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Die weiße Revolution im Iran (1958-1978) vor dem Hintergrund der Autokratie des Muhammad Reza Pahlavi

Titre: Die weiße Revolution im Iran (1958-1978) vor dem Hintergrund der Autokratie des Muhammad Reza Pahlavi

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2013 , 21 Pages , Note: Sehr Gut

Autor:in: Natalie Raffetzeder (Auteur)

Orientalisme / Sinologie - Sciences de l'Islam
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ab dem Jahr 1958 wurde die Ideologie der Weißen Revolution vom Shah formuliert. Der Beginn der Weißen Revolution im Iran wird deshalb auf das Jahr 1958 datiert. Freilich gibt es in der Forschung auch weniger präzise Datierungen. Zum Beispiel entsteht nach Nowkam Mitte des 20. Jahrhunderts die Idee zur Einführung einer politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Reform, wenngleich die öffentliche Verkündigung der Weißen Revolution durch den Shah erst Anfang der 1960er Jahre auf Druck des U.S. Präsidenten John F. Kennedy stattfand.
Bis 1978 wurde das Konzept von Mohammad Reza Shah in der Bevölkerung angenommen. Dann kam es zur Islamischen Revolution. Das Ende der Weißen Revolution wird auch früher datiert. 1975 stellt das Familienschutzgesetz jedenfalls noch mit Nowkam einen Punkt des Reformprogramms dar.
In der vorliegenden Arbeit wird die „Weißen Revolution“ als Kapitel der Moderne im Iran analysiert. Einen Schwerpunkt stellen hier die Bodenreform und die reale Landverteilung dar. Auch die Rezeption der Bodenreform kann untersucht werden. Hier wird der Frage nachgegangen, welche der unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen Irans diese Reform befürworteten oder diese zumindest akzeptierten und welche diese ablehnten und auch aktiven politischen Widerstand leisteten. Es kann hier ein differenzierter Blick auf die Zeit bis zur islamischen Revolution gewonnen werden ohne dass ungenaue Begriffe wie Antipahlavismus oder die Kräfte der Antimodernisierung unreflektiert übernommen werden. Gewiss sind die Geistlichen nicht nur aus ökonomischen Gründen, sondern auch aus ideologisch-religiösen Gründen gegen das Reformpaket des Shahs. Ein Frauenwahlrecht ist sicherlich nicht etwas, dem die Ulema vorbehaltlos zustimmen. Diese Gründe der Pro- und Kontrahenten des Reformpakets werden weiter unten genauer betrachtet. Nicht zuletzt soll auch die Rolle des Shahs selbst in dieser Revolution von oben untersucht und kritisch hinterfragt werden. Es wird versucht hier hinter die Ideologie zu schauen und die Handlungen des Shahs aus heutiger Sicht nachvollziehbar zu machen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundbegriffe der weißen Revolution

2.1 Die Ideologie der weißen Revolution

3. Soziologische Situation in der Zeit des Muhammad Reza Pahlavi

4. Die Rezeption der Landreform:

5. Die innenpolitische Konsequenz der Weißen Revolution:

6. Das Programm

7. Die Landverteilung

7.1 Die Ergebnisse der Studie zu den Besitzverhältnissen von 1787 Dörfern

7.2 Ländliche Stiftungen (Awqaf)

7.3 Die langfristen Folgen der Landverteilung

8. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die „Weiße Revolution“ als zentrales Kapitel der Moderne im Iran unter Muhammad Reza Pahlavi. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie verschiedene gesellschaftliche Gruppen auf die Reformen reagierten, welche politischen Widerstände sich formierten und wie sich das Reformpaket auf die sozioökonomische Struktur, insbesondere durch die Bodenreform und Landverteilung, auswirkte.

  • Die Ideologie und Programmplanung der „Weißen Revolution“
  • Soziologische Rahmenbedingungen unter dem Schah
  • Analyse der Bodenreform und ihrer Auswirkungen auf Landbesitzverhältnisse
  • Rezeption der Reform durch Geistlichkeit (Ulema), Bauern und Landbesitzer
  • Die Rolle des Schahs im Spannungsfeld zwischen Autokratie und Modernisierung

Auszug aus dem Buch

Die Ideologie der weißen Revolution

Im iranischen politischen Diskurs war das Konzept der Weißen Revolution (enqelab-e sefid) nicht eindeutig. Nach Ansari geht es in diesem Konzept primär um die Ideologie und nur sekundär um das Programm selbst. 1 Die Ideologie wurde zwischen 1958 und 1963 formuliert. Jedenfalls existieren in der Forschung auch weniger präzise Datierungen zum Beginn der „Weißen Revolution“.

Der Autor führt folgende Definition für Ideologie an: For the purposes here, ideology is defined as a systematic collection of ideas which serve to support and sustain a particular conception of relations of domination.3

Außerdem bieten Ideologien Interpretationsspielraum aufgrund ihrer Ambiguität und betreffen sowohl soziale Realität als auch andere konkurrierende Ideologien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den zeitlichen Rahmen der Weißen Revolution und stellt die Zielsetzung dar, die Reformen aus einer differenzierten gesellschaftlichen Perspektive zu betrachten.

2. Grundbegriffe der weißen Revolution: Dieses Kapitel erläutert die ideologische Fundierung der Reformen und ihre Verknüpfung mit dem Pahlavi-Mythos.

3. Soziologische Situation in der Zeit des Muhammad Reza Pahlavi: Es wird die soziologische Entwicklung der iranischen Gesellschaft in den 1960er Jahren, insbesondere der Mittelklasse, analysiert.

4. Die Rezeption der Landreform:: Dieses Kapitel behandelt die unterschiedlichen Reaktionen auf die Bodenreform, insbesondere durch die Ulema und Großgrundbesitzer.

5. Die innenpolitische Konsequenz der Weißen Revolution:: Hier werden die politischen Spannungen zwischen dem Schah, dem Militär und der Opposition (einschließlich studentischer Proteste) untersucht.

6. Das Programm: Ein Überblick über die Kernpunkte der Weißen Revolution, von der Bodenreform bis hin zum Frauenwahlrecht.

7. Die Landverteilung: Eine detaillierte Betrachtung der Landverteilungsprozesse, ihrer ökonomischen Folgen und der soziologischen Auswirkungen auf die bäuerliche Bevölkerung.

8. Resümee und Ausblick: Eine abschließende Synthese der Ergebnisse zur Akzeptanz und Ablehnung der Reformen durch die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen.

Schlüsselwörter

Weiße Revolution, Iran, Muhammad Reza Pahlavi, Bodenreform, Landverteilung, Modernisierung, Autokratie, Ulema, Pahlavismus, Sozioökonomie, Landreform, Reformpolitik, Geschichte Iran, Islamische Revolution, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der „Weißen Revolution“ im Iran zwischen 1958 und 1978 und untersucht deren politische und soziale Auswirkungen auf die Pahlavi-Monarchie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen zählen die Ideologie des Schahs, die Durchführung der Bodenreform, die Rezeption durch diverse gesellschaftliche Schichten und die innenpolitischen Konsequenzen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, die „Weiße Revolution“ kritisch zu hinterfragen, ideologische Fassaden zu durchleuchten und die Handlungen des Schahs aus historischer Sicht verständlich zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine historische und soziologische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur sowie auf statistischen Daten zur Bodenreform basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der Bodenreform, der Landverteilung, der Rolle der Geistlichkeit und der soziologischen Situation der iranischen Gesellschaft in den 1960er Jahren.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bodenreform, Pahlavismus, Modernisierung und gesellschaftliche Opposition im Iran definieren.

Wie reagierte die Geistlichkeit (Ulema) auf die Landreform?

Die Ulema lehnte die Landreform aus sowohl ökonomischen als auch religiösen Gründen (Verletzung des Eigentumsrechts) ab und positionierte sich als „Schwarze Reaktion“ gegen den Schah.

Welche Bedeutung hatte die „Armee des Wissens“ im Reformprogramm?

Die „Armee des Wissens“ (sepah-e daneš) war einer der zentralen Punkte des Reformdekrets, um die Alphabetisierung im Land voranzutreiben.

Fin de l'extrait de 21 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die weiße Revolution im Iran (1958-1978) vor dem Hintergrund der Autokratie des Muhammad Reza Pahlavi
Université
University of Vienna  (Orientalistik/Iranistik)
Cours
SE Orientalistik: Geschichte Irans in islamischer Zeit, II: Moderne (ca. 1785-1982) mit Forschungsworkshop SS 2013
Note
Sehr Gut
Auteur
Natalie Raffetzeder (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
21
N° de catalogue
V270186
ISBN (ebook)
9783656615316
ISBN (Livre)
9783656615323
Langue
allemand
mots-clé
iranische Geschichte des 20. Jahrhunderts iranische Politik weiße Revolution Muhammad Reza Pahlavi Landreform iranische Innenpolitik vom 20. Jahrhundert mit ihren Folgen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Natalie Raffetzeder (Auteur), 2013, Die weiße Revolution im Iran (1958-1978) vor dem Hintergrund der Autokratie des Muhammad Reza Pahlavi, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270186
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Extrait de  21  pages
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