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Beweiskräftige Vernehmungen. Glaubhaftigkeit im Rahmen einer Vernehmung

Título: Beweiskräftige Vernehmungen. Glaubhaftigkeit im Rahmen einer Vernehmung

Trabajo Escrito , 2013 , 15 Páginas

Autor:in: Tobias Kaiser (Autor)

Derecho - Derecho procesal penal, criminología, régimen penitenciario
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Polizeibeamte begegnen im beruflichen Alltag Personen, die aus den verschiedensten gesellschaftlichen Strukturen kommen, wie bspw. Rockern, kriminellen Ausländern, aber auch dem ganz „normalen“ Familienvater oder dem Rentner, der nebenan wohnt. Diese aufgezählten Personengruppen sind evtl. Zeugen, Tatverdächtige oder Beschuldigte in einem Strafverfahren und können Angaben zu einem bestimmten Sachverhalt machen. So war es auch bei dem Fall Jakob von Metzler im Jahr 2002, als der Bankierssohn entführt und ermordet wurde. Die Vernehmung des Beschuldigten Magnus Gäfgen war ein Katz und Maus Spiel, da Gäfgen immer wieder Aussagen machte, welche sich im Nachhinein als Lügen darstellten. Jede dieser Aussagen musste jedoch erneut auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft werden, weil das Menschenleben des elfjährigen Jungen in Gefahr war. Ein unerlässliches Mittel zur Aufklärung und Verfolgung einer Tat ist - wie auch der oben aufgeführte Fall zeigt - die Vernehmung. Mit ihr soll die Wahrheit ans Licht gebracht werden. Doch um die Aussage einer Person richtig beurteilen zu können, bedarf es dem Polizeibeamten an ein fundiertes Fachwissen. Ein Teil dieses Fachwissens stellt der Autor mit der folgenden Hausarbeit „Beweiskräftige Vernehmungen – Glaubhaftigkeit im Rahmen einer Vernehmung“ so transparent wie möglich dar, um die Handlungssicherheit von Polizeibeamten bei Vernehmungen zu erhöhen. Auch tritt der Polizeibeamte in seiner Funktion als Zeuge vor Gericht auf. Um dort fachkundig und professionell zu erscheinen, müssen die Grundzüge und das Verfahren zur Glaubhaftigkeitseinschätzung erklärt werden können. Um den Einstieg in die Thematik zu liefern, wird die Vernehmung zu Beginn definiert. Im weiteren Verlauf findet die Abgrenzung der Glaubwürdigkeit von der Glaubhaftigkeit statt, um herauszukristallisieren, worauf sich Letzteres bezieht. Der Vernehmende muss sich immer die Frage stellen: Basiert die Aussage auf ein erlebtes Ereignis? Dazu erörtert der Autor im Kapitel 3 die Wahrnehmung und die Wiedergabe. Die Hausarbeit wird von der Leitfrage begleitet: Kann anhand von Glaubhaftigkeitsmerkmalen sicher gesagt werden, dass eine Person die Wahrheit sagt, sich irrt oder lügt? Um diese Frage hinreichend beantworten zu können, werden die Glaubhaftigkeitsmerkmale in Kapitel 4 anschaulich dargestellt. Da die Anzahl an Merkmalen den Rahmen der Arbeit sprengen würde, beschränkt sich der Autor im Folgenden auf drei Merkmale. [...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Definitionen

2.1 Vernehmung

2.2 Glaubwürdigkeit - Glaubhaftigkeit

3 Wahrnehmung und Wiedergabe

3.1 Wahrnehmung

3.2 Wiedergabe

3.3 Wahrheit, Irrtum, Lüge

4 Aussageeigenarten und Glaubhaftigkeitsmerkmale

4.1 Aussageeigenarten

4.2 Glaubhaftigkeitsmerkmale

4.2.1 Detailreichtum

4.2.2 Ergänzbarkeit der Zeugenaussage

4.2.3 Ungeordnete Erzählweise

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die wissenschaftlichen Grundlagen und praktischen Herausforderungen bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen im polizeilichen Vernehmungskontext. Ziel ist es, durch die Analyse von Glaubhaftigkeitsmerkmalen zu klären, inwiefern Polizeibeamte fundiert zwischen einer wahrheitsgemäßen Aussage, einem Irrtum oder einer bewussten Lüge unterscheiden können.

  • Grundlagen der Vernehmungslehre und rechtliche Definitionen
  • Psychologische Faktoren der menschlichen Wahrnehmung und Wiedergabe
  • Differenzierung zwischen Glaubwürdigkeit der Person und Glaubhaftigkeit der Aussage
  • Analyse spezifischer Glaubhaftigkeitsmerkmale zur Wahrheitsfindung
  • Bedeutung der Steigerungsform bei der Bewertung von Aussageeigenarten

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Detailreichtum

Beim Detailreichtum wird zwischen den quantitativen und den qualitativen Details unterschieden. Im Bereich des quantitativen Detailreichtums ist entscheidend, dass in einer Aussage viele einzelne Details enthalten sind, wie bspw. eine genaue Täterbeschreibung, Ortsangaben oder das Wiedergeben von Gesprächsdialogen. Dass die Anzahl an Details ausschlaggebend sein kann, wird damit „begründet, dass es für die meisten Zeugen unmöglich ist, eine Falschaussage mit zahlreichen Einzelheiten auszuschmücken.“27 Fundiert wird die Aussage damit, dass Zeugen bereits bei einem beobachteten Sachverhalt Schwierigkeiten haben, sich viele Einzelheiten zu merken. Beinahe unmöglich wird es dann bei einer phantasievollen Erzählung. Die Grundlage für den quantitativen Detailreichtum ist gegeben, wenn zwischen dem beobachteten Sachverhalt und der Wiedergabe nicht viel Zeit vergangen ist, damit der Zeuge nicht die Möglichkeit hat, sich noch viele Details auszudenken. Bei den qualitativen Details kommt es wiederum nicht darauf an, ob der Zeuge längere Zeit hatte, um sich auf seine Aussage vorzubereiten. Grund dafür ist, dass auch in einer Falschaussage diese qualitative Detaillierung meist nicht vorzufinden ist. Die Qualität einer solchen Besonderheit kann unter anderem durch die Schilderung von eigenpsychischen Vorgängen gegeben sein, wie Ängste, Ekel, Freude oder Mitleid. Dabei ist von Bedeutung, dass nicht nur ein kurzer Moment beschrieben wird, sondern vielmehr eine fortlaufende Entwicklung der psychischen Vorgänge, denn auch ein Lügner kann in einem Nebensatz erwähnen, dass er in einem geschilderten Sachverhalt Angst hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz professioneller Vernehmungen im polizeilichen Alltag und definiert die Leitfrage hinsichtlich der Unterscheidbarkeit von Wahrheit, Irrtum und Lüge.

2 Definitionen: Hier werden die rechtlichen Grundlagen der Vernehmung geklärt und die zentrale Abgrenzung zwischen der Glaubwürdigkeit einer Person und der Glaubhaftigkeit einer einzelnen Aussage vorgenommen.

3 Wahrnehmung und Wiedergabe: Dieses Kapitel analysiert die psychologischen Prozesse der Informationsaufnahme und -speicherung sowie die typischen Fehlerquellen, die zu Erinnerungsverfälschungen führen können.

4 Aussageeigenarten und Glaubhaftigkeitsmerkmale: Der Hauptteil beschreibt, wie aus bloßen Aussageeigenarten durch spezifische Kriterien (wie Detailreichtum, Ergänzbarkeit und Erzählweise) diagnostische Glaubhaftigkeitsmerkmale abgeleitet werden können.

5 Fazit: Das Kapitel zieht ein Resümee über die Aussagekraft von Merkmalen und weist darauf hin, dass diese allein nicht ausreichen, um komplexe Aussagen abschließend zu bewerten.

Schlüsselwörter

Vernehmung, Glaubhaftigkeit, Glaubwürdigkeit, Zeugenaussage, Aussagepsychologie, Wahrnehmung, Wiedergabe, Irrtum, Lüge, Detailreichtum, Ergänzbarkeit, Erzählweise, Aussageanalyse, Strafprozess, Beweiswürdigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftlichen und praktischen Aspekte der Glaubhaftigkeitsbeurteilung von Zeugenaussagen im Rahmen polizeilicher Vernehmungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die psychologischen Grundlagen von Wahrnehmung und Erinnerung, die Definition rechtlicher Vernehmungsstandards sowie die Anwendung spezifischer Glaubhaftigkeitsmerkmale zur Bewertung von Aussagen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt die Leitfrage, ob anhand von Glaubhaftigkeitsmerkmalen mit Sicherheit bestimmt werden kann, ob eine Person die Wahrheit sagt, sich irrt oder bewusst lügt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche im deutschsprachigen Raum unter Einbeziehung relevanter psychologischer und juristischer Fachquellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Wahrnehmungsprozesse, die Differenzierung von Irrtum und Lüge sowie die detaillierte Darstellung der Merkmalsanalyse, insbesondere Detailreichtum, Ergänzbarkeit und ungeordnete Erzählweise.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Vernehmung, Glaubhaftigkeit, Aussagepsychologie, Beweiswürdigung und die verschiedenen Glaubhaftigkeitsmerkmale.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „Glaubwürdigkeit“ und „Glaubhaftigkeit“ eine Rolle?

Die Arbeit betont, dass die Glaubwürdigkeit die Person als Ganzes betrifft, während sich die Glaubhaftigkeit spezifisch auf den Wahrheitsgehalt einer einzelnen Aussage bezieht, was für die Beweiswürdigung essenziell ist.

Warum ist die „Steigerungsform“ bei den Merkmalen so wichtig?

Eine Steigerung ist notwendig, um aus einer allgemeinen Aussageeigenart ein qualifiziertes Glaubhaftigkeitsmerkmal zu machen, das eine fundierte Analyse erlaubt.

Wie beeinflusst ein „Irrtum“ die Aussagebewertung?

Der Autor legt dar, dass Glaubhaftigkeitsmerkmale bei Irrtümern kaum Aussagekraft besitzen, da der Zeuge hier subjektiv überzeugt ist, die Wahrheit zu sagen, während die Merkmale auf bewusstes Täuschen abzielen.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Beweiskräftige Vernehmungen. Glaubhaftigkeit im Rahmen einer Vernehmung
Curso
Polizeivollzugsdienst
Autor
Tobias Kaiser (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
15
No. de catálogo
V272584
ISBN (Ebook)
9783656647768
ISBN (Libro)
9783656647751
Idioma
Alemán
Etiqueta
beweiskräftige vernehmungen glaubhaftigkeit rahmen vernehmung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Kaiser (Autor), 2013, Beweiskräftige Vernehmungen. Glaubhaftigkeit im Rahmen einer Vernehmung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272584
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