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Einfluss der Medien auf die Konstruktion von Geschlechtsidentitäten

Studie zur Re- und Dekonstruktion von Geschlecht bei der Rezeption von Musikvideos durch Jugendliche

Titre: Einfluss der Medien auf die Konstruktion von Geschlechtsidentitäten

Dossier / Travail , 2010 , 23 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Elena Schefner (Auteur)

Sociologie - Médias, Art, Musique
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Medien vermitteln Weltsichten, Rollenmuster und Inszenierungsvorlagen. Das macht sie zu einem wichtigen Einflussfaktor bei der Konstitution von Identität. Diese muss dabei als fortwährender Prozess verstanden werden, in dem sich das Individuum permanent neu definiert. Medien spielen somit die Rolle des kulturellen Vermittlers, da sie Identifikationsangebote transportieren, die in der Identität verarbeitet werden. Auch wenn Musikvideos in diesem Prozess nur eine kleine Rolle spielen, sind sie für Jugendliche enorm wichtig, da sie die von ihnen gehörte Musik in Bilder umsetzen. Auch diese Bilder sind Identifikationsangebote, die, besonders in Bezug auf das Geschlecht, oft sehr stereotyp wirken. Die darin enthaltene Betonung des typisch Männlichen und typisch Weiblichen kann Jugendliche bei ihrer Konstruktion von Geschlechtsidentitäten beeinflussen.
In der vorliegenden Hausarbeit steht eben dieses Phänomen im Fokus. Am Beispiel einer Fallstudie von Ute Bechdolf zur Re- und Dekonstruktion von Geschlecht bei der Rezeption von Musikvideos wird der Frage nachgegangen, auf welche Art und Weise Jugendliche bei ihrer Konstruktion von Geschlechtsidentitäten durch Medien beeinflusst werden. Dafür wird zunächst der Begriff der Identität erläutert und dann auf die Kategorie Geschlecht bezogen. Dabei wird aufgezeigt, dass das Geschlecht, wie jede andere Kategorie der Identität, lediglich ein kulturelles Konstrukt ist, zu dessen Bildung die Medien erheblich beitragen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Identität und Medien

2.1 Was ist Identität?

2.1.1 Geschlechtsidentität als kulturelles „Konstrukt“

2.2 Einfluss der Medien auf die Identitätsbildung

2.2.1 Rolle von Musikvideos in der Jugendkultur

3. Fallstudie zur kulturellen Herstellung von Differenz bei der Rezeption von Musikvideos

3.1 Ergebnisse der Studie

3.2 Einbettung der Fallstudie in die Theorie

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Medien auf die Konstruktion von Geschlechtsidentitäten bei Jugendlichen, wobei der Fokus auf der Rezeption von Musikvideos liegt. Ausgehend von theoretischen Konzepten zur Identitätsbildung wird analysiert, wie Jugendliche mediale Stereotype wahrnehmen, verarbeiten und teils dekonstruieren, um eine eigene Identität auszuhandeln.

  • Identitätskonstitution in der spätmodernen, mediatisierten Gesellschaft
  • Geschlecht als kulturelles Konstrukt statt biologische Gegebenheit
  • Die Rolle von Musikvideos als Ressourcen für Rollenbilder und Identitätsangebote
  • Kritische Rezeption und "Verhandlungssache" von Geschlechterrollen durch Jugendliche

Auszug aus dem Buch

3. Fallstudie zur kulturellen Herstellung von Differenz bei der Rezeption von Musikvideos

Die Kultur- und Medienwissenschaftlerin Ute Bechdolf ging in ihrer Dissertation 1994 der Frage nach, wie Jugendliche bei der Rezeption von Musikvideos das Geschlecht bzw. die Geschlechtsdifferenz konstruieren (vgl. Bechdolf, 1999, S. 61). Ihre Ausgangsposition war dabei, dass Bedeutungen in Musikvideos nicht fest sind, sondern erst in der Interaktion des Rezipienten mit dem Produkt entstehen. Die Rezeption von Musikvideos ist also immer eine „Verhandlungssache“, da die Jugendlichen die Bedeutungen, auf die sie sich beziehen, immer subjektiv auswählen. Diese Wahl ist, laut Bechdolf, abhängig von verschiedenen Faktoren, wie etwa der Stimmung, dem Alter, Geschlecht, der Schicht, dem Bildungsgrad, dem Musikgeschmack oder auch von der psychischen Verfassung des Rezipienten. Darauf basierend entwickelte Bechdolf eine Rezeptionsforschung, in der sie herausfinden wollte, wie Geschlecht im Umgang mit Musikvideos wirksam wird und wie dabei Männlichkeit und Weiblichkeit artikuliert werden. Weiterhin interessierte sie, wie die Differenz und die daraus abgeleitete Hierarchie der Geschlechter reproduziert wird und welche inneren Verhandlungen, möglicherweise sogar Widerstände, in dem Rezipienten dabei vorgehen (vgl. Bechdolf, 2008, S. 428).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Identitätskonstruktion unter Medieneinfluss ein und stellt die Forschungsfrage zur Bedeutung von Musikvideos für Jugendliche.

2. Identität und Medien: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen zu Identität als fragmentiertes Konstrukt und die Rolle von Medien und Kommunikation bei der Identitätsbildung.

2.1 Was ist Identität?: Hier werden Identitätskonzepte diskutiert, wobei insbesondere Geschlechtsidentität als soziales Konstrukt definiert wird.

2.1.1 Geschlechtsidentität als kulturelles „Konstrukt“: Dieses Unterkapitel dekonstruiert die Zweigeschlechtlichkeit und beleuchtet die Rolle diskursiver Praktiken bei der Festlegung von Geschlechterrollen.

2.2 Einfluss der Medien auf die Identitätsbildung: Der Fokus liegt hier auf der symbolischen Interaktion und der Funktion von Medien als Ressourcen für Identitätsmodelle.

2.2.1 Rolle von Musikvideos in der Jugendkultur: Es wird die Entstehung und Funktion von Musikvideos als Werbe- und Identitätsprodukte für Jugendliche beschrieben.

3. Fallstudie zur kulturellen Herstellung von Differenz bei der Rezeption von Musikvideos: Das Kapitel stellt die Untersuchung von Ute Bechdolf vor, die erforscht, wie Jugendliche Musikvideos subjektiv interpretieren und dabei Geschlecht verhandeln.

3.1 Ergebnisse der Studie: Die Ergebnisse zeigen, dass Jugendliche trotz der Rezeption stereotyper Rollenbilder diese reflektieren und individuell umdeuten können.

3.2 Einbettung der Fallstudie in die Theorie: Hier werden die Ergebnisse der Fallstudie mit den eingangs erläuterten Identitätstheorien von Hall und Krotz verknüpft.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Medien zwar eine Rolle spielen, Identitätsbildung jedoch ein aktiver, oft widersprüchlicher Aushandlungsprozess bleibt.

Schlüsselwörter

Identitätskonstruktion, Medienaneignung, Musikvideos, Geschlechtsidentität, kulturelles Konstrukt, Jugendkultur, Rezeption, Geschlechterrolle, Stereotypisierung, Mediatisierung, Symbolischer Interaktionismus, Performanz, Cultural Studies, Subjektbildung, Differenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss Medien – insbesondere Musikvideos – auf die Art und Weise haben, wie Jugendliche ihre eigene Geschlechtsidentität konstruieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Identitätstheorien (postmodernes Subjekt, kommunikative Identität), die Analyse des Geschlechts als kulturelles Konstrukt und die Wirkung von Musikfernsehen bzw. Musikvideos auf Jugendliche.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Autorin geht der Frage nach, wie Jugendliche bei der Rezeption von Musikvideos von dargestellten Geschlechterbildern beeinflusst werden und wie sie diese in ihre eigene Identitätsbildung integrieren oder hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung sowie der sekundäranalytischen Auswertung einer ethnografischen Fallstudie von Dr. Ute Bechdolf zur Rezeption von Musikvideos.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Identität und Medien sowie die Vorstellung und Einbettung einer Fallstudie, die zeigt, dass Identitätsbildung ein permanenter Aushandlungsprozess ist.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Identitätskonstruktion, Geschlechtsidentität, Musikvideos, Mediatisierung und kulturelle Repräsentation sind die prägenden Begriffe.

Was bedeutet der Begriff "Verhandlungssache" in Bezug auf Musikvideos?

Er beschreibt die Erkenntnis, dass die Bedeutung eines Musikvideos nicht starr vorgegeben ist, sondern vom Rezipienten (dem Jugendlichen) subjektiv in Abhängigkeit von Alter, Stimmung und Vorerfahrungen aktiv interpretiert wird.

Wie unterscheidet sich die Selbstwahrnehmung der Jugendlichen von den medialen Inhalten?

Die Studie zeigt, dass Jugendliche zwar die stereotype Darstellung (Mann/Frau) wahrnehmen, diese jedoch nicht blind übernehmen, sondern kritisch hinterfragen und teilweise eigene, abweichende Identitätsangebote suchen.

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Résumé des informations

Titre
Einfluss der Medien auf die Konstruktion von Geschlechtsidentitäten
Sous-titre
Studie zur Re- und Dekonstruktion von Geschlecht bei der Rezeption von Musikvideos durch Jugendliche
Université
University of Bremen  (Medien- und Kommunikationswissenschaften)
Cours
Medien und Identität
Note
1,0
Auteur
Elena Schefner (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
23
N° de catalogue
V271605
ISBN (ebook)
9783656629580
ISBN (Livre)
9783656629597
Langue
allemand
mots-clé
Medien Identität Musikvideos Geschlechtsidentität Identitätsbildung Ute Bechdolf
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Elena Schefner (Auteur), 2010, Einfluss der Medien auf die Konstruktion von Geschlechtsidentitäten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271605
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