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Kann Erziehung sowohl autoritär als auch autonom und frei sein?

Título: Kann Erziehung sowohl autoritär als auch autonom und frei sein?

Trabajo Escrito , 2012 , 17 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anna Hausmann (Autor)

Didáctica - Didáctica general, objetivos de la educación, métodos
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Es ist bis heute noch nicht ganz konkret klar, ob die Erziehung eines Kindes auf einer autoritären Basis verlaufen sollte, oder ob ein Kind das Recht auf eine autonome und freie Erziehung hat. Autorität ist eine Art Reizthema, wie Roland Reichenbach es in seinem Buch „Pädagogische Autorität“ nennt, da man sofort dazu veranlagt ist, eine bestimmte Stellung, dafür oder dagegen, einzunehmen. Es gibt etliche Diskussionen über dieses Thema, die meistens zu zwei gegengesetzten Stellungen führen, entweder für die Autorität oder für die Freiheit. Aber gibt es vielleicht einen sogenannten „goldenen Mittelweg“, der diese Gegensätze auflösen könnte? Könnte eine zweiseitige Erziehung, die sowohl teilweise autoritär, aber auch frei und autonom ist, nicht viel mehr erreichen als eine einseitige Erziehung?
Mit dieser Arbeit wird genau dies untersucht. In einem ersten Teil wird der Begriff der „Autorität“ näher untersucht. Zuerst wird eine allgemeine Begriffserklärung dargestellt, die dann von den Merkmalen der Autorität gefolgt wird. Ferner werden auch noch die genaueren Quellen des Autoritätsgedankens erforscht, um sicherer zu sein, wo dieser überhaupt herkommt. Zuletzt wird dann die Autorität im pädagogischen Bereich untersucht, wobei auf die Autoritätsbeziehungen zwischen einem Kind und seinen Eltern und Lehrern eingegangen wird. Darüber hinaus folgt dann eine Begriffserklärung der „Autonomie/Freiheit“, wobei konkreter auf die antiautoritäre Pädagogik eingegangen wird. Nachträglich wird dann ein Kapitel für die Zusammensetzung dieser beiden Richtungen genutzt. Die Idee ist, eine „autonome/freie pädagogische Autorität“ zu untersuchen, wo sowohl Autorität, als auch Autonomie vertreten sind. Es soll geprüft werden, inwieweit eine derartige Erziehung vielleicht besser und erfolgreicher ist, als eine einseitige autoritäre oder autonome Erziehung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Autorität

2.1. Quellen des Autoritätsgedankens

2.2. Merkmale der Autorität

2.3. Pädagogische Autorität

3. Autonomie/Freiheit

3.1. Antiautoritäre Pädagogik und Anti-Pädagogik

4. Autonome/freie pädagogische Autorität

4.1. Merkmale einer „guten“ Autorität

4.2. Hemmende und fördernde Autorität

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen autoritärer Erziehung und dem kindlichen Recht auf Autonomie und Freiheit, um zu prüfen, ob ein „goldener Mittelweg“ existiert, der beide Aspekte vereint.

  • Begriffliche Analyse von Autorität und pädagogischer Autorität
  • Untersuchung historischer und soziokultureller Quellen des Autoritätsgedankens
  • Gegenüberstellung von Autonomie, Freiheit und antiautoritären Erziehungskonzepten
  • Charakterisierung einer „guten“, modernen und fördernden Autorität
  • Bestimmung des Zusammenhangs von elterlicher/lehrpersoneller Führung und kindlicher Entwicklung

Auszug aus dem Buch

2.2. Merkmale der Autorität

Das erste Merkmal der Autorität ist, dass diese zugeschrieben wird, d.h., dass eine Person nur über so viel Autorität verfügt, wie ihr von anderen zugeschrieben wird. Dementsprechend stellt diese Zuschreibung für die Person eine Quelle der Macht dar. „Wer weiß, dass die anderen ihn als Autorität anerkennen, braucht sich um ihre grundsätzliche Gehorsamsbereitschaft nicht sorgen.“ Als zweites Merkmal kann die Autorität als eine figurative Konstruktion wirken, d.h. wenn eine Person eine Autorität darstellt, dann sind alle anderen automatisch nicht-autoritäre Personen gegenüber dieser Autoritätsperson.

Demzufolge baut sich ein Netz von Beziehungen auf, dass durch die Struktur der Einzelpersonen beeinflusst wird. Dass Autorität auf Anerkennung einer Person durch andere beruht, wird von Sofsky und Paris als drittes Merkmal festgelegt. Anknüpfend daran das vierte Merkmal, wo erklärt wird, dass die Anerkennung der Autorität auch die Anerkennung der Werte, welche die Autorität vertritt, beinhaltet. Gemeint ist damit, dass der Anerkennende die Werte und Normen des Anerkannten (die Autorität) vertreten muss. Ein bedeutendes Merkmal ist das fünfte, wo die Autoritäten als Persönlichkeiten beschrieben werden. Meistens sind Autoritätsfiguren mit einer starken Ausstrahlung, Kompetenz und Selbstsicherheit geprägt, wobei natürlich der Status der Autorität einer objektiven Instanz zu verdanken ist.

Darüber hinaus wird mit dem sechsten Merkmal erklärt, dass sich das Bild der Autorität auf die gesamte Person bezieht, d.h. es entsteht eine sogenannte Generalisierungstendenz. Psychologisch kann dies mit dem „Halo-Effekt“ vergleichen werden, wo von bekannten Eigenschaften einer Person automatisch auf unbekannte Eigenschaften geschlossen wird. Dementsprechend wird der Autoritätsperson nicht nur auf einem bestimmten Bereich Anerkennung geschenkt, sondern auch auf anderen Gebieten, wo diese möglicherweise keine Autorität besitzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen autoritärer Erziehung und kindlicher Freiheit ein und formuliert das Ziel, die Möglichkeiten einer „autonomen/freien pädagogischen Autorität“ zu untersuchen.

2. Autorität: Das Kapitel beleuchtet das Wesen der Autorität durch ihre soziokulturellen Ursprünge und definiert sie als zwischenmenschliche Beziehung, ergänzt um eine strukturierte Liste von Merkmalen nach Sofsky und Paris.

3. Autonomie/Freiheit: Hier werden die Konzepte von Autonomie und Mündigkeit diskutiert, wobei insbesondere Rousseaus „negative Erziehung“ sowie die Ansätze der antiautoritären Pädagogik und Anti-Pädagogik kritisch betrachtet werden.

4. Autonome/freie pädagogische Autorität: Dieses Hauptkapitel synthetisiert Autorität und Freiheit, definiert die Merkmale einer „guten“ modernen Autorität und differenziert zwischen hemmenden (herrschaftsbasierten) und fördernden (demokratischen) Autoritätsformen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Erziehung im besten Fall eine Verbindung aus notwendiger elterlicher/lehrpersoneller Anleitung und der Förderung kindlicher Autonomie darstellen sollte.

Schlüsselwörter

Autorität, pädagogische Autorität, Erziehung, Autonomie, Freiheit, Mündigkeit, antiautoritäre Pädagogik, Anti-Pädagogik, Gehorsam, Macht, Führungskompetenz, Identifikation, Erziehungswissenschaft, soziale Beziehung, Selbständigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, ob Erziehung autoritär gestaltet sein kann, ohne die Autonomie und Freiheit des Kindes zu unterdrücken.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind das Verständnis von Autorität in der Erziehung, das Konzept der Autonomie und die Möglichkeiten einer modernen, fördernden Autoritätsbeziehung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, ob ein „goldener Mittelweg“ existiert, bei dem Erziehung sowohl teilweise autoritär als auch frei und autonom gestaltet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse erziehungswissenschaftlicher Konzepte und empirischer Studien zur pädagogischen Autorität.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Begriffs der Autorität, eine Auseinandersetzung mit Autonomiekonzepten (inkl. antiautoritärer Ansätze) und die Zusammenführung beider Aspekte zu einer „autonomen/freien pädagogischen Autorität“.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind insbesondere pädagogische Autorität, Autonomie, Freiheit, Mündigkeit und das Verhältnis zwischen Erzieher und Zögling.

Welche Rolle spielt die „negative Erziehung“ nach Rousseau?

Sie dient als historisches Beispiel für eine Erziehungsform, die das Kind nicht bevormundet, sondern es durch indirekte Anleitung zur Entdeckung eigener Erfahrungen befähigt.

Warum unterscheidet die Arbeit zwischen hemmender und fördernder Autorität?

Diese Unterscheidung ist notwendig, um Machtdemonstration (hemmend) von jener Autorität abzugrenzen, die dem Kind hilft, vernünftiges Handeln und soziale Fähigkeiten zu erlernen (fördernd).

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Kann Erziehung sowohl autoritär als auch autonom und frei sein?
Universidad
University of Münster  (Erziehungswissenschaften)
Curso
Grundbegriffe der Pädagogik
Calificación
1,7
Autor
Anna Hausmann (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
17
No. de catálogo
V270972
ISBN (Ebook)
9783656630234
ISBN (Libro)
9783656630227
Idioma
Alemán
Etiqueta
Pädagogik Erziehung Autonome Erziehung Autorität Autoritäre Erziehung Jean-Jaque Rousseau
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anna Hausmann (Autor), 2012, Kann Erziehung sowohl autoritär als auch autonom und frei sein?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/270972
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