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Film als Ware

Medienkritik als Gesellschaftskritik

Titel: Film als Ware

Seminararbeit , 2012 , 14 Seiten

Autor:in: Eva Sauer (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medienethik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Fertigung von Waren bildet gleichzeitig Voraussetzung und Grundlage des Kapitalismus, in dem fast alle Endprodukte eines Arbeitsvorganges die Form und den Begriff einer Ware annehmen, und seiner Funktionsweisen.
Die folgende Arbeit soll einerseits klären und andererseits nachweisen, dass es sich beim Film als Kunst- oder Kulturgattung um eine kommerzialisierte Ware handelt. Aus dem einleitenden Zitat geht hervor, dass der Film aus dem Kapitalismus hervorgekommen sei. Macht ihn das als Produkt aber gleichzeitig auch zur Ware? Was kennzeichnet diese Ware und unterscheidet sie von anderen? Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus für den Einzelnen ziehen?
Im zweiten Teil der Arbeit soll anhand der Kulturindustriethese von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer versucht werden, den Einfluss und den Betrug an der Gesellschaft durch den Warencharakter des Films aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Film als Ware

2.1. Grundliegende Definitionen

2.2. Warencharakter des Films

2.3. Filmproduktion oder Produktion der Ware „Film“

2.4. Die Zugehörigkeit des Films zur Kunst

3. Funktion des Films in der modernen Gesellschaft

4. Theorie der Kulturindustrie

4.1. Begriff der Aufklärung nach Adorno/Horkheimer

4.2. Aufklärung als Massenbetrug

4.3. Wechselwirkungen zwischen Konsumenten und Konsumgütern

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Film als kommerzialisierte Ware innerhalb des kapitalistischen Wirtschaftssystems und analysiert kritisch den Einfluss der sogenannten „Kulturindustrie“ auf die Gesellschaft unter Berücksichtigung der Thesen von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer.

  • Der Warencharakter des Mediums Film und dessen Produktionsbedingungen.
  • Die Funktion des Films als Massenmedium und Identifikationsinstanz.
  • Die Kulturindustriethese von Adorno und Horkheimer.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der Manipulation von Bedürfnissen.
  • Die Wechselwirkungen zwischen Filmwirtschaft und Konsumentenverhalten.

Auszug aus dem Buch

2.2. Warencharakter des Filmes

Karl Marx schreibt jeder Ware einen Gebrauchswert und einen Tauschwert zu. Ersterer beschreibt den Wert, den die Ware für den jeweiligen Konsumenten hat, wenn die Ware vom Konsumenten gebraucht wird. Der Tauschwert hingegen ist derjenige Wert, gegen den sich eine Ware gegen eine andere tauschen ließe ; somit schafft dieser Wert eine Bemessungsgrundlage aller verfügbaren Waren, und definiert letztlich auch ihren monetären Wert. Logisch scheint, dass der Verkaufswert, also der Tauschwert, höher liegen muss, als die Mittel, die zur Produktion der Ware aufgewandt werden mussten.

Brecht hingegen geht einen Schritt weiter und beschreibt jedes Kunstwerk als Ware, da laut ihm der Kapitalismus „alle Dinge dieser Welt in die Warenzirkulation reißt“. Der Film, als industrielles Produkt, das verkauft und konsumiert werden kann und sogar muss, ist eine Ware in diesem Sinne.

„Das Phänomen ‚Film‘ muß grundsätzlich von zwei verschiedenen Gesichtspunkten aus betrachtet werden. Einerseits ist der Film – losgelöst von jeder bestimmten gesellschaftlichen Form – ein Gebrauchsgut und zugleich ein Kulturgut. Der filmische Arbeitsprozeß stellt eine zweckmäßige Tätigkeit dar zur Herstellung von Gebrauchswerten, zur Befriedigung von Bedürfnissen. Andererseits besitzt der Film in der kapitalistischen Produktionsweise wohl weiterhin einen Gebrauchswert, aber in der warenproduzierten Wirtschaft kommt es nicht auf den Gebrauchswert eines Dinges an, sondern darauf, ob der Gebrauchswert Tauschwert besitzt.“ Bächlin zeigt hier also auf, dass der Film nicht um seines eigentlichen kulturellen oder künstlerischen selbsts willen produziert wird, sondern vielmehr nur die beste Möglichkeit zur Kapitalverwertung und Gewinnmaximierung gesucht wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, inwieweit der Film als kommerzialisierte Ware innerhalb des Kapitalismus zu verstehen ist und welche Bedeutung die Kulturindustriethese dabei einnimmt.

2. Film als Ware: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen Voraussetzungen der Filmproduktion, definiert den Warenbegriff im filmischen Kontext und hinterfragt das Verhältnis von Film zu Kunst.

3. Funktion des Films in der modernen Gesellschaft: Der Fokus liegt hier auf den soziologischen Aspekten des Films, insbesondere seiner Rolle bei der Identitätsbildung von Jugendlichen und der damit verbundenen Manipulationsgefahr.

4. Theorie der Kulturindustrie: Dieses Kapitel analysiert die Kulturindustriethese von Adorno und Horkheimer, um den Betrug am Medienkonsumenten durch Vereinheitlichung und ideologische Steuerung aufzuzeigen.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Erkenntnisse, dass der Film primär wirtschaftlichen Interessen dient und fordert einen bewussteren Umgang des Einzelnen mit medialen Inhalten.

Schlüsselwörter

Film, Ware, Kulturindustrie, Kapitalismus, Warencharakter, Adorno, Horkheimer, Medienkritik, Gesellschaftskritik, Konsument, Massenmedium, Manipulation, Kommerzialisierung, Identitätsbildung, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Film als kommerzielles Produkt im kapitalistischen System und beleuchtet die kritische Perspektive der Kulturindustrie auf die Filmbranche.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen den Warencharakter von Filmen, die Produktionsbedingungen, die Funktion des Mediums in der modernen Gesellschaft sowie die theoretische Aufarbeitung durch Adorno und Horkheimer.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Filme nicht nur als Kunst- oder Kulturgüter, sondern primär als kommerzialisierte Waren produziert werden, die wirtschaftlichen Verwertungsinteressen unterliegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung soziologischer Theorien zur Kulturkritik auf das Medium Film.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomische Analyse des „Films als Ware“ sowie die theoretische Untersuchung der „Kulturindustrie“ hinsichtlich ihres Einflusses auf die Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Film, Ware, Kulturindustrie, Kapitalismus, Manipulation, Medienkonsum und Gesellschaftskritik.

Wie unterscheidet sich die Filmproduktion laut Bächlin vom Theater?

Im Gegensatz zum Theater, das jede Aufführung neu inszeniert, besteht der Film aus einem einmaligen Produktionsakt mit der Möglichkeit einer theoretisch unbegrenzten Vervielfältigung.

Warum kritisieren Adorno und Horkheimer die „Kulturindustrie“?

Sie kritisieren, dass die Kulturindustrie den Menschen als Medienkonsumenten täuscht, indem sie standardisierte Unterhaltung liefert, die das selbstständige Denken des Einzelnen einschränkt.

Was ist mit der „Gleichschaltung der Wünsche“ gemeint?

Dies beschreibt den Prozess, in dem die Kulturindustrie durch standardisierte Angebote die Bedürfnisse der Konsumenten berechenbar macht und gezielt steuert.

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Details

Titel
Film als Ware
Untertitel
Medienkritik als Gesellschaftskritik
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Autor
Eva Sauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V269968
ISBN (eBook)
9783656612438
ISBN (Buch)
9783656693536
Sprache
Deutsch
Schlagworte
film ware medienkritik gesellschaftskritik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eva Sauer (Autor:in), 2012, Film als Ware, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269968
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Leseprobe aus  14  Seiten
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