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René Magritte

"Baum und Mond" (1948) und "Der Zorn der Götter" (1960)

Title: René Magritte

Seminar Paper , 2014 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sophia Reinhard (Author)

Art - History of Art
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Summary Excerpt Details

Der belgische Künstler René Magritte, 1898 geboren und 1967 in Brüssel gestorben, gehört heute zu einem der bedeutendsten Vertreter des Surrealismus, einer Kunst des Fantastischen und Absurden, die das Traumhafte und Unbewusste zum Thema hat. (...)
Uwe M. Schneede schlägt in seiner Monographie über Magritte folgende Kategorien vor: 1. Die kriminalistischen Bilder, 2. Die Collage-Bilder, 3. Die Sprach-Bilder, 4. Die Bild-Bilder, 5. Die Verwandlungs-Bilder und 6. Die Kombinations-Bilder. Seine Kompositionen weisen stets kalkulierte Bildräume auf, die jedoch die gewohnte Ordnung des Alltäglichen aufgegeben haben. Magritte durchkreuzt unsere selbstverständliche Wahrnehmung der Wirklichkeit und fordert auf den abbildhaften Charakter der Bilder kritisch zu betrachten. Alltägliche Erfahrungen und übliche Erwartungen sollen überwunden werden, um die Begrenztheit unserer Wahrnehmung der Wirklichkeit zu begreifen und Raum für neue Erkenntnisse schaffen zu können. Die Verwirrung, die uns bei der Beschäftigung mit Magrittes Bilder ergreift, evoziert der Maler oft nur mit geringfügigen Eingriffen in die Wirklichkeit(...) Kunst bietet dem belgischen Maler den nötigen Raum, um Darstellungs-und Wahrnehmungsprobleme aufzuzeigen, die sich ergeben, wenn man erkennt, dass weder Sprache noch Bild Realität wiedergeben können, sondern lediglich stellvertretend begriffen werden dürfen. René Magritte betont Zeit seines Lebens ein Denker, und kein Künstler zu sein. Bilder sind ausschließlich Träger seiner Gedanken: ‚Malerei ist für mich lediglich ein Mittel. Dies erlaubt mir, einen Gedanken zu beschreiben, der einzig durch das gebildet wird, was die Welt an Sichtbarem bietet’ Seine Bilder sind weder illustrativ im Sinne einer Bebilderung einer Geschichte, noch allegorisch im Sinne der Visualisierung einer Idee zu verstehen. Sie befinden sich in einem ständigen Wechsel zwischen Gegenständlichkeit und Gedanklichkeit. (...) Subjektivität und Ausdruck des Inneren sind in Magrittes Werk nicht zu finden. Kalkuliert und selbst reflektierend stellt er den Betrachter vor ein Problem, denn „Magrittes Bilder sind keine Lösungen, sondern Auslöser, keine Aufhebungen von Problemen, sondern Problematisierungen“ . Sein gesamtes Werk widmet Magritte diesen geradezu philosophischen Fragestellungen. Dies soll im Folgenden an Hand zwei exemplarischer Werke, die sich heute im Besitz der Familie Sachs befinden, herausgearbeitet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. René Magritte – Der malerische Philosoph

II. Zwei Werke der Sammlung Gunter Sachs

1. Baum und Mond (1948)

2. Der Zorn der Götter (1960)

III. René Magritte und der Surrealismus

IV. Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die künstlerische Philosophie und die Arbeitsweise des surrealistischen Malers René Magritte. Dabei wird analysiert, wie Magritte durch die gezielte Kombination alltäglicher Gegenstände und die bewusste Irritation des Betrachters Fragen zur Wahrnehmung der Wirklichkeit aufwirft, wobei zwei Werke aus der Sammlung Gunter Sachs als Fallbeispiele dienen.

  • Die philosophische Grundhaltung von René Magritte
  • Die Analyse spezifischer Werke (Baum und Mond, Der Zorn der Götter)
  • Das surrealistische Prinzip der Kombinatorik und der gemalten Collage
  • Das Verhältnis von Sprache, Gegenstand und Abbild
  • Die Einordnung Magrittes in den Kontext des Surrealismus

Auszug aus dem Buch

II. Zwei Werke der Sammlung Gunter Sachs

Das hochformatige Gemälde Abre et Lune (dt.: Baum und Mond / Abb. 2) mit den Maßen 35 x 27 cm entsteht im Jahr 1948 und zeigt eine landschaftliche Szene. Im Vordergrund ist ein Baum zu sehen, der einen großen Teil des Bildraumes einnimmt. Sein Stamm kennzeichnet exakt die Mittellinie des Bildes. Er steht verlassen auf einer Wiese, die nach hinten von einem Waldrand begrenzt wird. Dieser erstreckt sich auf die ganze Bildbreite und bildet zusammen mit der Wiese circa das unter Drittel des Bildes. Die restliche obere Bildfläche zeigt den großen Baum vor einer bläulich, gelben Himmelszone. Sterne sind bereits aufgegangen und der Mond erhellt die dunkle Nacht. Doch unmittelbar über dem Wald, erinnert der hellgelb gestaltete Himmel an eine Abenddämmerung und verweist somit auf die gerade noch untergehende Sonne.

Die Ausgestaltung der Wiese, des Waldes im Hintergrund und die differenzierten Atmosphäre lassen deutlich Magrittes Bemühungen erkennen, alle einzelnen Bildelemente möglichst real zu konstruieren. Keine individuellen Spuren des Malvorgangs dürfen zu sehen sein, kein Gefühl vermittelt werden. Sein Malstil ist seinem Vorbild de Chirico folgend konservativ. ‚Meine Art zu malen ist ganz und gar banal, akademisch.’ Nur der große Baum im Vordergrund erscheint sehr flächig und erinnert an einen Scherenschnitt, der collageartig auf das Bild aufgeklebt sein könnte. In sehr dunkle Farben gestaltet, hebt er sich mit scharfen Konturen und einer klaren Silhouette vom Hintergrund deutlich ab.

Zusammenfassung der Kapitel

I. René Magritte – Der malerische Philosoph: Dieses Kapitel führt in das Leben und die künstlerische Intention Magrittes ein, der die Malerei als Mittel nutzt, um philosophische Fragen über die Wahrnehmung und das Verhältnis von Sprache und Bild zu thematisieren.

II. Zwei Werke der Sammlung Gunter Sachs: Anhand der beiden Gemälde „Baum und Mond“ und „Der Zorn der Götter“ wird Magrittes Prinzip der „gemalten Collage“ und der Kombinatorik analysiert, um die verstörende Wirkung seiner Bildkompositionen zu verdeutlichen.

III. René Magritte und der Surrealismus: Dieses Kapitel beleuchtet das Verhältnis Magrittes zur surrealistischen Bewegung, wobei seine Distanz zu subjektiver Expressivität und seine Fokussierung auf den Verstand statt auf das Unbewusste hervorgehoben werden.

IV. Anhang: Enthält das Literaturverzeichnis sowie das Abbildungsverzeichnis der verwendeten Werke.

Schlüsselwörter

René Magritte, Surrealismus, Malerei, Bildphilosophie, Kombinatorik, gemalte Collage, Wahrnehmung, Wirklichkeit, Gunter Sachs, Baum und Mond, Der Zorn der Götter, Giorgio de Chirico, Ikonographie, Abbild, Denken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem künstlerischen Schaffen von René Magritte und untersucht, wie der Maler durch die Irritation des Betrachters philosophische Probleme der Wahrnehmung und Repräsentation thematisiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Rolle der Sprache und des Abbildes in der Kunst, die surrealistische Methode der Kombinatorik sowie die Analyse spezifischer Bildprinzipien Magrittes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Magrittes Arbeitsweise als „Denker“ und „Philosophen“ der Malerei durch die Untersuchung ausgewählter Werke aus der Sammlung Gunter Sachs aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kunsthistorische Analyse der Werke durchgeführt, die bildtheoretische Ansätze mit biografischen Informationen und kunstgeschichtlichen Kontexten verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der Werke „Baum und Mond“ sowie „Der Zorn der Götter“ und der theoretischen Einordnung von Magrittes „gemalter Collage“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Surrealismus, Bildphilosophie, Kombinatorik, Wahrnehmung und Wirklichkeit maßgeblich geprägt.

Wie unterscheidet sich Magrittes Verständnis des Surrealismus von anderen Künstlern?

Magritte grenzt sich ab, indem er betont, dass seine Malerei nicht Ausdruck des Unbewussten, von Träumen oder Visionen sei, sondern der Verstand angesprochen werden soll.

Welche Bedeutung hat das Werk „Der Zorn der Götter“ im Kontext dieser Arbeit?

Es dient als exemplarisches Beispiel für das Prinzip der Kombinatorik, bei dem vertraute Realitätsfragmente in einem unerwarteten Kontext zusammengeführt werden.

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Details

Title
René Magritte
Subtitle
"Baum und Mond" (1948) und "Der Zorn der Götter" (1960)
College
University of Bamberg  (Institut für Neuere und Neueste Kunstgeschichte)
Course
Kunst nach 1945 – Positionen in der Präsentation zweier ganz unterschiedlicher Sammlungen
Grade
1,0
Author
Sophia Reinhard (Author)
Publication Year
2014
Pages
15
Catalog Number
V270446
ISBN (eBook)
9783656618300
ISBN (Book)
9783656693970
Language
German
Tags
rené magritte baum mond zorn götter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sophia Reinhard (Author), 2014, René Magritte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270446
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