Web 2.0 Risiken und Chancen


Studienarbeit, 2010
14 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Aufbau der Arbeit

2. Was ist das Web 2.0 ?
2.1 Merkmale von Web 2
2.2 Was ist Social Software ?
2.3 Welche Formen von Social Software sind die gängigsten ?

3. Perpektiven für die Soziale Arbeit durch Web 2
3.1 Chancen und Möglichkeiten durch Social Software
3.2 Anwendungsbeispiele/ Modelle in der Sozialen Arbeit

4. Fazit

II. Literaturverzeichnis

III. Erklärung

1. Einleitung

1.1 Einführung in die Thematik

In unserer heutigen Zeit sind Medien in verschiedenster Art und Ausprägung, der schnelle Wandel von Technik und Kulturformen, Konsumverhalten, Informationsflut sowie die Vernetzung in jeglicher Form kaum noch wegzudenken. Informationen sind so gut wie von jedem zu jeder Zeit von überall zugänglich. Darüber hinaus ist unsere Gesellschaft stark von Digitalisierung, Medialisierung, Miniaturisierung, Individualisierung, Globalisierung, Vernetzung und dem Cyberspace geprägt. Vor allem für die heutige Generation, gehören der virtuelle Raum und das ständig wachsende Internet zum Alltag. Die Kommunikation, Produktion und Distribution von Wissen sowie das weiterverarbeiten von Informationen befinden sich in einem ständig wandelnden Prozess, bei dem sich der User immer mehr und im größeren Maße beteiligen kann. Dabei steht besonders das Web 2.0 sowie die Social Software mit ihren vielen neuen Chancen und Möglichkeiten im Mittelpunkt der Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

1.2 Aufbau der Arbeit

Die folgende Arbeit beinhaltet nur einige Aspekte des Web 2.0 und der Schwerpunkt liegt hauptsächlich auf den Perspektiven für die Soziale Arbeit durch Web 2.0 bzw. durch Social Software, da sie ansonsten den Rahmen dieser Hausarbeit oder die Fragestellung sprengen würde. Ebenso ist das Thema Web 2.0 sehr neu und die Literatur besonders in Bezug auf die Soziale Arbeit sehr überschaubar.

Als erstes wird definiert was man im Allgemeinen unter dem Begriff Web 2.0 versteht und wie dieser entstanden ist. Danach werden kurz einige wichtige Merkmale und Kernelemente von Web 2.0 erläutert. Des Weiteren wird speziell die Social Software definiert und welche Formen von den Nutzern am häufigsten genutzt werden. Im Anschluss werden die Perspektiven, die für die Soziale Arbeit durch das Web 2.0 entstehen beleuchtet. Darüber hinaus werden genauer die einzelnen Chancen und Möglichkeiten die sich speziell durch die Social Software ergeben, erörtert und beschrieben. Daran knüpfend werden mögliche Anwendungsoptionen, bereits laufende Projekte bzw. Modelle im sozialen Bereich vorgestellt. Abschließend werde ich im Fazit selbst Stellung zu diesem Thema nehmen.

2. Was ist das Web 2.0?

Das Web 2.0 bildet sich aus dem Begriff Version 2.0, wie er im Fachjargon der Softwareentwickler verwendet wird und der Bezeichnung Web, was für das Internet steht. Kurz gesagt ist der Begriff Web 2.0, der Aufhänger für die Weiterentwicklung bezüglich der Standards im Internet und neuer Webmodelle. Den Namen Web 2.0 verwendeten in erster Linie Tim O’Reilly und Dale Dougherty bei einer Brainstorming- Session im Jahr 2004. Zu dieser Zeit wusste niemand wie sich das Web 2.0 entwickeln würde oder welche Veränderungen im Einzelnen bevorstanden. Ein vielschichtiger und komplexer Wandel war zwar spürbar und man konnte sich daran orientieren, doch eine genaue Entwicklung konnte niemand voraussagen. Trotz alledem herrschte von Seiten der Entwickler und Nutzer eine positive Grundstimmung in Bezug auf die Veränderungen.

Auf der einen Seite sollte man das Internet mit seinen neuen Ideen und Möglichkeiten nicht zu hoch loben, aber auf der anderen Seite sollte man auch die neuen Potenziale der Öffentlichkeit transparent machen. Somit wurde das Web 2.0 rasch als Oberbegriff für alle guten oder weniger guten Erneuerungen im Internet übernommen. Des Weiteren wurde die Bezeichnung Web 2.0 als Trendname auch häufig missbraucht, um an die gewünschte Aufmerksamkeit zu gelangen. Unter Web 2.0 fallen im Allgemeinen nicht nur neue technische Innovationen, sondern auch alte Ideen in neuer Gestalt oder neue Formen der Vernetzung und Kommunikation der User (vgl. Friedman 2009, S.33 ff).

2.1 Merkmale von Web 2.0

Obwohl das Web 2.0 einen enormen Zuwachs zu verzeichnen hat, wissen viele User heutzutage nur grob, was man im Allgemeinen unter dem Begriff versteht. Doch den Durchschnittsanwender interessiert es auch nur wenig, vielmehr möchte er die Online- Dienste nutzen und selbst aktiv werden (vgl. Friedman 2009, S.68). Um dieses Phänomen besser verstehen zu können, werden im Folgenden wichtige Merkmale von Web 2.0 genannt und ansatzweise beschrieben

Die Partizipation der User ist ein sehr wichtiges Merkmal von Web 2.0 und spielt bei sehr vielen Anwendungen eine große und entscheidende Rolle. So ist es typisch, dass die Nutzer sich selbst aktiv beteiligen und das Netz oder einzelne Aspekte mitgestalten können. Das Web 2.0 sowie Social Software entstehen, leben und entwickeln sich nur durch die Aktivität und Partizipation der Nutzer weiter. Ebenso können Inhalte jederzeit veröffentlicht, ergänzt und kommentiert werden. Jeder Anwender kann einen Teil zum Ganzen beitragen und der Individualität, der Selbstinszenierung und der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Ein globales, feinvernetztes Informationsnetzwerk wird durch die Nutzer selbst ins Leben gerufen, gepflegt, entwickelt und ausgebaut. Dieses gemeinsame Zusammenarbeiten bzw. dieser Prozess wird auch als Netzwerkeffekt beschrieben (z.B. Wikipedia). Durch die aktive freiwillige Beteiligung entsteht oft eine stückweite selbst Identifizierung mit dem Web 2.0 Anwendungen bzw. den eigenen produzierten Beiträgen. Darüber hinaus können die Nutzer bei Mitmach-Diensten (wie z.B. Last.FM, You Tube, MySpace, etc.) eigene Aktivitäten online stellen von denen die gesamte Community profitiert (vgl. Friedman 2009, S.43 ff). Es findet sozusagen ein freiwilliger Austausch von Sozialen und kulturellem Kapital zwischen den einzelnen Personen statt.

Die Inhalte selbst können zusätzlich von jedem User bewertet werden. Somit wird entschieden was populär ist, welche Themen beliebt sind und welche nicht. In dem Zusammenhang spricht man auch, oft von der durchsetzenden Demokratie oder auch von dem Grundprinzip der Empfehlung bzw. Bewertung, die z.B. bei Ebay, Google, Amazon etc. gängig ist. Gerade die Beteiligung der Nutzer zeichnet das Angebot bei Amazon aus und spricht für deren Erfolg. Für Webentwickler im Web 2.0 gilt die Regel: Je mehr User, desto besser das Produkt und desto besser der Umsatz bzw. desto mehr lohnt sich die Weiterentwicklung.

Zu weiteren Merkmalen gehören auch die Ethik der Kooperation, welche eng an die Partizipation gekoppelt ist und sich darin zeigt, dass die Nutzer eine Vermittlerrolle einnehmen, Netzwerke verbinden, Ressourcen aller Beteiligten zusammenführen und sie allen zugänglich machen (vgl. Friedman S.44 ff). Ähnliche Ziele verfolgt das Social Networking, indem es fokussiert Inhalte und Menschen miteinander zu verbinden und zu verlinken. Dabei kommt dem Sozialen Kapital ein großer Stellenwert zu, denn dadurch kann der User Kontakte knüpfen, Anerkennung gewinnen die unter anderem auch in der Realität hilfreich sein können (vgl. Friedman S.51 ff).

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Web 2.0 Risiken und Chancen
Hochschule
Hochschule München
Veranstaltung
Sozialinformatik
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
14
Katalognummer
V271915
ISBN (eBook)
9783656639251
ISBN (Buch)
9783656639237
Dateigröße
474 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Web 2.0, Social Media, Partizipation, Mitgestaltung, Medien, Risiken und Chancen, Facebook, Geocaching
Arbeit zitieren
Marcel Schnieber (Autor), 2010, Web 2.0 Risiken und Chancen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271915

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