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Phonologische Bewusstheit und Zählstrategien bei Kindergartenkindern

Titel: Phonologische Bewusstheit und Zählstrategien bei Kindergartenkindern

Hausarbeit , 2009 , 31 Seiten

Autor:in: Beatrice Hodel Miotti (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit dieser Arbeit möchte ich Zusammenhänge zwischen der phonologischen Bewusstheit und den Zählstrategien bei Kindergartenkindern darlegen und aufzeigen, inwieweit ein eingeschränktes phonologisches Bewusstsein die Zählstrategien beeinflussen kann.

Kinder im Vorschulalter sind deshalb besonders interessant, da sich in diesem Alter die Zählstrategien entwickeln und automatisieren sollten. Mich beschäftigt die Frage, ob sich eine Einschränkung des phonologischen Bewusstseins auch auf die Zählstrategien, die eine wichtige Voraussetzung für das Rechen in der Schule sind, auswirken.

Zu diesem Zweck möchte ich die Zählstrategien, die phonologische Bewusstheit und deren Entwicklung vergleichen. In einer kleinen Felduntersuchung habe ich mit einem selber zusammengestellten Test Kindergartenkinder in den Zählstrategien und dem phonologischen Bewusstsein geprüft. Den Test stelle ich kurz vor und erkläre, nach welchen Gesichtspunkten ich ihn erarbeitet habe. Dieser Kurztest soll Interessierten zur Verfügung stehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Begriffserklärung Zählstrategien und phonologische Bewusstheit

2.2 Entwicklung der Zählstrategien und der phonologischen Bewusstheit

2.3 Neurologische Fundamente der beiden Leistungen

2.3.1 Strukturen und Funktionen des menschlichen Gehirn

2.3.2 Neurologische Gemeinsamkeiten zwischen den Zählstrategien und der phonologischen Bewusstheit

2.3.3 Das Arbeitsgedächtnis

2.4 Felduntersuchung

2.4.1 Test der Phonologischen Bewusstheit mit den geprüften Fähigkeiten

2.4.2 Test der Zählstrategien mit den geprüften Fähigkeiten

2.4.3 Resultate der durchgeführten Tests in Kindergarten, Sprachheilkindergarten und logopädischer Therapie

2.5 Praktische Überlegungen zur Förderung der Zählstrategien

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der phonologischen Bewusstheit und den Zählstrategien bei Kindergartenkindern, um zu klären, inwieweit sprachliche Einschränkungen die mathematischen Basisfertigkeiten beeinflussen und wie eine gezielte Förderung aussehen kann.

  • Entwicklung und neurologische Grundlagen von Zählstrategien und phonologischer Bewusstheit
  • Die Rolle des Arbeitsgedächtnisses bei der kognitiven Verarbeitung
  • Vergleichende Felduntersuchung zwischen Regelkindergarten und Sprachheilkindergarten
  • Methoden zur Diagnose und praktischen Förderung im Vorschulalter

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Strukturen und Funktionen des Gehirns

Die Grosshirnrinde ist entwicklungsgeschichtlich der jüngste Teil des Gehirns und besteht aus folgenden Strukturen: Dem Frontallappen, der durch den präfrontalen Cortex (PFC) die Verhaltenskontrolle (exekutive Funktionen) übernimmt und hinsichtlich seiner Reifung erst im jungen Erwachsenenalter voll zur Verfügung steht. Auch das Arbeitgedächtnis wird, durch die Aufmerksamkeitssteuerung ebenfalls vom PFC her reguliert. Der dorso-laterale Bereich des Frontallappens ist für die Planung und für Suchprozesse im Arbeitsgedächtnis zuständig. Für die verbale Verarbeitung von Gefühlen ist der ventro-laterale Bereich des Frontallappens verantwortlich. Die Kontrolle von Emotionen und Gefühlen wird vom orbito-frontalen Cortex übernommen und dem Broca–Areal, welches für die Sprachproduktion zuständig ist und ebenfalls im Frontallappen liegt.

Im Schläfenlappen ist das Wernicke-Areal für das Sprachverständnis verantwortlich, das Arbeitsgedächtnis wird hier vom medialen Teil des Hippocampus betreut, der Informationen von allen Sinnesmodalitäten integriert und durch Verbindungen zum dem präfrontalen Cortex und dem Temporalcortex weiterverarbeitet. Der Sulcus temporalis superior ist für das Erkennen eines Gegenübers verantwortlich. Die Aufgabe des medialen Temporallappens scheint es zu sein, assoziative Verkettungen zu bilden, so dass bestimmte Erinnerungen sich zu einer Gesamtsituation zusammenfügen können.

Der Scheitellappen ist mit dem Gyrus angularis ist für die sensorische Integration von Hören und Sehen verantwortlich und der intra-parietale Sulcus bildet den mentalen Zahlenstrahl ab. Im Hinterhauptslappen sind das primäre und sekundäre Sehzentrum lokalisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob ein eingeschränktes phonologisches Bewusstsein die Entwicklung von Zählstrategien bei Kindern im Vorschulalter beeinträchtigen kann.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert theoretische Hintergründe der Zählstrategien, phonologischen Bewusstheit sowie deren neurologische Grundlagen und präsentiert die Ergebnisse einer eigenen Felduntersuchung.

2.1 Begriffserklärung Zählstrategien und phonologische Bewusstheit: Dieses Kapitel definiert die zentralen Fachbegriffe und erläutert die Bedeutung von Zählkompetenz sowie phonologischem Bewusstsein für die kognitive Entwicklung.

2.2 Entwicklung der Zählstrategien und der phonologischen Bewusstheit: Hier werden die Meilensteine der Entwicklung beider Kompetenzen vom frühen Kindesalter bis zum Schuleintritt dargestellt.

2.3 Neurologische Fundamente der beiden Leistungen: Eine detaillierte Betrachtung der Gehirnareale, die für Sprachproduktion, Sprachverständnis und mathematische Fähigkeiten essentiell sind.

2.3.1 Strukturen und Funktionen des menschlichen Gehirn: Beschreibung der anatomischen Gegebenheiten des Frontallappens, Schläfenlappens und weiterer Hirnregionen im Kontext der kognitiven Reifung.

2.3.2 Neurologische Gemeinsamkeiten zwischen den Zählstrategien und der phonologischen Bewusstheit: Analyse der überschneidenden Aktivitätsmuster und der Bedeutung des Arbeitsgedächtnisses für beide Bereiche.

2.3.3 Das Arbeitsgedächtnis: Untersuchung der Hilfssysteme wie der zentralen Exekutive und der phonologischen Schleife sowie deren Kapazität in verschiedenen Entwicklungsstadien.

2.4 Felduntersuchung: Darstellung des methodischen Vorgehens bei der empirischen Überprüfung der untersuchten Fähigkeiten an verschiedenen Kindergartentypen.

2.4.1 Test der Phonologischen Bewusstheit mit den geprüften Fähigkeiten: Erläuterung des Testdesigns und der Kriterien zur Erfassung von Wort-, Silben- und Anlautbewusstsein.

2.4.2 Test der Zählstrategien mit den geprüften Fähigkeiten: Beschreibung der Testbatterie zur Erfassung von Vorwärtszählen, flexiblem Zählen und Rückwärtszählen.

2.4.3 Resultate der durchgeführten Tests in Kindergarten, Sprachheilkindergarten und logopädischer Therapie: Zusammenstellung und Auswertung der empirischen Daten der durchgeführten Felduntersuchung.

2.5 Praktische Überlegungen zur Förderung der Zählstrategien: Ableitung pädagogischer Konsequenzen und konkrete Vorschläge zur spielerischen Förderung mathematischer Kompetenzen.

3. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse, die den engen Zusammenhang zwischen Sprachverarbeitung und mathematischer Kompetenz bestätigen.

Schlüsselwörter

Phonologische Bewusstheit, Zählstrategien, Arbeitsgedächtnis, Kindergarten, Sprachentwicklung, Neurologie, Frontallappen, Sprachheilkindergarten, mathematische Frühförderung, Zentrale Exekutive, Phonologische Schleife, Schriftspracherwerb, Dyskalkulie, Diagnose, Förderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie die Entwicklung phonologischer Bewusstheit mit der Ausbildung von Zählstrategien bei Kindern im Kindergartenalter zusammenhängt.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die Sprach- und Zahlenverarbeitung im Gehirn, die Rolle des Arbeitsgedächtnisses sowie diagnostische und förderpädagogische Ansätze im Kindergarten.

Was ist die Forschungsfrage?

Die Untersuchung geht der Frage nach, ob eine Einschränkung des phonologischen Bewusstseins negative Auswirkungen auf die für den Schulerfolg notwendigen Zählstrategien haben kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?

Es wurde eine theoretische Fundierung mittels Literaturanalyse mit einer eigenen empirischen Felduntersuchung kombiniert, bei der Kinder unterschiedlicher Gruppen (Regelkindergarten, Sprachheilkindergarten, Therapie) getestet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Gehirnfunktionen und Entwicklung, eine detaillierte Beschreibung der Testmethodik sowie die quantitative und qualitative Auswertung der Testergebnisse.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind phonologische Bewusstheit, Zählstrategien, Arbeitsgedächtnis, Kindergarten, Förderung und kognitive Entwicklung.

Wie unterscheidet sich die Leistung von Kindern aus dem Sprachheilkindergarten im Vergleich zur Kontrollgruppe?

Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder aus dem Sprachheilkindergarten bei phonologischen und zählbezogenen Aufgaben in der Regel deutlich geringere Erfolgsquoten aufweisen als Kinder aus Regelkindergärten.

Welche Rolle spielt das Arbeitsgedächtnis laut der Autorin?

Das Arbeitsgedächtnis dient als zentrale Schaltstelle für Aufmerksamkeit und Informationsverarbeitung; eine intakte phonologische Schleife ist dabei eine wichtige Voraussetzung für das Automatisieren von Zahlenreihen.

Welche Empfehlungen gibt die Autorin für die Praxis?

Sie empfiehlt eine gezielte, diagnostisch fundierte Frühintervention spätestens ein halbes Jahr vor der Einschulung, die sowohl Sprachspiele als auch gezielte Übungen zur Zählkompetenz umfasst.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Phonologische Bewusstheit und Zählstrategien bei Kindergartenkindern
Hochschule
Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik, Zürich
Veranstaltung
Neurowissenschaften und Heilpädagogik
Autor
Beatrice Hodel Miotti (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
31
Katalognummer
V270457
ISBN (eBook)
9783668281790
ISBN (Buch)
9783668281806
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Phonologische Bewusstheit Zählstrategien Kindergartenkinder
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Beatrice Hodel Miotti (Autor:in), 2009, Phonologische Bewusstheit und Zählstrategien bei Kindergartenkindern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270457
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Leseprobe aus  31  Seiten
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