Die vorliegende Arbeit widmet sich den theoretischen Grundlagen der Textproduktion. Im Fokus der Reflexion und der Diskussion steht der Schreibprozess. Dabei werden einige Schreibprozessmodelle vorgestellt. Es handelt es sich hierbei um die Schreibmodelle von Rohmann und Welcke; Hayes und Flower; Ludwig und ein Modell zum Schreiblehrprozess nach August. Abschließend wird der Schreibprozess am Beispiel der Textsorte Zusammenfassung veranschaulicht.
Inhaltsverzeichnis
1. Zum Schreibprozess
2. Das Modell von Rohmann und Wlecke
3. Das Modell von John Hayes und Lenda Flower
4. Das Modell von Otto Ludwig
5. Modell zum Schreiblehrprozess nach August
6. Schreiblehrprozesses am Beispiel der Textsorte Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit widmet sich den theoretischen Grundlagen der Textproduktion im Kontext des DaF-Unterrichts und untersucht verschiedene Schreibprozessmodelle, um deren Anwendbarkeit für Lernende aufzuzeigen und praxisnah zu veranschaulichen.
- Theoretische Fundierung des Schreibprozesses
- Analyse prominenter Schreibmodelle (u.a. Hayes & Flower, Ludwig)
- Didaktische Perspektiven auf den Schreiblehrprozess
- Praktische Anwendung der Modelle am Beispiel der Textsorte "Zusammenfassung"
Auszug aus dem Buch
3. Das Modell von John Hayes und Lenda Flower
Das Modell von John Hayes und Lenda Flower (1980, 3 ff) wurde im Jahre 1980 in den USA entwickelt. Die Abbildung 2 veranschaulicht, wie dieses Modell aussieht und welche Komponenten es in sich trägt 3. Dieses Modell lässt sich wie folgt beschreiben: Es beinhaltet drei Hauptteile, nämlich: das Aufgabenumfeld, das Langezeitgedächtnis des Autors und den Schreibprozess. Das Aufgabenumfeld ist in zwei Komponenten unterteilt. Es geht um den Schreibauftrag und die bisher geschriebenen Textteile. Der Schreibauftrag beinhaltet das Thema, die Adressaten und die Informationen zur Motivation des Lerners. Das Langezeitgedächtnis besteht einerseits aus dem Wissen zum Thema sowie dem Wissen über die Adressaten. Neben diesen zwei Arten von Wissen schließt das Langezeitgedächtnis die vorhandenen Schreibpläne ein. Auf diese drei Parameter könnte der Schreibende zurückgreifen, um einen Text zu verfassen und in dieser Hinsicht könnte sich der Schreiber an den fünf W-Fragen orientieren.
Der Schreibprozess gliedert sich in drei Teilprozesse, nämlich: das Planen, das Formulieren und das Überarbeiten. Diese Teilprozesse des Schreibens setzen die Erfüllung des Schreibauftrags voraus, damit sie durchgeführt werden können. Auf der anderen Seite gibt es die Kontroll- und Steuerungsinstanz, die den Schreibprozess kontrolliert und ordnet. An diesen Ausführungen ist jedoch zu bemängeln, dass der beschriebene Schreibprozess an Präzision im Hinblick auf diese angeführten Begriffe fehle, d.h. diese wurden nicht durch Beispiele erläutert und verdeutlicht. Hinzu lassen sich die drei Komponenten: Planen, Formulieren und Überarbeiten in weitere Teilprozesse unterteilen. Zudem sollen diese drei Komponenten erfolgreich durchgeführt werden, um der Schreibaufgabe gerecht zu werden. Auch lässt sich das Planen als Teilprozess in weitere Subprozesse unterteilen. Es geht insbesondere um das Generieren, das Strukturieren und das Zielsetzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zum Schreibprozess: Dieses Kapitel definiert den Schreibprozess als komplexen Vorgang, der von der Aufgabenwahrnehmung bis zur Verabschiedung des Textprodukts reicht.
2. Das Modell von Rohmann und Wlecke: Das Kapitel erläutert das 1964 entwickelte Modell, das den Schreibprozess als linearen Stufenverlauf konzipiert.
3. Das Modell von John Hayes und Lenda Flower: Hier wird das kognitive Modell vorgestellt, welches Schreibprozesse in Aufgabenumfeld, Langzeitgedächtnis und Teilprozesse wie Planen und Überarbeiten gliedert.
4. Das Modell von Otto Ludwig: Das Kapitel beschreibt den 1983 entwickelten Ansatz, der den Schreibprozess in fünf Ebenen unterteilt und die Interaktivität der Arbeitsschritte betont.
5. Modell zum Schreiblehrprozess nach August: Dieses Kapitel stellt ein für Lernende konzipiertes Modell vor, das Phasen wie Planung, Formulierung und Überarbeitung umfasst.
6. Schreiblehrprozesses am Beispiel der Textsorte Zusammenfassung: Das Kapitel bietet eine praxisorientierte Anwendung der behandelten Modelle auf die spezifische Textsorte Zusammenfassung.
Schlüsselwörter
Schreibprozess, Textproduktion, DaF-Unterricht, Schreibmodell, Schreibdidaktik, Hayes und Flower, Otto Ludwig, Planung, Formulierung, Überarbeitung, Zusammenfassung, Textsorte, Schreibstrategien, Lernende, Schreibkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Textproduktion im DaF-Unterricht und diskutiert verschiedene wissenschaftliche Modelle zum Schreibprozess.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die verschiedenen Phasen des Schreibens, die kognitiven und motivationalen Aspekte sowie die Rolle des Lehrenden bei der Vermittlung von Schreibstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen Überblick über etablierte Schreibprozessmodelle zu geben und deren praktische Anwendung durch die Lernenden, beispielsweise beim Verfassen einer Zusammenfassung, zu illustrieren.
Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?
Die Arbeit analysiert unter anderem die Modelle von Rohmann und Wlecke, Hayes und Flower, Otto Ludwig sowie ein Modell zum Schreiblehrprozess nach August.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der verschiedenen theoretischen Modelle und deren kritische Reflexion sowie eine praktische Anwendung auf die Textsorte Zusammenfassung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Schreibprozessmodelle, Textproduktion, Schreibdidaktik, kognitive Teilprozesse, Überarbeitung und Schreibplanung.
Warum wird das Modell von Hayes und Flower in der Arbeit kritisiert?
Kritisiert wird insbesondere die starke Orientierung an kognitiven Prozessen unter Vernachlässigung motivationaler und motorischer Aspekte sowie die mangelnde Berücksichtigung der Rolle des Lehrenden im Fremdsprachenunterricht.
Welche Bedeutung hat die motivationale Basis laut Otto Ludwig?
Sie ist von grundlegender Bedeutung, da sie Dauer, Intensität und die tatsächliche Realisierung des Schreibprozesses maßgeblich beeinflusst.
Warum ist das Modell von August nicht nur für Lehrer gedacht?
Das Modell ist als Hilfsmittel für Lernende konzipiert, damit diese sich beim eigenständigen Verfassen von Texten oder Zusammenfassungen besser orientieren können.
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- Mag. Mohamed Chaabani (Author), 2014, Schreibprozessmodelle bei der Textproduktion im DaF-Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272417