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Illegaler Drogenkonsum im Jugendalter und seine Funktion bezüglich Entwicklungsaufgaben

Título: Illegaler Drogenkonsum im Jugendalter und seine Funktion bezüglich Entwicklungsaufgaben

Trabajo Escrito , 2013 , 9 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jennifer Sarro (Autor)

Sociología - Niños y adolescentes
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Der Konsum illegaler Drogen im Jugendalter in Deutschland ist kein Ausnahmefall. Laut der Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) des Jahres 2011 haben 7,2% aller Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren schon mindestens einmal in ihrem Leben eine illegale Droge konsumiert. 4,9% gaben an innerhalb der letzten 12 Monate vor der Befragung konsumiert zu haben. Bei fast der Hälfte (2,0%) liegt der letzte Konsum nicht länger als 30 Tage zurück (vgl. BZgA 2012, S. 46).
Somit stellt sich die Frage nach möglichen Funktionen des Drogenkonsums im Jugendalter bezüglich der zu bewältigenden Entwicklungsaufgaben und dessen Missbrauch als Kompensation für Misserfolg und Überforderung bei der Bewältigung dieser Anforderungen. Abschließend erfolgt ein Ausblick auf die Anforderungen an Organisationen und deren Handlungskompetenzen in Bezug auf die Arbeit mit Drogen konsumierenden Jugendlichen.
Zur Begriffsklärung soll gesagt werden, dass der Begriff „Jugendlicher“ im Folgenden sowohl männliche als auch weibliche 12- bis 17-Jährige in Deutschland konnotiert. Falls sich bestimmte Aussagen auf hiervon abweichende Gruppen beziehen, wird dies explizit angegeben. Der Begriff „Drogen“ impliziert in diesem Kontext ausschließlich illegale Drogen und distanziert sich von Grauzonen (z.B. Medikamente) und legalen Suchtmitteln wie Alkohol oder Tabak. Des Weiteren wird angemerkt, dass Drogenkonsum ein sehr komplexes Themengebiet ist, welches individuell bezogen auf Persönlichkeit, Umwelteinflüsse, Lebenswelt und Biographie des Konsumenten betrachtet werden muss. Insofern kann nur auf ausgewählte Aspekte eingegangen werden, da der Umfang dieser Ausarbeitung der Tiefe und Breite, die bei Miteinbezug weiterer Themengebiete oder Fragestellungen von Nöten wäre, nicht gerecht werden könnte. Drogenkonsum ist nicht zu verwechseln mit Drogenmissbrauch oder gar -abhängigkeit. Diese Begriffe bedürfen ebenfalls einer gesonderten Aufarbeitung und werden in diesem Kontext bewusst ausgeklammert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Konsum illegaler Drogen im Jugendalter

2.1 Illegale Drogen und deren Wirkungsweise

2.2 Entwicklungsaufgaben und Funktionen des Drogenkonsums

2.2.1 Identitätsfindung

2.2.2 Soziale Beziehungen

2.2.3 Emotionale Unabhängigkeit von den Eltern

2.2.4 Lebensgestaltung/-planung

2.2.5 Entwicklung eines Wertesystems

2.2.6 Überforderungsmodell

3. Anforderungen an Organisationen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktionen des Drogenkonsums bei Jugendlichen im Kontext der zu bewältigenden Entwicklungsaufgaben. Dabei wird analysiert, inwieweit der Substanzgebrauch als Katalysator zur Zielerreichung dienen kann oder als Kompensationsstrategie bei Überforderung fungiert, um daraus schließlich Handlungsempfehlungen für die professionelle Arbeit mit betroffenen Jugendlichen in Organisationen abzuleiten.

  • Analyse der Wirkungsweise illegaler Substanzen bei Jugendlichen
  • Zusammenhang zwischen Entwicklungsaufgaben und Drogenkonsum
  • Das Überforderungsmodell als Erklärungsansatz für Substanzmissbrauch
  • Methodische Anforderungen an die Arbeit mit jugendlichen Konsumenten
  • Förderung von Authentizität und Respekt in pädagogischen Kontexten

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Soziale Beziehungen

Die Entwicklungsaufgabe, soziale Beziehungen zu gleich- oder andersgeschlechtlichen Peers aufzubauen ist ein wichtiger Aspekt, der die Entscheidung, Drogen zu konsumieren stark beeinflussen kann. Vielen Drogen wird ein sozialer Anspruch zugeschrieben, oft wird gemeinsam konsumiert, der Rausch in der Gruppe erlebt. Das entaktogene Amphetamin MDMA beispielsweise, besser bekannt als Ecstasy, löst ein Euphoriegefühl aus, welches oft mit höherer Selbstakzeptanz des Konsumenten einhergeht. MDMA wird auch die „Liebesdroge“ genannt, da durch den Abbau innerpsychischer Blockaden die Kontakt- und Kommunikationsfreudigkeit erhöht wird (vgl. DHS 2009, Faltblatt 8).

Auch der Zugang zu bestimmten Peer-Gruppen und deren Akzeptanz, kann in gewissen Fällen von Drogenkonsum bestimmt werden. Um „dazuzugehören“, Freunde zu finden, passen sich viele Jugendliche den Ritualen der gewünschten Clique an, inklusive dem Konsum illegaler Drogen (vgl. Bühler / Silbereisen / Weichold 2006, S. 18).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Einleitung in die Thematik unter Berücksichtigung aktueller Konsumstatistiken und Definition des Untersuchungsgegenstands.

2. Konsum illegaler Drogen im Jugendalter: Strukturierung der Thematik durch Definition von Wirkungsweisen und theoretische Einordnung des Konsums in den Prozess der jugendlichen Entwicklungsaufgaben.

2.1 Illegale Drogen und deren Wirkungsweise: Differenzierung zwischen psychischen und physischen Wirkungen gängiger illegaler Substanzen.

2.2 Entwicklungsaufgaben und Funktionen des Drogenkonsums: Theoretische Herleitung, wie Substanzgebrauch als Strategie zur Erreichung von Entwicklungszielen oder zur Bewältigung von Anforderungen dienen kann.

2.2.1 Identitätsfindung: Betrachtung des Konsums als Ausdruck eines persönlichen Stils und Mittel zur bewussteren Positionierung.

2.2.2 Soziale Beziehungen: Untersuchung des Einflusses von Peer-Gruppen und der sozialen Funktion von Drogenkonsum.

2.2.3 Emotionale Unabhängigkeit von den Eltern: Analyse des Drogenkonsums als Mittel der bewussten Rebellion gegen elterliche Autorität.

2.2.4 Lebensgestaltung/-planung: Zusammenhang zwischen Subkultur-Zugehörigkeit, Lebensstil und der Entscheidung für oder gegen Drogen.

2.2.5 Entwicklung eines Wertesystems: Drogenkonsum als bewusste Grenzverletzung und Ausdruck sozialen Protests.

2.2.6 Überforderungsmodell: Erläuterung der Ursachen für den Übergang vom funktionalen Konsum zum missbräuchlichen Verhalten bei Überforderung.

3. Anforderungen an Organisationen: Ableitung konkreter pädagogischer Leitlinien wie Niederschwelligkeit und Authentizität in der Arbeit mit konsumierenden Jugendlichen.

Schlüsselwörter

Jugendliche, Drogenkonsum, Entwicklungsaufgaben, Suchtprävention, Identitätsfindung, Peer-Gruppen, Überforderungsmodell, Substanzgebrauch, Soziale Beziehungen, Akzeptierende Drogenarbeit, Handlungskompetenz, Jugendkultur, Rebellion, Adoleszenz, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Rolle von illegalem Drogenkonsum bei Jugendlichen und analysiert diesen als potenzielles Mittel zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der Definition und Wirkungsweise von Drogen stehen die psychologischen Aspekte der Identitätsentwicklung, soziale Beziehungen sowie die Anforderungen an Organisationen in der Drogenarbeit im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Jugendliche Drogen konsumieren, und daraus einen fachlich fundierten Ansatz für Organisationen zu entwickeln, der auf Respekt und professioneller Begleitung basiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf der Analyse bestehender Studien und fachwissenschaftlicher Konzepte (z.B. Havighursts Entwicklungsaufgaben) basiert.

Was ist das zentrale Thema des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Drogen und deren Wirkungsweisen sowie eine detaillierte Gegenüberstellung einzelner Entwicklungsaufgaben und deren Verbindung zum Drogenkonsum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Entwicklungsaufgaben, Drogenkonsum, Identitätsfindung, Überforderungsmodell, Peers und Akzeptierende Drogenarbeit.

Was ist das "Überforderungsmodell" in diesem Kontext?

Es beschreibt Situationen, in denen Jugendliche mit den Anforderungen ihrer Entwicklung scheitern und Drogen nutzen, um emotionale Belastungen zu dämpfen oder dem Sinnverlust zu entfliehen.

Warum ist die "Entkriminalisierung" im Gesprächskontext wichtig?

Der Autor argumentiert, dass eine juristische Ausklammerung des Konsumverhaltens in Beratungsgesprächen das Vertrauensverhältnis stärkt und erst eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Ursachen ermöglicht.

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Detalles

Título
Illegaler Drogenkonsum im Jugendalter und seine Funktion bezüglich Entwicklungsaufgaben
Universidad
University of Tubingen  (Erziehungswissenschaft)
Curso
Seminar: Online-Jugendberatung
Calificación
1,0
Autor
Jennifer Sarro (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
9
No. de catálogo
V272304
ISBN (Ebook)
9783656639787
ISBN (Libro)
9783656639770
Idioma
Alemán
Etiqueta
Drogen Jugend Jugendphase Entwicklungsaufgaben Cannabis Konsum
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jennifer Sarro (Autor), 2013, Illegaler Drogenkonsum im Jugendalter und seine Funktion bezüglich Entwicklungsaufgaben, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272304
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Extracto de  9  Páginas
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