Beim M-Learning - Mobiles Lernen - werden neue Medien, Laptops, Smartphones, Personal Digital Assistants (PDAs) und andere Navigationssysteme in den Unterricht mit einbezogen. Speziell in der Geoinformation werden diese Geräte zur Sammlung von geographischen Daten verwendet und integriert. Durch die steigende Technologisierung und die Einführung von Smartphones verliert der Kostenfaktor für die Verwendung von mobilen Geräten im Unterricht an Bedeutung. Durch die Verwendung von diesen mobilen Instrumenten im Unterricht wird die Entwicklung der explorativen und experimentellen Kompetenzen von Lernenden gefördert. Zusätzlich können die Lernenden die natürliche Umwelt mit der pädagogisch-arrangierten Umwelt und mit den geeigneten Medien kombinieren.
Diese Arbeit versucht zuerst eine Theorie zu M-Learning herzustellen (inkl. Literatur aus dem Pädagogik- und Fachdidaktikbereich), um dann in einem Praxisteil (Geocaching im Geographieunterricht) Möglichkeiten und Limitationen aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1 Theorieteil
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Problem „träges Wissen“
1.3 M-Learning
1.4 Prinzipien
1.4.1 Selbstgesteuertes und exploratives Lernen
1.4.2 Lernen durch Experimentieren
1.5 Vor- und Nachteile des M-Learning
1.6 Anwendungsbeispiele/Umsetzung
1.6.1 Allgemein: Medien im Geographieunterricht
1.6.2 Geocaching
1.6.3 Augmented Reality
1.6.4 Handy & Tablets
1.6.5 Fächerübergreifender Unterricht
2 Praxisteil: m-Learning mit Geocaching
2.1 Didaktische Überlegungen
2.2 Lehrziele laut Lehrplan und daraus folgende operationalisierte Lernziele
2.3 Zeitrahmen
2.4 Sozialformen
2.5 LehrerInnen-Aktivitäten
2.6 SchülerInnen-Aktivitäten
2.7 Medien
2.8 Arbeitsaufgaben
2.8.1 Die Lösung des Geocaches
2.8.2 Die Lösung der Zusatzaufgaben
2.8.2.1 Ökosystem Wald – Station 3
2.8.2.2 Lithothamnienkalk in der Frauengrube – Station 4
2.8.2.3 Kroisbachgraben – Station 5
2.8.2.4 Mühl- und Schleifsteingewinnung – Station 6
2.8.2.5 Der Wasserfall – Station 7
3 Reflexion der Präsentation in der Seminargruppe
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das pädagogische Potenzial von M-Learning – insbesondere mittels Geocaching – zu untersuchen, um dem Problem des „trägen Wissens“ durch aktives, handlungsorientiertes Lernen zu begegnen. Es wird analysiert, wie moderne mobile Technologien den Wissenstransfer in geographischen Kontexten fördern können.
- Grundlagen des M-Learning und selbstgesteuerter Lernprozesse
- Überwindung der Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis durch Experimentieren
- Didaktische Konzepte zur Implementierung von Geocaching im Geographieunterricht
- Integration von fachdidaktischen Lehrzielen und praktischer Umsetzung im Gelände
- Reflexion über soziale Aspekte und die Einbindung neuer Medien im Schulalltag
Auszug aus dem Buch
1.3 M-Learning
Der Begriff Mobiles Lernen wird heute in verschiedenen Zusammenhängen verwendet, doch die Begriffsdefinition ist sehr vielfältig. Die wörtliche Übersetzung spricht von einem mobilen, beweglichen, transportablen Lernen. Quinn (2001) konkretisiert die Definition im Hinblick auf die eingesetzten Technologien und stellt die Mobilität des Lernortes und die technologische Unterstützung des Lernens in den Vordergrund:
Mobile learning devices are defined as handheld devices and can take the form of personal digital assistants, mobile phones, smartphones, audio players (such as the Apple iPod), video and multimedia players, handheld computers and even wearable devices. They should be connected through wireless connections that ensure mobility and flexibility. They should be standalone and possibly synchronized periodically, intermittently connected to a network, or always connected (Krauss-Hoffmann, Kuszpa & Sieland-Bortz 2007, S. 14).
Die nachfolgende Abbildung (Abb. 2) zeigt die technologische Vielfalt der mobilen Geräte. Die rasante technologische Entwicklung fördert die technologische Betrachtung des M-Learnings und stellt die technischen Möglichkeiten in den Mittelpunkt des Lernens. Die Art und Qualität der einzelnen Endgeräte ist sehr unterschiedlich und von den in der Abb. 2 beschriebenen Faktoren abhängig (vgl. Krauss-Hoffmann, Kuszpa & Sieland-Bortz 2007, S. 15-16).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Theorieteil: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des M-Learning, thematisiert das Problem des „trägen Wissens“ und stellt Kompetenzmodelle für den wissenschaftlichen Unterricht vor.
2 Praxisteil: m-Learning mit Geocaching: Hier wird ein konkretes Unterrichtsprojekt entwickelt, das den Lehrplan mit einer Geocaching-Exkursion verbindet, um intrinsische Motivation und geographisches Verständnis zu fördern.
3 Reflexion der Präsentation in der Seminargruppe: Dieses Kapitel fasst die fachdidaktische Diskussion zusammen und beleuchtet kritisch die soziale Komponente sowie die Einbettung mobiler Medien in den schulischen Alltag.
Schlüsselwörter
M-Learning, Mobiles Lernen, Geocaching, Träges Wissen, Geographieunterricht, Selbstgesteuertes Lernen, Wissenstransfer, Didaktik, Naturpädagogik, Smartphone, Tablet, Lehrplan, Exkursion, Handlungsorientiertes Lernen, Augmented Reality.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einsatz von M-Learning als Methode im Geographie- und Wirtschaftskundeunterricht, um Lernprozesse durch moderne Technologien aktiver und praxisnäher zu gestalten.
Welches zentrale pädagogische Problem wird adressiert?
Im Zentrum steht das Problem des „trägen Wissens“, bei dem Schüler zwar theoretische Inhalte wiedergeben können, diese aber nicht eigenständig auf neue Probleme außerhalb des Klassenzimmers übertragen können.
Was ist das primäre Ziel des Projekts?
Ziel ist es, durch die Einbindung von Geocaching als handlungsorientierte Methode die intrinsische Motivation der Schüler zu steigern und einen realitätsbezogenen Wissenstransfer zu ermöglichen.
Welche Rolle spielt die Technik bei diesem Ansatz?
Technologien wie GPS-Empfänger, Smartphones und digitale Karten dienen als Werkzeuge, um den Lernort aus dem Klassenraum in die natürliche Umwelt zu verlagern und exploratives Lernen zu unterstützen.
Wie ist der praktische Teil der Arbeit aufgebaut?
Der Praxisteil skizziert eine konkrete Lerneinheit auf einem geologischen Lehrpfad, inklusive didaktischer Überlegungen, Zeitplanung, Aufgabenstellungen an verschiedenen Stationen und Kriterien zur Erfolgsüberprüfung.
Was zeichnet die Forschungsarbeit aus?
Die Arbeit verbindet theoretische fachdidaktische Erkenntnisse direkt mit einer anwendbaren Unterrichtsplanung für AHS-Gymnasien unter Berücksichtigung aktueller Lehrpläne.
Welchen Stellenwert nimmt die soziale Dimension in der Arbeit ein?
Die Arbeit reflektiert kritisch, wie soziale Ungleichheiten (z. B. Verfügbarkeit der neuesten Technik) bei der Nutzung von Medien im Unterricht zu Ausgrenzung führen können.
Welche Rolle spielt die Lehrkraft im Geocaching-Szenario?
Die Lehrkraft fungiert als Moderator und Begleiter, der Internet-Recherchen vorbereitet, bei technischen Problemen unterstützt und den Reflexionsprozess nach der Exkursion leitet.
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- Mag. phil. Martin Payrhuber (Autor), 2013, M-Learning. Mobiles Lernen im Geographieunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271189