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Indifferenzproblematik im Werk Martin Heideggers

Titre: Indifferenzproblematik im Werk Martin Heideggers

Dossier / Travail , 2013 , 17 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Felix Trommer (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XXe siècle
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Martin Heidegger, der von 1889 bis 1976 lebte, gilt als einer der einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, dessen bedeutsamste Ziele in der Kritik der abendländischen Philosophie sowie der denkerischen Grundlage eines neuen Weltverständnisses lagen. Sein Wirken wurde und wird sehr differenziert bewertet: neben zahlreichen Bewunderern Heideggers gibt es auch eine Vielzahl an Kritikern. Für letztere ist neben seinen philosophischen Konzeptionen auch seine Beteiligung am Nationalsozialismus, auf die ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen will, von Bedeutung.
In dieser Hausarbeit möchte ich mich mit seinen wesentlichen Ideen auseinandersetzen, um die Problematik der Indifferenz zu erörtern – ein Thema, das in der Philosophie eher spartanisch hinterfragt worden ist. Grundlage sollen dabei die beiden Werke „Sein und Zeit“, Heideggers erste Hauptschrift überhaupt, und „Einführung in die Philosophie“ sein. In diesem Zusammenhang wird es sich als notwendig erweisen, die im zuerst genannten Werk dargestellte Terminologie im Wesentlichen zu erleuchten. Erst dadurch ist es möglich die Indifferenzidee zu verstehen und deren Relevanz für die gesamte Heidegger’sche Philosophie zu erschließen. Darüber hinaus möchte ich eine eigene definitorische Annäherung an den Terminus erarbeiten. Inwieweit dies von mir zu realisieren ist, sollen die folgenden Ausführungen zeigen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Dasein als In-der-Welt-sein

2. Indifferenzproblematik in der Heidegger’schen Philosophie

2.1. Indifferenz in „Sein und Zeit“

2.2. Indifferenz in „Einleitung in die Philosophie“

2.3. Versuch einer definitorischen Eingrenzung der Indifferenz

3. Bedeutung der Indifferenz in der Heidegger’schen Philosophie

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Problematik der Indifferenz im Werk von Martin Heidegger auseinander, wobei insbesondere die Frage nach der ethischen Relevanz und der Unmöglichkeit eines vollständigen „Einander-nichts-angehens“ im Fokus steht.

  • Analyse des Daseinsbegriffs und der Existenzialien in "Sein und Zeit"
  • Untersuchung des Mitseins und der Fürsorgemodi
  • Gegenüberstellung der Indifferenz-Konzeptionen in "Sein und Zeit" und "Einführung in die Philosophie"
  • Herausarbeitung der ontologischen Notwendigkeit des Bezugs zum Anderen
  • Definitorische Eingrenzung des Terminus Indifferenz

Auszug aus dem Buch

2.1. Indifferenz in „Sein und Zeit“

Heidegger erklärt, dass sich das Begegnen der Anderen durch eine Orientierung am je eigenen Dasein charakterisieren lässt, wobei sie „nicht [...] der ganze Rest der Übrigen außer mir“ sind, sondern sie sind diejenigen, „von denen man selbst sich zumeist nicht unterscheidet, unter denen man auch ist“. Somit schließt er eine Isolation der einzelnen Person aus und stellt eine Verbindung eines jeden mit jedem her. Diese Idee lässt sich als mithaftes In-der-Welt-sein beschreiben, i.e. die Welt ist „je schon immer die, die ich mit den Anderen teile“.

Dieses Mitdasein zeigt sich in den Modi der Gleichgültigkeit sowie der Fremdheit. An dieser Stelle wird das Indifferenzproblem zum ersten Mal greifbar, denn die meisten Philosophen, die sich damit beschäftigten, charakterisierten die Indifferenz mit Gleichgültigkeit. Hier wird also deutlich, dass trotz der durch das Mitdasein entstehenden Verbundenheit der Menschen nicht automatisch ein Interesse gegenüber den Anderen gewährleistet ist. Dahingehend sind auch das Fehlen und „Fortsein“ Modi des Mitdaseins, „weil Dasein als Mitsein [als Bestimmtheit des je eigenen Daseins] das Dasein Anderer in seiner Welt begegnen läßt“.

Das Sein des Daseins bezeichnet Heidegger als Sorge und dessen Tätigkeit, i.e. den „umsichtige[n] Umgang mit dem innerweltlich Zuhandenen“, als Besorgen, dessen Seinscharakter dem Mitsein allerdings nicht eignen kann, da sich „das Seiende, zu dem sich das Dasein als Mitsein verhält, [...] nicht die Seinsart des zuhandenen Zeugs“ hat, da es selbst Dasein ist. Daher wird es nicht besorgt, sondern ruht in der Fürsorge, die als faktische soziale Einrichtung zu verstehen ist. „Das Für-, Wider-, Ohne-einandersein, das Aneinandervorbeigehen, das Einander-nichts-angehen sind mögliche Weisen der Fürsorge“, in der sich das Dasein meist befindet.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Indifferenz bei Heidegger und Vorstellung der für die Arbeit relevanten Hauptwerke.

1. Das Dasein als In-der-Welt-sein: Erläuterung der grundlegenden existenzialen Strukturen des Menschseins, wie das In-der-Welt-sein, das Mitsein und das Man.

2. Indifferenzproblematik in der Heidegger’schen Philosophie: Detaillierte Untersuchung und Analyse, wie Heidegger den Begriff der Indifferenz in seinen Schriften begrifflich fasst und differenziert.

2.1. Indifferenz in „Sein und Zeit“: Analyse des Einander-nichts-angehens als defizienten Modus der Fürsorge innerhalb des Mitseins.

2.2. Indifferenz in „Einleitung in die Philosophie“: Untersuchung der Aufhebung der Indifferenz durch die Preisgegebenheit des Daseins und die Transzendenz.

2.3. Versuch einer definitorischen Eingrenzung der Indifferenz: Zusammenfassende Herleitung einer eigenen Definition des Begriffs unter Einbeziehung der vorangegangenen Analysen.

3. Bedeutung der Indifferenz in der Heidegger’schen Philosophie: Reflexion darüber, warum Indifferenz als ethisches Warnsignal und theoretisches Grenzkonzept zu verstehen ist.

Resümee: Zusammenfassendes Fazit der Arbeit und persönliche Reflexion zum Erkenntnisgewinn durch die Auseinandersetzung mit der Heidegger’schen Terminologie.

Schlüsselwörter

Indifferenz, Dasein, Sein und Zeit, Mitsein, Fürsorge, Heidegger, Einander-nichts-angehen, In-der-Welt-sein, Existenzialien, Phänomenologie, Man, Transzendenz, Geworfenheit, Eigentlichkeit, Philosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die philosophische Problematik der Indifferenz im Werk von Martin Heidegger, insbesondere in Hinblick auf die zwischenmenschliche Beziehung und die Struktur des Daseins.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die Terminologie des Daseins, das Mitsein, die verschiedenen Modi der Fürsorge sowie die ontologische Frage nach dem Bezug des Menschen zu anderen Menschen und zur Welt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, eine definitorische Eingrenzung des Begriffs „Indifferenz“ zu erarbeiten und zu zeigen, welche Rolle dieses Konzept – oder dessen Verwerfung – im Kontext der gesamten Philosophie Heideggers spielt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine phänomenologische Analyse der Heidegger’schen Texte, insbesondere durch eine systematische Durchdringung der Grundbegriffe aus „Sein und Zeit“ und „Einführung in die Philosophie“.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Heidegger das Phänomen der Indifferenz im Miteinandersein beschreibt, grenzt es von einfacher Gleichgültigkeit ab und diskutiert, warum eine vollständige Indifferenz der Existenz des Daseins widersprechen würde.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Dasein, Indifferenz, Mitsein, Fürsorge und Phänomenologie charakterisieren.

Warum betont der Autor die Unterscheidung zwischen Indifferenz und Gleichgültigkeit?

Der Autor arbeitet heraus, dass Indifferenz bei Heidegger nicht bloße emotionale Gleichgültigkeit meint, sondern eine ontologische bzw. sozial-strukturelle Seinsweise des „Einander-nichts-angehens“ bezeichnet, die für das alltägliche Dasein charakteristisch ist.

Welchen Schluss zieht der Autor hinsichtlich der ethischen Relevanz?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Indifferenz als ethisches Problem zu betrachten ist, da sie das für die Existenz notwendige Mitsein und die Sorge für Andere in Frage stellt und somit als „alarmierendes Signal“ fungiert.

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Résumé des informations

Titre
Indifferenzproblematik im Werk Martin Heideggers
Université
University of Leipzig  (Institut für Philosophie)
Cours
Was ist Indifferenz?
Note
1,7
Auteur
Felix Trommer (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
17
N° de catalogue
V270183
ISBN (ebook)
9783656615491
ISBN (Livre)
9783656615446
Langue
allemand
mots-clé
Indifferenz Martin Heidegger In-der-Welt-sein Sein und Zeit Einleitung in die Philosophie
Sécurité des produits
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Citation du texte
Felix Trommer (Auteur), 2013, Indifferenzproblematik im Werk Martin Heideggers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270183
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Extrait de  17  pages
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