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Die Übersetzungsregel von Jürgen Habermas. Ihre Anwendbarkeit auf Kants Religionsbegriff

Título: Die Übersetzungsregel von Jürgen Habermas. Ihre Anwendbarkeit auf Kants Religionsbegriff

Trabajo , 2014 , 32 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Johanna Dittrich (Autor)

Teología - Teología sistemática
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In dieser Arbeit werden zwei große Philosophen einander gegenübergestellt. Der eine lebte in aufklärerischen Zeiten, in denen sich die Menschen gerade bewusst werden, dass sie sich von Religion emanzipieren können und wollen. Der andere wirkt in einer säkularisierten Welt, in der der Wunsch nach Antwort über die Fragen „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“ und „Warum Männer schlecht zuhören und Frauen schlecht einparken“ hinausgeht. „Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“ und „Glauben und Wissen“ befassen sich mit religiöser Sprache. War Luther ein Revolutionär, der gegen alle
Widerstände die biblischen Texte ins Deutsche übersetzte, um sie zu demokratisieren; so wagten Kant und Habermas, eine inhaltliche Übertragung des Wort Gottes.
Kant behauptet, dass sich religiöse Begriffe auf eine vernünftige Begründung zurückführen lassen und Habermas nennt profane Themen, die religiöser Artikulationskraft bedürfen.
Fragen, die nicht beantwortet werden:
Wollte Kant den Frommen Vernunft beibringen und Habermas die Religion säkularisieren?
Wollte Habermas die Säkularisierten religiosisieren und Kant die Vernünftigen fromm machen?
Fragen, die beantwortet werden:
Was meint Habermas mit seiner Übersetzungsregel?
Welche Übersetzungsbeispiele nennt er?
Welche Übersetzungen versucht Kant in seiner Religionsschrift?
Diesen Fragen werden die ersten drei Kapitel der Arbeit gewidmet. Unter Zuhilfenahme vielfältiger Literatur und dem Zu-Worte-kommen einiger Kritiker wird sich dem Thema der
Übersetzung biblischer Inhalt genähert. Das Ziel dieser Arbeit ist die Gegenüberstellung der Übersetzungen Habermas’ mit denen Kants. Dazu werden vier zentrale Übersetzungen Kants
erläutert. Denen werden vier Übersetzungen der gleichen Motive jedoch im Sinne Habermas’ gegenübergestellt. Anhand dieses Vergleiches kann veranschaulicht werden, in welchen Punkten Kant im Sinne von Habermas übersetzt. Diese Überlegung kann Anlass sein, das Potential des ganz persönlichen eigenen Ausdrucks zu fassen. Dann heißt es vielleicht bald nicht mehr: Ich sehe was, was du nicht siehst! sondern: ich sage was, das du nicht sagst!

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Habermas „Glauben und Wissen“

2.1 Habermas’ Übersetzungsregel

2.2 Die Bedeutung der habermasschen Übersetzungsregel

2.3 Von Habermas genannte Übersetzungsbeispiele

2.4 Reaktionen der Zeitgenossen

3. Kant „Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“

3.1 Die Übersetzungsfrage

3.2 Welche Begriffe versucht Kant zu übersetzen?

3.2.1 Sünde = Das Böse

3.2.3 Gnade = Selbsterlösung

3.2.3 Jesus = Die Idee des Guten

3.2.4 Reich Gottes = Republik unter Tugendgesetzen

4. Zusammenführung

4.1 Eigene Übersetzungen nach der Habermasschen Regel

4.1.1 Reich Gottes

4.1.2 Gnade

4.1.3 Sünde

4.1.4 Jesus

4.2 Wendet Kant die habermassche Übersetzungsregel an?

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit stellt die Ansätze von Immanuel Kant und Jürgen Habermas zur Übersetzung religiöser Begriffe in eine vernunftgemäße Sprache gegenüber, um zu untersuchen, inwiefern diese Transformationsprozesse als vergleichbar oder komplementär betrachtet werden können.

  • Philosophische Gegenüberstellung von Kant und Habermas
  • Analyse der Übersetzungsregeln für religiöse Inhalte
  • Transformation zentraler Begriffe (Reich Gottes, Gnade, Sünde, Jesus)
  • Untersuchung der Rolle der Vernunft in der Religion
  • Diskussion der postsäkularen Gesellschaft und deliberativen Demokratie

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Sünde = Das Böse

Das so genannte erste Stück in Kants Religionsschrift trägt den Titel „Von der Einwohnung des bösen Prinzips neben dem guten: oder über das radikale Böse in der menschlichen Natur“. Ein Mensch könne trotz lauter guter Taten ein böser sein, schreibt Kant. Die Bestimmung, ob jemand gut oder böse ist, würde nicht aus seinen Handlungen abgeleitet, sondern aus den Maximen desjenigen. Es ist beispielsweise möglich Regeln zu befolgen, nur um dafür anerkannt und geachtet zu werden. Es sei jedoch nur derjenige ein guter Mensch, der auch eine gute Maxime hat, das heißt, das Gesetz „dem Geiste nach“ beobachtet. Ein moralisch guter Mensch handele nach den Gesetzen, weil er sie als „göttliche Gebote“ ansieht. Kant schlussfolgert: „Was nicht aus diesem Glauben geschieht, das ist Sünde“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit stellt zwei große Philosophen gegenüber und erläutert die Zielsetzung, die Übersetzungsmodelle von Kant und Habermas zu vergleichen.

2. Habermas „Glauben und Wissen“: Das Kapitel befasst sich mit der Rolle der Religion in der Moderne und definiert die Übersetzungsregel von Habermas, um religiöse Sinnressourcen für die säkulare Öffentlichkeit fruchtbar zu machen.

3. Kant „Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft“: Hier wird untersucht, wie Kant biblische Begriffe in eine philosophische, vernunftbasierte Theologie übersetzt, ohne diese zu missbrauchen.

4. Zusammenführung: Dieses Kapitel führt vier eigene Übersetzungsversuche im Sinne Habermas’ durch und vergleicht diese mit den Ergebnissen Kants, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen.

5. Schluss: Die Arbeit resümiert, dass Habermas seine Übersetzung ergänzend, Kant hingegen seine eher reduzierend versteht, und betont den Wert des respektvollen Diskurses.

Schlüsselwörter

Religion, Philosophie, Immanuel Kant, Jürgen Habermas, Übersetzungsregel, Säkularisierung, Vernunft, Moral, Reich Gottes, Gnade, Sünde, Jesus, Diskurstheorie, postsäkulare Gesellschaft, Freiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophischen Übersetzungsmodelle von Immanuel Kant und Jürgen Habermas im Hinblick auf ihre Behandlung religiöser Begriffe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Säkularisierung, die Rolle der Vernunft in religiösen Texten und die Möglichkeiten der Kommunikation in einer modernen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Gegenüberstellung der Übersetzungen religiöser Motive durch Kant mit denen im Sinne von Habermas, um zu prüfen, ob sie ähnliche Ziele verfolgen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine vergleichende Literaturanalyse, bei der zentrale Begriffe theologisch definiert und anschließend in das philosophische Modell der jeweiligen Denker transformiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Verständnis von Sünde, Gnade, Jesus und dem Reich Gottes bei beiden Philosophen sowie die Reaktionen von Zeitgenossen auf Habermas’ Thesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Religion, Vernunft, Säkularisierung, Übersetzung und die Diskursethik.

Inwiefern unterscheidet sich Kants Ansatz von dem Habermas’?

Während Kant versucht, religiöse Begriffe vollständig in das System der Vernunft zu integrieren, betrachtet Habermas Religion als eine Quelle semantischer Potenziale, die ergänzend in den öffentlichen Diskurs eingebracht werden kann.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Kommunikation?

Die Autorin appelliert an die Notwendigkeit eines echten, interessierten Dialogs, in dem man lernt, dem Gegenüber zuzuhören und sich verständlich auszudrücken.

Final del extracto de 32 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Übersetzungsregel von Jürgen Habermas. Ihre Anwendbarkeit auf Kants Religionsbegriff
Universidad
University of Rostock
Curso
Neue Religionsschriften
Calificación
1,0
Autor
Johanna Dittrich (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
32
No. de catálogo
V272317
ISBN (Ebook)
9783656644354
ISBN (Libro)
9783656697251
Idioma
Alemán
Etiqueta
Postsäkularisierung Religion innerhalb der Grenzen der reinen Vernunft Glauben und Wissen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Johanna Dittrich (Autor), 2014, Die Übersetzungsregel von Jürgen Habermas. Ihre Anwendbarkeit auf Kants Religionsbegriff, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272317
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