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Spiel und Inszenierung als Dimension religionspädagogischen Handelns

Titre: Spiel und Inszenierung als Dimension religionspädagogischen Handelns

Thèse de Master , 2008 , 60 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Lisa Müller (Auteur)

Didactique - Théologie, Pédagogie de Religion
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Wie kann Religion heute noch Kindern und Jugendlichen im Religionsunterricht vermittelt werden, wenn deren Beziehung zu Religion eher befremdlich ist und sie Religion als etwas Altes und Unmodernes ansehen? Jugendlichen muss die Möglichkeit gegeben werden Religion zu erfahren, zu erleben und ihren eigenen Standpunkt, ihren eigenen Glauben zu finden. Jugendliche sind darauf angewiesen, dass sich ihnen Religion kenntlich macht. Der Religionsunterricht hat die Aufgabe, die SuS mit Religion bekannt zu machen und Kontakt anzubahnen.Die Schule als Lernort ist Ort unmittelbarer Erfahrungen und aktueller Lebensumstände. Ein großer Teil der aktuellen Lebenswelt der SuS spielt sich in der Schule ab. Hier finden positive Erlebnisse statt, wie gute Noten oder wachsende Kenntnisse und anwendungsbereites Können, ebenso das Treffen mit den Freunden oder das Leben ohne die Eltern, aber auch negative Erfahrungen bezüglich des Lernverhaltens und der sozialen Beziehungen der SuS, die eben auch geprägt sein können von Enttäuschung, Abweisung und Wut. In diesem Ort voller Emotionen, Gedanken und Erfahrungen kann Religion ausprobiert und verinnerlicht werden. Im Religionsunterricht bekommen diese Emotionen und Erlebnisse Raum, um sich zu äußern und auszudrücken.Da der Gegenstand dieser Arbeit das Spiel und die Inszenierung als Dimension religionspädagogischen Handelns ist, soll im ersten Teil anhand der performativen Religionsdidaktik untersucht werden, wie Religion sich angeeignet und gelernt werden kann. Das Psychodrama als Spiel- und Inszenierungsverfahren soll Grundlage dieser Arbeit sein. Im Psychodrama wird versucht, Dimensionen emotionaler Konflikte oder unausgesprochener Ängste und Irritationen im Spiel darzustellen. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen ist das Verfahren des Psychodramas, das das Handeln vor das Reden stellt, eine effektive Methode, um innere Konflikte zu lösen sowie soziale Kompetenzen und individuelle Fähigkeiten zu fördern und zu stärken. Dass Verbindungen und Gemeinsamkeiten zwischen dem philosophischen Hintergrund des Psychodramas und der Theorie der performativen Religionsdidaktik bestehen, ist leicht zu erkennen. Hier stellt sich jedoch die Frage, ob das Psychodrama lediglich als ähnliches ´Verfahren` angesehen werden kann oder eben doch als eine Fortführung der performativen Religionsdidaktik.Im zweiten Teil dieser Arbeit steht das Psychodrama als Verfahren mit seinen Grundlagen im Mittelpunkt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

I Religionspädagogisches Lernen

1 Aneignung von Religion

2 Grundlinien performativer Religionsdidaktik

2.1 Einführung in die performative Religionsdidaktik

2.2 Performative Religionsdidaktik nach Rudolf Englert

2.3 Ansätze zu performativer Religionsdidaktik

2.4 Lernen in Szenen

2.5 Grundlagen der Performanz und der philosophische Hintergrund des Psychodramas im Vergleich

2.5.1 Die Bedeutung des Körpers

2.5.2 Die Bedeutung des Raumes

2.5.3 Die Bedeutung des Ausdrucksmittels Sprache

2.5.4 Die Bedeutung der Liturgie

2.5.5 Die Bedeutung des Lernraumes Text

2.5.6 Die Bedeutung der Kunst

2.6 Der Zusammenhang von Lerngehalt und Lernhandlungen

II Das Psychodrama

1 Theoretische Grundlagen des Psychodramas

1.1 Die Begegnung als wesentlicher Begriff des Psychodramas

1.2 Der Mensch als Teil des Kosmos

1.3 Morenos Rollentheorie

1.3.1 Die Rolle

1.3.2 Das Soziale Atom

2 Das Psychodramaverfahren

2.1 Die fünf Grundelemente des Psychodramas

2.1.1 Die Bühne

2.1.2 Der Protagonist

2.1.3 Der Leiter

2.1.4 Das Hilfs-Ich

2.1.5 Die Gruppe

2.2 Die Gestaltung des Psychodramaprozesses

2.2.1 Erwärmungsphase und Soziometrie

2.2.2 Aktionsphase

2.2.3 Integrationsphase

2.2.3.1 Sharing

2.2.3.2 Rollenfeedback

2.2.4 Auswertungs- und Vertiefungsphase

2.3 Psychodramatische Handlungstechniken

2.3.1 Rollentausch

2.3.2 Doppeln

2.3.3 Spiegeln

2.4 Das psychodramatische Gruppenspiel

2.4.1 Besonderheiten des Gruppenspiels

2.4.2 Psychodramatische Arrangements

2.4.2.1 Längere psychodramatische Arrangements

2.4.2.1.1 Stegreifspiel

2.4.2.1.2 Bibliodrama und Sagen-, Mythen-, Helden- und Märchenspiel

2.4.2.1.3 Axiodrama

2.4.2.2 Kürzere psychodramatische Arrangements

2.4.2.2.1 Standbild

2.4.2.2.2 Vignette

2.4.2.2.3 Szenische Bilder

2.4.2.2.4 Triade

2.4.2.2.5 Axionssoziometrische Arrangement

3 Die Realitäten im psychodramatischen Spiel

3.1 Verschiedene Realitätsräume

3.2 Das Psychodrama im intermediären Raum

III Psychodrama, Religion und Religionsunterricht

1 Zur Theorie des Religionsunterrichts

1.1 Das Menschenbild im Psychodrama und in der Religion

1.2 Der Andere

2 Biblische Texte im Psychodrama

2.1 Begriffe verständlich machen

2.2 Das Bibliodrama

3 Der intermediäre Raum in der Schule

4 Psychodrama-Lernen

4.1 Das Lernen in der Gruppe

4.2 Psychodrama und szenisches Verstehen

4.3 Psychodrama als Lernform

4.3.1 Das Psychodrama als Lernform im Religionsunterricht

4.3.2 Möglichkeiten und Chancen des Psychodramas als Lernform

4.3.3 Gefahren und Grenzen des Psychodramas als Lernform

IV Mein Erkenntnisgewinn – Das Psychodrama ist anspruchsvoll

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Masterarbeit ist es, die Eignung des Psychodramas als Lern- und Inszenierungsverfahren für den schulischen Religionsunterricht zu evaluieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern durch die Verknüpfung von theoretischen, philosophischen und praktischen Aspekten des Psychodramas eine lebendige Auseinandersetzung mit religiösen Inhalten gefördert werden kann, um Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Religion zu erleichtern.

  • Grundlagen der performativen Religionsdidaktik und deren Verbindung zum Psychodrama.
  • Theoretische Basiskonzepte des Psychodramas nach J.L. Moreno (Begegnung, Rollentheorie, Surplus-Realität).
  • Praktische Anwendung psychodramatischer Methoden (Stegreifspiel, Bibliodrama, Standbild) im Religionsunterricht.
  • Reflexion über Chancen und Grenzen des Psychodramas als handlungsorientierte Lernform.

Auszug aus dem Buch

2.5.1 Die Bedeutung des Körpers

Die performative Religionsdidaktik zielt auf die Darstellung von Religion – didaktisch und methodisch kontrolliert – ab. Die SuS stellen dabei ein Thema oder einen Gegenstand spielerisch in Form ihrer eigenen Leiblichkeit und Sinnlichkeit dar. Dabei werden sie für den Lernprozess zu einem bedeutungsvollen Gebilde, indem sie jedoch nicht sich selbst spielen, sondern mit ihrer eigenen Körperlichkeit einen jeweils für angebracht empfundenen Spielzug in Szene setzen. Die Lernenden sind sich des Spielens bewusst und sehen sich selbst distanziert zu den gespielten Rollen. Das Bewusstsein eine Rolle zu spielen ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal von Unterricht.

„Um etwas zu verstehen und es innerlich festzumachen, kann es hilfreich sein, etwas als aktionalen, räumlichen Vorgang zu erleben. Vor allem Wörter, deren Sinn schwer verständlich ist, werden durch Handlungen verständlicher.“ (siehe S. 6) Bei dem Wort ´Verständnis` ist es beispielsweise förderlich, zwei Lernende in die jeweilig andere Rolle schlüpfen zu lassen und sie gedanklich wie auch körperlich zu vertreten. Der Lernende lernt, sich in eine andere Position einzufühlen und sie zu verstehen. Fremdwörter sollten übersetzt und verknüpft werden in und mit der Alltagswelt der Lernenden. So können sie lernen den Begriff zu verinnerlichen, da mit dem Gedanken an den gelernten Begriff nun immer bestimmte Handlungen, Aktionen oder eigene Erfahrungen verbunden werden. Allgemein lässt sich sagen, dass das Lernen nicht nur ein Akt des Gehirns ist, sondern darauf angewiesen, dass Bewusstsein und körperliches Handeln ein enges Wechselspiel miteinander bilden. Das Wahrnehmen mit den Sinnesorganen ist das Außen, durch das Bewusstsein geschieht.

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit der Religionsvermittlung bei Jugendlichen und führt das Psychodrama als handlungsorientiertes Verfahren ein, um innere Konflikte und religiöse Inhalte erfahrbar zu machen.

I Religionspädagogisches Lernen: Dieses Kapitel erläutert die performative Religionsdidaktik, die den Fokus von reinem Wissen auf das leibliche Handeln und die Gestaltung von Religion als Wechselspiel zwischen Innen und Außen verlagert.

II Das Psychodrama: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Psychodramas nach Moreno, die Prozessgestaltung und verschiedene psychodramatische Techniken und Arrangements vorgestellt.

III Psychodrama, Religion und Religionsunterricht: Dieses Kapitel verknüpft das Psychodrama explizit mit dem Religionsunterricht, untersucht das Menschenbild, die Arbeit mit biblischen Texten und die Bedeutung des intermediären Raums.

IV Mein Erkenntnisgewinn – Das Psychodrama ist anspruchsvoll: Im Fazit wird reflektiert, dass das Psychodrama eine bereichernde, wenn auch anspruchsvolle Methode darstellt, die den Religionsunterricht durch die Einbeziehung der ganzen Person beleben kann.

Schlüsselwörter

Religionspädagogik, Performative Religionsdidaktik, Psychodrama, J.L. Moreno, Rollentheorie, Surplus-Realität, Intermediärer Raum, Szenisches Lernen, Bibliodrama, Religionsunterricht, Handlungsorientierung, Körperlichkeit, Soziometrie, Identitätsentwicklung, Lernprozesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Anwendung des Psychodramas als handlungsorientierte Methode im schulischen Religionsunterricht, um Religion für Kinder und Jugendliche lebendig und erfahrbar zu machen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die performative Religionsdidaktik, die theoretischen Konzepte des Psychodramas nach Moreno sowie deren praktische Umsetzung im Unterrichtskontext.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es zu untersuchen, ob das Psychodrama ein sinnvolles und geeignetes Verfahren ist, um religiöse Lerninhalte verständlich zu machen und die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verknüpft theoretische Literaturanalysen zur Religionspädagogik und Psychodramatheorie mit einer praxisorientierten Reflexion über methodische Vorgehensweisen im Unterricht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die performative Religionsdidaktik und die Grundlagen des Psychodramas (Bühne, Rollen, Soziometrie) detailliert analysiert und anschließend in den spezifischen Kontext der religiösen Bildung und biblischen Textarbeit übertragen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere performative Didaktik, Psychodrama, Intermediärer Raum, Handlungsfähigkeit, Begegnung und das szenische Lernen.

Warum ist der "intermediäre Raum" für das Psychodrama im Religionsunterricht so wichtig?

Der intermediäre Raum dient als Übergangszone zwischen innerer Vorstellung und äußerer Realität. Er ermöglicht es Schülern, sich in einem geschützten Rahmen durch das Spiel mit religiösen Themen auseinanderzusetzen, ohne dass diese auf Daten und Fakten reduziert werden.

Welche Rolle spielt der Lehrer im psychodramatischen Unterricht?

Der Lehrer agiert als Psychodramaleiter. Er hat eine hohe Verantwortung, indem er das Spiel strukturiert, die Dramaturgie fördert, die Schüler schützt und zwischen öffentlichem Lernen und der Privatsphäre der Lernenden vermittelt.

Fin de l'extrait de 60 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Spiel und Inszenierung als Dimension religionspädagogischen Handelns
Université
Technical University of Braunschweig
Note
2,0
Auteur
Lisa Müller (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
60
N° de catalogue
V269674
ISBN (ebook)
9783656608257
ISBN (Livre)
9783656608226
Langue
allemand
mots-clé
Darstellendes Spiel Religionsunterricht Psychodrama
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lisa Müller (Auteur), 2008, Spiel und Inszenierung als Dimension religionspädagogischen Handelns, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269674
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Extrait de  60  pages
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