Die Einsatzmöglichkeiten von geographischen Informationssystemen haben sich in den letzten Jahren enorm gesteigert. Bisher wurde sie vor allem von Behörden und auch in der Forschung eingesetzt. Mittlerweile haben sie aber auch Einzug in die Wirtschaft gehalten. Speziell werden sie in Ver- und Entsorgungsunternehmen eingesetzt. Hierbei dienen die geographische Informationssysteme zur Netzdarstellung und Verknüpfung
mit anderen Daten. Diese spezielle Art von geographischen Informationssystemen nennt man Netzinformationssysteme.
In dieser Arbeit soll nun eine Einführung in diese Art des Informationssystems gegeben und die speziellen Anforderungen an selbiges gezeigt werden. Im Anschluss daran werden noch zwei Beispiele für bereits installierte Systeme vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
A. Einleitung
B. Netzinformationssysteme
I. Definition
II. Voraussetzungen und Anforderungen
III. Bestandteile eines NIS
IV. Planarten
V. Beispiele für Netzinformationssysteme
1. Trinkwasserinformationssysteme
2. Kanalinformationssysteme
3. Abwasserinformationssysteme
C. Anwendungsbeispiele
I. Kanalinformationssystem Duisburg
1. Allgemein
2. Geplante Anwendungsbereiche für das KIS
3. Anforderungen an das KIS
4. Einführung des Systems
5. Ergebnisse
II. GDV in einem Versorgungsunternehmen
1. Allgemeines
2. Planerstellungen
3. Weiterführende Anbindungen
D. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, eine grundlegende Einführung in Netzinformationssysteme (NIS) zu geben, ihre spezifischen Anforderungen zu erläutern und den praktischen Nutzen anhand von realen Anwendungsbeispielen in Versorgungsunternehmen aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definition von Netzinformationssystemen als GIS-Spezialform
- Anforderungen an Datenstruktur, Netzlogik und Schnittstellen
- Kategorisierung verschiedener Planarten für die Netzdokumentation
- Praxisnahe Fallstudien zur Einführung von Kanalinformationssystemen und GDV
- Wirtschaftliche Potenziale und Herausforderungen im Betrieb von NIS
Auszug aus dem Buch
I. Definition
Ein Netzinformationssystem (NIS) ist eine spezielle Ausführung eines geographischen Informationssystems (GIS). In einem Ver- oder Entsorgungsunternehmen dient es zur Darstellung von Netzstrukturen in Verbindung mit Informationsdaten über ein Netz und meist auch in Anbindung an Auswertungsprogramme. Durch die Darstellung eines Leitungsnetzes in digitaler Form wird das NIS in Ver- und Entsorgungsbetrieben auch Leitungsinformationssystem genannt.
Zusammenfassung der Kapitel
A. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung geographischer Informationssysteme innerhalb von Ver- und Entsorgungsunternehmen.
B. Netzinformationssysteme: Definition des NIS sowie detaillierte Betrachtung der notwendigen Anforderungen, Komponenten und unterschiedlichen Planarten.
C. Anwendungsbeispiele: Analyse praktischer Umsetzungen anhand des Kanalinformationssystems Duisburg und des GDV-Einsatzes in einem Versorgungsunternehmen.
D. Zusammenfassung: Reflexion über die Chancen und wirtschaftlichen Vorteile sowie die Risiken und notwendigen Sicherheitsvorkehrungen beim Einsatz von NIS.
Schlüsselwörter
Netzinformationssystem, NIS, Geoinformatik, GIS, Kanalinformationssystem, Leitungsinformationssystem, Netztopologie, Datenintegration, Versorgungsunternehmen, Netzplanung, CAD-Kopplung, Infrastrukturmanagement, digitale Netzdokumentation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von Netzinformationssystemen in der Ver- und Entsorgungsbranche und deren Rolle bei der digitalen Verwaltung komplexer Leitungsnetze.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die technische Definition von NIS, die Anforderungen an die Datenhaltung, verschiedene Planungsarten sowie die wirtschaftliche Implementierung in der Praxis.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein Verständnis für die Funktionsweise und den Mehrwert von NIS zu vermitteln und die Implementierung anhand konkreter Beispiele aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Methode, basierend auf Fachliteratur und der Auswertung realer Implementierungsprojekte in Versorgungsunternehmen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in NIS-Strukturen und einen praktischen Teil mit Fallbeispielen zur Kanal- und Netzverwaltung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Netzinformationssystem, GIS, Kanalinformationssystem, Netztopologie und Wirtschaftlichkeit.
Warum ist das Kanalnetz von Duisburg ein besonderes Beispiel?
Duisburg dient als Beispiel, da dort ein sehr großes, teilweise über 100 Jahre altes Leitungsnetz unter wirtschaftlichen und regulatorischen Aspekten systematisch digitalisiert wurde.
Welche Sicherheitsaspekte werden bei der Arbeit mit NIS genannt?
Die Arbeit warnt vor Systemabstürzen, Abhängigkeiten von der IT-Infrastruktur sowie der Gefahr durch Viren und Hacker, weshalb analoge Datensicherungen weiterhin essenziell bleiben.
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- Diplom-Geograph Univ. Bernd Stummer (Autor), 2001, Netz- und Leitungsinformationssysteme: Überblick und Beispiele, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27070