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Der Länderfinanzausgleich. Perspektiven einer Reform

Título: Der Länderfinanzausgleich. Perspektiven einer Reform

Trabajo Escrito , 2012 , 12 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Kevin Deusing (Autor)

Política - Sistema político de Alemania
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Ich beschäftige mich in meiner Arbeit mit den Konstruktionsfehlern des Länderfinanzausgleichs, weil der Ruf nach der Abschaffung jenes Finanzausgleiches aus den „Geberländern“ Hessen, Baden-Württemberg und Bayern immer lauter wird. Diese Bundesländer sehen sich immer mehr in einer unfairen Wettbewerbssituation, da sie Einnahmen, die wohl zur Haushaltskonsolidierung verwendet werden könnten, an andere Bundesländer transferiert werden, damit diese aufgrund ihrer geringeren Wirtschaftskraft die Aufgaben erledigen können, die ihnen von der übergeordneten Bundesebene auferlegt werden. Dabei gilt es den Länderfinanzausgleich aus einer Sichtweise der Gerechtigkeit zu beurteilen und es sollte erwähnt sein, dass eine Abschaffung des Länderfinanzausgleichs keinesfalls zu einer Lösung der gegenwärtigen Probleme beiträgt, sondern sie im Gegenteil maximiert. Der Länderfinanzausgleich darf keineswegs aus einer rein finanz- oder steuerpolitischen Betrachtungsweise gesehen werden, da er überdies einem gesellschaftspolitischen Zweck dient und eine wichtige Rolle im Zusammenwachsen des deutschen Volkes spielt. Hier stellt sich die Frage nach der innerdeutschen Solidarität und nicht die Frage einer Neiddebatte, die verheerende Folgen für die deutsche Gesellschaft im Gesamten hat und Missgunst und Abneigungen schürt. Im Folgenden werde ich die Begriffe des vertikalen und horizontalen Finanzausgleichs erläutern und diese dann im Länderfinanzausgleich zusammenführen, welchen es als vertikaler Finanzausgleich mit horizontalem Effekt einzuordnen gilt. Im Anschluss an diese Begriffserklärungen werde ich anhand von Defiziten bei der momentanen Umsetzung des Länderfinanzausgleichs die Konstruktionsfehler des gegenwärtigen Systems aufweisen um im darauffolgenden Fazit nicht nur die Erkenntnisse, welche ich aus dieser Arbeit gewonnen habe aufzuzeigen, sondern auch mögliche Lösungen für die vorhandenen Probleme anzubieten. Die Forschungsfrage, die ich beantworten möchte ist die nach der Verbesserung des Systems des Länderfinanzausgleichs. Konkret stellt sich die Frage: Wie lässt sich der Länderfinanzausgleich gerechter gestalten?
Bei der Erkenntnisgewinnung werde ich hermeneutisch vorgehen und anhand von wissenschaftlichen Arbeiten und Artikeln aus der Tagespresse, sowie Informationsbescheiden, welche von staatlicher Seite herausgegeben wurden und Monographien einen kumulierten Wissensertrag vorbringen, mit dem ich versuchen werde, die aufgezeigten Probleme zu lösen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Finanzausgleich

1.1. Gesetzliche Grundlagen des Länderfinanzausgleichs

1.2. Vertikaler Finanzausgleich

1.3. Horizontaler Finanzausgleich

1.4. Länderfinanzausgleich

1.5. Bundesergänzungszuweisungen

2. Defizite und Konstruktionsfehler des Länderfinanzausgleichs

Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktionsfehler des aktuellen deutschen Länderfinanzausgleichs, um zu eruieren, wie das System gerechter gestaltet werden kann. Dabei wird analysiert, inwieweit das gegenwärtige Modell Anreize für eine Haushaltskonsolidierung schafft und welche Reformmöglichkeiten bestehen, um die als unfair empfundene Wettbewerbssituation zwischen Geber- und Nehmerländern zu verbessern.

  • Gesetzliche Grundlagen des deutschen Finanzausgleichssystems
  • Differenzierung zwischen vertikalem und horizontalem Finanzausgleich
  • Analyse der Funktionsweise und Defizite der Bundesergänzungszuweisungen
  • Identifikation von Konstruktionsfehlern und Intransparenzen
  • Diskussion von Reformansätzen zur Steigerung der Gerechtigkeit und Anreizstrukturen

Auszug aus dem Buch

2. Defizite und Konstruktionsfehler des Länderfinanzausgleichs

Michael Schilling kritisiert die fehlende Transparenz des Länderfinanzausgleichs und das obwohl klare Vorschriften bestehen, es dem Bürger nicht möglich ist, die einzelnen Schritte nachzuvollziehen. (Schilling, Michael (2004): Optionen für eine Reform des deutschen Föderalismus, S.3) Weiterhin ist beschrieben, wie Hessen als „Geberland“ im Ranking der finanzstärksten Länder auf Platz 9 gefallen ist und dass das Saarland einer Grenzbelastung von 92 % im Jahr 1999 ausgesetzt war, was zur Folge hatte, dass von 1 Mio. € Steuermehreinnahmen 80.000 € übrig blieben. Demnach gibt der jetzige Länderfinanzausgleich keinerlei Anreize für „Nehmerländer“ sich um höhere Steuereinnahmen zu bemühen, da ihnen eine fast vollständige Deckung der Fehlbeträge gewährleistet wird. Weiterhin zwingt man die zahlenden Bundesländer zur Resignation und spaltet mit dem jetzigen System die Gesellschaft in Deutschland in mehrere Splittergruppen. Indirekt wird so der Ost-West-Konflikt auf Dauer bestehen bleiben unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit.

Ein wesentlicher Konstruktionsfehler des Länderfinanzausgleichs ist, dass die Zweckgebundenheit der Mittel nicht stringent genug ist und auch das die finanziellen Mittel nicht an rechtliche Bedingungen geknüpft sind, erachte ich als einen massiven Fehler. Ein weiteres Beispiel für die Ungerechtigkeit des jetzigen Länderfinanzausgleichs lässt sich am Beispiel der Bereitstellung von Kindertagesstättenplätzen in Hessen und Berlin festmachen. Während Hessen als „Geberland“ Geld nach Berlin transferiert und durch die Erhebung von Gebühren für den Besuch der Kindertagesstätte die öffentlichen Haushalte möglichst im Bereich der schwarzen Zahlen halten will, bietet Berlin Kindertagesstättenplätze kostenfrei an. An diesem Beispiel lässt sich verdeutlichen, dass es umso wichtiger ist, dass die finanziellen Mittel, die umverteilt werden, zweckgebunden sein müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung erläutert die Problematik der aktuellen Finanzverteilung zwischen den Bundesländern und definiert die Forschungsfrage bezüglich einer gerechteren Gestaltung des Systems.

1. Finanzausgleich: Dieses Kapitel liefert die rechtlichen Grundlagen sowie eine detaillierte Erläuterung der vertikalen und horizontalen Ausgleichsstufen inklusive der Bundesergänzungszuweisungen.

1.1. Gesetzliche Grundlagen des Länderfinanzausgleichs: Hier werden die verfassungsrechtlichen Fundamente und maßgeblichen Gesetze wie das Grundgesetz und das Finanzausgleichsgesetz dargestellt.

1.2. Vertikaler Finanzausgleich: Der Abschnitt behandelt die erste Stufe der Steuerverteilung zwischen Bund und Ländern unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Wirtschafts- und Finanzkraft.

1.3. Horizontaler Finanzausgleich: Dieses Kapitel beschreibt die Umverteilung des Steueraufkommens zwischen den Bundesländern zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse.

1.4. Länderfinanzausgleich: Fokus auf der dritten Stufe, in der der tatsächliche Ausgleich zwischen finanzstarken und finanzschwachen Ländern auf Basis der Finanzkraft je Einwohner stattfindet.

1.5. Bundesergänzungszuweisungen: Erläuterung der ergänzenden Zuweisungen des Bundes an leistungsschwache Länder zur Deckung spezifischer Fehlbeträge oder Sonderbedarfe.

2. Defizite und Konstruktionsfehler des Länderfinanzausgleichs: Analyse kritischer Punkte wie mangelnde Transparenz, fehlende Anreizstrukturen für Nehmerländer und problematische Bemessungsgrundlagen.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Diskussion von Reformmöglichkeiten sowie eines notwendigen Paradigmenwechsels.

Schlüsselwörter

Länderfinanzausgleich, Finanzausgleichsgesetz, Föderalismus, Finanzkraft, Umverteilung, Geberländer, Nehmerländer, Bundesergänzungszuweisungen, Haushaltskonsolidierung, Konstruktionsfehler, Steuerverteilung, Gerechtigkeit, Solidarpakt, Finanzverfassung, Wirtschaftskraft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Kritik am deutschen Länderfinanzausgleich, insbesondere mit der Wahrnehmung der Unfairness durch die sogenannten Geberländer und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die gesellschaftliche Solidarität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die gesetzliche Ausgestaltung der Finanzverfassung, die Funktionsweise der verschiedenen Finanzausgleichsstufen und die Identifikation von konstruktionsbedingten Defiziten des aktuellen Systems.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das System des Länderfinanzausgleichs gerechter und effizienter gestaltet werden kann, um sowohl Geber- als auch Nehmerländer zu einer nachhaltigen Finanzpolitik zu motivieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen hermeneutischen Ansatz, bei dem wissenschaftliche Publikationen, Presseartikel, offizielle Bescheide und Monographien kumuliert und analysiert werden, um ein umfassendes Verständnis der Problematik zu erlangen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Darstellung der rechtlichen und funktionalen Mechanismen des Finanzausgleichs sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dessen Schwachstellen, wie mangelnde Anreize und Intransparenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Länderfinanzausgleich, Föderalismus, Finanzkraft, Steuerverteilung und Gerechtigkeit geprägt.

Warum wird die Verwendung fiktiver Einwohnerzahlen kritisiert?

Der Autor kritisiert, dass fiktive Einwohnerzahlen eine realitätsferne Bemessungsgrundlage darstellen, die nicht auf einer wissenschaftlich fundierten Basis steht und zu einer Fehlverteilung finanzieller Mittel führt.

Welchen Vorschlag macht der Autor zur Verbesserung des Systems?

Der Autor schlägt unter anderem eine striktere Zweckbindung der Mittel sowie die Einführung von Prämissen als Kontrollinstrumente vor, um Anreize zur eigenen Haushaltsverbesserung in den Empfängerländern zu schaffen.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Länderfinanzausgleich. Perspektiven einer Reform
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen  (Institut für Politikwissenschaft)
Curso
Wirtschaftspolitik im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland
Calificación
2,0
Autor
Kevin Deusing (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
12
No. de catálogo
V272238
ISBN (Ebook)
9783656638766
ISBN (Libro)
9783656638759
Idioma
Alemán
Etiqueta
länderfinanzausgleich perspektiven reform
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kevin Deusing (Autor), 2012, Der Länderfinanzausgleich. Perspektiven einer Reform, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272238
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