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Subprime Crisis. Kritische Analyse der Entstehungsgründe sowie Möglichkeiten zur Gegensteuerung

Titel: Subprime Crisis. Kritische Analyse der Entstehungsgründe sowie Möglichkeiten zur Gegensteuerung

Hausarbeit , 2014 , 18 Seiten

Autor:in: Christian Liebers (Autor:in)

VWL - Geldtheorie, Geldpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Goldene Bilanzregel besagt, dass langfristiges Kapital auch langfristig finanziert werden sollte. Sie fordert eine Fristenübereinstimmung von Kapital und Vermögen, also auf beiden Seiten der Bilanz . Zur Überprüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse eines Unternehmens oder der persönlichen Kreditwürdigkeit einer Privatperson muss ab einer Kreditsumme von 750.000,00 EUR in Deutschland gemäß dem Kreditwesengesetz § 18 der Jahresabschluss eingereicht werden . Derivate ermöglichten es, dass langfristige Immobilienfinanzierungen durch kurzfristige Anleihen refinanziert wurden und mancher Schuldner in den Vereinigten Staaten von Amerika benötigte nicht einmal ein Einkommen, um eine Immobilie zu finanzieren. Diese Diskrepanz führte zu der schwersten Wirtschaftskrise nach dem zweiten Weltkrieg. Doch wie konnte es soweit kommen und welche Möglichkeiten gibt es, Frühindikatoren zu implementieren?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Vorgehensweise

1.3 Zielsetzung

2. Theorie

2.1 Die bilanzielle Struktur eines Kreditinstitutes

2.2 Kreditausfallwahrscheinlichkeit und Asset-Backed-Securities

2.3 Knappe Darstellung einer Ratingagentur und deren Funktion

3. Praxis

3.1 Amerika und die Gründe der Subprime-Crisis

3.2 Verbriefung von Verbindlichkeiten und die Folgen für Kreditinstitute, Staat und Bürger

3.3 Risikobewertung durch Ratingagenturen

4. Kritische Würdigung

4.1 Möglichkeiten zur Krisenfrüherkennung durch Banken

4.2 Gegensteuerung durch Derivate?

4.3 Folgen für Ratingagenturen

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert kritisch die Entstehungsgründe der Subprime-Krise in den USA sowie die Rolle von Banken, Ratingagenturen und komplexen Finanzinstrumenten. Ziel ist es, aus den theoretischen und praktischen Erkenntnissen Maßnahmen zur Gegensteuerung und Krisenfrüherkennung abzuleiten.

  • Strukturelle Analyse der Bankbilanzen und Risikobewertung
  • Funktionsweise und Auswirkungen von Asset-Backed-Securities (ABS) und CDOs
  • Einfluss der Ratingagenturen und deren Interessenkonflikte
  • Kritische Aufarbeitung der regulatorischen Rahmenbedingungen und Leitzinspolitik

Auszug aus dem Buch

3.2. Verbriefung von Verbindlichkeiten und die Folgen für Kreditinstitute, Staat und Bürger

Im Jahr 1970 wurden die ersten mit Hypotheken abgesicherten Wertpapiere in Amerika emittiert. Diese Mortgage-Backed-Securities(MBS), als Unterklasse der bereits beschriebenen Asset-Backed-Securities, ähneln den in Deutschland bekannten Hypothekenpfandbriefen. Nach dem Einbruch der Konjunktur in Amerika wurden bereits 2003 37,4 % der ausgegebenen MBS als Subprime-Kredite bezeichnet. 57,6% der MBS waren Prime-Kredite, die als gut zu bewerten waren und die restlichen 15,8 % gehörten zu den so genannten Alt-A-Krediten, die zwischen Prime und Subprime lagen.

In den ABS-Papieren, hier im CDO, galt das so genannte Wasserfallprinzip. Dieses ermöglichte es, dass bei einem Kreditausfall zunächst die Equity-Tranche ausgeschöpft wurde, danach die Mezzanine-Tranche und erst zum Schluss die Senior-Tranche. Somit galt es für institutionelle Anleger und deutsche Landesbanken Subprime-Kredite zu kaufen und dies in Form der Senior-Tranchen. Aufgrund der hohen Verzinsung wurden die Equity Tranchen eher von Hedgefonds gekauft. Besonders interessant ist dabei, dass Mezzanine und Equity-Tranchen weitere Male verbrieft werden konnten, wodurch schrittweise neue Senior-Tranchen entstanden.

Mehrmaliges Mischen und Verpacken von Forderungen wurde somit üblich und resultierte in den so genannten „Schrottpapieren“. Durch die Mischung kam es außerdem zu einer Fristentransformation, wodurch langfristige Immobilienkredite mit kurzfristig laufenden Papieren finanziert wurden. Dies sorgte für eine hohe Zinsmarge, erforderte jedoch eine ständige Umschuldung. Für die Käufer solcher Papiere war außerdem keine Transparenz möglich, da die Geschäfte nicht über organisierte Märkte liefen, sondern Over-The-Counter-Geschäfte(OTC) waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Problemstellung der Subprime-Krise, erläutert die Vorgehensweise der Arbeit und definiert die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Theorie: Dieses Kapitel erläutert die bilanzielle Struktur von Banken, das Konzept der Kreditausfallwahrscheinlichkeit sowie die Funktion von Ratingagenturen.

3. Praxis: Das Kapitel analysiert die konkreten Ursachen der Subprime-Krise in Amerika, die Verbriefungspraktiken und die Rolle der Risikobewertung durch Ratingagenturen.

4. Kritische Würdigung: Hier werden Möglichkeiten der Krisenfrüherkennung diskutiert und die Rolle von Derivaten sowie die Reputationsfolgen für Ratingagenturen kritisch hinterfragt.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Abschlusskapitel resümiert die Ergebnisse und mahnt zur kritischen Distanz bei betriebswirtschaftlichen Entscheidungen.

Schlüsselwörter

Subprime-Krise, Bankbilanz, Asset-Backed-Securities, ABS, CDO, Ratingagenturen, Risikomanagement, Kreditausfall, Finanzderivate, Mortgage-Backed-Securities, Kreditwesengesetz, Finanzkrise, Leitzinspolitik, Bonität, Eigenkapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung der Subprime-Krise, wobei sie besonders die Mechanismen der Kreditvergabe und der Verbriefung von Forderungen untersucht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Bankbilanzierung, die Rolle von Ratingagenturen, die Entstehung der Immobilienkrise in den USA und die Nutzung von ABS-Papieren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, die Ursachen der Krise zu analysieren und daraus Maßnahmen zur besseren Krisenfrüherkennung für Banken abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine analytische Aufarbeitung der theoretischen Grundlagen in Verbindung mit einer praxisorientierten Fallbetrachtung der Subprime-Krise.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Verbriefung von Verbindlichkeiten, der Funktionsweise von CDOs und dem Versagen der Ratingagenturen bei der Risikoeinschätzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Subprime-Krise, ABS, Ratingagenturen, Risikomanagement und Bankenregulierung definiert.

Warum spielt das Wasserfallprinzip bei CDOs eine Rolle?

Das Wasserfallprinzip ist entscheidend, da es ermöglicht, durch die Priorisierung der Verluste in den Tranchen das Gesamtrating der Anlage nach außen hin stabil zu halten.

Welche Folgen hatte der Interessenskonflikt bei Ratingagenturen?

Der Interessenskonflikt führte dazu, dass riskante ABS-Papiere zu gut bewertet wurden, was die Marktsicherheit untergrub und die Krise verschärfte.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Subprime Crisis. Kritische Analyse der Entstehungsgründe sowie Möglichkeiten zur Gegensteuerung
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie und Management gemeinnützige GmbH, Hochschulstudienzentrum Hamburg
Autor
Christian Liebers (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V269646
ISBN (eBook)
9783656609643
ISBN (Buch)
9783656608981
Sprache
Deutsch
Schlagworte
subprime crisis kritische analyse entstehungsgründe möglichkeiten gegensteuerung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Liebers (Autor:in), 2014, Subprime Crisis. Kritische Analyse der Entstehungsgründe sowie Möglichkeiten zur Gegensteuerung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269646
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Leseprobe aus  18  Seiten
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