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Theater im Nationalsozialismus

Title: Theater im Nationalsozialismus

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Wolf (Author)

Theater Studies, Dance
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit baut auf ausgewählter Primär- und Sekundärliteratur, v.a. den Veröffentlichungen Drewniaks und Rischbieters auf.

Sie beschäftigt sich mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten. In diesem Zusammenhang folgt die nähere Beschreibung der Auswirkungen der beginnenden Zeit des Nationalsozialismus auf das Theater allgemein und die Entstehung der Institutionen zur Gleichschaltung aller Theater des Reiches.

Die für die nationalsozialistischen Spielpläne typischen Stücke wie auch die inszenierten Stücke mit Seltenheitswert werden in der vorliegenden Arbeit näher behandelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten

3. Die Machtergreifung im Theaterwesen

3.0 Die Ziele der NS- Theaterpolitik

3.1 Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda ( RMVP )

3.2 Der „Preußische Theaterausschuß“

3.3 Die Reichstheaterkammer ( RTK ) in der Reichskulturkammer ( RKK )

3.4 Der Reichsdramaturg

3.5 Das Amt Rosenberg

3.6 Das Theatergesetz

3.7 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der Machtergreifung der Nationalsozialisten und deren tiefgreifende Auswirkungen auf das deutsche Theaterwesen. Ziel ist es, die systematische Gleichschaltung der Theaterlandschaft sowie die Etablierung staatlicher Kontrollinstanzen zu analysieren, die das Theater als Propagandainstrument der nationalsozialistischen Ideologie instrumentalisierten.

  • Prozess der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933
  • Strukturelle und ideologische Gleichschaltung des Theaterwesens
  • Funktionsweise zentraler Institutionen (RMVP, RTK, Amt Rosenberg)
  • Instrumentalisierung des Theaters für NS-Propaganda
  • Veränderung von Spielplänen und Personalpolitik

Auszug aus dem Buch

3.4 Der Reichsdramaturg

Am 1. Januar 1934 wurde Dr. Rainer Schlösser zum „Reichdramaturgen“ ernannt. Er leitete dieses Amt bis zum Ende des Dritten Reiches. Schlösser war außerdem Leiter der Theaterabteilung im RMVP und Präsident der RTK.

Auftrag der Reichsdramaturgie war die Förderung der nationalsozialistischen Grundsätze der Kultur im Theaterbereich. Drewniak schreibt dazu: „Der Reichsdramaturg sollte, wie es hieß, das deutsche Theater „von der liberalen Willkür der Vergangenheit“ lösen und „Rat und Auskunft über die Unbedenklichkeit von Bühnenwerken“ erteilen.“

Schlösser wurde vom Propagandaminister Goebbels ermächtigt, die Unbedenklichkeit von Bühnenwerken zu bestätigen und gegebenenfalls Bedenklichkeitserklärungen auszustellen. Somit war er für die Beurteilung sämtlicher Bühnenwerke allein zuständig. Als Mitarbeiter im Amt des Reichsdramaturgen fungierten bis 1937 nur die Autoren Sigmund Graff und Eberhard Wolfgang Möller. Möller wurde 1938 durch Herbert A. Frenzel ersetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die methodische Grundlage der Arbeit anhand von Primär- und Sekundärliteratur und umreißt die Untersuchung der theaterpolitischen Gleichschaltung.

2. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten: Dieses Kapitel skizziert die politischen Ereignisse von der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler über die Reichstagsbrandverordnung bis hin zur Errichtung der totalitären Herrschaft.

3. Die Machtergreifung im Theaterwesen: Hier wird der unmittelbare Beginn der Umstrukturierungen an den Theatern und die systematische Verdrängung missliebiger Akteure durch Säuberungswellen beschrieben.

3.0 Die Ziele der NS- Theaterpolitik: Dieses Kapitel erläutert, wie das Theater als propagandistisches Sprachrohr für die NS-Weltanschauung institutionalisiert und der Unterhaltungssektor ideologisiert wurde.

3.1 Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda ( RMVP ): Es wird die Gründung und Struktur des RMVP unter Goebbels dargestellt, das als zentrale Steuerungseinheit der Kulturpolitik fungierte.

3.2 Der „Preußische Theaterausschuß“: Dieser Abschnitt beschreibt die Überwachungsfunktion des Ausschusses bei der Kontrolle der Theater in Preußen in der Übergangsphase 1933/1934.

3.3 Die Reichstheaterkammer ( RTK ) in der Reichskulturkammer ( RKK ): Hier wird die Etablierung der RKK als berufsständische Pflichtorganisation zur totalen Kontrolle aller Kulturschaffenden analysiert.

3.4 Der Reichsdramaturg: Dieses Kapitel behandelt die zentrale Zensurinstanz unter Dr. Rainer Schlösser, die über die ideologische Eignung aller Bühnenwerke entschied.

3.5 Das Amt Rosenberg: Es wird die rivalisierende Kulturbehörde unter Alfred Rosenberg vorgestellt und deren Einflussnahme auf die Theaterarbeit beleuchtet.

3.6 Das Theatergesetz: Hier wird die rechtliche Verankerung der nationalsozialistischen Theaterpolitik durch das Gesetz vom 15. Mai 1934 und die damit verbundene staatliche Oberaufsicht erläutert.

3.7 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die gelungene Zentralisierung und Gleichschaltung des gesamten deutschen Theaterwesens unter der Kontrolle der NS-Machthaber.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Machtergreifung, Theaterwesen, Gleichschaltung, NS-Propaganda, Reichskulturkammer, Reichstheaterkammer, Reichsdramaturg, Joseph Goebbels, Theaterpolitik, Zensur, Spielplangestaltung, Institutionen, NS-Ideologie, Kulturpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen Prozess, durch den die Nationalsozialisten das deutsche Theaterwesen ab 1933 systematisch unter ihre Kontrolle brachten und ideologisch umformten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen der politische Machtaufbau der Nationalsozialisten, die Gründung von Kontrollinstitutionen wie der Reichstheaterkammer und die rechtliche sowie inhaltliche Zensur des Spielbetriebs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie das Theater als kulturelle Bildungseinrichtung in ein staatlich gelenktes Propagandainstrument der nationalsozialistischen Ideologie verwandelt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung von Primär- und Sekundärliteratur, insbesondere Zeitzeugnissen wie Tagebüchern sowie fachwissenschaftlichen Publikationen zur NS-Theatergeschichte.

Was sind die wesentlichen Aspekte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der wichtigsten Akteure und Institutionen, darunter das RMVP, das Amt Rosenberg, der Reichsdramaturg und das Theatergesetz von 1934.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Machtergreifung, Gleichschaltung, Theatergesetz, Reichstheaterkammer und kulturelle Instrumentalisierung.

Welche Rolle spielte der "Reichsdramaturg" konkret?

Der Reichsdramaturg fungierte als zentrale Zensurinstanz, deren Aufgabe es war, jedes Bühnenstück auf seine Konformität mit der NS-Ideologie zu prüfen und über Aufführungserlaubnisse zu entscheiden.

Warum war das Theatergesetz von 1934 so bedeutsam?

Es schuf die verbindliche Rechtsgrundlage, die es dem Propagandaminister Goebbels ermöglichte, die künstlerische Leitung der Theater direkt zu beeinflussen und Aufführungen nach politischem Belieben zu untersagen.

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Details

Title
Theater im Nationalsozialismus
College
University of Leipzig  (Theaterwissenschaft)
Course
Theater im Nationalsozialismus
Grade
1,0
Author
Christian Wolf (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V27176
ISBN (eBook)
9783638292955
ISBN (Book)
9783656760306
Language
German
Tags
Theater Nationalsozialismus Theater Nationalsozialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Wolf (Author), 2003, Theater im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27176
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