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Anforderungen an das Krankenhaus und Krankenhausmanagement nach dem KTQ-Modell

Title: Anforderungen an das Krankenhaus und Krankenhausmanagement nach dem KTQ-Modell

Term Paper , 2002 , 40 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Kerstin Jähne (Author), Katrin Lippki (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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»Qualität ist, wenn der Kunde wiederkommt und nicht das Produkt«.
Für das Dienstleistungsunternehmen Krankenhaus könnte dieser Spruch aktueller nicht sein. Steigen doch die Erwartungen an das Qualitätsniveau der Krankenhäuser in den letzten Jahren stetig.

Das traditionelle Bild des Patienten als Leidender und vom Krankenhaus völlig Abhängiger, hat sich gewandelt. Heute sieht man im Patienten den anspruchsvollen Kunden. Dieser wünscht eine qualitativ hochwertige Behandlung in medizinischer und in pflegerischer Hinsicht. Er ist nicht nur Empfänger der Krankenhausleistung, sondern er begutachtet, beurteilt und entscheidet, ob er dieses Krankenhaus erneut aufsuchen würde. Hinzu kommt, dass sich das Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung geändert hat. Der Kunde steht heute dem Krankenhaus als kritischer und teilweise auch wissender Nachfrager gegenüber. Doch nicht nur die Kunden, auch die Gesundheitspolitik hat Erwartungen an den Leistungserbringer Krankenhaus. Schlagworte sind Wirtschaftlichkeit und Qualität.

In Industrieunternehmen wird seit langem die Möglichkeit genutzt, sich in dieser Hinsicht von unabhängigen Institutionen prüfen und bewerten zu lassen. Das Ergebnis dieser Bewertung ist ein Zertifikat, dass dem Unternehmen bescheinigt, eine bestimmte Qualität unter Einhaltung bestimmter Normen zu erreichen.

Die Möglichkeit der Zertifizierung wird in den letzten Jahren auch zunehmend von Krankenhäusern genutzt. Die Verfahren, die auf dem Markt existieren, haben ihren Ursprung in der Rüstungsindustrie und wurden auf Dienstleistungsunternehmungen sowie Krankenhäuser übertragen. Hierzu zählen unter anderen DIN EN ISO oder EFQM. Jedoch erschienen die aus der Wirtschaft stammenden Bewertungskriterien für das hoch spezialisierte Dienstleistungsunternehmen Krankenhaus zu ungenau und zu unspezifisch. Die Forderung nach einem eigenen, speziell für Krankenhäuser entwickelten und zugeschnittenen Zertifizierungsverfahren stieg. Seit Anfang 2002 kann sich ein Krankenhaus nach einem speziell für Krankenhäuser entwickelten Verfahren, dem KTQ®-Modell zertifizieren lassen. KTQ® steht für Kooperation Transparenz und Qualität im Krankenhaus.

Ziel dieser Hausarbeit ist, unter allgemeinen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten die Anforderungen an ein Krankenhaus und Krankenhausmanagement darzustellen, die erfüllt werden müssen, sich nach dem KTQ®-Verfahren unter den gegenwärtigen Bedingungen im Gesundheitswesen zertifizieren zu lassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung (Jähne, Lipki)

1 Definitionen und Erläuterungen.(Jähne)

1.1 Zertifizierung (Jähne)

1.2 Qualität (Jähne)

2 Gesetzliche Anforderungen zu Qualität, Humanität, Transparenz und Wirtschaftlichkeit (Lipki)

3 Was ist KTQ® (Lippki)

3.1 Entstehung Entwicklung (Jähne)

3.2. Definition Graphik (Lipki)

3.3 Ziele (Jähne)

3.4 Organisation KTQ® Graphik (Lippki)

4 Voraussetzungen zur Zertifizierung nach KTQ®

5 Das KTQ®-Manual

5.1 Strukturerbebungsbogen (Lippki)

5.2 Kriterienkatalog (Lippki)

5.3 Selbstbewertung (Jähne)

5.3.1 Bewertungssystematik (Jähne)

5.4 Fremdbewertung, Visitoren .(Lipki)

5.5 Zertifizierungsverfahren .(Jähne)

6 Anforderungen aus betriebswirtschaftlicher Sicht am Beispiel des KTQ®-Kriteriums 5.2.3: Entwicklung eines Finanz-und Investitionsplanes

6.1 Existiert ein mehrjähriger Finanz-und Investitionsplan? (Jähne)

6.1.1 Finanzplan (Jähne)

6.1.2 Beispiel zur Umsetzung (Jähne)

6.1.3 Investitionsplan (Jähne)

6.1.4 Beispiele zur Umsetzung (Jähne)

6.2 Finden Qualitätsziele Berücksichtigung bei der Finanz-und Investitionsplanung? (Jähne)

6.3 Existieren klare Regelungen bezüglich der Budgetverantwortung? .(Lipki)

6.3.1 Beispiele zur Umsetzung . .(Lipki)

6.4 Fördert die Krankenhausleitung den sparsamen Umgang mit Ressourcen durch Kostentransparenz? .(Lipki)

6.4.1 Beispiele . .(Lipki)

7 Schlussbetrachtung (Jähne, Lipki)

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht unter allgemeinen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten die Anforderungen, die an ein Krankenhaus gestellt werden, um eine Zertifizierung nach dem KTQ®-Verfahren zu erreichen. Das primäre Ziel ist es, den Zertifizierungsprozess, die notwendigen Voraussetzungen sowie die betriebswirtschaftliche Implementierung am Beispiel der Finanz- und Investitionsplanung darzustellen.

  • Grundlagen der Qualitätssicherung und Zertifizierung im Gesundheitswesen
  • Struktur und Zielsetzung des KTQ®-Modells
  • Anforderungen an das interne Qualitätsmanagement und die Selbstbewertung
  • Betriebswirtschaftliche Implementierung, insbesondere bei der Budgetverantwortung und Investitionsplanung

Auszug aus dem Buch

6.1.1 Finanzplan

Finanzplanung beschäftigt sich mit erwarteten, zukünftigen Zahlungsströmen und mit Kapitalstrukturen zukünftiger Bilanzen. Die Sicherheit der ständigen Zahlungsfähigkeit gehört zur wichtigsten Aufgabe der Finanzplanung. Sie erfasst und dokumentiert alle akuten und zukünftigen Einnahmen und Ausgaben unter Angabe von Zeitpunkten und Zeiträumen. Ferner sollte die Finanzplanung die Rentabilität verbessern, sowie kurz-, mittel- und langfristige Zahlungsströme steuern.

Im Krankenhausfinanzierungsgesetz ist die wirtschaftliche Sicherung der Krankenhäuser und damit die leistungs- und bedarfsgerechte medizinische Versorgung der Bevölkerung geregelt. Die Finanzierung der Krankenhäuser wurde daher auf zwei Säulen verteilt. Diese Finanzierung der Krankenhäuser wird als duales Finanzierungssystem bezeichnet. Die duale Finanzierung hat folgende Grundsätze:

1. Investitionskosten werden durch öffentliche Förderung finanziert. Neben der Wiederbeschaffung von Anlagegütern mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von mehr als drei Jahren, werden auch Kosten für die Errichtung von Krankenhäusern einschließlich der Erstausstattung mit den für Krankenhäusern notwendigen Anlagegütern übernommen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Wandel vom Patienten als passiven Leidenden zum anspruchsvollen Kunden und die daraus resultierende Notwendigkeit für Krankenhäuser, sich durch Zertifizierungen wie das KTQ®-Modell im Wettbewerb zu positionieren.

1. Definitionen und Erläuterungen: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Zertifizierung und Qualität, wobei Letzteres sowohl technisch-funktionale als auch prozessorientierte Aspekte umfasst.

2. Gesetzliche Anforderungen zu Qualität, Humanität, Transparenz und Wirtschaftlichkeit: Hier wird der gesetzliche Rahmen erläutert, der Krankenhäuser zur Qualitätssicherung und Nachweispflicht verpflichtet, insbesondere durch das Krankenhausfinanzierungsgesetz und das fünfte Sozialgesetzbuch.

3. Was ist KTQ®: Das Kapitel erläutert die Entstehung des KTQ®-Modells, das aus der Praxis für die Praxis entwickelt wurde, um spezifisch auf die Bedürfnisse von Krankenhäusern zugeschnittene Qualitätsanforderungen abzubilden.

4. Voraussetzungen zur Zertifizierung nach KTQ®: Es wird dargelegt, dass die Zertifizierung ein bereits bestehendes, funktionierendes Qualitätsmanagementsystem sowie eine entsprechende Aufbau- und Ablauforganisation voraussetzt.

5. Das KTQ®-Manual: Dieses Kapitel beschreibt das zentrale Instrument zur Selbstbewertung, welches aus einem Strukturerhebungsbogen und dem Kriterienkatalog besteht, und erläutert den PDCA-Zyklus als Bewertungsgrundlage.

6. Anforderungen aus betriebswirtschaftlicher Sicht am Beispiel des KTQ®-Kriteriums 5.2.3: Entwicklung eines Finanz-und Investitionsplanes: Anhand des ausgewählten Kriteriums werden die betriebswirtschaftlichen Anforderungen an Finanz- und Investitionspläne sowie die Budgetverantwortung im Krankenhaus detailliert untersucht.

7. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass das KTQ®-Modell ein wertvolles Instrument zur Stärken-Schwächen-Analyse darstellt, betont jedoch den erforderlichen Ressourcenaufwand und die Notwendigkeit von Flexibilität angesichts zukünftiger Entwicklungen im Gesundheitswesen.

Schlüsselwörter

KTQ®, Zertifizierung, Qualitätsmanagement, Krankenhausmanagement, Finanzplanung, Investitionsplanung, Budgetverantwortung, Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Qualitätssicherung, Krankenhausfinanzierungsgesetz, Prozessmanagement, Kostenmanagement, Kostentransparenz, Gesundheitswesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Zertifizierung von Krankenhäusern nach dem KTQ®-Modell unter besonderer Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher Anforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Qualitätssicherung im Krankenhaus, die Struktur des KTQ®-Verfahrens sowie die betriebswirtschaftliche Steuerung durch Finanz- und Investitionsplanung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Darstellung der Anforderungen für ein Krankenhausmanagement, um die Kriterien des KTQ®-Zertifizierungsverfahrens zu erfüllen und eine Zertifizierung unter den aktuellen Rahmenbedingungen zu erlangen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu gesetzlichen Grundlagen und Qualitätsmanagement-Standards sowie auf praktischen Befragungen in Krankenhäusern, deren Ergebnisse in die Betrachtung einfließen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden das KTQ®-Manual, die Bewertungssystematik und die spezifischen Anforderungen an ein Finanz- und Investitionscontrolling detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen KTQ®, Qualitätsmanagement, Finanzplanung, Investitionscontrolling und Krankenhausmanagement.

Warum ist eine interne Budgetierung für die KTQ-Zertifizierung relevant?

Die interne Budgetierung ermöglicht Kostentransparenz und eine zielgerichtete Steuerung der Klinikbereiche, was ein zentraler Bestandteil der betriebswirtschaftlichen Anforderungen innerhalb des KTQ®-Modells ist.

Welche Rolle spielen die Visitoren im Prozess?

Visitoren sind akkreditierte Experten, die nach der Selbstbewertung des Krankenhauses eine Fremdbewertung durch Begehungen vor Ort vornehmen, um die Einhaltung der Kriterien zu verifizieren.

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Details

Title
Anforderungen an das Krankenhaus und Krankenhausmanagement nach dem KTQ-Modell
College
Protestant University of Applied Sciences Berlin
Course
Controlling im Gesundheitswesen
Grade
2.3
Authors
Kerstin Jähne (Author), Katrin Lippki (Author)
Publication Year
2002
Pages
40
Catalog Number
V27150
ISBN (eBook)
9783638292719
Language
German
Tags
Anforderungen Krankenhaus Krankenhausmanagement KTQ-Modell Controlling Gesundheitswesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Jähne (Author), Katrin Lippki (Author), 2002, Anforderungen an das Krankenhaus und Krankenhausmanagement nach dem KTQ-Modell, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27150
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