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Traum- und Albtraumbilder. Zur Inszenierung von Aribert Reimanns "Medea"

Titre: Traum- und Albtraumbilder. Zur Inszenierung von Aribert Reimanns "Medea"

Essai , 2012 , 13 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anne Wagner (Auteur)

Musicologie - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

"Wer bist du, doppeldeutiges Geschöpf?" (Jason). Dieses Zitat aus Franz Grillparzers Trilogie "Das Goldene Vlies" wählt Reimann sehr treffend aus als Motto für seine Oper in vier Bildern: "Medea" (Uraufführung 28.02.2010, Wiener Staatsoper). Die Doppeldeutigkeiten und Ambivalenzen, die prägend sind für die Inszenierung und die handelnden Figuren und ebenso für die Charakteristik der Titelfigur Medea, sowie die verstörenden Erfahrungen und Ängste, die Medea im Handlungsverlauf erleben muss und die andererseits aber auch von Jason selbst sowie von den Griechen auf Medea projiziert werden, werden hier bereits auf der ersten Seite der Partitur prägnant auf einen Satz gebracht. „Doppeldeutig“ beinhaltet sowohl eine positive Komponente als auch eine negative – bezogen auf Unbewusstes, Hoffnungen, Ängste und menschliche Abgründe, könnte man auch von Traum und Albtraum sprechen, die sich beide in einer Figur, Medea, treffen und programmatisch sind für die Handlungen und Erfahrungen der Figuren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. TRAUM- UND ALBTRAUMBILDER

1.1 Zur Inszenierung von Aribert Reimanns Medea

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Inszenierung von Aribert Reimanns Oper "Medea" unter besonderer Berücksichtigung der traum- und albtraumhaften Aspekte, die sowohl in der Musik als auch in der visuellen Gestaltung von Arturo Marelli zum Ausdruck kommen.

  • Analyse des Medea-Mythos und dessen künstlerischer Adaptionen
  • Bedeutung der Vorlage von Franz Grillparzer für Reimanns Komposition
  • Wirkungsweise der musikalischen Stilmittel auf die psychologische Darstellung Medeas
  • Symbolik der Bühnenbildgestaltung (Dualismus zwischen Archaik und Zivilisation)
  • Interpretation des Racheaktes als Kulminationspunkt des "Albtraums"

Auszug aus dem Buch

TRAUM- UND ALBTRAUMBILDER

Dieses Zitat aus Franz Grillparzers Trilogie Das Goldene Vlies wählt Reimann sehr treffend aus als Motto für seine Oper in vier Bildern: Medea (Uraufführung 28.02.2010, Wiener Staatsoper). Die Doppeldeutigkeiten und Ambivalenzen, die prägend sind für die Inszenierung und die handelnden Figuren und ebenso für die Charakteristik der Titelfigur Medea, sowie die verstörenden Erfahrungen und Ängste, die Medea im Handlungsverlauf erleben muss und die andererseits aber auch von Jason selbst sowie von den Griechen auf Medea projiziert werden, werden hier bereits auf der ersten Seite der Partitur prägnant auf einen Satz gebracht. „Doppeldeutig“ beinhaltet sowohl eine positive Komponente als auch eine negative – bezogen auf Unbewusstes, Hoffnungen, Ängste und menschliche Abgründe, könnte man auch von Traum und Albtraum sprechen, die sich beide in einer Figur, Medea, treffen und programmatisch sind für die Handlungen und Erfahrungen der Figuren. Diese Ambivalenzen sollen nun im Folgenden, in Arturo Marellis Inszenierung zur Uraufführung von Reimanns Medea, mit Marlis Petersen in der Hauptrolle, herausgestellt werden.

Der antike Medea-Mythos beinhaltet Themen und Figuren, die in vergangenen Epochen bis hin zur heutigen Zeit Ansatzpunkte für zahlreiche künstlerische Auseinandersetzungen geliefert haben, was wohl nicht zuletzt an der Faszination für die Figur der Medea und ihrem Schicksal liegt. Medea als starke Frauenfigur und als Archetyp, also als Figur, die ganz elementare menschliche Erfahrungen repräsentiert – wie auch Andreas Lang in seinem gleichnamig mit dem o. g. Motto betitelten Artikel Wer bist du, doppeldeutiges Geschöpf? betont – ist also geradezu prädestiniert dazu, Künstler zu inspirieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. TRAUM- UND ALBTRAUMBILDER: Einleitung in die Themenstellung, die die Ambivalenz von Traum und Albtraum in der Inszenierung von Aribert Reimanns "Medea" sowie die mythologische Bedeutung der Titelfigur beleuchtet.

1.1 Zur Inszenierung von Aribert Reimanns Medea: Detaillierte Untersuchung der musikalischen Struktur, der symbolischen Bühnengestaltung und der dramatischen Entwicklung, die den Racheakt als Höhepunkt des albtraumhaften Scheiterns einer Gesellschaft darstellt.

Schlüsselwörter

Medea, Aribert Reimann, Oper, Grillparzer, Traum, Albtraum, Inszenierung, Musiktheater, Mythos, Ambivalenz, Psychologie, Bühnenbild, Rache, Integration, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Inszenierung von Aribert Reimanns Oper "Medea" und konzentriert sich dabei auf die Darstellung von Traum- und Albtraumaspekten in der Regie von Arturo Marelli.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Mittelpunkt stehen die künstlerische Auseinandersetzung mit dem antiken Mythos, die Wirkung der Musik auf das Erleben der Figuren sowie die visuelle Abgrenzung von "Archaik" und "Zivilisation" im Bühnenbild.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Reimanns Musik und Marellis Inszenierung die inneren Abgründe und die psychologische Entwicklung Medeas als albtraumhafte Erfahrung erfahrbar machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine musikwissenschaftliche und theaterwissenschaftliche Analyse, die Libretto, Partitur, Aufführungspraxis und literarische Vorlagen wie Franz Grillparzers "Das Goldene Vlies" miteinander in Bezug setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die musikalische Symbolik, die Kostümierung der Charaktere, die räumliche Trennung zwischen Medea und den Griechen sowie den finalen dramatischen Höhepunkt des Racheaktes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Medea, Aribert Reimann, Traum, Albtraum, Inszenierung, Oper und Mythos charakterisieren.

Warum wählt Reimann gerade Grillparzers "Das Goldene Vlies" als Vorlage?

Reimann empfand Grillparzers Fokus auf Medea als leidende Person als passender für sein Vorhaben, die Aktualität und die archetypischen Elemente des Stoffes hervorzuheben, anstatt sich nur auf antike Quellen zu stützen.

Wie wird das "Albtraumhafte" im Bühnenbild visuell umgesetzt?

Das Bühnenbild trennt die Welt der "barbarischen" Medea (karge, graue Felslandschaft) von der der "zivilisierten" Griechen (moderner Glaspalast), wobei diese Umgebung als symbolische Projektion von Macht und Ausgrenzung fungiert.

Inwiefern hat die Musik eine psychologische Kommentarfunktion?

Reimanns Musik illustriert nicht den bloßen Handlungsverlauf, sondern kommentiert Medeas Seelenzustand und fungiert als direktes Bindeglied zwischen den inneren Abgründen der Protagonistin und der Wahrnehmung des Zuschauers.

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Résumé des informations

Titre
Traum- und Albtraumbilder. Zur Inszenierung von Aribert Reimanns "Medea"
Université
Saarland University
Note
1,3
Auteur
Anne Wagner (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
13
N° de catalogue
V270615
ISBN (ebook)
9783656619604
ISBN (Livre)
9783656619574
Langue
allemand
mots-clé
Medea Reimann Oper zeitgenössisch Uraufführung Wien Grillparzer
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anne Wagner (Auteur), 2012, Traum- und Albtraumbilder. Zur Inszenierung von Aribert Reimanns "Medea", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270615
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