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Das organisationale Feld Hochschule und die Implementierung von Bachelor- und Master-Studiengängen

Governance am Beispiel des Neoinstitutionalismus

Titel: Das organisationale Feld Hochschule und die Implementierung von Bachelor- und Master-Studiengängen

Hausarbeit , 2013 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jannina Schreiber (Autor:in)

Pädagogik - Hochschulwesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Deutsche Hochschulsystem befindet sich im Umbruch. In Anbetracht zentraler Schlüsselwörter wie Profilbildung, Hochschulautonomie und Bologna-Prozess werden zahlreiche Reformvorhaben auf den Ebenen der Forschung, Lehre und der akademischen Selbstverwaltung durchgeführt. Hierbei greifen gegenwärtige Arbeiten klassische Gedanken zum soziologischen NI wiederholt auf. Die nötigen Impulse zu der Renaissance des NI in den Sozialwissenschaften geben zahlreiche Veränderungen innerhalb des Hochschulbereichs. Mit der Implementierung einer gestuften Studienstruktur mit international anerkannten Bachelor- und Masterabschlüssen soll das Ziel eines gemeinsamen europäischen Hochschulraumes realisiert werden. Die KMK hat am 12. Juni 2003 mit den „10 Thesen zur Bachelor- und Masterstruktur in Deutschland“ wesentliche Eckpunkte für diese Umstellung des deutschen Hochschulsystems festgelegt. Auf dieser Basis wurden im Oktober 2003 „Ländergemeinsame Strukturvorgaben gemäß § 9 Abs. 2 HRG für die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudiengängen" verabschiedet.
Doch wie kann es zu einer Angleichung von formalen Strukturen von Organisationen im deutschen Hochschulsektor kommen? Um dieser Frage nachzugehen, wird die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen (BMS) in Deutschland fokussiert. Der Schwerpunkt dieser Arbeit besteht darin, die Strukturangleichung von den Organisationen des tertiären Bildungssektors mit dem klassischen Isomorphiemodell der neo-institutionalistischen Theorie zu erläutern.
Daraus ergibt sich folgende Gliederung: Nach einer entsprechenden Einführung in die Thematik umfasst das Zweite Kapitel den theoretischen Rahmen, um die Bedeutung des neo-institutionalistischen Ansatzes zu verstehen. Ferner wird definiert, was genau sich hinter dem Label des soziologischen NI verbirgt und welche Schlüsselbegriffe eine essentielle Rolle spielen. Anschließend wird das klassische Isomorphiemodell von DiMaggio/Powell überprüft: Das Kapitel 3 dient dem Zweck, Möglichkeiten aufzuzeigen, inwiefern es zu einer Homogenisierung innerhalb des organisationalen Feldes von Hochschulen kommen kann. In Kapitel 4 wird ein abschließendes Resümee gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Der theoretische Rahmen

2.1 Worum geht es im Neo-Institutionalismus? - Ein Überblick

2.2 Was ist der Unterschied zwischen Organisationen und Institutionen?

2.3 Ansätze in der neo-institutionalistischen Organisationstheorie

2.3.1 Zentrale Grundannahmen des makroinstitutionalistischen Ansatzes

3. Das organisationale Feld Hochschule und die Einführung von BA/MA Studiengängen

4. Resümee

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Strukturangleichung im deutschen Hochschulsektor im Zuge der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen (BMS), indem sie den Prozess durch die Linse des klassischen Isomorphiemodells der neo-institutionalistischen Organisationstheorie analysiert.

  • Grundlagen des Neo-Institutionalismus und Definition von Institutionen
  • Differenzierung zwischen mikro- und makroinstitutionalistischen Ansätzen
  • Analyse der Mechanismen von Isomorphie (Zwang, Mimese, normativer Druck)
  • Anwendung des Isomorphiemodells auf den Wandel im Hochschulwesen

Auszug aus dem Buch

Isomorphie durch normativen Druck

Den Akkreditierungseinrichtungen als Akteur kommt aktuell eine neue Rolle innerhalb des Hochschulbereiches zu. Die KMK hat mit dem Beschluss Ende 1998 erstmalig die Akkreditierung von Studiengängen, die Etablierung eines Akkreditierungsrates, die Gründung von Akkreditierungsagenturen und letztlich die strukturellen Vorgaben für die BMS eingeführt und entwickelt. Im März 2006 wurde die zentrale Bedeutung der Qualitätssicherung in der Hochschulforschung vor dem Hintergrund des steigenden, globalen Wettbewerbs und der Autonomie der Hochschulen seitens der KMK herausgestellt. Der Folgebericht 2011 hält fest, dass die Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung stetig weitergeführt werden müssen. Um sich im gegenwärtigen Wettbewerb positionieren zu können, bedarf es laut Krücken einer eigenständigen Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit, welche sich die Organisation aktiv erarbeitet.

Jedoch wird von den Universitäten wiederum die Pflicht zur allgemeinen Rechenschaft abverlangt. Dies geschieht in Form jeglicher formaler Qualitätskontrollen und anderweitiger Akkreditierungsmaßnahmen. Eine Tendenz zur Isomorphie durch normativen Druck ist durchaus erkennbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel erläutert den Reformdruck auf das deutsche Hochschulsystem durch den Bologna-Prozess und definiert das Ziel der Arbeit, die Strukturangleichung mittels der neo-institutionalistischen Theorie zu untersuchen.

2. Der theoretische Rahmen: Hier werden die Grundlagen des Neo-Institutionalismus, die Abgrenzung zwischen Organisationen und Institutionen sowie die zentralen makro- und mikroinstitutionalistischen Forschungsansätze dargelegt.

3. Das organisationale Feld Hochschule und die Einführung von BA/MA Studiengängen: Das Kapitel wendet das Isomorphiemodell auf die deutsche Hochschullandschaft an und zeigt auf, wie Zwang, Mimese und normativer Druck die Angleichung von Studiengängen und Organisationsstrukturen beeinflussen.

4. Resümee: Die Arbeit fasst zusammen, dass der neo-institutionalistische Ansatz ein wertvolles Analyseinstrument bietet, jedoch eine Weiterentwicklung benötigt, um die komplexe Realität der heutigen Hochschullandschaft vollständig zu erfassen.

Schlüsselwörter

Neo-Institutionalismus, Hochschule, Bachelor- und Masterstudiengänge, Isomorphie, Organisation, Institution, Strukturangleichung, Bologna-Prozess, Legitimität, Rationalitätsmythen, Akkreditierung, Qualitätssicherung, Hochschulautonomie, Zwang, Mimese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den strukturellen Wandel an deutschen Hochschulen, insbesondere die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen, unter dem theoretischen Blickwinkel des Neo-Institutionalismus.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den Konzepten der Organisation und Institution, dem Isomorphiemodell von DiMaggio und Powell sowie der praktischen Anwendung dieser Theorie auf das deutsche Hochschulwesen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Angleichung von formalen Strukturen innerhalb des Hochschulsektors durch die Mechanismen der neo-institutionalistischen Organisationstheorie erklärbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, bei der das klassische Isomorphiemodell als Analyserahmen dient, um aktuelle Prozesse an Hochschulen zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Überprüfung der Isomorphiemechanismen (Zwang, Mimese, normativer Druck) am Beispiel der BMS-Einführung und der staatlichen Steuerung der Hochschulen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Neo-Institutionalismus, Isomorphie, Bologna-Prozess, Legitimität und Hochschulsteuerung geprägt.

Welche Rolle spielt der Staat im aktuellen Hochschuldiskurs?

Der Staat wandelt sich laut der Arbeit von einem direkten Kontrollorgan zu einem indirekten Steuerungsakteur, der durch Rahmenbedingungen und Finanzierung weiterhin massiven Einfluss auf die Hochschulen ausübt.

Warum wird die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen als Isomorphie gewertet?

Die Einführung wird als Strukturangleichung betrachtet, bei der Hochschulen versuchen, durch die Übernahme standardisierter formaler Strukturen (BMS) Legitimität in einer durch den Bologna-Prozess geprägten Umwelt zu gewinnen.

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Details

Titel
Das organisationale Feld Hochschule und die Implementierung von Bachelor- und Master-Studiengängen
Untertitel
Governance am Beispiel des Neoinstitutionalismus
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Bildungs- und Erziehungswissenschaften)
Note
1,0
Autor
Jannina Schreiber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
15
Katalognummer
V270759
ISBN (eBook)
9783656622482
ISBN (Buch)
9783656622444
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neoinstitutionalismus BA/MA-Studiengänge Organisation Institution Organisationstheorie Isomorphie Hochschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jannina Schreiber (Autor:in), 2013, Das organisationale Feld Hochschule und die Implementierung von Bachelor- und Master-Studiengängen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270759
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Leseprobe aus  15  Seiten
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