Es wird sich mit der Parodie im Tagelied beschäftigt. Im Blickfeld der Untersuchungen stehen dabei Steinmars „Ein kneht, der lag verborgen“ und Oswalds von Wolkenstein „Stand auff, Maredel!“. Beide Lieder zeichnen sich durch das Zusammenbringen der Tageliedsituation mit dem bäuerlichen Milieu aus und sind demnach vergleichbar. Herauszustellen sei, ob es sich bei beiden Texten wirklich um Tageliedparodien handelt, sowie die Art und Weise des Ineinandergreifens von traditionellen und parodistisch veränderten Elementen.
Gliederung
Einleitung
1. Das Erkennen einer Tageliedparodie
2. Steinmars „Ein kneht, der lag verborgen“
2.1 Autor und Werk
2.2 Analyse
2.3 Beurteilung
3. Oswalds von Wolkenstein „Stand auff, Maredel!“
3.1 Autor und Werk
3.2 Analyse
3.3 Beurteilung
4. Vergleich der Tageliedparodien
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Tageliedparodie?
Eine Tageliedparodie übernimmt die Struktur des klassischen Tagelieds (Trennung der Liebenden bei Tagesanbruch), verkehrt sie aber ins Komische oder ins bäuerliche Milieu.
Welche Werke werden in der Arbeit analysiert?
Die Arbeit untersucht Steinmars „Ein kneht, der lag verborgen“ und Oswalds von Wolkenstein „Stand auff, Maredel!“.
Wie wird das bäuerliche Milieu in diesen Parodien genutzt?
Statt höfischer Eleganz treten derbe Sprache und ländliche Alltagssituationen auf, was den parodistischen Effekt gegenüber dem klassischen Minnesang erzeugt.
Wer war Steinmar?
Steinmar war ein Minnesänger des 13. Jahrhunderts, der für seine unkonventionellen und parodistischen Lieder bekannt ist.
Was unterscheidet Oswald von Wolkenstein von traditionellen Minnesängern?
Oswald von Wolkenstein integrierte stark autobiografische und realistische Elemente in seine Lieder und brach oft mit den strengen Konventionen des Genres.
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- Jana Katczynski (Author), 2013, Die Tageliederparodie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272472