltag, Inklusion, berufliche Bildung, Sozialpädagogik, Oberlausitzer Werkstätten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen der Sozialen Arbeit, wobei sie den Bogen von historischen Entwicklungslinien über theoretische Konzepte bis hin zur konkreten Berufsfeldpraxis spannt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Geschichte der Sozialen Arbeit in der Weimarer Republik, das Theoriekonzept der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch und die Aufgaben eines Sozialarbeiters in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen historischer Entwicklung, theoretischer Fundierung und der praktischen Anwendung Sozialer Arbeit in einer spezifischen Institution aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und deskriptive Darstellung, um historische Kontexte, Theorien und Praxisstrukturen systematisch zu erläutern und in Beziehung zu setzen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Weimarer Republik, die wissenschaftliche Herleitung der Lebensweltorientierung sowie eine detaillierte Erkundung des Berufsfeldes der WfbM.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lebensweltorientierung, Soziale Arbeit, Weimarer Republik, WfbM und berufliche Rehabilitation charakterisiert.
Warum ist die Weimarer Republik für die heutige Soziale Arbeit von Bedeutung?
Viele heute als selbstverständlich erachtete Ämterstrukturen, Methoden und grundlegende Gesetze, wie der Rechtsanspruch auf Erziehung, haben ihren Ursprung in den Reformen der Weimarer Zeit.
Welche besondere Rolle übernimmt der Sozialarbeiter im Begleitenden Dienst einer WfbM?
Der Sozialarbeiter fungiert als zentraler Ansprechpartner für Klienten und Angehörige, unterstützt bei Krisen, koordiniert arbeitsbegleitende Maßnahmen und fördert die persönliche sowie berufliche Entwicklung des behinderten Menschen.
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- Michael Göpfert (Author), 2012, Grundlagen der sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269618