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Lebenslanges Lernen und Berufliche Bildung

Neue Ansätze des Bildungscontrollings zur Förderung von Lernmotivation in Unternehmen

Título: Lebenslanges Lernen und Berufliche Bildung

Trabajo Escrito , 2011 , 21 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Thomas Hohn (Autor)

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In der Zusammenschau gegenwärtiger Defizite beim Lebenslangen Lernen einerseits und Bildungscontrolling andererseits liegt der argumentative Ausgangspunkt dieser wissenschaftlichen Hausarbeit. Der Autor stellt folgende Hypothese auf: „Die gegenwärtigen Bildungscontrolling-Konzeptionen deutscher Unternehmen zeichnen sich durch eine stark wirtschaftswissenschaftliche Ausrichtung aus, wodurch bildungs- und lerntheoretisch begründete Potenziale des Bildungscontrollings zur Förderung des Lebenslangen Lernens bislang weitgehend ungenutzt bleiben.“ Die der Hausarbeit zu Grunde liegende Forschungsfrage lautet dementsprechend: „Durch welche Entwicklungsmaßnahmen könnte das Bildungscontrolling in deutschen Unternehmen zukünftig stärker dazu genutzt werden, Bildungsbeteiligung und Lernmotivation in Bezug auf das berufliche Lernen zu fördern?“

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

3. Lebenslanges Lernen in Deutschland – ausgewählte Befunde

4. Status quo des Bildungscontrollings in Deutschland

5. Theoretische Ansätze

5.1. Der Nutzen theoretischer Ansätze für zukünftige Bildungscontrolling-Konzeptionen

5.2. Humankapitaltheorie versus Bildungs- und lerntheoretische Ansätze

5.3. Theoretische Ansätze zum Bildungscontrolling

6. Zwischen Ökonomie und Pädagogik – ein Spannungsfeld für das Bildungscontrolling der Zukunft?

7. Fünf Gestaltungsimpulse für die zukünftige Bildungscontrolling-Praxis

7.1. Unternehmensinterne Nutzenkommunikation zur Förderung eines am Lerner orientierten Ziel- und Bedarfscontrollings

7.2. Ausweitung des Bildungscontrolling auf informelle Lernprozesse

7.3. Potenziale des Bildungscontrollings zur Förderung expansiven Lernens

7.4. Bildungscontrolling als Instrument zur Förderung von Selbststeuerungskompetenz und Reflexiver Handlungsfähigkeit

7.5. Bildungscontrolling als Führungsaufgabe verstehen

8. Grenzen zukünftiger Bildungscontrolling-Konzeptionen

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie das Bildungscontrolling in deutschen Unternehmen weiterentwickelt werden kann, um über rein ökonomische Kennzahlen hinaus stärker zur Förderung von Lernmotivation und Bildungsbeteiligung beizutragen.

  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen ökonomischen Anforderungen und pädagogischen Lernzielen.
  • Exploration lerntheoretischer Ansätze zur Bereicherung aktueller Controlling-Konzeptionen.
  • Entwicklung von Impulsen für eine am Lerner orientierte Gestaltung der Bildungscontrolling-Praxis.
  • Diskussion der Bedeutung von Führungskräften als Vermittler zwischen organisatorischen und individuellen Lernbedarfen.
  • Kritische Reflexion der Grenzen und Potenziale eines interdisziplinären Bildungscontrollings.

Auszug aus dem Buch

6. Zwischen Ökonomie und Pädagogik – ein Spannungsfeld für das Bildungscontrolling der Zukunft?

In der Berufsbildung gibt es zwei zentrale Gruppen sozialer Akteure mit ggfs. divergierenden Interessenlagen: Zum einen die Unternehmen in einer Doppelrolle als Forderer und auch, idealiter, Förderer des Lebenslangen Lernens, zum anderen die Mitarbeiter dieser Unternehmen, die ihre je individuellen beruflichen Lernhandlungen individuell umsetzen bzw. dies aus unterschiedlichsten Motiven absichtlich unterlassen. Käpplinger et. al. (2010, 42) beschäftigen sich kritisch mit der Rolle der Unternehmen und sprechen von einer beigeordneten Bildung, die temporär als wichtig deklariert, aber jederzeit durch den Beschluss des Unternehmens auch wieder ausgelagert oder abgeschafft werden kann - sie argumentieren, dass die Weiterbildungsangebote durch das unternehmerische Nutzenkalkül ihre Rechtfertigung erfahren und merken dazu kritisch an: „Dabei ist die Nutzenerwartung nicht pädagogisch begründet, sondern betriebswirtschaftlich, und das entspricht dem üblichen Referenzsystem in Unternehmen.“

Die Mitarbeiter sind gegenüber dieser ökonomischen Ergebnis- und Verwertungsorientierung als Individuen in Bezug auf ihre Lernerfahrungen, -einstellungen und –verhaltensweisen geprägt von ihren subjektiven Bedeutungszuschreibungen und den Kontextbedingungen (z.B. der Frage, ob freiwillig gelernt wird oder man das Lernen als Druck/Zwang empfindet). Buchhester (2003, 47) betont, dass die Teilnahme an Weiterbildung und die sich daran anschließenden Entwicklungen „…ein komplexes Ergebnis zwischen organisationalen Angeboten, individueller Antizipation der Konsequenzen und deren Bewertung…“ sind. Diese Situation kann man durchaus als Spannungsfeld interpretieren, in dem spezifische Erwartungen der Unternehmen an ihre Mitarbeiter auf individuelle Ziele der Mitarbeiter (z.B. Autonomie, Selbstverwirklichung, aber auch: Vermeidung von Bildung) treffen und zu einem permanenten Interessenkonflikt führen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Lücke zwischen Anspruch und Realität des Lebenslangen Lernens ein und formuliert die Hypothese, dass aktuelle Bildungscontrolling-Konzeptionen durch eine einseitige ökonomische Ausrichtung Potenziale zur Lernförderung vernachlässigen.

2. Begriffsbestimmungen: Hier werden die zentralen Termini „Lebenslanges Lernen“, „Berufliche Bildung“ und „Bildungscontrolling“ definiert, wobei letzteres als prozesshaftes, zukunftsorientiertes Managementsystem verstanden wird.

3. Lebenslanges Lernen in Deutschland – ausgewählte Befunde: Das Kapitel skizziert die empirische Realität, die von positiven Einstellungen einerseits und unzureichenden Teilnahmequoten sowie sozialen Ungleichheiten andererseits geprägt ist.

4. Status quo des Bildungscontrollings in Deutschland: Es wird dargelegt, dass das Bildungscontrolling oft defizitär eingesetzt wird und primär auf monetäre Aspekte fokussiert, während pädagogische Perspektiven und die Messung von Lerntransfers bislang vernachlässigt werden.

5. Theoretische Ansätze: Das Kapitel diskutiert die Bedeutung lerntheoretischer Annahmen im Controlling und kontrastiert die ökonomische Humankapitaltheorie mit humanistischen und subjektwissenschaftlichen Lerntheorien.

6. Zwischen Ökonomie und Pädagogik – ein Spannungsfeld für das Bildungscontrolling der Zukunft?: Hier wird das Spannungsfeld zwischen den betriebswirtschaftlichen Interessen der Unternehmen und den individuellen Lernbedürfnissen der Mitarbeiter analysiert sowie die Notwendigkeit eines integrativen Controlling-Ansatzes begründet.

7. Fünf Gestaltungsimpulse für die zukünftige Bildungscontrolling-Praxis: In diesem Kapitel werden konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, wie etwa eine verbesserte Nutzenkommunikation, die Einbeziehung informellen Lernens und die Stärkung von Selbststeuerung und reflexiver Handlungsfähigkeit.

8. Grenzen zukünftiger Bildungscontrolling-Konzeptionen: Es wird reflektiert, dass Bildungscontrolling trotz Weiterentwicklungen nur Rahmenbedingungen optimieren kann, da der tatsächliche Lernerfolg letztlich in der Entscheidungshoheit des Individuums liegt.

9. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Plädoyer für ein „Lernerorientiertes Bildungscontrolling“, das humanistische Zielkategorien mit ökonomischen Anforderungen verbindet, um lebenslanges Lernen als Chance zu etablieren.

Schlüsselwörter

Bildungscontrolling, Lebenslanges Lernen, berufliche Bildung, Lernmotivation, Bildungsbeteiligung, Humankapitaltheorie, expansive Lernprozesse, betriebliche Weiterbildung, Selbststeuerungskompetenz, Reflexivität, Lerntransfer, pädagogisches Controlling, Organisationsentwicklung, Lernwiderstände, Personalentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle des Bildungscontrollings in deutschen Unternehmen im Kontext des Lebenslangen Lernens und hinterfragt dessen einseitig ökonomische Ausrichtung.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die betriebliche Weiterbildung, die Diskrepanz zwischen Bildungsanspruch und -realität sowie die theoretische Fundierung und Gestaltungsmöglichkeiten eines modernen Bildungscontrollings.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Durch welche Entwicklungsmaßnahmen könnte das Bildungscontrolling zukünftig stärker dazu genutzt werden, Bildungsbeteiligung und Lernmotivation in Bezug auf das berufliche Lernen zu fördern?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der kritischen Diskussion existierender Modelle des Bildungscontrollings sowie lerntheoretischer Konzepte zur Ableitung praxisorientierter Impulse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Ansätze, beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Pädagogik und entwickelt Gestaltungsimpulse, wie z.B. die Einbeziehung informeller Lernprozesse und die Rolle der Führungskräfte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Bildungscontrolling, Lebenslanges Lernen, expansive Lernprozesse, Selbststeuerungskompetenz, Lerntransfer und eine Lernerorientierung in der Personalentwicklung.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „defensivem“ und „expansivem“ Lernen für das Controlling wichtig?

Die Unterscheidung hilft zu verstehen, warum Mitarbeiter Lernangebote unterschiedlich annehmen; ein Controlling, das expansives Lernen fördert, kann Barrieren abbauen und die Wirksamkeit von Bildungsmaßnahmen signifikant erhöhen.

Inwiefern spielen Führungskräfte eine entscheidende Rolle?

Führungskräfte fungieren als unmittelbare Gestalter der Lernumgebung; sie können durch reflexive Dialoge und eine bessere Einbindung der Mitarbeiter in die Bildungsplanung maßgeblich zu einer positiven Lernkultur beitragen.

Welche Grenzen sieht der Autor für das Bildungscontrolling?

Der Autor weist darauf hin, dass das Controlling lediglich Rahmenbedingungen schaffen kann, da die finale Entscheidung über den Lernerfolg und die inhaltliche Aneignung immer beim Individuum selbst liegt.

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Detalles

Título
Lebenslanges Lernen und Berufliche Bildung
Subtítulo
Neue Ansätze des Bildungscontrollings zur Förderung von Lernmotivation in Unternehmen
Universidad
University of Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Calificación
1,0
Autor
Thomas Hohn (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
21
No. de catálogo
V269974
ISBN (Ebook)
9783656612643
ISBN (Libro)
9783656612650
Idioma
Alemán
Etiqueta
lebenslanges lernen berufliche bildung neue ansätze bildungscontrollings förderung lernmotivation unternehmen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thomas Hohn (Autor), 2011, Lebenslanges Lernen und Berufliche Bildung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/269974
Leer eBook
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