In dieser Arbeit wird sich mit Kommunikation (verbal, nonverbal) und den verschiedenen Kommunikationsarten auseinandergesetzt, die es gibt. Insbesondere wird, wie der Titel es verrät, auf die Kommunikationsarten für Taubblinde eingegangen und welche Bedeutung diese haben. Dies sind u.a. Taktile Gebärdensprache, Braille-Schrift, Lormen und Bezugsobjekte.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Kommunikation
3 Verbale Kommunikation
4 Nonverbale Kommunikation
5 Kommunikation bei taubblinden Menschen
5.1 Taubblindheit
5.2 Taktile Gebärdensprache
5.3 Braille-Schrift
5.4 Lormen
5.5 Bezugsobjekte
6 Bedeutung von Kommunikation für taubblinde Menschen
7 Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die grundlegende Bedeutung von Kommunikation für taubblinde Menschen und analysiert, welche spezifischen Kommunikationssysteme existieren, um soziale Teilhabe und Selbstständigkeit zu ermöglichen.
- Theoretische Grundlagen der menschlichen Kommunikation
- Differenzierung zwischen verbaler und nonverbaler Kommunikation
- Spezielle Kommunikationsformen bei Taubblindheit (Lormen, Taktile Gebärdensprache, Braille)
- Die lebenswichtige Funktion von Kommunikation zur Vermeidung von Isolation
Auszug aus dem Buch
5.1 Taubblindheit
Die Hände sind die Ohren und die Stimme des taubblinden Menschen. (vgl. Amanda Stine, 1997 in Lemke-Werner u. Pittroff, 2012, S. 92) Um zu klären wie Kommunikation bei taubblinden Menschen zu verstehen ist, wird zuerst geklärt, was Taubblindheit ist. „Taubblindheit ist eine Behinderung eigener Art, die sich nicht aus der Addition von Taubheit und Blindheit ergibt. Unter Taubblindheit ist eine Behinderung zu verstehen, die von einer Schädigung sowohl des Sehens als auch des Hörens ausgeht.“ Eine Schädigung muss also nicht zwangsläufig ein Nicht-mehr-Vorhandensein eines Sinnes sein. „Da beide Fernsinne geschädigt sind, können die Ausfälle des einen Sinnes nicht oder nur mangelhaft durch den jeweils anderen Sinn kompensiert werden. Deshalb treten bereits bei relativ geringen Einzelschädigungen schwere Beeinträchtigungen der Gesamtentwicklung auf.“ ( Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V., 2005) Des Weiteren gibt es innerhalb der Taubblindheit Unterschiede. Für die Kommunikation von Taubblinden spielt es eine wichtige Rolle, ob jemand taubblind geboren wurde, sogenannte Geburtstaubblinde, oder ob jemand erst später taubblind wurde, sogenannte Spättaubblinde.
Geburtstaubblinde kommen im Gegensatz zu den Spättaubblinden mit der doppelten Sinnesbeeinträchtigung auf die Welt. Jedoch kann der Grad der Behinderung der beiden Sinne sehr verschieden sein. Auffällig ist jedoch, dass fast alle taubblind geborenen Menschen zusätzliche Behinderungen oder Einschränkungen aufweisen, die mehr oder weniger schwerwiegend sein können. Sie haben keine Erfahrungen mit einem gesunden Sehen und einem gesunden Hören, geschweige denn irgendwelche sprachlichen Erfahrungen. Alle nachgeburtlichen Lebenserfahrungen werden mit den eingeschränkten Wahrnehmungen gemacht. (vgl. Schneider u. Schuler, 2002, S. 9)
„Zu den Spättaubblinden zählen Menschen mit angeborener Hörbehinderung und erworbener Sehschädigung oder blind- oder sehbehindert geborene Menschen mit erworbener Hörbehinderung sowie unbehindert Geborene mit erworbener Hör- und Sehschädigung.“ (Schneider u. Schuler, 2002, S. 8f) Dies kann durch Krankheit, Unfall oder Vererbung passieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Kommunikation als essentielles soziales Bindeglied ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung für taubblinde Menschen.
2 Kommunikation: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Kommunikation, beleuchtet das Sender-Empfänger-Modell und betont die Wichtigkeit der gegenseitigen Bedeutungszuschreibung.
3 Verbale Kommunikation: Das Kapitel erläutert, dass verbale Kommunikation über konventionelle Zeichen erfolgt und auch Schriftsprache sowie manuelle Kommunikationsformen umfasst.
4 Nonverbale Kommunikation: Hier wird die Rolle von Körperhaltung, Mimik und Gestik analysiert, die den Wahrheitsgehalt und die Emotionalität des Gesagten maßgeblich beeinflussen.
5 Kommunikation bei taubblinden Menschen: Dieses Kapitel dient als Einstieg in die spezifische Lebenswelt von Menschen mit Hör-Seh-Beeinträchtigungen.
5.1 Taubblindheit: Eine Definition der Behinderungsform und die Unterscheidung zwischen Geburtstaubheit und Späterworbener Taubblindheit werden hier dargelegt.
5.2 Taktile Gebärdensprache: Die Erläuterung dieser Methode zeigt, wie Gebärden durch Berührung und haptische Wahrnehmung vermittelt werden können.
5.3 Braille-Schrift: Dieses Kapitel behandelt das tastbare Buchstabensystem als wichtiges Werkzeug für die Eigenständigkeit taubblinder Menschen.
5.4 Lormen: Hier wird das Lormen als Tastalphabet vorgestellt, welches eine schnelle taktile Kommunikation ermöglicht.
5.5 Bezugsobjekte: Der Einsatz von konkreten Gegenständen zur Strukturierung des Alltags und zur Erleichterung des Verständnisprozesses wird hier beschrieben.
6 Bedeutung von Kommunikation für taubblinde Menschen: Dieses Kapitel fasst zusammen, wie Kommunikation die soziale Isolation verhindert und die Selbstständigkeit der Betroffenen fördert.
7 Resümee: Eine abschließende Betrachtung, die betont, dass Kommunikation einen lebenslangen Lernprozess darstellt, der für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben unerlässlich ist.
Schlüsselwörter
Kommunikation, Taubblindheit, Taktile Gebärdensprache, Lormen, Braille-Schrift, Bezugsobjekte, Inklusion, soziale Teilhabe, Sender-Empfänger-Modell, Sinnesbehinderung, Selbstständigkeit, Barrierefreiheit, Haptik, verbale Kommunikation, nonverbale Kommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der essentiellen Bedeutung von Kommunikation für taubblinde Menschen und analysiert verschiedene Methoden, die ihnen den Austausch mit ihrer Umwelt ermöglichen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen menschlicher Kommunikation, der Differenzierung von verbalen und nonverbalen Anteilen sowie der Vorstellung spezifischer taktiler Kommunikationssysteme.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch verschiedene Kommunikationsformen die Isolation taubblinder Menschen durchbrochen und deren Selbstständigkeit gefördert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Zusammenführung fachspezifischer Literatur, pädagogischer Modelle und kommunikationswissenschaftlicher Theorien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der Kommunikation, die besonderen Bedürfnisse taubblinder Menschen und die detaillierte Beschreibung taktiler Systeme wie Lormen und Braille.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Taubblindheit, Taktile Gebärdensprache, Lormen, Bezugsobjekte, soziale Teilhabe und Kommunikationsformen.
Welche Rolle spielen Bezugsobjekte im Alltag von Taubblinden?
Bezugsobjekte dienen als haptische Gedächtnisstützen und Orientierungshilfen, die es den Betroffenen ermöglichen, Tagesabläufe besser zu verstehen und eigene Bedürfnisse klarer auszudrücken.
Warum ist das Lormen für viele Betroffene besonders geeignet?
Das Lormen basiert auf dem Tastsinn und ist für Personen, die mit der deutschen Schriftsprache vertraut sind, eine sehr schnelle und effiziente Methode zur direkten Kommunikation.
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- Tabea Martens (Author), 2013, Die Bedeutung der Kommunikation bei taubblinden Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271110