In diesem Beitrag soll aufgezeigt werden, welche Vor- und Nachteile der Einsatz von Filmen und
Filmausschnitten im Geschichtsunterricht hat und wie Filme im Unterricht eingesetzt werden
sollten.
Die Frage, die sich stellt, ist, ob überhaupt eine Sinnhaftigkeit im Einsatz von Filmen im
Geschichtsunterricht für den lernpsychologischen Erfolg der Schülerinnen und Schüler besteht.
„Historisches Interesse, Wissen, Verständnis und Bewusstsein der Lernenden wird mehr durch
Filme und Fernsehen gesteuert als durch den Geschichts- und Politikunterricht“. Am Ende soll
dieser Gedanke von Bodo von Borries erneut aufgegriffen und begründet werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Arten von Filmen (in Bezug auf Unterrichtskompatibilität)
3. Welche Vorteile hat der Filmeinsatz im Unterricht?
4. Welche Nachteile ergeben sich durch den Filmeinsatz im Unterricht?
5. Arbeiten mit dem Film nach Norbert Zwölfer
6. „Filmarbeit im Geschichtsunterricht“ (kurzgefasst)
7. Fazit
8. Literaturempfehlungen
9. Literatur
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die didaktische Sinnhaftigkeit und methodische Umsetzung des Filmeinsatzes im Geschichtsunterricht unter kritischer Abwägung von Chancen und Risiken.
- Klassifizierung verschiedener Filmarten für den schulischen Gebrauch
- Analyse der lernpsychologischen Vorteile und didaktischen Potenziale von Filmen
- Reflexion über Herausforderungen wie Zeitaufwand und Subjektivität bei der Filmanalyse
- Vorstellung methodischer Schritte für die professionelle Filmarbeit im Unterricht
Auszug aus dem Buch
Arbeiten mit dem Film nach Norbert Zwölfer
Norbert Zwölfer empfiehlt für die Länge des Filmausschnittes einen Zeitrahmen von zehn bis maximal 15 Minuten. Die restliche Zeit sollte zum Verstehen, Fragen stellen und Analysieren genutzt werden. Am Ende müssen sich am Ende des Filmausschnittes unbedingt äußern dürfen. Jedoch sollte dazu in der Klasse eine Regel existieren, die das Auslachen einer Schülerantwort verbietet. Nur so ist eine ehrliche Äußerung möglich. Ein NS-Propagandafilm, der – wie oben beschrieben – die Macht besitzt, junge Menschen zu verführen, muss daher ebenso offen besprochen werden. Dies ist die Pflicht der politischen Erziehung eines jeden Lehrers.
Darüber hinaus sollte mit den Schülerinnen und Schülern die Filmsprache besprochen werden. Es gibt Sequenzen, die sind absichtlich aus dieser oder jener Kameraperspektive aufgenommen, um damit ein bestimmtes Gefühl beim Zuschauer auszulösen.
Schließlich bietet sich ein Vergleich zwischen mehreren Filmen oder Sequenzen an. Die Wochenschau der Nationalsozialisten und die der Alliierten des gleichen Zeitraumes. So wird den Schülerinnen und Schülern die Beeinflussung der Medien bewusst.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz des Filmeinsatzes im Geschichtsunterricht dar und hinterfragt die lernpsychologische Sinnhaftigkeit.
2. Arten von Filmen (in Bezug auf Unterrichtskompatibilität): Es werden vier Kategorien unterschieden: Filmdokumente, Dokumentarfilme, Unterrichtsfilme und historische Spielfilme.
3. Welche Vorteile hat der Filmeinsatz im Unterricht?: Das Kapitel erläutert die gesteigerte Vorstellungskraft sowie die Möglichkeit, Abstraktionen durch konkrete Bilder zu veranschaulichen.
4. Welche Nachteile ergeben sich durch den Filmeinsatz im Unterricht?: Hier werden Zeitaufwand, die Gefahr subjektiver Geschichtsbilder sowie die mögliche Reizüberflutung der Schüler thematisiert.
5. Arbeiten mit dem Film nach Norbert Zwölfer: Es werden konkrete methodische Empfehlungen gegeben, um Filme didaktisch reflektiert und sicher im Unterricht einzusetzen.
6. „Filmarbeit im Geschichtsunterricht“ (kurzgefasst): Eine übersichtliche Auflistung der notwendigen Arbeitsschritte von der Präsentation bis zur Beurteilung eines Filmausschnitts.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass der Filmeinsatz bei guter Vorbereitung didaktisch absolut sinnvoll ist und die Nachteile überwiegen kann.
8. Literaturempfehlungen: Eine kuratierte Auswahl weiterführender Werke zur Filmanalyse und Didaktik.
9. Literatur: Das Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Filmanalyse, Geschichtsunterricht, Filmdidaktik, Unterrichtsmethode, Filmdokument, Dokumentarfilm, Spielfilm, Lernpsychologie, NS-Propagandafilm, Medienkompetenz, Historisches Bewusstsein, Norbert Zwölfer, Filmvergleich, Mediendidaktik, Unterrichtspraxis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Anwendung und den didaktischen Auswirkungen von Filmen und Filmausschnitten im Geschichtsunterricht.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Filmklassifizierung, den Vor- und Nachteilen des Medieneinsatzes sowie praktischen Analysemodellen.
Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Arbeit untersucht, ob der Einsatz von Filmen für den lernpsychologischen Erfolg der Schüler sinnvoll ist und wie dies methodisch umgesetzt werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine fachdidaktische Literaturanalyse, die auf Basis einschlägiger Handbücher der Geschichtsdidaktik und -methodik argumentiert.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil analysiert verschiedene Filmtypen, die Vor- und Nachteile sowie konkrete methodische Arbeitsschritte für Lehrkräfte.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Filmanalyse, Geschichtsunterricht, didaktische Reflexion, Medienkompetenz und historische Filmgattungen.
Wie bewertet der Autor den Einsatz von historischen Spielfilmen?
Der Autor warnt vor der Gefahr, dass Spielfilme eine historische Realität suggerieren, die so nicht stattgefunden hat, weshalb eine kritische Einordnung unerlässlich ist.
Welchen Zeitrahmen empfiehlt Norbert Zwölfer für Filmausschnitte?
Norbert Zwölfer empfiehlt eine Länge von zehn bis maximal 15 Minuten, um ausreichend Zeit für Analyse und Diskussion zu haben.
- Citar trabajo
- Moritz M. Schmidt (Autor), 2013, Filmanalyse als Unterrichtsmethode in den Handbüchern der Geschichtsdidaktik und -methodik, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270673