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Das Menschenrechtsregime der UN: analysiert anhand der Regimetheorie

Titre: Das Menschenrechtsregime der UN: analysiert anhand der Regimetheorie

Essai , 2012 , 8 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Tatjana Brütting (Auteur)

Politique - Sujet: Droit international et les droits de l'homme
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Mit der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Resolution 217 A (III)) von 1948, als Reaktion auf die unmenschlichen Grausamkeiten im Zweiten Weltkrieg, hatten sich die Mitgliedsstaaten der UN erstmals in der Geschichte auf weltweit geltende Menschenrechte, auf der Grundlage eines gemeinsamen Verständnisses der Menschenwürde, geeinigt (Huhle, 2008: 2). Dies wurde in der Präambel der Erklärung folgend formuliert: "da die Nichtanerkennung und Verachtung der Menschenrechte zu Akten der Barbarei geführt haben, die das Gewissen der Menschheit mit Empörung erfüllen […], da es notwendig ist, die Menschenrechte durch die Herrschaft des Rechtes zu schützen, damit der Mensch nicht gezwungen wird, als letztes Mittel zum Aufstand gegen Tyrannei und Unterdrückung zu greifen, […] verkündet die Generalversammlung die vorliegende Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" (Resolution 217 A (III), 1948: Präambel).
Diese Erklärung war somit einer der bedeutendsten Schritte in dieser Hinsicht und beeinflusste auch spätere nationale wie internationale Abkommen zum Schutz der Menschenrechte, wie die Menschenrechtskonvention vom 4. November 1950 oder den UNOPakt I und II. Das Zustandekommen dieser Erklärung soll nun anhand der Regimetheorie von
Robert O. Keohane analysiert werden. Die zentralen Fragen dabei sind: Was waren die Gründe für diese internationale Kooperation und wie wurde das Regime letztendlich realisiert? Hierfür werden im nächsten Kapitel die für uns relevanten Aspekte der Regimetheorie von Robert O. Keohane herausgearbeitet und die Theorie anschließend im darauffolgenden Kapitel auf das Menschenrechtsregime der UN angewendet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Regimetheorie nach Robert O. Keohane

3 Die Entstehung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN

4 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Entstehung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 mithilfe der Regimetheorie von Robert O. Keohane zu analysieren und zu erklären, warum es zur Bildung dieses internationalen Kooperationsregimes kam.

  • Grundlagen der Regimetheorie nach Keohane
  • Die Rolle der Interdependenzdichte bei der Regimebildung
  • Analyse der Kosten-Nutzen-Relation und Transaktionskosten
  • Historischer Kontext der Menschenrechts-Erklärung nach dem Zweiten Weltkrieg
  • Einfluss des Ost-West-Konflikts auf die Ausgestaltung des Regimes

Auszug aus dem Buch

Die Regimetheorie nach Robert O. Keohane

Die Regimetheorie nach Robert O. Keohane geht davon aus, dass Staaten bei großer Interdependenzdichte international miteinander kooperieren und so anarchische Regime bilden, die eine institutionalisierte Form der Kooperation darstellen, und im gemeinsamen Interesse der Akteure idealerweise zur dauerhaften politischen Lösung in einem bestimmten Problemfeld führen.

Die Bildung von Regimen wird hierbei von bestimmten Faktoren beeinflusst. Als Anlass zur Regimebildung führt eine dauerhafte Problematik, die von mehreren Staaten erkannt wird und gelöst werden möchte. Entscheidend bei der Lösung des Problems, mittels internationaler Kooperation, ist die Betrachtung der Kosten-Nutzen-Relation. Das bestehende Problem kann für jeden Akteur nur durch internationale Kooperation gelöst werden. Doch nur, wenn für die einzelnen Akteure mehr Nutzen aus dieser Kooperation gezogen werden kann, als Kosten beansprucht werden, kommt es sehr wahrscheinlich auch zur Bildung von Regimen. Diese Kosten-Nutzen-Relation ist dabei unter anderem abhängig von der Höhe der Interdependenzdichte zwischen den einzelnen Akteuren. Je höher die Interdependenzdichte ist, desto größer ist auch der Nutzen internationaler Kooperation (Keohane 1984: 79). Internationale Kooperation kommt jedoch nur zustande wenn sie durch internationale Regime gesichert wird. Diese Regime sind grundsätzlich anarchische, völkerrechtlich nicht bindende Organisationen und besitzen keine Akteursqualität.

Des Weiteren kann sich die Anzahl der am Regime beteiligten Staaten, laut Keohane, ebenfalls auf die Kosten-Nutzen-Relation auswirken. Hierbei beeinflusst die Kooperation von vielen Staaten vor allem die Kosten-Seite. Je mehr Staaten sich dem Regime anschließen, desto größer ist auch der Kontrollaufwand über die Einhaltung der festgelegten Regeln und Normen. Dies bringt nicht nur finanziellen und organisatorischen Aufwand mit sich, sondern erhöht auch die Chancen, dass Kooperationsverstöße ungeahndet bleiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die historische Bedeutung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und formuliert die Forschungsfrage auf Basis der Regimetheorie.

2 Die Regimetheorie nach Robert O. Keohane: Dieses Kapitel arbeitet die zentralen Konzepte von Keohane heraus, insbesondere die Bedeutung von Interdependenzdichte, Kosten-Nutzen-Relationen und die Funktion von Regimen als Kooperationskatalysatoren.

3 Die Entstehung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN: In diesem Teil wird die Theorie auf den historischen Fall der UN-Menschenrechtserklärung angewandt, wobei die Gründe für die Entstehung und die strukturellen Hürden analysiert werden.

4 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, inwieweit die Regimetheorie die Entstehung des Menschenrechtsregimes erklären kann und wo Grenzen der theoretischen Anwendung liegen.

Schlüsselwörter

Regimetheorie, Robert O. Keohane, Internationale Kooperation, UN-Menschenrechte, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Interdependenzdichte, Transaktionskosten, Regimebildung, Völkerrecht, Ost-West-Konflikt, Internationale Beziehungen, Kooperationskatalysator, Menschenrechtskommission, Anarchie, Politikwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Entstehung des UN-Menschenrechtsregimes im Jahr 1948 unter Anwendung der Regimetheorie von Robert O. Keohane.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der internationalen Beziehungen, den Mechanismen der Regimebildung, der Kosten-Nutzen-Analyse staatlicher Kooperation und der Entstehungsgeschichte der Menschenrechte nach dem Zweiten Weltkrieg.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erklären, warum Staaten international kooperieren, um Menschenrechtsregime zu bilden, und inwieweit diese Kooperation den theoretischen Annahmen Keohanes folgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, bei der ein historisches Ereignis (die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) mittels der Regimetheorie nach Robert O. Keohane interpretiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Erläuterung der Regimetheorie und deren anschließende Anwendung auf den historischen Kontext des Ost-West-Konflikts und der UN-Verhandlungen.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Regimetheorie, Kooperationskatalysator, Interdependenzdichte, Transaktionskosten und die UN-Menschenrechtserklärung charakterisiert.

Warum wurde kein völkerrechtlich bindender Vertrag, sondern nur eine Erklärung verabschiedet?

Aufgrund des ausgeprägten Ost-West-Konflikts und unterschiedlicher Auffassungen über politische versus soziale Rechte konnte kein Konsens für einen völkerrechtlich bindenden Vertrag erzielt werden; die Erklärung bot den notwendigen kleinsten gemeinsamen Nenner.

Wie wirkt sich die Anzahl der beteiligten Staaten auf die Regimebildung aus?

Laut Theorie erhöht eine große Anzahl von Staaten den Kontrollaufwand, was Kooperationsverstöße begünstigen kann. Im vorliegenden Fall wurde dies durch eine sehr allgemein gehaltene Erklärung kompensiert, um möglichst viele Akteure einzubinden.

Welche Bedeutung hat der Ost-West-Konflikt in diesem Prozess?

Er fungierte als maßgebliches Hindernis, da die gegensätzlichen ideologischen Blöcke unterschiedliche Vorstellungen von der Ausgestaltung und Verbindlichkeit der Menschenrechte hatten, was die Kompromissfindung erschwerte.

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Résumé des informations

Titre
Das Menschenrechtsregime der UN: analysiert anhand der Regimetheorie
Université
University of Bamberg
Note
1,3
Auteur
Tatjana Brütting (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
8
N° de catalogue
V270838
ISBN (ebook)
9783656624936
ISBN (Livre)
9783656624912
Langue
allemand
mots-clé
Menschenrechtsregime UN Regimetheorie Keohane Robert internationale Politik Regime
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tatjana Brütting (Auteur), 2012, Das Menschenrechtsregime der UN: analysiert anhand der Regimetheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270838
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