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Der Ausbau der sicherheitspolitischen Dimension der EU-Politik gegenüber Osteuropa

Ein geostrategischer Imperativ?

Title: Der Ausbau der sicherheitspolitischen Dimension der EU-Politik gegenüber Osteuropa

Scientific Study , 2011 , 92 Pages , Grade: 1.00

Autor:in: Velina Tchakarova (Author)

Politics - Region: Russia
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Ziel der vorliegenden Studie ist es die sicherheitspolitische Dimension der EU-Politik gegenüber Osteuropa darzustellen, den wesentlichen Aspekten und Funktionen nachzugehen und mögliche zukünftige Entwicklungen mit Blick auf ihren Ausbau aufzuzeigen. Die theoretische Grundlage, auf der die Studie aufgebaut ist, leitet sich von der Theorie des regionalen Sicherheitskomplexes (Regional Security Complex Theory, RSCT) ab. In Anlehnung daran liefert der geopolitische Ansatz Erklärung für die zukünftigen Entwicklungsszenarien zur sicherheitspolitischen Dimension der EU-Politik gegenüber Osteuropa.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ziel und Methodik der Studie

2.1 Hypothese

2.2 Methodik

3 Theoretische Grundlage

3.1 Darlegung der Begriffe

3.1.1 Macht und Einfluss

3.1.2 Geopolitik und Geostrategie

3.2 Theorie des regionalen Sicherheitskomplexes

4 Die Einflussfaktoren der sicherheitspolitischen Dimension der EU-Politik gegenüber Osteuropa

4.1 Die Wahrnehmung geopolitischer Interessen in Osteuropa

4.2 Aufgaben und Funktionen der sicherheitspolitischen Dimension der EU-Politik gegenüber Osteuropa

4.3 EU-Konfliktmanagement in Osteuropa

5 Einflussnahme externer Akteure auf die sicherheitspolitische Dimension der EU-Politik gegenüber Osteuropa

5.1 Weimarer Dreieck zwischen Frankreich, Deutschland und Polen

5.2 Russland

5.3 USA (NATO)

5.4 Türkei

5.5 Schlussfolgerungen über die Rolle externer Akteure in Osteuropa

6 Überprüfung der aufgestellten Hypothese und Bewertung der Ergebnisse

6.1 Überprüfung der Hypothese

6.2 Bewertung der Ergebnisse

6.3 Zukünftige Handlungsoptionen bezüglich der sicherheitspolitischen Dimension der EU-Politik gegenüber Osteuropa

7 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Studie analysiert die sicherheitspolitische Dimension der Politik der Europäischen Union gegenüber Osteuropa und untersucht, inwieweit der Ausbau dieser Dimension einen geostrategischen Imperativ darstellt. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Wirksamkeit des EU-Ansatzes in einer multipolaren Weltordnung und der Notwendigkeit einer geostrategischen Neupositionierung zur Sicherung regionaler Stabilität.

  • Die Rolle von Macht, Einfluss und geostrategischen Interessen der EU in Osteuropa.
  • Die Analyse der Einflussnahme externer Akteure (Russland, USA/NATO, Türkei) auf die Sicherheit in Osteuropa.
  • Die Bewertung der Effizienz des EU-Konfliktmanagements und der vorhandenen Instrumente.
  • Die Entwicklung zukünftiger Handlungsoptionen und Szenarien für die EU-Sicherheitspolitik.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Geopolitik und Geostrategie

In der Zeit der Globalisierung gewinnt die Geopolitik aufgrund der wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Verflechtung der Regionen der Welt wieder an Bedeutung. Die Geopolitik ist „[…] die Wahrnehmung von geopolitischen Interessen eines Staates bzw. einer Gruppe von Staaten.“ Aus der Wahrnehmung spezifischer geopolitischer Interessen resultiert die Formulierung geostrategischer Aufgaben und eng damit verbundener geostrategischer Ziele. Der neorealistische Ansatz der internationalen Beziehungen ordnet die geopolitischen Interessen den „[…] Kategorien der Macht-, Interessen- und Einflusssphärenpolitik“ zu. Die Formulierung geopolitischer Interessen deckt „[…] einen geografischen Raum mit seinen spezifischen Eigenschaften (räumlich gebundene, wirtschaftliche und demografische Faktoren) sowie seinen Mächtekonstellationen […]“. Die Zielsetzung geopolitischer Interessen wird als Geostrategie eines Staates bzw. einer Gruppe von Staaten bezeichnet. Die Geostrategie ist somit die „Konzeption für die planmäßige Realisierung strategischer und sicherheitspolitischer Ziele unter Berücksichtigung geografisch und geopolitisch bestimmter regionaler und weltweiter Bedingungen.“

Die gegenwärtige Ordnungsstruktur der internationalen Beziehungen wird in der Zeit der Globalisierung durch „die stark gestiegene Zahl der relevanten Akteure und die exponentielle Zunahme der Dichte, der Häufigkeit und der Reichweite der Interaktionsprozesse“ geprägt und ist demzufolge „immer schwerer zu steuern.“ Die geografische Lage der Staaten ist aufgrund der Geostrategie „[…] weiterhin bestimmend für ihre sicherheitspolitische und strategische Bedeutung.“ Die geopolitische Perspektive in der vorliegenden Studie bezieht sich auf die geografische Lage von Osteuropa und erweitert die sicherheitspolitische Dimension der EU-Politik gegenüber Osteuropa. Dabei erweist sich die Frage als besonders wichtig: Ist die EU ein geostrategischer Akteur in Osteuropa? Brzezinski definiert jene Staaten als geostrategische Akteure, „die die Kapazität und den nationalen Willen besitzen, über ihre Grenzen hinaus Macht und Einfluss auszuüben, um den geopolitischen Status quo in einem [die eigenen] Interessen berührenden Ausmaß zu verändern […].“ Diese Frage wird in der vorliegenden Studie näher analysiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rückkehr geopolitischer Machtpolitik im 21. Jahrhundert und die daraus resultierenden neuen Sicherheitsherausforderungen für die EU in Osteuropa.

2 Ziel und Methodik der Studie: In diesem Kapitel wird das Forschungsziel definiert, die Hypothese aufgestellt und der methodische Rahmen auf Basis der Theorie des regionalen Sicherheitskomplexes dargelegt.

3 Theoretische Grundlage: Es werden zentrale Begriffe wie Macht, Einfluss, Geopolitik und Geostrategie erläutert sowie die Theorie des regionalen Sicherheitskomplexes als theoretischer Rahmen verankert.

4 Die Einflussfaktoren der sicherheitspolitischen Dimension der EU-Politik gegenüber Osteuropa: Dieses Kapitel untersucht die Wahrnehmung geopolitischer Interessen, die Aufgaben der EU-Sicherheitspolitik und das EU-Konfliktmanagement in der Region.

5 Einflussnahme externer Akteure auf die sicherheitspolitische Dimension der EU-Politik gegenüber Osteuropa: Hier wird die Rolle externer Mächte wie Russland, USA/NATO und Türkei sowie die Bedeutung des Weimarer Dreiecks analysiert.

6 Überprüfung der aufgestellten Hypothese und Bewertung der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden evaluiert, die Hypothese überprüft und es werden zukünftige Handlungsoptionen durch Szenariobildung aufgezeigt.

7 Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Handlungsfähigkeit der EU in ihrer östlichen Nachbarschaft.

Schlüsselwörter

EU-Osteuropapolitik, EU-Sicherheitspolitik, EU-Konfliktmanagement, Geopolitik, Geostrategie, EU-Russland Beziehungen, Europäische Nachbarschaftspolitik, Szenarioentwicklung, Sicherheitskomplex, Machtprojektion, Osteuropa, Sicherheitspolitik, Krisenmanagement, Multipolarität, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die sicherheitspolitische Dimension der EU-Politik gegenüber Osteuropa und analysiert, warum ein geostrategischer Ausbau dieser Dimension für die EU imperativ ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die geopolitischen Interessen der EU, das Krisenmanagement, die Einflussnahme externer Akteure wie Russland und den USA sowie die zukünftige Strategieplanung in einer multipolaren Welt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die sicherheitspolitische Rolle der EU in Osteuropa darzustellen, ihre Defizite aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, um als strategisch handelnder Akteur in der Region aufzutreten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Studie nutzt einen neorealistischen Ansatz, die Theorie des regionalen Sicherheitskomplexes sowie eine deduktive Methodik zur Hypothesentestung und Szenarioentwicklung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Einflussfaktoren, die Rollen externer Akteure wie das Weimarer Dreieck und Russland, sowie die Effektivität des bisherigen EU-Konfliktmanagements.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind EU-Osteuropapolitik, Geostrategie, Sicherheitspolitik, Einflussnahme, Konfliktmanagement und geopolitische Interessen.

Welche Rolle spielt das Weimarer Dreieck in diesem Zusammenhang?

Das Weimarer Dreieck fungiert als wichtige politische Konsultationsplattform für die EU, um europäische Interessen in der Sicherheitspolitik abzustimmen und das Verhältnis zu östlichen Nachbarn zu priorisieren.

Warum wird Russland im Kontext der EU-Sicherheitspolitik als "Status-quo-Macht" bezeichnet?

Russland wird so bezeichnet, da es sich auf militärische Abschreckung und den Erhalt seines Einflussbereichs im "nahen Ausland" konzentriert, um den eigenen Machtanspruch in Osteuropa zu sichern.

Wie bewertet die Autorin die bisherige Wirksamkeit der EU?

Die Autorin bewertet die bisherige Rolle der EU als weitgehend ineffizient und reaktiv, bedingt durch institutionelle Inkohärenz und das Fehlen einer einheitlichen geostrategischen Vision.

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Details

Title
Der Ausbau der sicherheitspolitischen Dimension der EU-Politik gegenüber Osteuropa
Subtitle
Ein geostrategischer Imperativ?
Grade
1.00
Author
Velina Tchakarova (Author)
Publication Year
2011
Pages
92
Catalog Number
V272244
ISBN (eBook)
9783656643326
ISBN (Book)
9783656643340
Language
German
Tags
ausbau dimension eu-politik osteuropa imperativ
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Velina Tchakarova (Author), 2011, Der Ausbau der sicherheitspolitischen Dimension der EU-Politik gegenüber Osteuropa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272244
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