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Die unabhängige und verschwiegene Berufsausübung der Steuerberater

Kritische Analyse und beispielhafte Darstellung

Title: Die unabhängige und verschwiegene Berufsausübung der Steuerberater

Seminar Paper , 2013 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Raphaela Fellinger (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Der Steuerberater unterliegt bei der Berufsausübung berufsrechtlichen Pflichten. Gemäß § 57 Abs. 1 StBerG haben Steuerberater und Steuerbevollmächtigte ihren Beruf unabhängig, eigenverantwortlich, gewissenhaft, verschwiegen und unter Verzicht auf berufswidrige Werbung auszuüben. Der Steuerberater steht nun vor dem Problem aus den Berufspflichten abzuleiten, wie er sich konkret verhalten muss, um die durch das Gesetz vorgegeben Pflichten einzuhalten.

Diese Seminararbeit bezieht sich auf die Berufspflichten der Unabhängigkeit und der Verschwiegenheit. Wesentliche Bedeutung haben diese Berufs-pflichten im Rahmen des Auftragsverhältnisses zum Mandanten, weshalb im Rahmen dieser Arbeit schwerpunktmäßig auf dieses Auftragsverhältnis eingegangen werden soll. Dabei soll schließlich ein Verhalten für den Steuerberater hergeleitet werden, welches die Einhaltung der Berufspflichten gewährleistet und nach Möglichkeit das Auftragsverhältnis nicht gefährdet.

Dabei stellt sich die Frage: Wie wirken sich die Berufspflichten der Unabhängigkeit und der Verschwiegenheit des Steuerberaters auf das Auftragsverhältnis zwischen dem Steuerberater und dem Mandanten aus?

Folglich ist zu definieren, was unter Unabhängigkeit und Verschwiegenheit zu verstehen ist, welches Verhalten zur Einhaltung erforderlich ist und wie sich dieses Verhalten auf das Auftragsverhältnis zwischen dem Steuerberater und dem Mandanten auswirken kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

II. Einleitung

III. Die unabhängige Berufsausübung der Steuerberater

A. Definition der Berufspflicht zur Unabhängigkeit

B. Folgen bei Vermögensverfall

IV. Die verschwiegene Berufsausübung der Steuerberater

A. Definition und Reichweite der Verschwiegenheitspflicht

B. Schutz der Verschwiegenheitspflicht durch gesetzliche Normen

C. Entbindung von der Verschwiegenheitspflicht

D. Folgen bei Verstoß gegen die Verschwiegenheitspflicht

V. Auswirkungen der Berufspflichten auf das Auftragsverhältnis zum Mandaten

A. Vermittlungstätigkeiten

B. Selbstanzeige

C. Interessenkollision

1. Mandanteninteressen contra Mandanteninteressen

a) Allgemein

b) Auskunftsanspruch der Gesellschafter

2. Mandanteninteressen contra Eigeninteressen des Steuerberaters

D. Tod des Mandanten

VI. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die berufsrechtlichen Pflichten der Unabhängigkeit und Verschwiegenheit von Steuerberatern und analysiert deren Auswirkungen auf das Auftragsverhältnis zum Mandanten, um konkrete Handlungsempfehlungen zur Einhaltung dieser Pflichten abzuleiten.

  • Grundlagen der beruflichen Unabhängigkeit und Risiken bei Vermögensverfall
  • Umfang und Schutz der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht
  • Bedingungen für die Entbindung von der Verschwiegenheit
  • Konfliktpotenziale bei Vermittlungstätigkeiten und Selbstanzeigen
  • Umgang mit Interessenkollisionen im Mandantenverhältnis

Auszug aus dem Buch

A. Definition der Berufspflicht zur Unabhängigkeit

Die in § 57 Abs. 1 StBerG geforderte Pflicht zur Unabhängigkeit des Steuerberaters findet ihre Konkretisierung in der BOStB. Gem. § 2 Abs. 2 BOStB muss ein Steuerberater seine Tätigkeit frei von sachfremden Einflüssen ausüben können und gem. § 2 Abs. 3 i.V.m. § 6 BOStB darf er dabei in keinem Interessenkonflikt stehen. Der Steuerberater hat bei seiner Berufsausübung höchstpersönlich und weisungsunabhängig zu handeln, er hat seine wirtschaftliche Unabhängigkeit zu wahren und soll unabhängig von anderweitigen Eigen- und Fremdinteressen sein. Er hat alles zu unterlassen, was auch nur im Ansatz seine Entscheidungsfreiheit gefährden könnte.

Aus dem Auftragsverhältnis mit dem Mandanten als Auftraggeber ergibt sich eine gewisse Weisungsgebundenheit. Der Steuerberater hat darauf zu achten, dass er dabei seine Unabhängigkeit nicht gefährdet. Die Grenze liegt dort, wo der Auftraggeber vom Steuerberater ein Verhalten fordert, welches gegen das Gesetz oder die ihm obliegenden Berufspflichten verstößt. Der Steuerberater muss nicht jeden Auftrag annehmen. Vielmehr hat er das Recht, Aufträge abzulehnen, die gegen seine innere Überzeugung sprechen.

Die wirtschaftliche Unabhängigkeit soll dem Steuerberater seine berufliche Entscheidungsfreiheit erhalten. Geordnete und gesunde wirtschaftliche Verhältnisse sind eine Grundvoraussetzung für die pflichtgemäße Berufsausübung. Befindet sich der Steuerberater in einer finanziellen Notlage bzw. im Vermögensverfall, so besteht die Gefahr, dass er sich zu Handlungen gezwungen sieht, die sich mit einem von ihm geforderten pflichtgemäßen Verhalten nicht vereinbaren lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

II. Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesetzlichen Berufspflichten des Steuerberaters ein und definiert die zentrale Fragestellung bezüglich der Auswirkungen der Unabhängigkeit und Verschwiegenheit auf das Auftragsverhältnis.

III. Die unabhängige Berufsausübung der Steuerberater: In diesem Kapitel werden die Definition der Unabhängigkeit sowie die Risiken und berufsrechtlichen Folgen bei drohendem oder tatsächlichem Vermögensverfall erläutert.

IV. Die verschwiegene Berufsausübung der Steuerberater: Dieses Kapitel behandelt die Reichweite der Verschwiegenheitspflicht, den Schutz durch gesetzliche Normen sowie die Möglichkeiten und Voraussetzungen einer Entbindung von dieser Pflicht.

V. Auswirkungen der Berufspflichten auf das Auftragsverhältnis zum Mandaten: Dieser Hauptteil analysiert beispielhaft kritische Situationen im Mandatsverhältnis, wie Vermittlungstätigkeiten, Selbstanzeigen, Interessenkollisionen und den Tod des Mandanten.

VI. Fazit: Das Fazit fasst die zentrale Bedeutung der Berufspflichten als Ausdruck einer qualifizierten Berufsausübung zusammen und unterstreicht die gravierenden Konsequenzen bei deren Missachtung.

Schlüsselwörter

Steuerberater, Berufspflichten, Unabhängigkeit, Verschwiegenheitspflicht, Auftragsverhältnis, Vermögensverfall, Mandant, Interessenkollision, Selbstanzeige, Zeugnisverweigerungsrecht, StBerG, BOStB, Berufsrecht, Kanzleiverwaltung, Haftung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen berufsrechtlichen Pflichten von Steuerberatern, insbesondere der Unabhängigkeit und Verschwiegenheit, und wie diese im professionellen Alltag gegenüber dem Mandanten eingehalten werden müssen.

Welche Themenfelder stehen besonders im Fokus?

Im Zentrum stehen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Berufsordnung, der Schutz durch Verschwiegenheitsnormen sowie der Umgang mit schwierigen Mandatssituationen wie Interessenkonflikten oder Insolvenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein klares Verständnis für die beruflichen Pflichten zu schaffen und ein Verhalten für Steuerberater abzuleiten, welches die Einhaltung der Gesetze gewährleistet, ohne das Mandatsverhältnis unnötig zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer kritischen Analyse einschlägiger Gesetze (u.a. StBerG, AO, StGB) sowie der Auswertung von Fachliteratur und relevanter Rechtsprechung zu berufsrechtlichen Fragestellungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Pflichten sowie eine anwendungsorientierte Betrachtung spezifischer Ausnahmesituationen, etwa bei Vermittlungsprovisionen oder in Konfliktfällen bei Gesellschafterauskünften.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Unabhängigkeit, Verschwiegenheit, Interessenkollision, Mandatsniederlegung und berufsethische Sorgfaltspflicht geprägt.

Wie wirkt sich ein Vermögensverfall auf die Bestellung als Steuerberater aus?

Ein Vermögensverfall kann zum Widerruf der Bestellung führen, sofern der Berater nicht nachweisen kann, dass seine Unabhängigkeit gegenüber Dritten und dem Mandanten dadurch nicht konkret gefährdet ist.

Darf ein Steuerberater Mandanten über Unregelmäßigkeiten eines anderen Mandanten informieren?

Nein, aufgrund der strengen Verschwiegenheitspflicht ist dies nicht gestattet. Bei unauflösbaren Interessenkollisionen muss der Steuerberater das gefährdende Mandat niederlegen, ohne dabei vertrauliche Gründe preiszugeben.

Was passiert, wenn ein Steuerberater ohne Auftrag eine Selbstanzeige erstattet?

Dies ist zur Wahrung der Verschwiegenheitspflicht untersagt, da der Steuerberater ohne ausdrückliche Entbindung keine Mandanteninformationen offenbaren darf; er gerät dadurch in einen erheblichen Loyalitäts- und Haftungskonflikt.

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Details

Title
Die unabhängige und verschwiegene Berufsausübung der Steuerberater
Subtitle
Kritische Analyse und beispielhafte Darstellung
College
University of Hagen  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre)
Grade
2,0
Author
Raphaela Fellinger (Author)
Publication Year
2013
Pages
22
Catalog Number
V270082
ISBN (eBook)
9783656613084
ISBN (Book)
9783656613039
Language
German
Tags
Berufspflicht Unabhängigkeit Verschwiegenheit Steuerberater StGB BOStB
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Raphaela Fellinger (Author), 2013, Die unabhängige und verschwiegene Berufsausübung der Steuerberater, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270082
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