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Figurencharakteristik der beiden "Zärtlichen Schwestern" im Hinblick auf die Funktion der Charaktere

Ist es notwendig, dass Lottchen ohne Partner ausgeht?

Título: Figurencharakteristik der beiden "Zärtlichen Schwestern" im Hinblick auf die Funktion der Charaktere

Trabajo Escrito , 2009 , 9 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Michèle Eichberg (Autor)

Filología alemana - Historia de la literatura, Épocas
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Die „Zärtlichen Schwestern“ von Christian Fürchtegott Gellert erschien 1747 im Zeitalter der Aufklärung und ist der Empfindsamkeitsströmung zuzuordnen. Im Mittelpunkt dieser Strömung steht der Versuch, mithilfe der Vernunft auch Empfindungen klären zu können. Höchstes Ziel des Daseins sei eine Erlangung moralischer Zufriedenheit, welche entstünde, wenn man sich durch „gute Affekte“ (Sympathie, Freundschaft, Liebe etc.) leiten ließe.
Als rührendes Lustspiel liegt das Stück an der Grenze zwischen Komödie und Tragödie. Gellert beschrieb das Ziel hinsichtlich dieser Grenzüberschreitung seines Werkes folgendermaßen:
„Abschilderungen guter Personen [..] zeigen uns das Gerechte, das Schöne und Löbliche. Jene schrecken von den Lastern ab, diese feuern zu der Tugend an und ermuntern die Zuschauer, ihr zu folgen.“

Inwieweit diese intendierte Funktion des Autors bei den Protagonistinnen Lottchen und Julchen herausgestellt werden kann, soll Gegenstand der folgenden Ausführungen sein. Schließlich soll im Weiteren zu erarbeiten sein, ob eine Notwendigkeit darin besteht, dass das äußerst tugendhafte Lottchen ohne Partner ausgeht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhalt

3. Die Schwestern

3.1 Vorstellung der Figur ‚Lottchen’:

3.2 Vorstellung der Figur ‚Julchen’:

3.3 Beziehung der beiden Schwestern zueinander

4. Funktion der beiden Charaktere

5. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Figurencharakteristik und die erzählerische Funktion der Protagonistinnen Lottchen und Julchen in Christian Fürchtegott Gellerts Lustspiel „Die zärtlichen Schwestern“. Das primäre Ziel ist es, die pädagogische Absicht des Autors im Kontext der Empfindsamkeit zu analysieren und zu hinterfragen, welche dramaturgische Bedeutung das einsame Ende der ansonsten als tugendhaft dargestellten Figur Lottchen hat.

  • Charakteranalyse von Lottchen als tugendhaftes Ideal
  • Wandlungsprozess der Figur Julchen im Verlauf des Stückes
  • Interaktion und Beziehungsdynamik zwischen den Schwestern
  • Funktion des rührenden Lustspiels als erzieherisches Instrument der Aufklärung
  • Interpretation des Endes hinsichtlich moralischer Zufriedenheit und gesellschaftlicher Ideale

Auszug aus dem Buch

3. Die Schwestern

Lottchen ist die ältere Tochter einer bürgerlichen Familie. Ihre Mutter ist schon verstorben und so lebt sie mit ihrem Vater Cleon und ihrer Schwester Julchen zusammen. Lottchen ist sehr tugendhaft. Sie stellt sich stets als redlich, treu und selbstlos dar. Sie schätzt sich selbst als einen Menschen, der nicht das Glück anderer beneidet und auch zur Menschenliebe geneigt ist, ein (II/8, S.40). Von diesen positiven Aspekten ist auch ihre Fremdwirkung bestimmt. Alle anderen Figuren sehen in ihr ebenso ein ‚edles Herz’. Besondere Hochachtung und Gunst kommt ihr vom Vater entgegen. Schon im ersten Auftritt gibt dieser an, dass seine „Goldtochter“ (I/1, S.6) zwar nicht so hübsch wie die Jüngere, doch aber sehr einsichtig und schlau sei, obwohl sie nicht studiert habe (I/1, S.5). Cleon möchte sie auch weiterhin im musikalischen und sprachlichen Bereich fördern.

Lottchen wird als eine Art Ideal gezeigt, als ein Mädchen ohne Fehler. Einzig ist zu tadeln, dass sie in gewissen Situationen zu gutgläubig agiert und auf ihre Menschenliebe beharrt, was man fast schon als naive Züge bezeichnen kann (III/7, S.67f.).

Ihre Beziehung zu ihrem Liebhaber Siegmund ist durch vorbildhafte Diskurse zur Tugendhaftigkeit geprägt. Ihre Liebe zueinander zeigt sich nicht in körperlicher Zuneigung. Siegmund rechnet seinem Lottchen hoch an, dass sie ihr Interesse an ihm trotz seines Vermögensverlustes nicht verloren hat. Das Mädchen selbst gibt an, dass sie nicht gemein liebe, sondern äußerst redlich. (III/20, S.85). Im Gegensatz zu dieser Wahrnehmung steht jedoch ihre Erkenntnis, dass in Situationen, die von wahrer Liebe geprägt sind, das Wort ‚Liebe’ von keinem der Partner gesagt werden muss (II/5, S.37).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in Gellerts Werk im Kontext der Aufklärung und Empfindsamkeit sowie Formulierung der Forschungsfrage nach der Funktion der Protagonistinnen.

2. Inhalt: Zusammenfassung der Handlung, die primär durch Tugenddiskurse und weniger durch äußere Aktionen geprägt ist.

3. Die Schwestern: Detaillierte Charakterisierung der beiden ungleichen Schwestern Lottchen und Julchen sowie Analyse ihrer wechselseitigen Beziehung.

4. Funktion der beiden Charaktere: Untersuchung der moralischen Wirkung auf den Zuschauer und Diskussion, warum Lottchen trotz ihrer Tugendhaftigkeit ohne Partner bleibt.

5. Schluss: Fazit zur Erreichung des pädagogischen Ziels der Tugendhaftigkeit und abschließende Einordnung des Stückendes.

Schlüsselwörter

Christian Fürchtegott Gellert, Die zärtlichen Schwestern, Aufklärung, Empfindsamkeit, Tugend, Figurencharakteristik, Lustspiel, Lottchen, Julchen, Intrige, Moral, Pädagogik, Literaturanalyse, Menschenliebe, Ehe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Charakterzüge der Schwestern Lottchen und Julchen in Gellerts Lustspiel „Die zärtlichen Schwestern“ und beleuchtet deren Funktion innerhalb des Werkes.

Welches Ziel verfolgt die Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die pädagogische Absicht des Autors zu ergründen und zu klären, warum Lottchen, obwohl sie als moralisches Ideal gezeichnet ist, am Ende ohne Partner dasteht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Tugendhaftigkeit, der Bedeutung der Empfindsamkeit für das Handeln der Figuren und der Darstellung bürgerlicher Ehevorstellungen im 18. Jahrhundert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine textimmanente literaturwissenschaftliche Analyse, die primär auf der Auswertung des Dramentextes und ergänzend auf fachspezifischer Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Charaktere Lottchen und Julchen, die Analyse ihrer Interaktionen und die Diskussion ihrer dramaturgischen Funktion als moralische Vorbilder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben dem Autor und dem Werk insbesondere Aufklärung, Empfindsamkeit, Tugenddiskurs und Figurencharakteristik.

Warum wird Julchen im Stück als weniger gelehrt dargestellt?

Julchen wird von anderen Figuren und durch ihre eigenen Äußerungen als unklüger als Lottchen wahrgenommen, was ihre anfängliche Ablehnung der Ehe und ihre unentschlossene Art unterstreicht.

Welche Bedeutung kommt der „Intrige“ im Stück zu?

Die Intrige ist das entscheidende erzählerische Element, das Julchen zur Selbsterkenntnis zwingt und ihre Entwicklung von der freiheitsliebenden Frau hin zur Ehefrau einleitet.

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Detalles

Título
Figurencharakteristik der beiden "Zärtlichen Schwestern" im Hinblick auf die Funktion der Charaktere
Subtítulo
Ist es notwendig, dass Lottchen ohne Partner ausgeht?
Universidad
University of Potsdam  (Institut für Germanistik)
Curso
Einführung in Sprache und Literatur der Frühen Neuzeit
Calificación
1,3
Autor
Michèle Eichberg (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
9
No. de catálogo
V270584
ISBN (Ebook)
9783656619192
ISBN (Libro)
9783656619185
Idioma
Alemán
Etiqueta
figurencharakteristik zärtlichen schwestern hinblick funktion charaktere lottchen partner
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michèle Eichberg (Autor), 2009, Figurencharakteristik der beiden "Zärtlichen Schwestern" im Hinblick auf die Funktion der Charaktere, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270584
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