Nonresponse bei türkischstämmigen Migranten in allgemeinen Bevölkerungsbefragungen

Ursachen, Auswirkungen und mögliche Instrumente


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014

28 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Nonresponse in Bevölkerungsbefragungen

3. Migranten in Bevölkerungsbefragungen

4. Nonresponse bei türkischstämmigen Migranten in Bevölkerungsbefragungen
4.1 Erreichbarkeit
4.2 Befragungsfähigkeit
4.3 Kooperationsbereitschaft
4.4 Auswirkungen des Nonresponse-Verhaltens

5. Instrumente zur Verringerung selektiver Ausfälle

6. Fazit

7. Quellen- und Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Seitdem die Bundesregierung Deutschlands vor über 50 Jahren erste Abkommen zur An­werbung und Vermittlung ausländischer Arbeitnehmer abschloss (Vgl. Knortz 2008:33), ist Deutsch­land von Immigration geprägt. Ein Großteil der nach Deutschland vermittelten Gastar­beiter stammte aus der Türkei und besonders aus dieser Gruppe ließen sich viele dauerhaft in Deutschland nieder und holten ihre Familien nach. Heute leben drei Ge­nera­tionen tür­kisch­stämmiger Migranten in Deutschland (Vgl. Scheller 2011:11). Die größte Einwan­de­rungsgruppe Deutschlands gilt zugleich als diejenige mit den stärksten Integra­ti­ons­problemen. Insbesondere die geringe Bildungsbeteili­gung (Vgl. Woellert et al. 2009: 36) und der höhere Anteil von Erwerbs­losig­keit unter türkischen Mig­ranten (Vgl. Gostomski 2008:19ff.), sowie ihre ver­gleichsweise mittelmä­ßigen bis schlech­ten Sprach­kenntnisse (Vgl. Ebenda:21f.) weisen auf Handlungs­bedarf hin. Damit Integrationsmaß­nahmen zielgerichtet ergriffen werden können, müs­sen Miss­stände sol­cher Art zunächst erkannt werden, was empirisch abgesichertes Daten­material voraussetzt: Die Lebensbe­dingungen türkischer Mig­ranten müs­sen empi­risch gemes­sen und die Befunde politischen Entscheidungsträgern zugänglich gemacht wer­den. Ge­rade in allgemeinen Bevölkerungs­befragungen sieht man sich aber mit dem Prob­lem ho­her Ausfallquoten bei Migranten konfrontiert. Er­folgen diese Ausfälle entlang von Eigen­schaften, die Ge­genstand integ­ra­ti­onsrelevanter Fragestellungen sind, kann dies die Aus­sa­gekraft von Forschungser­geb­nis­sen einschränken (Vgl. Haunberger 2011:34).

Obwohl Perso­nen mit Migrations­hin­tergrund als schwierige Ziel­gruppe gelten, ist ihr Teilnahme­verhal­ten nur vereinzelt Gegenstand wissen­schaftlicher Untersuchun­gen. Die wenigen Unter­su­chun­gen, die sys­tematisch das Teilnahmeverhalten von Mig­ranten ana­lysieren, leiden zu­dem unter methodischen Schwächen. So existieren kaum Bei­träge, die sich dif­feren­ziert mit dem Teilnahmever­halten von Gruppen mit unter­schiedlichem Mig­ra­tions­hinter­grund befassen. Meist wird von „Migranten“ als homoge­ner Gruppe ge­spro­chen. Dar­über hinaus werden Migranten in allgemeinen Bevölke­rungs­be­fragungen wie in methodischen Un­tersuchun­gen über ihre Staatsange­hö­rigkeit defi­niert. Auf diese Weise lässt sich die Bevölkerungsgruppe türki­scher Mig­ranten nur un­vollstän­dig erfas­sen, denn es wer­den sowohl Migranten, die in Deutschland ein­gebür­gert wur­den, als auch Mig­ranten der zwei­ten und drit­ten Generation systematisch nicht erfasst (Vgl. Schnell et al. 2012:1). So können Aussa­gen über das Teilnahmeverhalten nur für eine Teil­gruppe von Per­sonen mit Migra­tionshintergrund getroffen wer­den, deren An­teil an dieser Bevöl­kerungs­gruppe weniger als die Hälfte beträgt (Vgl. Sta­tistisches Bun­des­amt 2013:7f.).

Um das Nonresponse-Verhalten bei türkischstämmigen Migranten in Bevöl­kerungsbefra­gungen erklären und mögliche Konsequen­zen für die Repräsentativität von Erhebungs­daten aufzuzeigen, wird zunächst ein Überblick über den theoretischen Hintergrund zu Nonresponse gegeben. Anschließend wird kurz dargestellt, wie Migranten in allgemeine Bevölkerungsbefragungen integriert werden. Es folgt eine nähere Betrachtung des Teil­nahmeverhaltens türkischstämmiger Migranten. Hierzu werden verschiedene methodische Untersuchun­gen einbezogen und kritisch gewürdigt. Auf Basis der gewon­nenen Er­kenntnisse sollen schließlich Maßnahmen zur Verringerung selektiver Ausfälle bei türkischen Mig­ranten bewertet werden. Diese Arbeit behandelt das Nonresponse-Ver­halten tür­kischstämmiger Migranten in querschnitt­lichen Bevölke­rungsbefragungen. „Türkisch­stämmige Migran­ten“ werden hierbei als Per­sonen mit eigener Migrationser­fahrung (Zuwanderer) mit aus­ländischer und deut­scher Staatsan­gehörigkeit sowie Perso­nen ohne eigene Migra­tionser­fahrung (nicht Zugewanderte der zweiten und dritten Generation) mit ausländi­scher und deutscher Staats­angehörigkeit definiert (Vgl. Statisti­sches Bundesamt 2013:7ff.). Das Teilnah­me­verhalten in Längsschnit­terhe­bungen wird nicht näher betrach­tet.[1]

2. Nonresponse in Bevölkerungsbefragungen

Bei standardisierten Befragungen, die auf Zufallsstichproben basieren, können in der Re­gel nicht alle zur Auswahl in die Stichprobe vorgesehenen Personen auch vollständig be­fragt werden (Vgl. Koch 1997:98). Ausfälle können beispielsweise auftreten, weil sich hinter einer an­gegebenen Adresse kein Privathaushalt verbirgt oder die Zielperson (ZP) die Teil­nahme verweigert. Das Problem solcher Aus­fälle wird als das „Nonresponse-Problem“ bezeichnet (Vgl. Schnell 1997:17). Häufen sich in einer Befragung die Fälle von Personen, die vollständig ausfallen, kann das verschiedene Auswirkungen haben, die von den jeweiligen Ausfallursachen abhängen. Einige Personen der Ausgangsstichprobe sind aufgrund „technischer Fehler“ grundsätzlich nicht befragbar (Vgl. Schumann 1998:103f.). Zu diesen „stichprobenneutralen Aus­fällen“ werden im All­gemeinen Aus­fälle einzelner Interviewer, nicht be­arbeit- oder auffindbare Adres­sen, unbe­wohnte Woh­nungen, verzogene oder verstorbene Zielpersonen (ZPn), sowie Ausfälle aufgrund von Nichtzugehörigkeit zur Grund­gesamtheit (GG) gezählt (Vgl. Schnell 1997:23). Diese Elemente werden aus der Ausgangsstichprobe entfernt, und man gelangt zur „bereinig­ten Stichprobe“. Erfolgen Ausfälle jedoch nicht zufällig über die GG verteilt, wird von soge­nannten „systematischen Ausfällen“ gesprochen (Vgl. Koch 1997:89f.). Der prozentuale Anteil von Befragten, mit denen trotz dieser Art von Ausfällen ein Inter­view realisiert werden kann, wird, gemessen an der bereinigten Stichprobe, mithilfe der Aus­schöpfungs­quote angegeben (Vgl. Ebenda 1993:85). Die Errechnung der Ausschöp­fungs­quote er­folgt jedoch häufig nicht einheitlich, da die Einstufung von Ausfällen als stichproben­neutral oder systematisch nicht nach festgelegten, allgemein gültigen Stan­dards erfolgt (Vgl. Neller 2005:11ff.). Dabei können systematische Ausfälle die Aus­sa­gekraft von For­schungsergebnissen stark einschränken. Denn erfolgen Ausfälle entlang für die For­schungsfrage relevanter Merkmale und deren Ausprägungen, un­ter­scheiden sich die Teil­nehmer und Nichtteilnehmer einer Umfrage systematisch hin­sicht­lich dieser Merkmale (Vgl. Koch 1997:89f.). Ausgehend von der Stichprobe können dann nur ein­geschränkt Rückschlüsse auf die GG gezogen werden (Vgl. Ebenda). Die Stärke dieser sogenannten Stichprobenverzerrung ist abhängig von der Höhe des Non­response und dem Ausmaß der Unterschiede zwischen Teilnehmern und Nichtteil­neh­mern hinsichtlich re­levanter Merk­male (Vgl. Lesser;Kalsbeek 1992:118f.). Daher ba­siert die Abschätzung der Konsequen­zen von Ausfällen stets auch auf einer Untersu­chung der Ausfallgründe.

Ausfälle von Befragten können während des mehrstufigen Teilnahmeprozesses an ver­schiedenen Stellen auftreten, denn die einzelnen Stufen wirken als hinter­einander ge­schaltete „Filter“ (Koch 1997:109). Ob diese passiert werden, hängt von je unterschied­lichen Faktoren ab (Vgl. Ebenda). Um analysieren zu können, wie Unter­schiede im Teil­nahme­verhalten einzelner Personen zustande kommen, sollten die Teil­nahmestufen daher getrennt voneinander betrach­tet werden. Die erste Bedingung zur Durch­führung einer Befragung ist, dass die ZP während der Feldzeit erreicht wird (Vgl. Schnell 1997:17f.). Als Determinanten der Erreichbarkeit werden vor allem das Alter, die Größe des Woh­norts, der Familienstand, die Haushaltsgröße, die be­rufliche Stellung und das Ge­schlecht der ZP angeführt. Jüngere Personen werden seltener erreicht als äl­tere Perso­nen (Vgl. Koch 1997:113ff.) und die Wahrscheinlich­keit, eine Person an­zutreffen, sinkt mit zuneh­mender Größe ihres Wohnortes (Vgl. Schräpler 2000:133). Auch kann eine hö­here Wahr­scheinlichkeit des Non­response für allein­lebende, ledige, geschiedene und ver­wit­wete ZP beobachtet werden (Vgl. Koch 1998:79f.). Frauen werden in Bevölkerungsbe­fragungen überwiegend leichter zu Hause angetroffen als Männer (Vgl. Schräpler 2000:128) und Erwerbstätige, die in einem Beamten- oder Angestelltenverhältnis be­schäftigt sind, gelten als besser erreichbar als Arbeiter mit Schichtdienst, Montagearbeiter und Selbstständige (Vgl. Ebenda). Nachdem eine Person erfolgreich kontaktiert wurde, muss sie außerdem zur Befra­gung fähig sein. Ursachen für eine Befragungsun­fähigkeit können in körperli­chen oder geis­tigen Krankheiten und unzureichenden Sprachkenntnis­sen liegen (Vgl. Koch 1997:116ff.). Personen, die erreicht wurden und zur Teilnahme prinzipiell in der Lage sind, müssen außerdem zur Teilnahme gewillt sein. Mögliche De­terminanten der Teilnahmebereitschaft sind das Alter (Vgl. Fitzgerald;Fuller 1982:8), das Bildungs­ni­veau, die Größe des Wohnorts (Vgl. Schräpler 2000:119), sowie das Ge­schlecht einer Person (Vgl. Rendtel 1995:12; Koch 1997:112). Die hier aufgeführten Va­riablen sind keine handlungsrele­vanten Faktoren, die die Entschei­dung zur Teil­nahme an einer Befra­gung unmittelbar beein­flus­sen (Vgl. Groves;Cialdini;Couper 1992:477). Etwa er­scheint es als unzu­reichend, die hö­here Verweigerungsrate älterer Per­sonen allein damit zu er­klären, dass diese Per­sonen älter sind. Merkmale wie das Alter wirken statt­dessen als „Glo­balvariab­len“ (Schnell 1997:199), deren „ein­zelne Ausprä­gungen über eine Viel­zahl verschiedener Mechanis­men mit einer Vielzahl von Phänome­nen“ (Ebenda) ge­kop­pelt sind. Kann die Teilnahme an einer Befragung als eine Entscheidung zwischen ver­schie­denen Alternativen erklärt werden, so bedeutet dies, dass die hier geschilderten Fak­toren ein Set von Erfahrungen und psychologischen Prä­dispositionen schaffen (Vgl. Gro­ves;Cialdini;Couper 1992:476ff.), die schließlich den Kontext bestim­men, in dem die Teilnahmeentscheidung erfolgt. Hart­mut Esser erklärt die Teilnahmeent­scheidung als eine Kosten-Nut­zen-Rechnung, bei der Perso­nen die­jenige Handlungsal­ternative wählen, deren er­warteter „Nutzen“ – ver­glichen mit anderen Handlungsalterna­tiven – höher als die mit ihr verbundenen Kosten ist (Vgl. 1986: 38f.). Eine Person nimmt demnach an einer Befragung teil, sollte der dadurch generierte Nutzen höher sein als der Nutzen, der aus einer Nichtteilnahme resul­tiert. Der Nutzen einer Teilnahme kann etwa in dem besonderen Interesse an einem be­stimmten Befra­gungsthema, in der Erfül­lung einer Höf­lichkeitsnorm oder in der Ab­wechslung durch neue Erfah­rungen lie­gen (Vgl. Schnell;Hill;Esser 2009:308f.). Kos­ten einer Teilnahme kön­nen als Opportuni­täts­kosten anfallen, sollte der Nutzen einer anderen Handlung, etwa das Entspannen nach einem anstrengenden Arbeitstag, größer sein als eine Teilnahme. Gleichzeitig können Kosten in Form von Transaktionskosten anfallen, beispielsweise falls der Befragungsvor­gang an sich eine Belastung darstellt (Vgl. Bradburn 1987:168f.). Allgemein werden nur von einer geringen Menge von Personen rationale Kosten-Nutzen-Überle­gungen angestellt. Die Entscheidung zur Teilnahme erfolgt stattdessen häufig auf Basis zufälliger und situativer Faktoren (Vgl. Esser 1986:39f.) wie etwa der momentanen Ge­fühlslage. Jedoch ist es möglich, dass für bestimmte Bevölkerungsgruppen mit einer Teil­nahme oder Nichtteil­nahme sehr deutliche Kosten und Nutzen verbunden sind. Die Be­urteilung der Teilnahme oder Nichtteilnahme fällt dann eindeutig positiv oder negativ aus (Vgl. Ebenda). In Bezug auf systematische Ausfälle bedeutet dies, dass ein regelmäßiger Zusammenhang zwi­schen bestimmter Merkmalskonstellationen und der individuellen Beurteilung der mit ei­ner Teilnahme oder Nichtteilnahme verbun­denen Nutzen- und Kos­tenaspekte besteht. Demnach beeinflussen die eine Subgruppe kennzeichnenden Merk­male als Globalvari­ablen kognitive Prozesse und Handlungsbedingungen, die in dieser Subgruppe dann re­gelmäßige Muster von Kosten-Nutzen-Erwägungen und schließlich ähnliche Teilnahme­muster hervorrufen (Vgl. Schnell 1997:214ff.).

3. Migranten in Bevölkerungsbefragungen

Sollen Aussagen über die „allgemeine Bevölkerung“ getroffen werden, ist es unerlässlich, auch Personen mit Migrationshintergrund in die Betrachtung einzubeziehen. Dies stellt jedoch Anforderungen an die Definition der GG, sowie an das darauf basierende Aus­wahlverfahren und Studiendesign. Die Definition der GG der „Allgemeinen Bevölke­rungsumfrage der Sozialwissenschaften“ (ALLBUS) lehnte sich bis 1991 an die Defini­tion der GG der Stichproben des ADM-Designs[2] an und beinhaltete „Alle Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, die zum Zeit­punkt der Befragung in der Bundesrepublik und in West-Berlin in Privathaushalten leben und die spätestens am 1.1.1962 geboren wurden“ (Kirschner 1984:117). Um Migran­ten­gruppen in der Stichprobe abbilden zu können, war diese Definition unzu­reichend, da Personen mit Migrationshintergrund im Besitz einer ausländischen Staats­angehörigkeit systematisch ausgeschlossen wurden. Seit 1991 umfasst der ALLBUS zusätzlich Personen mit ausländischer Staatsangehörig­keit, falls das persönlich-mündli­che Interview, beziehungsweise ab 2000 die Rechner-ge­stützte persönliche Befragung, in deutscher Sprache durchgeführt werden kann (Vgl. Wasmer et al 2012:40f.). Ausländer und Migranten, deren Deutschkenntnisse für eine Befragung nicht ausrei­chen, werden als Ausfälle aufgrund „mangelnder Sprachkennt­nisse“ verzeichnet (Vgl. Ebenda). Da seit 1994 eine Gemeindestichprobe mit anschlie­ßender Ziehung von Perso­nen aus Einwoh­nermelderegistern erhoben wird, sind seither Informationen über die Merkmale der Teil­nehmer und Nichtteilnehmer verfügbar (Vgl. Ebenda:8). In dem „Sozio-ökonomischen Panel“ (SOEP), einer jährlich laufenden Längs­schnitterhebung, werden Personen mit Migrationshintergrund im höheren Maße berück­sichtigt. Es werden zwar ebenfalls deutsch­sprachige Interviewer eingesetzt, jedoch be­steht für ausgewählte Migrantengruppen die Möglichkeit, das Fragenprogramm in der jeweiligen Mutterspra­che durchzuführen (Vgl. Bilger 2006:28f.). Im Gegensatz zum ALLBUS ermöglicht das Studiendesign des SOEP eine detailliertere Betrachtung von Personen mit Migrationshintergrund. So können beispielsweise zusätzlich Migranten der zweiten Generation erfasst werden (Vgl. Scheller 2011:8). Mutter­sprachliche Fragebögen werden auch in der „Repräsenta­tivbefragung Ausgewählte Mig­rantengruppen in Deutsch­land“ (RAM) angeboten (Vgl. Gostomski 2008:11). Durch die Art der Stichproben­zie­hung über das Ausländerzent­ralregister können hier nur Personen mit auslän­discher Staatsangehörigkeit und nicht mit Migrationshintergrund im weiteren Sinne in die Stich­probe gelangen (Vgl. Ebenda:7). In der international verglei­chenden Bevölkerungs­um­frage „Gender und Ge­nerations Study“ (GGS) kommen eben­falls deutschsprachige Inter­viewer zum Einsatz, nach Bedarf können aber zweisprachige Anschreiben und eine Über­setzungshilfe eingesetzt werden (Vgl. Ette et al. 2007:11f.).

[...]


[1] Wird auf Längsschnittstudien Bezug genommen, dann auf die jeweilige Basiserhebung. Un­tersuchungen zum Teilnah­meverhalten von Migranten in Längsschnitterhebungen finden sich etwa bei Haunberger 2011.

[2] Das Design der Stichproben des ADM (Arbeitskreis deutscher Marktforschung) wird auch heutzutage größtenteils in der professionellen Umfrageforschung angewandt. Die Stichprobe basiert auf einem mehr­stufigen Auswahlverfahren, dem Daten von „synthetischen“ Stimmbe­zirken in Deutschland zugrunde liegen (Vgl. Schnell;Hill;Esser 2009:279f.).

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Nonresponse bei türkischstämmigen Migranten in allgemeinen Bevölkerungsbefragungen
Untertitel
Ursachen, Auswirkungen und mögliche Instrumente
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie)
Veranstaltung
Methoden der Datenerhebung, Vertiefungsmodul
Note
1,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
28
Katalognummer
V272591
ISBN (eBook)
9783656648161
ISBN (Buch)
9783656695783
Dateigröße
466 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Methoden, Empirische Sozialforschung, Datenerhebung, Nonresponse, Nonresponse-Fehler, Stichprobe, Stichprobenverzerrung, Teilnahmeverhalten, Umfrage, Bevölkerungsbefragung, Bevölkerungsumfrage, Migrationshintergrund, Ausschöpfung, Stichprobendesign, Interviewer, Instrumente, Soziapolitik, Umfrageforschung, Integration
Arbeit zitieren
Anna Severin (Autor), 2014, Nonresponse bei türkischstämmigen Migranten in allgemeinen Bevölkerungsbefragungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/272591

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