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Möglichkeiten der Abwehr feindlicher Übernahmen

Am Beispiel der Münchener Rück

Titre: Möglichkeiten der Abwehr feindlicher Übernahmen

Thèse de Bachelor , 2014 , 29 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Vladimir Antonov (Auteur)

Gestion d'entreprise - Direction d'entreprise, Management, Organisation
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In den letzten drei Jahren ist die Zahl der Übernahmen in Deutschland auf einem konstanten Level geblieben, jedoch hat sich das kumulierte Volumen aller Übernahmen von mehr als 10.000 Mio. € deutlich erhöht. Das hohe Volumen und die zukünftig steigende Anzahl von Transaktionen, die mit der Entwicklung der Aktienmärkte korreliert, stellt Unternehmen vor die Problematik des Souveränitätsschutzes. Die Frage, die dabei gestellt werden muss, ist: Welche Möglichkeiten hat ein Unternehmen zur Abwehr von Übernahmen. Das obige Zitat Warren Buffetts bringt zum Ausdruck, wie das Risiko einer Übernahme vermindert werden kann: durch Kenntnis der Abwehrmaßnahmen, die einem Unternehmen zur Verfügung stehen.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit diesem Wissen um die Abwehr von feindlichen Übernahmen. Sie ist in zwei Abschnitte gegliedert. Zunächst wird sich der theoretische Teil mit den Motiven einer Übernahme befassen und mit der Frage, welche wichtigen Investorengruppen existieren. Daraufhin werden der Interessenkonflikt wichtiger Stakeholder und die grundsätzlichen Möglichkeiten, ein Unternehmen zu übernehmen, beschrieben. Im Anschluss daran werden die konkreten Abwehrmaßnahmen in den verschiedenen Übernahmephasen dargestellt und in den hier wirksamen rechtlichen Rahmen eingeordnet. Wichtige Punkte für eine optimale Abwehr werden anschließend erläutert. Am Beispiel der Münchener Rückversicherungs- Gesellschaft AG werden dann die Abwehrmaßnahmen beispielhaft auf ein Unternehmen appliziert. Dabei ergeben sich zwei Arten von Maßnahmen: direkte und indirekte. Sie differenzieren sich in Bezug auf die Absicht, ob das Handeln der Abwehr oder anderen unternehmerischen Aspekten dient. Im Fazit wird dann versucht, die Frage nach der einen richtigen Abwehrstrategie zu beantworten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Schutz der Unternehmenssouveränität

2 Akquisition eines Unternehmens

2.1 Motive für Unternehmensübernahmen

2.2 Interessenkonflikte und Übernahmetechniken

2.3 Möglichkeiten der Abwehr

2.3.1 Rechtlicher Rahmen

2.3.2 Gestaltung der Präventivmaßnahmen

2.3.3 Maßnahmen im Übernahmeverfahren

2.4 Handlungsmöglichkeiten optimal nutzen

3 Probleme und Abwehr der Münchner Rück

3.1 Kaufanreize für die Münchener Rück

3.2 Problematik des hohen Streubesitzes

3.3 Die Abwehrmaßnahmen der Münchener Rück

3.3.1 Rahmenbedingungen des Unternehmens

3.3.2 Abwehr durch präventive und reaktive Maßnahmen

4 Gibt es die eine Abwehrstrategie?

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten und rechtlichen Rahmenbedingungen zur Abwehr feindlicher Übernahmen am Beispiel der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG. Dabei wird analysiert, wie Unternehmen sich präventiv und reaktiv gegen unerwünschte Akquisitionsversuche positionieren können, um ihre unternehmerische Souveränität zu wahren.

  • Theoretische Grundlagen zu Motiven und Techniken von Unternehmensübernahmen
  • Analyse des rechtlichen Rahmens nach WpÜG und Aktiengesetz
  • Untersuchung von Abwehrmaßnahmen (präventiv vs. reaktiv)
  • Anwendung der Erkenntnisse auf die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG
  • Diskussion über die Existenz einer optimalen Abwehrstrategie

Auszug aus dem Buch

3.2 Problematik des hohen Streubesitzes

Verschiedene Faktoren spielen bei der Entscheidung, ob ein Übernahmeversuch freundlich oder feindlich aufgenommen wird, eine wichtige Rolle. Entscheidend sind die Minderung der Informationsasymmetrie und die Steigerung der Verbundenheit zum Unternehmen, um in einer Übernahmesituation optimal zu handeln.

Die Hauptversammlung der Munich Re setzt sich in ihrer Aktionärsstruktur aus 88,8% Streubesitz und 11,2% Festbesitz zusammen. Dabei hält Warren Buffett und das ihm zugehörige Unternehmen National Indemnity Company den gesamten Festbesitz. BlackRock Inc. wird von Munich Re in der Auswertung nicht erwähnt. Innerhalb der fast 89% sind der Großteil der Aktionäre als sonstige institutionelle Anleger mit 68,4% und private Anleger mit 12,4% gelistet. Die restlichen 8% stellen Banken, Versicherungen und Investmentgesellschaften dar. Weitgehend haben sich diese Positionen seit 2010 nicht verändert. Die regionale Struktur zeigt, dass die Mehrheit der Aktionäre mit 35,1% aus dem nordamerikanischen Raum kommt, weitere 27,1% sind in Deutschland ansässig. Großbritannien sowie Länder aus weiteren Teilen Europas und der Welt halten 37,8% der Stimmrechte. Trotz der großen Streuung der Anteile existiert eine hohe Teilnahmequote an den Hauptversammlungen. So waren von 2008 bis 2012 hier jährlich mehr als 40% der Stimmrechte vertreten. 2013 dagegen nahmen nur noch 34% teil.

Würde es nun zu einem Übernahmeversuch kommen, stellt sich die Problematik der Interessengleichheit. Institutionelle Anleger, Banken, Versicherungen und Investmentgesellschaften haben meist eine geringe Verbundenheit mit dem Unternehmen. Zusätzlich haben sie eine höhere Performance Erwartung, was sich bei schlechten Ergebnissen negativ auf die ohnehin schon geringe Verbundenheit auswirkt. Aufgrund des hohen Anlagevolumens erwarten sie stetige und umfangreiche Informationen über das Unternehmen. Damit sich die institutionellen Anleger bei einer Akquisition nicht für die zu zahlende Prämie entscheiden, kann die Munich Re die Verbundenheit dahingehend stärken, dass sie den Kontakt eng hält. Ziel ist, neben der Verringerung der Informationsasymmetrie, eine bessere Bindung zum Unternehmen zu schaffen. Ganz anders hingegen ist es bei den privaten Anlegern. Sie erwerben die Anteile nicht mit der Absicht, kurzfristig Gewinne zu erwirtschaften, sondern verfolgen eine Buy and Hold Strategie.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Schutz der Unternehmenssouveränität: Einleitung in die Problematik des Souveränitätsschutzes bei Übernahmen und Definition des Untersuchungsrahmens.

2 Akquisition eines Unternehmens: Theoretische Auseinandersetzung mit Übernahmemotiven, Stakeholder-Interessen und dem rechtlichen Rahmen für Abwehrmaßnahmen.

3 Probleme und Abwehr der Münchner Rück: Empirische Analyse der Münchener Rück hinsichtlich ihrer Attraktivität für Bieter und ihrer spezifischen Verteidigungsmechanismen.

4 Gibt es die eine Abwehrstrategie?: Synthese der theoretischen und empirischen Ergebnisse mit dem Fazit, dass keine universelle Abwehrstrategie existiert.

Schlüsselwörter

Unternehmensübernahme, Feindliche Übernahme, Abwehrmaßnahmen, Münchener Rück, WpÜG, Aktiengesetz, Unternehmenssouveränität, Finanzinvestoren, Strategische Investoren, Aktionärsstruktur, Streubesitz, Kapitalmanagement, Aktienrückkauf, Neutralitätspflicht, Stakeholder-Interessen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, wie sich Aktiengesellschaften gegen feindliche Übernahmeversuche wehren können, wobei ein besonderer Fokus auf dem deutschen Rechtsrahmen und einem Praxisbeispiel liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Motive von Bietern, der rechtliche Rahmen (WpÜG/AktG), die Vorbereitung auf Übernahmesituationen sowie spezifische Abwehrstrategien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Identifikation von Abwehrmöglichkeiten und die Beantwortung der Frage, ob es eine „eine richtige“ Abwehrstrategie gegen feindliche Übernahmen gibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse, die anschließend auf ein konkretes Fallbeispiel (Münchener Rück) angewendet wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Übernahmetheorie, rechtliche Rahmenbedingungen) und den empirischen Teil, der Kaufanreize sowie konkrete Abwehrmaßnahmen der Münchener Rück analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Unternehmenssouveränität, feindliche Übernahme, WpÜG, Abwehrmaßnahmen und Kapitalmanagement charakterisiert.

Welche Rolle spielt der Streubesitz bei der Münchener Rück?

Der hohe Streubesitz stellt eine Herausforderung für die Unternehmensbindung dar, da institutionelle Anleger eine geringe Verbundenheit zeigen und bei Übernahmeangeboten primär auf kurzfristige Performance achten.

Warum gibt es laut Autor keine "eine" Abwehrstrategie?

Weil jedes Unternehmen individuell betrachtet werden muss und die Abwehr effektiv nur durch eine spezifische, auf den jeweiligen Bieter und die Situation abgestimmte Reaktion erfolgen kann.

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Résumé des informations

Titre
Möglichkeiten der Abwehr feindlicher Übernahmen
Sous-titre
Am Beispiel der Münchener Rück
Université
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Note
1,7
Auteur
Vladimir Antonov (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
29
N° de catalogue
V270161
ISBN (ebook)
9783656640912
ISBN (Livre)
9783656640875
Langue
allemand
mots-clé
Kapitalmarkt Übernahmen Unternehmensübernahmen Abwehr feindlicher Übernahmen hostile takeover Munich Re Münchener Rückversicherung
Sécurité des produits
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Citation du texte
Vladimir Antonov (Auteur), 2014, Möglichkeiten der Abwehr feindlicher Übernahmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270161
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Extrait de  29  pages
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