Interkulturelle Kommunikation - ein Begriff der Neuzeit, dessen Ursprung eben so alt ist wie
die Menschheit selbst. Die meisten, die diesen Begriff hören, assoziieren ihn mit der heutigen
komplexen Wirtschaft und deren zusammenhängenden Vorgänge und Verhaltensmuster.
Kommunikation ist keinesfalls ein Phänomen, welches erst mit der Internationalisierung und
der Globalisierung in unserem System Einzug hielt. Verständigung begann mit der
Evolution/Schöpfung und tritt in allen menschlichen Epochen/Strömungen auf, da es sich um
ein menschliches angelegtes Grundbedürfnis handelt. Ideen und Assoziationen, welche der
moderne Mensch heute mit dem Begriff Kommunikation verbindet, haben ihren Ursprung mit
der Entstehung der ersten Lebewesen auf diesem Planeten, welche vermutlich in noch nicht
allzu ausgereifter Sprache (sozialistischer und linguistischer Art) durch Gestik, Mimik und
Körpersprache in Verbindung traten. Seit der Zeit, als die ersten Menschen unsere Erde
bevölkerten und mit Kommunikation füllten, bis zu der heutigen ausgereiften Form, welche
jede Kultur unabhängig voneinander für sich weiter entwickelt hat, sind etwa 3 Millionen
Jahre vergangen. Doch noch immer oder vielleicht gerade deshalb, bestehen große kulturelle
und kommunikative Diskrepanzen zwischen einigen Nationen dieser Erde. Im späteren
Verlauf dieser Studienarbeit, werde ich noch auf persönlich Erlebtes zurückgreifen,
angefangen von kleinen Beispielen, bis hin zu skurrilen Geschichten, welche ich im Laufe
meiner beruflichen Karriere als Mannequin/Fotomodel, national sowie international in China,
Thailand, USA, Kanada oder in den Nachbarstaaten der Bundesrepublik Deutschland erleben
konnte.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Einleitung
3. Kommunikation
3.1 Definition
3.2 Kommunikationsprobleme
3.3 Problemlösung
3.4 Veränderung der Kommunikation durch virtuelle Medien
3.5 Stereotypen
4. Nonverbale Kommunikation
4.1 Mimik
4.2 Gestik
4.3 Paraverbale Kommunikation
5. Kommunikationsmodelle
5.1 Vier-Seiten-Modell
5.2 Unendliche Kommunikation
6. Interkulturelle Kommunikation
6.1 Definition
6.2 Verbale Problematik
6.3 Nonverbale Problematik
6.4 Paraverbale Problematik
7. Kulturvergleich Deutschland und China
7.1 Definition des Begriffs Kultur
7.2 Kulturvergleich
7.3 Wirtschaftliche Beziehungen dieser beiden Länder
8. Persönliche Erfahrung mit der Chinesischen Kultur
9. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Grundlagen und Herausforderungen der Kommunikation, insbesondere unter Berücksichtigung interkultureller Unterschiede zwischen Deutschland und China, um Missverständnisse im beruflichen wie privaten Kontext zu identifizieren und Lösungsstrategien aufzuzeigen.
- Grundlagen der Kommunikation und gängige Kommunikationsmodelle
- Die Rolle nonverbaler und paraverbaler Kommunikationsanteile
- Analyse der interkulturellen Kommunikationsproblematik
- Direkter Kulturvergleich zwischen Deutschland und China
- Reflexion persönlicher Erfahrungen im chinesischen Kulturraum
Auszug aus dem Buch
3.5 Stereotypen
„Deutsche trinken gerne Bier und ernähren sich hauptsächlich von Wurst. Südländer sind von Geburt an Machos. Frauen können nicht einparken und Russen trinken bereits zum Frühstück Wodka.“ Dies sind bekannte Vorurteile, welche auch als Stereotypen betitelt werden.
Es gibt für alles Stereotypen z.B: Nationalitäten, Geschlechter, ethnische Minderheiten oder auch nur gewisse Altersgruppen. Der Begriff Stereotyp entsteht durch Klischeebildung. Stereotypen so negativ behaftet sie auch im Volksmund sein mögen, sind ein elementarer Bestandteil der Kommunikation und helfen unserem Gehirn mit der Verarbeitung komplexer in unserer Umwelt vorkommender Geschehnisse umzugehen. Bereits Anfang des letzten Jahrhunderts proklamierte W. Lippmann eine Art neutraler Stereotypen.
Er beruft sich drauf, dass das menschliche Gehirn unsere komplexe Umwelt anhand von rationellen Verfahren, Stereotypen, kategorisiert und wahrnimmt. Der Mensch ist grundsätzlich angelegt, jede ihm begegnende Situation in ein gewisses ihm bekanntes Raster einzuordnen ohne welche ihm eine Orientierung gänzlich unmöglich wäre. Genau aus diesem Grund verarbeitet das menschliche Gehirn bekannte oder ihm verwandte Gegebenheiten selektiv. Somit ist die Lippmannsche Theorie, dass ohne eine Kategorisierung oder Typisierung eine Bewältigung der Informationsmengen nicht möglich wäre. Unser Gehirn folgt demnach, einem ihm bekannten Muster zur Erstellung von Stereotypen, bestehend aus den vier Punkten: Kategorisierung, Selektion, Generalisierung und Stereotypisierung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Einleitende Gedanken zur Bedeutung und Wandlung von Kommunikation in der modernen Welt.
2. Einleitung: Vorstellung des Themas interkulturelle Kommunikation und der persönlichen Motivation des Autors.
3. Kommunikation: Theoretische Grundlagen des Kommunikationsprozesses, Definitionen, Problemursachen und Einflüsse moderner Medien sowie Stereotypen.
4. Nonverbale Kommunikation: Untersuchung der verschiedenen Ausdrucksformen wie Mimik, Gestik und paraverbale Kommunikation.
5. Kommunikationsmodelle: Analyse des Vier-Seiten-Modells nach Schulz von Thun und des Axioms der unendlichen Kommunikation nach Watzlawick.
6. Interkulturelle Kommunikation: Erläuterung der Komplexität interkultureller Interaktionen und der spezifischen verbalen, nonverbalen und paraverbalen Problemfelder.
7. Kulturvergleich Deutschland und China: Definition von Kultur sowie ein detaillierter Vergleich beider Nationen in Bezug auf soziale Normen und wirtschaftliche Beziehungen.
8. Persönliche Erfahrung mit der Chinesischen Kultur: Praxisbericht über Erlebnisse und kulturelle Unterschiede in der Volksrepublik China.
9. Schlusswort: Resümee zur Notwendigkeit einer ganzheitlichen Betrachtung der Kommunikation jenseits rein faktischer Inhalte.
Schlüsselwörter
Kommunikation, Interkulturelle Kommunikation, Nonverbale Kommunikation, Stereotypen, Vier-Seiten-Modell, Kulturvergleich, Deutschland, China, Verbale Problematik, Paraverbale Kommunikation, Missverständnisse, Globalisierung, soziale Interaktion, Mimik, Gestik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen menschlicher Kommunikation und wie diese durch interkulturelle Unterschiede, speziell zwischen Deutschland und China, beeinflusst wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Kommunikation, der Analyse nonverbaler und paraverbaler Signale, der Vorstellung klassischer Kommunikationsmodelle sowie dem direkten Vergleich kultureller Verhaltensweisen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für interkulturelle Kommunikationsprozesse zu schaffen, um typische Fehler und Missverständnisse im internationalen Austausch zu vermeiden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung kommunikationswissenschaftlicher Konzepte sowie einen deduktiven Vergleich kultureller Merkmale, ergänzt durch reflektierte persönliche Erfahrungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Modelle und Definitionen) und die Anwendung auf den spezifischen Kulturvergleich zwischen Deutschland und China inklusive einer Fallbetrachtung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie interkulturelle Kommunikation, Kommunikationstheorie, Kulturvergleich, nonverbale Signale und Stereotypen definieren.
Was besagt das Vier-Seiten-Modell nach Schulz von Thun im Kontext dieser Arbeit?
Es dient als Analyseinstrument, um zu zeigen, dass jede Nachricht verschiedene Ebenen (Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung, Appell) enthält, was in fremden Kulturen häufig zu Fehlinterpretationen führt.
Wie unterscheiden sich die Kulturen in Deutschland und China laut dem Autor?
Während in Deutschland ein eher direkter, sachbezogener Kommunikationsstil vorherrscht, ist die chinesische Kultur durch Kollektivismus, indirekte Kommunikation und die Bedeutung von Harmonie und Gesichtsverlust geprägt.
- Arbeit zitieren
- Timon Rottmüller (Autor:in), 2013, Interkulturelle Kommunikation im Vergleich zwischen Deutschland und China, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271290