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Internationale Einflüsse auf die Demokratisierung in post-sowjetischen Staaten

Ukraine und Weißrussland (Belarus)

Title: Internationale Einflüsse auf die Demokratisierung in post-sowjetischen Staaten

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 22 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Alma Bocaj (Author)

Politics - Region: Eastern Europe
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Mit dem Eintreten der dritten Demokratisierungswelle brachen viele kommunistische Systeme zusammen und somit kamen Demokratisierungsprozesse zum ersten Mal auch in Osteuropa zustande. Der Bruch der Sowjetunion stellte eine große Herausforderung für die autoritären Regime dar. Die Werte von westlichen Demokratien fingen an, sich rasant auch in den post-sowjetischen Staaten zu verbreiten, was dazu führte, dass für eine gewisse Zeit Demokratie augenscheinlich als "the only game in town" (Przerowski 1991: 26) zu gelten schien. Gleichwohl erwies sich die Demokratisierung in diesen Staaten als ein sehr komplizierter Prozess. Freedom House und andere Organisationen verfolgten die politischen Vorgänge von den Transformationsstaaten und stellten fest, dass diese sich nicht wirklich in Richtung Demokratie bewegten.
Die Frage warum die Demokratisierung in vielen post-sowjetischen Staaten erfolgreich bzw. weniger erfolgreich verlaufen ist, lässt sich anhand von sowohl innenpolitischen als auch von außenpolitischen Dimensionen auffassen. Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt jedoch auf die maßgebliche Rolle von internationalen Einflüssen auf die politischen Regime von Transformationsstaaten. Allem Anschein nach haben die anlaufenden Demokratisierungsprozesse in diesen Ländern seit dem demokratischen Durchbruch in den Neunzigern weniger demokratische als vielmehr autoritäre Züge angenommen. Diese sind zu einem großen Teil den Auswirkungen von externen Akteuren zuzuschreiben. Unterdessen werden die Bemühungen demokratischer Staaten, wie die USA oder die EU, andere Demokratien zu fördern- welche meistens mit positiven Mitteln erfolgen- des Öfteren als eine Demokratieförderung von außen bezeichnet. Demgegenüber spricht man auch von externen negativen Einflüssen von autokratischen Staaten, welche meistens ein Interesse dafür zeigen, Autokratien auch außer ihrer Staatsgrenzen weiter zu verbreiten um somit die demokratische Liberalisierung eines Transformationslandes zu verhindern. Daher werden diese Staaten auch als Autokratieförderer etikettiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Externe Dimensionen der Demokratisierung

2.1 Demokratieförderung

2.2 Autokratieförderung

2.3 AV: Demokratisierungsgrad

2.4 UV: Grad der Verknüpfung mit einem autoritären Staat

2.4.1 Dimension - gesellschaftspolitische Verknüpfung

2.4.2 Dimension - wirtschaftliche Verknüpfung

2.4.3. Dimension - sicherheitspolitische Verknüpfung

3. Empirische Untersuchung

3.1. Die Demokratisierung in der Ukraine

3.2 Belarus - Quo Vadis Demokratie?

Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle internationaler Einflüsse, insbesondere Russlands, auf die Demokratisierungsprozesse in post-sowjetischen Staaten. Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, unter welchen Bedingungen externe Einflüsse die Demokratisierung fördern oder verhindern, wobei die Ukraine und Belarus als Fallbeispiele dienen.

  • Analyse der Autokratieförderung als Gegenentwurf zur Demokratieförderung
  • Untersuchung der Bedeutung von gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Verknüpfungen
  • Anwendung des theoretischen Rahmens auf die Ukraine nach 2004
  • Analyse der autoritären Tendenzen in Belarus seit 2006
  • Bewertung der asymmetrischen Interdependenz zwischen den Transformationsstaaten und Russland

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Dimension - gesellschaftspolitische Verknüpfung

Auf der politischen Ebene machen sich direkte und indirekte Einflüsse Russlands auf den Nachbarstaaten sichtbar, indem es durch soft power diplomatische Bündelungen als eine Ausbeutungsform heranzieht um somit seine Interessen durchzusetzen. Der Anteil von russischen ethnischen Gruppen im Nachbarstaat kann zu einer Destabilisierung im Lande führen, denn durch eine Instrumentalisierung der Diaspora zielt Russland auf eine Autokratie ab. Ferner besteht eine Verknüpfung mit den einheimischen Eliten des Nachbarstaates, die es Russland ermöglicht in dessen Wahlprozesse einzugreifen um die Wahlergebnisse zu instrumentalisieren. Die Hypothese in diesem Fall lautet: Je größer die gesellschaftspolitische Verknüpfung des Transformationsstaates mit dem autoritären Nachbarstaat ist, desto niedriger ist der Demokratisierungsgrad.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die Herausforderung der Demokratisierung in post-sowjetischen Staaten skizziert und die Forschungsfrage zu den externen Einflüssen auf politische Regime eingeführt.

Externe Dimensionen der Demokratisierung: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Konzepte von Demokratie- und Autokratieförderung sowie die methodische Operationalisierung des Demokratisierungsgrades und der Verknüpfungsdimensionen.

Empirische Untersuchung: Hier wird der analytische Rahmen auf die Länderbeispiele Ukraine und Belarus angewandt, um die Auswirkungen russischer Einflüsse in den drei definierten Dimensionen zu analysieren.

Diskussion: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass eine starke Verknüpfung mit Russland, insbesondere im Fall von Belarus, die Demokratisierung behindert und autokratische Tendenzen begünstigt.

Schlüsselwörter

Demokratisierung, Autokratieförderung, Russland, Ukraine, Belarus, post-sowjetische Staaten, externe Einflüsse, Transformationsforschung, asymmetrische Interdependenz, politisches Regime, gesellschaftspolitische Verknüpfung, wirtschaftliche Verknüpfung, Energiesektor, sicherheitspolitische Verknüpfung, Demokratisierungsgrad

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie internationale Einflüsse, speziell das Handeln Russlands, die demokratischen oder autoritären Entwicklungen in post-sowjetischen Transformationsstaaten beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Differenzierung zwischen Demokratieförderung (westlich geprägt) und Autokratieförderung (russisch geprägt) sowie deren Auswirkungen auf die Souveränität und Regimeform der Nachbarstaaten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Unter welchen Bedingungen haben internationale Einflüsse die Demokratisierung in einigen post-sowjetischen Staaten gefördert bzw. verhindert?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Analyserahmen für externe Einflussfaktoren und wendet eine Differenzmethode an, um die Fälle Ukraine und Belarus empirisch zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Verknüpfungsdimensionen (gesellschaftspolitisch, wirtschaftlich, sicherheitspolitisch) und die empirische Anwendung auf die Ukraine und Belarus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Autokratieförderung, externe Einflüsse, asymmetrische Interdependenz, Demokratisierungsgrad und Transformationsstaaten.

Wie wirkt sich laut der Arbeit die wirtschaftliche Verknüpfung auf die Demokratisierung aus?

Eine hohe wirtschaftliche Abhängigkeit, insbesondere im Energiesektor, wird von Russland als Instrument zur Destabilisierung und politischen Einflussnahme genutzt, was den Demokratisierungsprozess hemmt.

Warum wird Belarus in der Untersuchung als "interessanter Fall" bezeichnet?

Belarus gilt aufgrund der Kombination aus einem ausgeprägten innenpolitischen Willen zur Autokratie und der gezielten Außenunterstützung durch Russland als ein exemplarisches Beispiel für eine erfolgreiche Verhinderung demokratischer Diffusion.

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Details

Title
Internationale Einflüsse auf die Demokratisierung in post-sowjetischen Staaten
Subtitle
Ukraine und Weißrussland (Belarus)
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Grade
2,7
Author
Alma Bocaj (Author)
Publication Year
2011
Pages
22
Catalog Number
V269619
ISBN (eBook)
9783656608059
ISBN (Book)
9783656607960
Language
German
Tags
internationale einflüsse demokratisierung staaten ukraine weißrussland belarus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alma Bocaj (Author), 2011, Internationale Einflüsse auf die Demokratisierung in post-sowjetischen Staaten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269619
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