Im Rahmen der heutigen Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft beschreibt die nachstehende Hausarbeit die Versorgung von palliativen Kunden in der ambulanten Pflege. Die seit 2007 neue gesetzliche Versorgung wird als Arbeitsthema: „Spezialisierte ambulante palliativ Versorgung (SAPV) in institutionalistischer Umsetzung“ bearbeitet.
Hierbei stehen die Pflegefachkräfte im Mittelpunkt. Es stellt sich die Frage: „Sind die Pflegefachkräfte in Bezug auf ihre beruflichen Handlungskompetenz in der Lage die Kunden in der spezialisierten ambulanten Pflege optimal versorgen?“
Auf Grund der neuen Gesetzgebung ist das Arbeitsthema aktuell und von besonderen Interesse. Die Sozialversicherungsträger fordern eine höhere Qualifikation und Handlungskompetenz der Pflegekräfte da die Tätigkeit durch unterschiedliche Stressfaktoren geprägt sind. Das Zeitkontingent vor Ort am Kunden ist in der ambulanten Pflege begrenzt, da Wirtschaftlichkeit zum Erhalt der Arbeitsplätze beiträgt. Hierbei verändert sich die Organisati-onsform der Versorgung, da ein höherer Bedarf an medizinischer Versorgung erforderlich ist. Tägliche Schnittstellen- und Teamarbeit stehen im Mittelpunkt der SAPV-Versorgung. Über die Thematik ist wenig an Literatur vorhanden.
An Hand der soziologischen Theorie der Ambiguitätstoleranz und der Rollen-theorie wird die berufliche Sozialisation heraus erarbeitet. Der Symbolische Interaktionismus nach G.H. Mead findet hier Anwendung. Einen Schwerpunkt stellt die Rollenerwartung, Rollenverhalten und Schlüsselqualifikation da. Informelles - selbstbestimmtes - und lebenslangen Lernen stellt sich anhand der betrieblichen Sozialisation heraus. Kritisch wird die unternehmerische Unterstützung betrachtet, um die Arbeitskraft der Fachkräfte zu erhalten.
Inhaltsangabe
1 Einleitung
2 Definition von spezialisierte ambulante palliative Versorgung
2.1 Gesetzliche Grundlagen
2.2 Inhalte und formale Voraussetzung für die Aufnahme von SAPV – Kunde
3 Kompetenz und Performanz des Palliativ Care Team
3.1 Rolle der Pflegefachkraft
3.2 Rollenerwartung des palliativ Kunden
3.3 Informationsaustausch des Palliativ Care Team
3.4 Erreichbarkeit des Palliativ Care Team
3.5 Methodische Umsetzung der Versorgung durch das Palliativ Care Team
4 Methode der unternehmerischen Umsetzung
4.1 Lerntheorien der betrieblichen Sozialisation
4.2 Führung nach Lean
4.3 Betriebliche Funktion und Ressourcen in Bezug auf Lean
5 Fazit und Ausblick
Anhang
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist spezialisierte ambulante palliative Versorgung (SAPV)?
SAPV ist eine medizinische und pflegerische Leistung für Patienten mit einer unheilbaren, fortschreitenden Erkrankung, die eine besonders aufwendige Versorgung im häuslichen Umfeld benötigen.
Welche Rolle spielt die Pflegefachkraft im SAPV-Team?
Die Pflegefachkraft benötigt hohe berufliche Handlungskompetenzen, um komplexe Symptome zu lindern und gleichzeitig psychologische Unterstützung für Patienten und Angehörige zu leisten.
Was sind die gesetzlichen Grundlagen der SAPV?
Die SAPV wurde 2007 gesetzlich im SGB V verankert, um einen individuellen Rechtsanspruch auf spezialisierte Palliativversorgung zu schaffen.
Welche Stressfaktoren beeinflussen die Arbeit in der ambulanten Palliativpflege?
Zeitdruck, wirtschaftliche Anforderungen der Träger, die Konfrontation mit dem Tod und die Notwendigkeit ständiger Erreichbarkeit stellen hohe Belastungen dar.
Was versteht man unter dem „Palliativ Care Team“?
Es ist ein multiprofessionelles Team, bestehend aus spezialisierten Ärzten, Pflegekräften und anderen Therapeuten, die eng zusammenarbeiten, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.
Wie wird die berufliche Sozialisation in dieser Arbeit theoretisch begründet?
Die Arbeit nutzt soziologische Theorien wie die Ambiguitätstoleranz, die Rollentheorie und den Symbolischen Interaktionismus nach G.H. Mead.
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- Martina Landwehr (Author), 2014, Spezialisierte ambulante palliative Versorgung (SAPV) in institutioneller Umsetzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270448