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Geschlechtsspezifische Merkmale von Jungen und ihre Konsequenzen für pädagogische Institutionen, Elternschaft und soziale Arbeit

Título: Geschlechtsspezifische Merkmale von Jungen und ihre Konsequenzen für pädagogische Institutionen, Elternschaft und soziale Arbeit

Trabajo , 2014 , 30 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Stephan Müller (Autor)

Trabajo social
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„Jungen sind in den letzten Jahren verstärkt ins Blickfeld der pädagogischen
Aufmerksamkeit gerückt. Das Thema »Jungen« ist sowohl in den Medien als auch in der
erziehungswissenschaftlichen Fachdiskussion gegenwärtig sehr präsent. […] Dies alles
zeigt, dass es unter Professionellen wie auch in der Öffentlichkeit einen großen
Informationsbedarf zu diesem Thema gibt.“
(Matzner/Tischner 2008, S. 9)
Unstrittig handelt es sich um ein Thema, welches aktuell viel Aufmerksamkeit erlangt: Wie
steht es um die Jungen, was sind die Gründe für die Probleme in Kindergarten und
Schule, für Konflikte mit den Eltern? Ist vielleicht eine besondere Form der Unterstützung
nötig?

Folgende Fragestellungen sollen helfen, sich dem Thema zu nähern:
• Haben Jungen spezifische Merkmale, welche ihre Entwicklung anders verlaufen
lassen als die von Mädchen?
• Wie stellt sich gegenwärtig die Situation der Jungen in den Bereichen
pädagogische Institutionen, Familie und soziale Arbeit dar?
• Ist es notwendig, aus den Antworten auf die beiden vorherigen Fragen
Konsequenzen für pädagogische Institutionen, Eltern und soziale Arbeit
abzuleiten?

Nach der Einleitung wird die Frage untersucht, ob Jungen spezifische Merkmale haben
und welche ebendiese sind. Darauffolgend wird ihre spezifische Situation in
pädagogischen Institutionen untersucht und die Konsequenzen werden dargestellt,
welche die bisherigen Erkenntnisse für ebenjene haben. Ebenso wird mit den
Lebenswelten Familie und Einrichtungen der sozialen Arbeit verfahren. Die Arbeit wird mit
einem Fazit abgerundet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Spezifische Merkmale von Jungen

2.1 Geschlechtsunterschiede im Gehirn und ihre psychologische Bedeutung

2.2 Geschlechtstypische Verhaltensweisen

2.3 Die Theorie vom Autismus als einer Extremform des männlichen Gehirns

3 Geschlechtsspezifische Merkmale von Jungen und Schlussfolgerungen für die Elternschaft

4 Geschlechtsspezifische Merkmale von Jungen und Schlussfolgerungen für pädagogische Institutionen

4.1 Jungen und Kindertagesstätten

4.2 Jungen und Schule

4.3 ADHS als Diagnose geschlechtsspezifischer Normabweichung von Jungen

5 Konsequenzen für sozialen Arbeit

5.1 Pädagogische Praxis in der Arbeit mit Jungen

5.2 Ausbildung und Diskurs

5.3 Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen

6 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, ob Jungen über spezifische, biologisch oder entwicklungspsychologisch begründbare Merkmale verfügen, die ihren Entwicklungsverlauf von dem der Mädchen unterscheiden. Ziel ist es, die aktuelle Situation von Jungen in pädagogischen Institutionen, im familiären Kontext und in der sozialen Arbeit zu analysieren, um daraus notwendige Konsequenzen für eine angemessene Unterstützung abzuleiten.

  • Biologische Grundlagen der Geschlechtsunterschiede im Gehirn und Verhalten
  • Die Rolle von väterlichen Vorbildern und Identifikationsfiguren
  • Herausforderungen für Jungen in Bildungseinrichtungen wie Kitas und Schulen
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Pathologisierung von Jungenverhalten (ADHS)
  • Notwendigkeit einer geschlechterbewussten Pädagogik in der sozialen Arbeit

Auszug aus dem Buch

4.3 ADHS als Diagnose geschlechtsspezifischer Normabweichung von Jungen

„Was früher als „normales“ Jungenverhalten durchging („Er ist halt ein richtiger Junge!“), wird heute oft als Problem gesehen („Das sind alles kleine Machos!“). […] Verändert haben sich unsere Einstellungen zu Erziehung, Strafe und Selbstkontrolle. Früher wurde regelwidriges Verhalten von Jungen oft durch einen autoritären Erziehungsstil in Grenzen gehalten. Dieser ist heut nicht mehr gefragt. Kinder haben heute mehr Freiräume für Eigenaktivität und damit auch für wildes, freches und widerständiges Verhalten gegenüber anderen Kindern und Erwachsenen. Diese Freiheit geht jedoch mit der Erwartung nach mehr Selbstkontrolle einher: Kinder sollen selbst einsehen, dass und warum sie still sein, sitzen bleiben, warten sollen.. Tun sie das nicht, müssen sie mit negativen Konsequenzen rechnen, wobei sie dann noch „selbst schuld“ sind, weil ihr Verhalten ja vermeintlich ihre eigene Entscheidung war.“ (Rohrmann 2008, S.111)

„Jeder zehnte Junge in Deutschland ist krank. Zu wild und zu laut. Er testet ständig Grenzen. Er kann in der Schule nichtstillsitzen, ist ungeduldig, kann sich nicht konzentrieren, er wird wütend und aggressiv. Er stört. Er provoziert, obwohl er es nicht will, er fühlt sich missverstanden. Er bekommt schlechte Noten. Er ist schwierig und anstrengend für Eltern und Lehrer, so schwierig, dass er irgendwann beim Kinderarzt sitzt und die Diagnose bekommt: ADHS, das Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom. Dann ist der Junge nicht mehr schwierig, sondern krank. Für ein schwieriges Kind gibt es Gründe: überforderte Eltern, eine kaputte Familie, unfähige Lehrer, zu viel Computerspiele und zu wenig Kletterbäume. Wenn ein schwieriges Kind für krank erklärt wird, braucht sich niemand verantwortlich zu fühlen: Krankheiten können genetisch veranlagt sein oder Schicksal oder beides. Keiner kann etwas dafür. Nicht der Junge, nicht Eltern, nicht Lehrer, nicht Umstände. Wer krank ist, bekommt Medizin. Eine Pille, die gesund macht. Für die wilden Jungen gibt es eine Pille, die sie still und aufmerksam macht: Ritalin.“ (Hoffmann & Schmelcher 2012, S. 1)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Themas „Jungen“ in der aktuellen Fachdiskussion sowie Definition der Fragestellung und des Aufbaus der Arbeit.

2 Spezifische Merkmale von Jungen: Darstellung biologischer und neurowissenschaftlicher Unterschiede zwischen den Geschlechtern sowie Analyse typischer Verhaltensweisen und der Theorie vom Autismus als männliche Extremform.

3 Geschlechtsspezifische Merkmale von Jungen und Schlussfolgerungen für die Elternschaft: Untersuchung der Bedeutung von Vaterfiguren und männlichen Rollenmodellen für die Identitätsfindung und Entwicklung von Jungen.

4 Geschlechtsspezifische Merkmale von Jungen und Schlussfolgerungen für pädagogische Institutionen: Analyse der Probleme von Jungen in Kindertagesstätten und Schulen sowie kritische Betrachtung der ADHS-Diagnose als Mittel zur Pathologisierung jungentypischen Verhaltens.

5 Konsequenzen für sozialen Arbeit: Diskussion über die Notwendigkeit einer ent-ideologisierten Jungenarbeit und die Forderung nach mehr männlichen Fachkräften sowie politischer Teilhabe.

6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Plädoyer für einen pädagogischen Ansatz, der „Gleiches gleich und Ungleiches seiner Eigenart entsprechend verschieden“ behandelt.

Schlüsselwörter

Jungenpädagogik, Geschlechtsunterschiede, ADHS, Ritalin, Jungenförderung, Soziale Arbeit, Erziehung, Geschlechtsidentität, Bildungsbenachteiligung, Vaterrolle, Verhaltensauffälligkeiten, Gender-Mainstreaming, Normabweichung, Kindertagesstätte, Schule

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den spezifischen Merkmalen von Jungen und den daraus resultierenden Herausforderungen für das pädagogische System, die Elternschaft und die soziale Arbeit in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind biologische und psychologische Geschlechtsunterschiede, die Rolle von männlichen Vorbildern, die Bildungsbenachteiligung von Jungen sowie eine kritische Analyse des Umgangs mit ADHS-Diagnosen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass Jungen spezifische Entwicklungsbedürfnisse haben, die in der aktuellen, teilweise weiblich geprägten Bildungslandschaft vernachlässigt werden, und Wege zu einer angemesseneren Förderung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Studien aus der Pädagogik, Psychologie und Neurowissenschaft basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung biologischer Dispositionen, die Rolle der Eltern, die Situation in Schulen und Kitas sowie die Diskussion über die soziale Arbeit und den akademischen Diskurs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jungenpädagogik, Geschlechterunterschiede, Pathologisierung, Jungenförderung, Bildungsbenachteiligung und väterliche Prinzipien.

Warum sieht der Autor ADHS kritisch?

Der Autor hinterfragt die Diagnose ADHS als ein Mittel, um jungentypisches Verhalten – wie Bewegungsdrang und Aggressivität – in einem für Jungen unfreundlichen System durch Medikation zu unterdrücken, anstatt die Rahmenbedingungen anzupassen.

Welche Rolle spielen „väterliche Prinzipien“?

Sie dienen laut Autor als notwendiges Korrektiv zu „mütterlichen“ Erziehungsprinzipien und bieten Jungen Orientierung durch Autorität, klare Regeln und Struktur, was für die Identitätsfindung essenziell ist.

Final del extracto de 30 páginas  - subir

Detalles

Título
Geschlechtsspezifische Merkmale von Jungen und ihre Konsequenzen für pädagogische Institutionen, Elternschaft und soziale Arbeit
Universidad
University of Welfare Mannheim
Curso
"Wenn die Welt nicht (mehr) heil ist.."
Calificación
1,0
Autor
Stephan Müller (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
30
No. de catálogo
V271061
ISBN (Ebook)
9783656631705
ISBN (Libro)
9783656631699
Idioma
Alemán
Etiqueta
geschlechtsspezifische merkmale jungen konsequenzen institutionen elternschaft arbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephan Müller (Autor), 2014, Geschlechtsspezifische Merkmale von Jungen und ihre Konsequenzen für pädagogische Institutionen, Elternschaft und soziale Arbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271061
Leer eBook
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Extracto de  30  Páginas
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