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Politik und Medien. Ein prekäres Verhältnis

Instrumentalisierung oder Abhängigkeit?

Titre: Politik und Medien. Ein prekäres Verhältnis

Essai , 2013 , 6 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Suzanne Seif (Auteur)

Médias / Communication - Médias et Politique, Communication politique
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Gegenwartsgesellschaften der westlichen Welt sind in den letzten Jahrzehnten einer zunehmenden funktionalen Differenzierung und Komplexität ausgesetzt, der sich nur schwer zu entziehen ist. Diese Prozesse haben Auswirkungen auf alle Teilbereiche des gesellschaftlichen Lebens. Innerhalb moderner Demokratien hat sich somit auch das Verhältnis zwischen Politik und Medien sukzessiv gewandelt. Politik ist seit jeher auf die Aufmerksamkeit von Medien angewiesen um mit der Wählerschaft in einen kommunikativen Austausch zu treten. Massenmedien erfüllen ihrerseits die essentiellste Funktion der öffentlichen Meinungsbildung für den demokratischen Prozess. Das Wirkungsgerüst von Politik und Medien hat sich jedoch dahingehend verändert, als dass es sich zusehends komplexer ausgestaltet. Durch dynamische Prozesse der Entpolitisierung sowie Popularisierung der Medienlandschaft gewannen Print, Rundfunk und Onlinemedien stärkeren Einfluss auf die Politik und daraus resultierend auf deren öffentlichen Wahrnehmung. In der politischen Kommunikationsforschung ist gegenwärtig von „Mediendemokratien“, einer „Mediatisierung der Politik“ und anderen Schlüsselbezeichnungen die Rede. All jene Begrifflichkeiten beziehen sich auf die mittlerweile verbreiteten These, einer zunehmenden Abhängigkeit der Politik und Parteien von massenmedialer Darstellung (Pfetsch/Perc 2004: 34). Doch lässt sich die Beziehung dieser beiden Teilsysteme wirklich so einseitig beschreiben? Genauso gut könnte postuliert werden, dass Politik die Medien instrumentalisiert. Oder besteht hier gar ein wechselseitiger Austausch beider Bereiche, der durch gesunden Ausgleich gekennzeichnet ist? Diesen Fragen werde ich mich im Folgenden widmen und diskutieren, ob und inwiefern Massenmedien Einfluss auf Politik und wiederum Politik Einfluss auf Massenmedien ausüben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Wandel der Medienlandschaft und deren Einfluss auf die Politik

3. Wechselseitige Abhängigkeiten und Mediensysteme

4. Strategien politischer Einflussnahme und ihre Grenzen

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieses Essays ist die Untersuchung des komplexen und wechselseitigen Verhältnisses zwischen Politik und Massenmedien, um zu klären, inwieweit eine Abhängigkeit oder Instrumentalisierung zwischen diesen beiden gesellschaftlichen Teilsystemen besteht.

  • Die Entwicklung von „Mediendemokratien“ und der Prozess der „Mediatisierung der Politik“.
  • Die Auswirkungen der kommerzialisierten Medienlandschaft auf den politischen Prozess.
  • Die Funktionsweisen von Agenda-Setting, Framing-Effekten und Priming-Effekten.
  • Die Herausforderungen der „Symbolpolitik“ im Kontext journalistischer Anforderungen.
  • Die Bedeutung von Konstanz und politischer Rhetorik in modernen Gesellschaften.

Auszug aus dem Buch

Politik und Medien – ein prekäres Verhältnis

Gegenwartsgesellschaften der westlichen Welt sind in den letzten Jahrzehnten einer zunehmenden funktionalen Differenzierung und Komplexität ausgesetzt, der sich nur schwer zu entziehen ist. Diese Prozesse haben Auswirkungen auf alle Teilbereiche des gesellschaftlichen Lebens. Innerhalb moderner Demokratien hat sich somit auch das Verhältnis zwischen Politik und Medien sukzessiv gewandelt. Politik ist seit jeher auf die Aufmerksamkeit von Medien angewiesen um mit der Wählerschaft in einen kommunikativen Austausch zu treten. Massenmedien erfüllen ihrerseits die essentiellste Funktion der öffentlichen Meinungsbildung für den demokratischen Prozess. Das Wirkungsgerüst von Politik und Medien hat sich jedoch dahingehend verändert, als dass es sich zusehends komplexer ausgestaltet. Durch dynamische Prozesse der Entpolitisierung sowie Popularisierung der Medienlandschaft gewannen Print, Rundfunk und Onlinemedien stärkeren Einfluss auf die Politik und daraus resultierend auf deren öffentlichen Wahrnehmung. In der politischen Kommunikationsforschung ist gegenwärtig von „Mediendemokratien“, einer „Mediatisierung der Politik“ und anderen Schlüsselbezeichnungen die Rede.

All jene Begrifflichkeiten beziehen sich auf die mittlerweile verbreiteten These, einer zunehmenden Abhängigkeit der Politik und Parteien von massenmedialer Darstellung (Pfetsch/Perc 2004: 34). Doch lässt sich die Beziehung dieser beiden Teilsysteme wirklich so einseitig beschreiben? Genauso gut könnte postuliert werden, dass Politik die Medien instrumentalisiert. Oder besteht hier gar ein wechselseitiger Austausch beider Bereiche, der durch gesunden Ausgleich gekennzeichnet ist? Diesen Fragen werde ich mich im Folgenden widmen und diskutieren, ob und inwiefern Massenmedien Einfluss auf Politik und wiederum Politik Einfluss auf Massenmedien ausüben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des sich wandelnden Verhältnisses zwischen Politik und Medien ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der gegenseitigen Beeinflussung.

2. Der Wandel der Medienlandschaft und deren Einfluss auf die Politik: Hier wird der Kontext der zunehmenden Komplexität und Kommerzialisierung der Medienlandschaft beleuchtet und deren Auswirkungen auf politische Handlungsoptionen diskutiert.

3. Wechselseitige Abhängigkeiten und Mediensysteme: Dieses Kapitel analysiert die strukturellen Rahmenbedingungen von Medien und Politik sowie die daraus resultierenden Spannungsfelder zwischen Medienlogik und politischer Prozesshaftigkeit.

4. Strategien politischer Einflussnahme und ihre Grenzen: Der Fokus liegt hier auf der Professionalisierung der politischen Öffentlichkeitsarbeit, der Instrumentalisierung medialer Prozesse und den damit verbundenen Risiken wie der Symbolpolitik.

5. Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die gegenseitige Durchdringung beider Systeme und fordert eine Rückbesinnung der Politik auf inhaltliche Substanz und Konstanz.

Schlüsselwörter

Politik, Medien, Mediendemokratie, Mediatisierung, Massenmedien, Agenda-Setting, Framing-Effekte, Priming-Effekte, Symbolpolitik, öffentliche Wahrnehmung, Kommunikation, politische Öffentlichkeit, Demokratie, Systemlogik, Medienrealität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das wechselseitige, oft problematische Verhältnis zwischen politischen Akteuren und den Massenmedien in modernen westlichen Demokratien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Mediatisierung der Politik, die Struktur der Medienlandschaft, journalistische Selektionsmechanismen und die strategische Öffentlichkeitsarbeit der Politik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu analysieren, ob Politik die Medien instrumentalisiert oder ob die Politik zunehmend von medialen Vorgaben abhängig ist, um ihre Legitimität zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine essayistische Auseinandersetzung, die auf einer theoretischen Reflexion bestehender kommunikationswissenschaftlicher Konzepte und Thesen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen von Agenda-Setting und Framing, die systembedingten Zielkonflikte sowie die Herausforderungen der Symbolpolitik für die moderne Demokratie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mediatisierung, Symbolpolitik, Agenda-Setting und systemische Abhängigkeit geprägt.

Wie unterscheidet sich die Arbeitsweise von öffentlich-rechtlichen und privaten Medien laut dem Essay?

Der Autor unterscheidet primär zwischen der Finanzierung und dem Programmauftrag: Während öffentlich-rechtliche Medien an Programmaufträge gebunden sind, sind private Medien stärker vom Verwertungsdruck der Einschaltquoten abhängig.

Warum wird die "Symbolpolitik" als Gefahr für die politische Substanz angesehen?

Symbolpolitik wird als Gefahr gesehen, da sie mehr der medialen Inszenierung dient als der inhaltlichen Problemlösung, wodurch die notwendige politische Konstanz und Argumentationsbasis erodieren.

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Résumé des informations

Titre
Politik und Medien. Ein prekäres Verhältnis
Sous-titre
Instrumentalisierung oder Abhängigkeit?
Université
University of Leipzig
Note
1,7
Auteur
Suzanne Seif (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
6
N° de catalogue
V270873
ISBN (ebook)
9783656627029
ISBN (Livre)
9783656626985
Langue
allemand
mots-clé
politik medien verhältnis instrumentalisierung abhängigkeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Suzanne Seif (Auteur), 2013, Politik und Medien. Ein prekäres Verhältnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270873
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Extrait de  6  pages
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