Der Begriff „Mobbing“ trat das erste Mal in Erscheinung, als der Verhaltensforscher Konrad Lorenz in seinem Zusammenhang den Angriff einer Gruppe von Tieren auf einen Eindringling erklärte. Kurz darauf, in den 60er Jahren wurde der Begriff dann schließlich auch für das menschliche Sozialverhalten übernommen, doch an Bedeutung gewann er in Deutschland erst, als der Mobbingforscher Professor Heinz Leymann in dern 90er Jahren begann, unter seiner Bezeichnung erste Untersuchungen über die gezielte Benachteiligung und Schikane einzelner Beschäftigter am Arbeitsplatz durchzuführen. Seitdem kursiert der Begriff Mobbing immer wieder in der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion. Er beschreibt ein Phänomen, das gerade in der heutigen Arbeitswelt eine wachsende und durchaus ernst zu nehmende Problematik darstellt und dem, ungeachtet der großen persönlichen sowie betriebs- und volkswirtschaftlichen Schäden, die es nach sich zieht, oft nicht genügend Aufmerksamkeit zuteil wird.
Doch was versteht man eigentlich genau unter Mobbing?
Um Mobbing besser verstehen zu können, ist es zunächst wichtig, den Begriff von anderen Konzepten abzugrenzen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Was ist Mobbing? – Definition und Abgrenzung zu anderen Konzepten
2 Ursachen, Gründe und Motive
2.1 Täterbedingte Ursachen
2.2 Persönlichkeitsbedingte Ursachen
2.3 Betriebliche Rahmenbedingungen und Ursachen
3 Mobbingstrategien und -formen
3.1 Mobbingverhaltensweisen
3.2 Typische Verlaufsphasen
4 Folgen und Auswirkungen auf Individuum und Betrieb
4.1 Persönliche Auswirkungen
4.2 Wirtschaftliche Auswirkungen
5 Prävention und Intervention
5.1 Handlungsbereiche der Prävention
5.2 Handlungsbereiche der Intervention
5.2.1 Persönliche Ebene
5.2.2 Betriebliche Ebene
6 Rechtslage in Deutschland
6.1 Rechtliche Situation des Opfers
6.2 Rechtliche Verpflichtung des Arbeitsgebers
7 Eigene Stellungnahme und kritische Hinterfragung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit behandelt das Thema Mobbing am Arbeitsplatz als personalwirtschaftliches Problem. Das primäre Ziel ist es, den Begriff Mobbing zu klären, die Ursachen, den Verlauf und die Strategien dahinter sowie die Folgen für die Betroffenen und das Unternehmen zu beleuchten. Abschließend werden Präventions- und Interventionsmaßnahmen aufgezeigt.
- Definition und Abgrenzung des Begriffs Mobbing
- Ursachenanalyse (täter- und persönlichkeitsbedingt sowie betriebliche Rahmenbedingungen)
- Analyse der Mobbingstrategien und -phasen
- Folgen für das Individuum und betriebswirtschaftliche Auswirkungen
- Präventions- und Interventionsstrategien auf betrieblicher und persönlicher Ebene
Auszug aus dem Buch
1 Einführung
Der Begriff „Mobbing“ trat das erste Mal in Erscheinung, als der Verhaltensforscher Konrad Lorenz in seinem Zusammenhang den Angriff einer Gruppe von Tieren auf einen Eindringling erklärte. Kurz darauf, in den 60er Jahren wurde der Begriff dann schließlich auch für das menschliche Sozialverhalten übernommen, doch an Bedeutung gewann er in Deutschland erst, als der Mobbingforscher Professor Heinz Leymann in dern 90er Jahren begann, unter seiner Bezeichnung erste Untersuchungen über die gezielte Benachteiligung und Schikane einzelner Beschäftigter am Arbeitsplatz durchzuführen. Seitdem kursiert der Begriff Mobbing immer wieder in der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion. Er beschreibt ein Phänomen, das gerade in der heutigen Arbeitswelt eine wachsende und durchaus ernst zu nehmende Problematik darstellt und dem, ungeachtet der großen persönlichen sowie betriebs- und volkswirtschaftlichen Schäden, die es nach sich zieht, oft nicht genügend Aufmerksamkeit zuteil wird.
Doch was versteht man eigentlich genau unter Mobbing?
Um Mobbing besser verstehen zu können, ist es zunächst wichtig, den Begriff von anderen Konzepten abzugrenzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Das Kapitel führt in das Thema Mobbing ein, erläutert die geschichtliche Herkunft des Begriffs und definiert die Zielsetzung der Hausarbeit.
2 Ursachen, Gründe und Motive: Es werden die verschiedenen Auslöser für Mobbing untersucht, unterteilt in täterbedingte Faktoren, die Persönlichkeitsstruktur der Opfer sowie betriebliche Rahmenbedingungen.
3 Mobbingstrategien und -formen: Dieses Kapitel analysiert konkrete Verhaltensweisen und die typischen Verlaufsphasen, die einen Mobbingprozess charakterisieren.
4 Folgen und Auswirkungen auf Individuum und Betrieb: Hier werden die gesundheitlichen und beruflichen Konsequenzen für die Betroffenen sowie die wirtschaftlichen Schäden für Unternehmen dargelegt.
5 Prävention und Intervention: Es werden Strategien zur Vermeidung von Mobbing sowie konkrete Handlungsmaßnahmen für Betroffene und Betriebe bei akutem Mobbing vorgestellt.
6 Rechtslage in Deutschland: Das Kapitel beleuchtet die aktuelle rechtliche Situation in Deutschland, einschließlich der Möglichkeiten für Opfer und der Pflichten des Arbeitgebers.
7 Eigene Stellungnahme und kritische Hinterfragung: Die Autorin reflektiert die Komplexität des Themas in der Praxis und kritisiert die häufige Tabuisierung sowie unzureichende Präventionsbemühungen in Unternehmen.
Schlüsselwörter
Mobbing, Arbeitsplatz, Konfliktmanagement, Personalwirtschaft, Prävention, Intervention, Mobbing-Report, Arbeitsorganisation, Betriebsklima, Führungskräfte, Rechtliche Aspekte, Gesundheitliche Folgen, Wirtschaftspsychologie, Soziale Identität, Konfliktbearbeitung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit Mobbing am Arbeitsplatz als personalwirtschaftliches Problem, untersucht dessen Ursachen, Folgen sowie Möglichkeiten zur Vorbeugung und Bewältigung.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Zu den zentralen Themen gehören die Definition von Mobbing, Täter- und Opferprofile, betriebliche Rahmenbedingungen, Phasenmodelle, die Auswirkungen auf Gesundheit und Wirtschaftlichkeit sowie juristische Handlungsoptionen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine fundierte Analyse des Mobbing-Phänomens und die Aufarbeitung praktischer Lösungsansätze, um Arbeitgebern und Betroffenen Instrumente für einen konstruktiveren Umgang mit Konflikten an die Hand zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und wertet einschlägige Studien wie den „Mobbing Report“ der BAuA aus, um eine theoretisch fundierte und praxisorientierte Darstellung zu gewährleisten.
Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die Ursachenforschung, die Identifikation von Mobbingstrategien und Verlaufsformen, die Darstellung der gravierenden Folgen für Individuum und Unternehmen sowie die detaillierte Beschreibung von Interventionsmaßnahmen.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?
Kernbegriffe sind Prävention, Intervention, Arbeitsklima, personalwirtschaftliches Handeln, Führungskompetenz und Rechtslage.
Wie wichtig ist das Betriebsklima bei der Mobbingprävention?
Das Betriebsklima ist entscheidend, da eine Kultur der Wertschätzung und Transparenz als „Mobbing-Abwehrsystem“ fungiert und verhindert, dass Konflikte eskalieren.
Welche Rolle spielt der Arbeitgeber rechtlich?
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, das Persönlichkeitsrecht und die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu schützen; er kann bei Unterlassung geeigneter Maßnahmen schadensersatzpflichtig werden.
Warum ist das Führen eines Mobbing-Tagebuchs ratsam?
Ein Tagebuch dient als detaillierte Dokumentation von Datum, Zeit und Art der Schikanen, was sowohl die außergerichtliche Klärung als auch die Beweislage vor einem Arbeitsgericht wesentlich erleichtert.
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- A. B. (Autor), 2013, Mobbing am Arbeitsplatz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270911