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Erkenntnisse zu Behavioral Corporate Finance und die Schwierigkeiten der SolarWorld AG

Título: Erkenntnisse zu Behavioral Corporate Finance und die Schwierigkeiten der SolarWorld AG

Trabajo Universitario , 2013 , 66 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Simon Eckart (Autor)

Economía de las empresas - Inversiones y finanzas
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Behavioral Corporate Finance ist eine wirtschaftswissenschaftliche Disziplin, die durch empirische Erkenntnisse und Theorien aus der Wirtschaftspsychologie das Verhalten realer Marktakteure zu beschreiben versucht. Von zentraler Relevanz ist hierbei die Relaxation der Annahme rational handelnder Investoren und Manager börsennotierter Unternehmen. Bisherige Erkenntnisse des Bereichs Behavioral Corporate Finance können in zwei Ansätze unterschieden werden. Der erste Ansatz untersucht irrationales Verhalten von Managern unter der Annahme rational handelnder Investoren. Der zweite Ansatz untersucht den Einfluss irrational handelnder Investoren auf unternehmerische Entscheidungen rational handelnder Manager. Anhand dieser in der Literatur gängigen Kategorisierung der Thematik sollen auch in der vorliegenden Studienarbeit die Erkenntnisse zur Behavioral Corporate Finance vorgestellt werden.
Eine bemerkenswerte Entwicklung an den Finanzmärkten legten in den letzten 10 Jahren Unternehmen aus dem Bereich der Photovoltaik zurück. Aus diesem Sektor ist die SolarWorld AG aus Bonn ein Unternehmen, dass sich aus zwei Gründen besonders für eine Untersuchung unter Gesichtspunkten von Behavioral Corpore Finance eignet. Zum einen war das Unternehmen bis zum Jahre 2011 von einem unaufhaltsamen Wachstum geprägt, was von einer Vervielfachung des Wertes der SolarWorld-Aktie begleitet wurde. Zum Anderen wird das Unternehmen von einem Vorstandsvorsitzenden geführt, der starke Präsenz in der Öffentlichkeit zeigt. Frank Asbeck, in der Berichterstattung auch „Sonnenkönig“ genannt, steht für markige Sprüche und selbstbewusste Übernahmeankündigungen von z.B. Opel oder Bosch Solar. Aufgrund dieser Handlungen stellt sich die Frage ob Frank Asbeck bewusst Aufmerksamkeit für sein Unternehmen erweckt oder seine Aussagen und Handlungen mit Ausprägungen seiner Persönlichkeit, unter Umständen seiner Rationalität, begründet werden können. Dem schließt sich die Frage an inwiefern er durch seine Persönlichkeit unternehmerische Investitions- und Finanzierungsent-scheidungen beeinflusst werden. Weiterhin ist es von Interesse inwiefern die aktuellen Schwierigkeiten der SolarWorld AG durch das irrationale Verhalten der Investorenbedingt sein könnten. Spielen möglicherweise Fehlbewertungen der Investoren eine Rolle bei der Gestaltung der unternehmerischen Investitions- und Finanzierungspolitik?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Vorstellung der Problemstellung

1.2. Gang der Untersuchung

2. Für Behavioral Corporate Finance relevante Finanzmarktunvollkommenheiten

2.1. Irrationale Marktakteure

2.1.1. Eingeschränkte Rationalität

2.1.2. Übermäßiger Optimismus und übermäßiges Selbstvertrauen

2.1.3. Kategorisierungen

2.1.4. Noise

2.2. Begrenzte Arbitragemöglichkeiten

2.3. Manager mit Informationsvorteilen

3. Ansätze und Empirie zu Behavioral Corporate Finance

3.1. Der „Managerial Biases“ Ansatz

3.1.1. Einfluss von begrenzter Rationalität auf Investitionsentscheidungen

3.1.2. Einfluss von übermäßigem Selbstvertrauen und übermäßigem Optimismus auf Investitionsentscheidungen

3.1.3. Einfluss von begrenzter Rationalität auf Finanzierungsentscheidungen

3.1.4. Einfluss von übermäßigem Selbstvertrauen und übermäßigem Optimismus auf Finanzierungsentscheidungen

3.2. Der „Market Timing and Catering“ Ansatz

3.2.1. Einfluss der Irrationalität der Investoren auf unternehmerische Investitionsentscheidungen

3.2.2. Einfluss der Irrationalität der Investoren auf unternehmerische Finanzierungsentscheidungen

4. Die Schwierigkeiten der SolarWorld AG

4.1. Frank Asbeck

4.1.1. Werdegang

4.1.2. Selbstdarstellung

4.1.3. Darstellung der Person Frank Asbeck in den Medien

4.1.4. Berichterstattung aus dem Privatleben des Frank Asbeck

4.2. Die SolarWorld AG

4.2.1. Unternehmensprofil

4.2.2. Unternehmensgeschichte

4.2.3. Unternehmenskennzahlen

4.2.4. Markteinflussfaktoren für Solarmodulhersteller

4.2.5. Unternehmensübernahmen und Finanzierung der SolarWorld AG

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit von Erkenntnissen aus dem Bereich Behavioral Corporate Finance auf das operative Handeln und die Finanzierungsentscheidungen der SolarWorld AG, insbesondere unter dem Aspekt der Persönlichkeit und der Entscheidungsfindung ihres Vorstandsvorsitzenden Frank Asbeck.

  • Grundlagen irrationalen Verhaltens von Marktakteuren und Managern.
  • Analyse des "Managerial Biases" Ansatzes und des "Market Timing and Catering" Ansatzes.
  • Untersuchung der Unternehmensgeschichte und Finanzierungspraxis der SolarWorld AG.
  • Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen des Managements auf Investitions- und Finanzierungsentscheidungen.
  • Kritische Würdigung der Marktentwicklung und der Schwierigkeiten des Photovoltaik-Sektors.

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Eingeschränkte Rationalität

Eingeschränkte Rationalität verweist darauf, dass der Mensch nicht allwissend ist und seine kognitiven Fähigkeiten nicht unbeschränkt sind ((Simon, 1979), Seite 502). Pelzmann beschreibt die Theorie dahingehend sehr treffend, dass „in einer komplexen wirtschaftlichen Realität mit mangelnder Transparenz und Unsicherheit das Individuum überfordert [wird]. Der Begriff ›Bounded Rationality‹ trägt dem Rechnung indem er zum Ausdruck bringt, dass das einzelne Individuum nur Teile der Realität, und diese zeitlich beschränkt, aufnehmen, behalten und zu Entscheidungen verarbeiten kann“ ((Pelzmann, 2012) Seite 10). Es wird also von einer begrenzten Aufnahme- und Verarbeitungsfähigkeit des menschlichen Gehirns ausgegangen. „Was das Individuum in den Entscheidungsprozess einbeziehen kann, ist wiederum abhängig von der bisherigen Entwicklung, von konkreten nichtökonomischen Rahmenbedingungen und von Zufallseinflüssen“ ((Pelzmann, 2012) Seite 10). An dieser Stelle wird sehr deutlich, dass man nicht mehr von einem einheitlichen Persönlichkeitsprofil wie bei dem Menschenbild des Homo Oeconomicus ausgeht. Entgegen diesem Menschenbild haben Faktoren, wie die bisherigen Erfahrungen des Individuums, die kulturelle Umgebung und sonstige nicht vorhersehbare Faktoren einen großen Einfluss auf Handlungen.

Herbert Simon begann als Erster alternative Modelle zu entwickeln, die den Suchprozess und unterschiedliche Anspruchsniveaus von Menschen berücksichtigten (Simon, 1955, 1956). Er betonte dabei explizit, dass bei einem Optimierungsproblem mehr Randbedingungen berücksichtigt werden sollten, wie kognitive Grenzbedingungen bei der Verarbeitungskapazität des menschlichen Gehirns oder der Vorhersehbarkeit von Situationen. Aufgrund dieser Einschränkungen sei die reale Rationalität des Menschen höchstens eine grobe Annäherung daran, was in ökonomischen Modellen als Rationalität betrachtet wird ((Simon, 1955), Seite 101).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsfeldes Behavioral Corporate Finance und der Problemstellung im Kontext der SolarWorld AG.

2. Für Behavioral Corporate Finance relevante Finanzmarktunvollkommenheiten: Theoretische Auseinandersetzung mit irrationalen Marktakteuren, begrenzter Arbitrage und asymmetrischen Informationen.

3. Ansätze und Empirie zu Behavioral Corporate Finance: Empirische Untersuchung des "Managerial Biases" und des "Market Timing and Catering" Ansatzes auf Unternehmensentscheidungen.

4. Die Schwierigkeiten der SolarWorld AG: Fallstudie zur SolarWorld AG, ihrer Geschichte und der Rolle von Frank Asbeck unter Berücksichtigung behavioral-ökonomischer Aspekte.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Anwendbarkeit theoretischer Erkenntnisse auf das Fallbeispiel SolarWorld.

Schlüsselwörter

Behavioral Corporate Finance, SolarWorld AG, Frank Asbeck, Bounded Rationality, Managerial Biases, Market Timing, Catering, Investitionsentscheidungen, Finanzierungsentscheidungen, Übermäßiger Optimismus, Selbstvertrauen, Kapitalstruktur, Unternehmensübernahmen, Photovoltaik, Fehlbewertung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Disziplin Behavioral Corporate Finance und prüft, inwiefern diese theoretischen Ansätze das Verhalten und die spezifischen Schwierigkeiten der SolarWorld AG sowie ihres Vorstands Frank Asbeck erklären können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen irrationale Marktakteure, verschiedene Bias-Ansätze (Managerial Biases, Market Timing), empirische Studien zu Investitions- und Finanzierungsentscheidungen sowie eine detaillierte Fallstudie zur Historie der SolarWorld AG.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, ob die Handlungen von Frank Asbeck und die Probleme der SolarWorld AG durch die theoretischen Erkenntnisse der Behavioral Corporate Finance, insbesondere im Hinblick auf kognitive Verzerrungen und Optimismus, nachvollziehbar gemacht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Behavioral Corporate Finance Ansätzen sowie einer empirischen Fallstudie, die Kennzahlen, mediale Berichterstattung und Unternehmensereignisse der SolarWorld AG analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung der Finanzmarktunvollkommenheiten, eine empirische Untersuchung von Management-Biases und eine detaillierte Anwendung dieser Konzepte auf die Unternehmensgeschichte und Finanzierungspolitik der SolarWorld AG.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Behavioral Corporate Finance, SolarWorld AG, Frank Asbeck, Bounded Rationality, Managerial Biases und Kapitalstruktur.

Inwiefern hat Frank Asbeck die Unternehmensgeschichte geprägt?

Frank Asbeck gilt als zentraler Kopf, dessen Optimismus und Vorausschau zwar das schnelle Wachstum der SolarWorld AG befeuerten, dessen weitreichende strategische Ambitionen (z.B. Übernahmeversuche von Opel) jedoch kritisch als Anzeichen für übermäßiges Selbstvertrauen interpretiert werden.

Welche Rolle spielt die "Market Timing"-Theorie bei SolarWorld?

Die Theorie untersucht, ob das Unternehmen Kapitalmaßnahmen (wie Anleihen oder Aktienemissionen) gezielt in Phasen hoher Marktstimmung bzw. Überbewertung durchführte, was für die SolarWorld AG insbesondere für das Jahr 2006 diskutiert wird.

Wie erklärt die Arbeit die Schwierigkeiten der SolarWorld AG?

Neben behavioral-ökonomischen Faktoren wie Management-Optimismus werden primär ungünstige externe Rahmenbedingungen wie der Preisverfall durch chinesische Konkurrenz, Überkapazitäten und politische Änderungen im Förderumfeld als entscheidend identifiziert.

Final del extracto de 66 páginas  - subir

Detalles

Título
Erkenntnisse zu Behavioral Corporate Finance und die Schwierigkeiten der SolarWorld AG
Universidad
Technical University of Darmstadt  (Rechts- und Wirtschaftswissenschaften)
Calificación
1,0
Autor
Simon Eckart (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
66
No. de catálogo
V270380
ISBN (Ebook)
9783656617372
ISBN (Libro)
9783656617365
Idioma
Alemán
Etiqueta
erkenntnisse behavioral corporate finance schwierigkeiten solarworld
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Simon Eckart (Autor), 2013, Erkenntnisse zu Behavioral Corporate Finance und die Schwierigkeiten der SolarWorld AG, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270380
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